Wertpapierspekulationskaufmann | aktie.at Forum
Wertpapierspekulationskaufmann
virtuello(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.4.08 20:18)

Ich bin auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung und möchte diese in zwei bis drei Jahren auch ausüben können. Irgendwie hab ich aber das Interesse, wieder oder weiter in einem herkömmlichen Unternehmen zu arbeiten, verloren.

Da es den o.g. Beruf auf selbstständiger Basis nicht wirklich gibt, drängen sich bei mir etliche Fragen auf, wie man so einen Beruf trotzdem ausüben könnte.

Hier in diesem Forum gibt es ja offensichtlich einige, die keinen herkömmlichen Beruf haben; ich erhoffen mir in diesem Thread einige Tips und Anregungen zu bekommen. Vielleicht gibt es auch andere Interessierte.

Als erstes stellt sich mir die wichtigste Frage: Was ist man bei so einer Tätigkeit? Sozialhilfeempfänger? Pensionist? Notstandsbezieher? Finanzamtgejagter? Ich habe keine Ahnung. Ich habe gelesen, daß es eine neue Form von Einzelunternehmen gibt, wo von deinen selbststängig verdienten Euros die Steuer und Sozialversicherung abgezogen wird. Nur, glaub ich, kann das System nicht bei Spekulationsgewinnen angewendet werden.
Wie diese versteuert werden, ist mir klar. Nur, wie kommt man zu den staatlichen sozialen Leistungen, oder besser, wie bezahlt man den Beitrag, um diese zu erhalten?
Ist es z. B. möglich oder legal bei einem befreundeten Unternehmer angemeldet zu sein, nur um die Beiträge zu bezahlen?

Würd mich sehr freuen, wenn hier auch Personen antworten, die schon schlechte und gute Erfahrungen disbezüglich gemacht haben.

Wenn ich mich dazu entschließe, beruflich nur aufs spekulieren zu konzentrieren, würde ich ein verzichtbares Kapital für ein Probejahr auf die Seite schaffen. Geht es gut, weitermachen; geht es nicht gut, bleibt immer noch der Weg zurück in die Privatwirtschaft.

mit spekulativen Grüßen
virtuello








  

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Antworten zu diesem Thema
Wertpapierspekulationskaufmann, virtuello(0), 24.1.05 21:32
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
RE: Wertpapierspekulationskaufmann
04.12.04 13:52
1
      RE: Wertpapierspekulationskaufmann
05.12.04 15:14
2
           RE: Wertpapierspekulationskaufmann
05.12.04 21:49
3
           RE: Wertpapierspekulationskaufmann
06.12.04 10:00
4
           Selbstversicherung
06.12.04 15:45
5
           RE: Selbstversicherung
06.12.04 15:48
6
           RE: Selbstversicherung
06.12.04 16:07
7
           RE: Selbstversicherung
06.12.04 16:38
8
           RE: Selbstversicherung
06.12.04 17:35
9
           RE: Selbstversicherung
06.12.04 16:39
10
           Steuern
22.1.05 18:30
11
           RE: Steuern
22.1.05 18:56
12
           RE: Steuern
23.1.05 11:59
13
           RE: Steuern
23.1.05 12:31
14
           RE: Steuern
23.1.05 15:06
15
           RE: Steuern
23.1.05 16:07
16
           RE: Steuern
23.1.05 21:26
17
           RE: Steuern
23.1.05 21:35
18
           RE: Steuern
23.1.05 22:19
19
           RE: Steuern
23.1.05 15:26
20
           RE: Steuern
23.1.05 16:56
21
           RE: Steuern
23.1.05 21:32
22
           RE: Steuern Freigrenze?
23.1.05 22:15
23
           RE: Steuern Freigrenze?
23.1.05 22:27
24
           RE: Steuern Freigrenze?
23.1.05 23:02
25
           RE: Steuern Freigrenze Präzisierung: €440
23.1.05 22:55
26
           RE: Steuern Freigrenze Präzisierung: €440
23.1.05 23:47
27
           RE: Steuern Freigrenze Präzisierung: €440
24.1.05 11:15
28
           RE: Latente Steuerguthaben mit EmTv
24.1.05 19:12
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           RE: Latente Steuerguthaben mit EmTv
24.1.05 21:32
30

RE: Wertpapierspekulationskaufmann
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.12.04 13:52)

Kannst ja Vermögensberater werden und mit dem Geld anderer spekulieren

  

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RE: Wertpapierspekulationskaufmann
jedentageinneuer(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.12.04 15:14)

nun ja gerdae für den anfang reicht es doch aus das ganze als privatmann zu machen! ist mM auch der beste weg- du versteuerst ganz normal (einkommenssteuer -formular E1) und bezahlst privat deine versicherung- abschreiben darfst eh selber auch. aber ich hab das nur für mich einmal durchgespielt- mit einer wertpapierhandels...

solltest du nicht alleine sein (partner- freund die sich beteiligen wollen) reicht eine Ges.b.R. auch aus. vor allem kapitalgesellschaften kosten da erheblich mehr (abgesehen davon das du bücher führen musst)

R

  

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RE: Wertpapierspekulationskaufmann
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.12.04 21:49)

Ja, "Virtuello & Mama Ges.n.b.R"

Im Ernst: Wenn das notwendige Kapital fehlt, wenn Du also mal Deine 1.000 Euro im Monat Profit machst, mal nicht, dann wirst eh nicht steuerpflichtig.

Bei Sozialhilfe und Notstandshilfe müßtest diese Einkommen angeben. Als "Spekulant" bist eigentlich immer der Dodel: Von Gewinnen zahlst Steuer, Verluste kannst nicht in andere Jahre übertragen (nach einem guten Aktienjahr kommen normalerweise 7 Dürrejahre, außer Du hast echt ein goldenes Händchen für alle Aktien, aber solche Leute sind rar).

Als Anmeldung würd ich Dir folgendes empfehlen:
Meld Dich geringfügig beim Freund an, mit einer Tätigikeit, die Du auch wirklich ausüben kannst (wegen der Unfallversicherung), z.B. "Botendienste" oder "Putzen", kassier Deine 100 Euro pro Monat für 4 Arbeitstage im Monat (unregelmäßig), damit´s kein "Scheinvertrag" ist, denn sowas hat man nicht gern, das machen nur die Schmarotzer.

Und dann tust Deine Sozialversicherung upgraden, indemst etwa 40 Euro im Monat einzahlst. Da ist Arbeitslosen- und Pensionsversicherung inkludiert! Dafür wirst Du mal dankbar sein, wenn Du kurz vor der Pension stehst, und Dir würden ein paar (unbezahlbare) Jahre für die Pension fehlen.

Im übrigen ist das extrem billiger als "Selbstversicherung" und sogar meistens billiger als "Mitversicherung", wobei Mitversicherung nicht einmal zu Arbeitslosen- und Pensionsanspruch führt.

Hab ich selbst noch nicht gemacht, hab mich aber erkundigt und sogar von der GKK das Upgrading-Formular geholt.

  

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RE: Wertpapierspekulationskaufmann
KentBrockman(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.04 10:00)

>Hab ich selbst noch nicht gemacht,
>hab mich aber erkundigt und
>sogar von der GKK das
>Upgrading-Formular geholt.

J&S, was meinst Du mit "upgraden" ?

Ich bin mir ziemlich sicher, daß das so funktioniert:

Automatisch ist man bei einer geringfügigen Beschäftigung gar nicht versichert, aber man hat die Möglichkeit einer freiwilligen Selbstversicherung - die kostet 47 Euro pro Monat und da ist die Krankenversicherung und Pensionsversicherung (also keine Arbeitslosenversicherung) inkludiert.

Wenn man sich also bei einem "befreundeten" Unternehmer geringfügig anstellen läßt (und man das nur zum Schein macht), sagen wir mal für 200 Euro im Monat, dann bekommt man von dem 14 Mal im Jahr die 200 Euro - dessen Kosten sind circa 25 Euro, aber wenn man ihm diese ersetzt, dann hat man für circa 70 Euro eine Krankenversicherung, was ja recht billig ist (der Unternehmer hätte den Vorteil, daß er circa 3.000 Euro im Jahr an zusätzlichen Kosten hat, die er ja "schwarz" zurückbekommt, die seinen Gewinn und damit die Steuern schmälern).


  

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Selbstversicherung
virtuello(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.04 15:45)

Danke für die Antworten, sind einige gute Ansätze dabei. Im Internetdschungel hab ich wenig brauchbares gefunden, zum Thema Selbstversicherung findet man einiges auf help.gv und auf sozialversicherg.at

Hier zwei Ausschnitte (Statt Scheinanmeldung bei befreundeter Firma, vielleicht Scheinstudent )

"Unter bestimmten Voraussetzungen ist der monatliche Beitrag zur Selbstversicherung in der Krankenversicherung für Studierende derzeit mit EUR 40,76 (2004) festgelegt."

Für Normalsterbliche:
"Der Beitragssatz beträgt ab 01.01.2004 7,3% der Beitragsgrundlage. Ab 01.01.2004 ist ein monatlicher Beitrag in Höhe von EUR 292,21 zu entrichten."

Hat wer ne Ahnung, wieviel in etwa eine private Krankenversicherung kostet?


  

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RE: Selbstversicherung
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.04 15:48)

Unter bestimmten Voraussetzungen ist der monatliche Beitrag zur Selbstversicherung in der Krankenversicherung für Studierende derzeit mit EUR 40,76 (2004) festgelegt

Da musst du dann aber auch noch Studiengebuehren bezahlen (ca. 730 EUR/Jahr). Auch erinner ich mich an eine Altersgrenze von glaublich 27 Jahren.

  

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RE: Selbstversicherung
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.04 16:07)

Privat kostet´s auf jeden Fall mehr, wenn es die Grundversorgung mit abdecken soll. Ist ja nicht nur die Krankenbesserversicherung, die Du zahlst, damit Du ein Einzelzimmer, TV und Telefon ins Zimmer kriegst im Spital, wenn Operation und Bett die Gesetzliche Sozialversicherung zahlt.

Da ist die gesetzliche Sozialversicherung schon vorzuziehen.

Aber statt der "Selbstversicherung" nimm lieber die "geringfügige Anmeldung" plus "Vollversicherung". Hab mich mal erkundigt, kostet echt nur knapp mehr als 40 Euro pro Monat, die Selbstversicherung ohne Geringfügigkeit 292,21.

Will Dich aber nicht zum Schmarotzer erziehen, obwohl die 40 Euro so appetitlich aussehen (ich zahl für meine Frau schon Mitversicherung um die 80 Euro im Monat, ohne Pensionsversicherung), das ist 100% legal, haben sie mir gesagt auf der GKK. Sofern die Anmeldung nicht zum Schein ist und Du auch wirklich mal die Computertastatur, den Schreibtisch, den Boden oder das Klo putzt bei Deinem Freund. Geiz muß leiden

  

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RE: Selbstversicherung
virtuello(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.04 16:38)

Ja danke, mit der Versicherung werd ich schon klar kommen, denk ich. Wenn ichs mach, dann eh erst in zwei Jahren (Abfertigung). Muß noch die Risken und Vorteile abchecken.
Schade, daß das nicht arbeiten so kompliziert ist.

@J+S, im Schmarotzen bist du Weltklasse, könntest beim Wifi ein Seminar darüber veranstalten, sicher ne Marktlücke




  

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RE: Selbstversicherung
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.04 17:35)

Nur in der Theorie.
In der Praxis hab ich den Staat und die Sozialversicherungen noch nie abgezuckt, ganz im Gegenteil, ich sponsere dort Arbeitsplätze

Echt ätzend, aber ich tu mehr für den Staat als der Staat für mich tut

  

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RE: Selbstversicherung
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.04 16:39)

>kostet echt nur knapp mehr als 40 Euro pro Monat, die Selbstversicherung ohne Geringfügigkeit 292,21.


Das liegt daran, dass man ohne Geringfuegigkeit mit der Hoechstbeitragsgrundlage eingestuft wird. Wenn man Lust hat seine Vermoegens- und Verdienstverhaeltnisse offen zu legen kann man auch ohne geringfuegige Anstellung billiger aussteigen... aber wer will das schon

  

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Steuern
Rang: ctt(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.1.05 18:30)

ein leidiges thema.
wann muss man steuer zahlen, nur dann, wenn die spekulationsfrist von 1 jahr unterschritten ist? wie ist hoch ist die steuer?

  

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RE: Steuern
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.1.05 18:56)

>ein leidiges thema.
>wann muss man steuer zahlen, nur
>dann, wenn die spekulationsfrist von
>1 jahr unterschritten ist? wie
>ist hoch ist die steuer?
>

Für Aktien:

Wenn Du unter Spekulationsfrist bleibst (ein Jahr), dann kommt zunächst ein Freibetrag in Abzug (genaue Höhe selber nachgucken, um €500) und dann wird der ESt-Satz angewandt.

Was mich bei dem neuen ESt-Raster zu der Überlegunge bringt: Wenn man wirklich nix verdient außer der Zockerei, könnte man da ja ziemlich billig wegkommen, immo bis 10000€ Jahreseinkommen ja Steuer 0,00, dann bis 25.000 23%, das ist ned schlecht wenn man gut zockt und bedenkt, dass da die Sozialversicherung auch noch wegkommen sollte. Unter Kest könnts gehen, oder seh ich was zu einfach? (abgesehen vom Risiko dieser Profession )


  

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RE: Steuern
virtuello(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 11:59)

Kann mir bitte wer den letzten Absatz erklären? Ich lese das irgendwie so, daß man keine Spekulationssteuer mehr zahlen darf.

Quelle: http://spekulationssteuer.erfolg.at/

Die Spekulationssteuer ist eine Steuer, die auf den Gewinn beim spekulativen Verkauf von Gütern erhoben wird. Geregelt ist sie in den § 23 des Einkommensteuergesetzes. Die Spekulationssteuer ist keine eigene Steuerart, sondern die Einkommensteuer auf Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften. Sie wird erhoben, wenn

1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte nicht länger als zehn Jahre oder
2. andere Güter nicht länger als ein Jahr im Besitz waren,
3. die Veräußerung vor dem Erwerb erfolgt oder
4. ein Termingeschäft vorliegt.

In einem Veranlagungszeitraum von einem Jahr können bis zu 512 EUR steuerfrei realisiert werden. Wird diese Freigrenze überschritten, muss der gesamte Betrag versteuert werden. Eine Verrechnung mit Verlusten aus Spekulationsgeschäften ist möglich. Am bekanntesten ist die Spekulationssteuer bei Aktien.

Das Bundesverfassungsgericht erklärte am 9. März 2004 die Erhebung dieser Steuer in den Jahren 1997 und 1998 für verfassungswidrig. Die Richter erklärten die Regelung im Einkommensteuergesetz wegen einer Ungleichbehandlung der Steuerpflichtigen für nichtig, die darin lag, dass nach den gesetzlichen Vorgaben der Anfall der Spekulationssteuer im Unterschied zu anderen Einkommenarten nur sehr unzureichend erfasst und geprüft wurde (so genanntes strukturelles Vollzugsdefizit).

Nützlicher Link: http://www.steuerberater.at/gesetze/

  

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RE: Steuern
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 12:31)

>Das Bundesverfassungsgericht erklärte am 9. März
>2004 die Erhebung dieser Steuer
>in den Jahren 1997 und
>1998 für verfassungswidrig. Die Richter
>erklärten die Regelung im Einkommensteuergesetz
>wegen einer Ungleichbehandlung der Steuerpflichtigen
>für nichtig, die darin lag,
>dass nach den gesetzlichen Vorgaben
>der Anfall der Spekulationssteuer im
>Unterschied zu anderen Einkommenarten nur
>sehr unzureichend erfasst und geprüft
>wurde (so genanntes strukturelles Vollzugsdefizit).
>
>Nützlicher Link: http://www.steuerberater.at/gesetze/

Gilt das nicht für Deutschland? Sonst wäre das total an mir vorbeigegangen und ich wüsste auch nicht, was seit 1999 so neu wäre im österreichischen Recht konkret bezogen auf Spekulationserträge bei Aktien!


  

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RE: Steuern
cz(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 15:06)

@ virtuello

Habe bereits vor längerer Zeit mit einem Freund (=Steuerberater) das Thema durchgekaut. Ein wenig Herumgambeln, ein kleines bischen Steuern zahlen, krankenversichert sein und nebenbei auch Pensionsjahre sammeln schienen mir auch eine interessante Alternative zu sein. Das Ergebnis des Gesprächs war (trotz einigen Flaschen Wein) eher ernüchternd:

Soweit ich mich an das Gespräch erinnern kann, war der Hauptknackpunkt, dass man - wenn man Geldveranlagungen und Wertpapierhandel als Haupteinkommensquelle hat - irgendeinen Gewerbeschein braucht und vielleicht auch bei irgendeiner "Kammer für xxx " Zwangsmitglied sein muss.

Positiv zu sehen ist allerdings, dass, wenn du das Spekulieren hauptberuflich machst, die Bestimmungen des § 30 "Spekulationsgeschäfte" für Dich nicht relevant sind. Spekulationsgewinne sind für Dich ja dann keine "sonstigen Einkünfte" im Sinne des EStG mehr, sondern ein wesentliches Merkmal Deiner beruflichen Tätigkeit.

lg cz

  

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RE: Steuern
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 16:07)

>Soweit ich mich an das Gespräch
>erinnern kann, war der Hauptknackpunkt,
>dass man - wenn man
>Geldveranlagungen und Wertpapierhandel als Haupteinkommensquelle
>hat - irgendeinen Gewerbeschein braucht
>und vielleicht auch bei irgendeiner
>"Kammer für xxx "
>Zwangsmitglied sein muss.
>

Da dürfte es allerdings schon frühmorgens gewesen sein nach einigen Flaschen
Wenn du dein Privatvermögen verwaltest brauchst sicher keinen Gewerbeschein, nur wenn du Vermögensberatung betreibst brauchst einen.


  

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RE: Steuern
cz(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 21:26)

"Wenn du dein Privatvermögen verwaltest brauchst sicher keinen Gewerbeschein"

Richtig. das Model, das mir vorgeschwebt ist, war:
eine GmbH (oder sonst eine Rechtsform), in die ich meine Wertpapiere als Einlage einbringe.
Mich selbst als Geschäftsführer mit einem kleinen Gehalt, sodass fast keine ESt anfällt, die PVA und GKK aber bezahlt wird.
Mit Gewinnthesaurierung in der GmbH auch bei Wertsteigerung der Aktien wenig bis gar keine Köst bezahlen.

und dieses Model wurde mir ziemlich ausgeredet.

cz



  

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RE: Steuern
Rang: ctt(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 21:35)

>"Wenn du dein Privatvermögen verwaltest brauchst
>sicher keinen Gewerbeschein"
>
>Richtig. das Model, das mir vorgeschwebt
>ist, war:
>eine GmbH (oder sonst eine Rechtsform),
>in die ich meine Wertpapiere
>als Einlage einbringe.
>Mich selbst als Geschäftsführer mit einem
>kleinen Gehalt, sodass fast keine
>ESt anfällt, die PVA und
>GKK aber bezahlt wird.
>Mit Gewinnthesaurierung in der GmbH auch
>bei Wertsteigerung der Aktien wenig
>bis gar keine Köst bezahlen.
>
>
>und dieses Model wurde mir ziemlich
>ausgeredet.
>
>cz
>
>

muss man da nicht trotzdem Köst-steuern zahlen, da die firma gewinn macht, 34%? ausser du hältst die aktie so lange, dass sie zur stillen reserve wird? stichwort latente steuer

he, wie siehts aus, in der tschechei eine firma aufmachen, Köst ist dir dort unter 20%? wien-prag mit dem zug 4:21 h und einen briefkasten sollte man sich ja leisten können. bj ist ja auch aktiv dort!

  

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RE: Steuern
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 22:19)

>Richtig. das Model, das mir vorgeschwebt
>ist, war:
>eine GmbH (oder sonst eine Rechtsform),
>in die ich meine Wertpapiere
>als Einlage einbringe.
>Mich selbst als Geschäftsführer mit einem
>kleinen Gehalt, sodass fast keine
>ESt anfällt, die PVA und
>GKK aber bezahlt wird.
>Mit Gewinnthesaurierung in der GmbH auch
>bei Wertsteigerung der Aktien wenig
>bis gar keine Köst bezahlen.
>
>
>und dieses Model wurde mir ziemlich
>ausgeredet.
>
>cz
>
Gut, eine GmbH is was anderes als eine Privatperson. Kann mir gut vorstellen bzw. bin mir sicher, dass du dann einen Gewerbeschein brauchst, mit all den dazugehörenden Krankheiten.



  

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RE: Steuern
Rang: ctt(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 15:26)

>>ein leidiges thema.
>>wann muss man steuer zahlen, nur
>>dann, wenn die spekulationsfrist von
>>1 jahr unterschritten ist? wie
>>ist hoch ist die steuer?
>>
>
>Für Aktien:
>
>Wenn Du unter Spekulationsfrist bleibst (ein
>Jahr), dann kommt zunächst ein
>Freibetrag in Abzug (genaue Höhe
>selber nachgucken, um €500) und
>dann wird der ESt-Satz angewandt.
>
>
>Was mich bei dem neuen ESt-Raster
>zu der Überlegunge bringt: Wenn
>man wirklich nix verdient außer
>der Zockerei, könnte man da
>ja ziemlich billig wegkommen, immo
>bis 10000€ Jahreseinkommen ja Steuer
>0,00, dann bis 25.000 23%,
>das ist ned schlecht wenn
>man gut zockt und bedenkt,
>dass da die Sozialversicherung auch
>noch wegkommen sollte. Unter Kest
>könnts gehen, oder seh ich
>was zu einfach? (abgesehen vom
>Risiko dieser Profession )

auf das selbe ergebnis bin ich auch gekommen


aber die einkommenssteuer muss man ja nur bezahlen, wenn man unter einem jahr die aktien hat, alles darüber ist einkommessteuerfrei..

  

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RE: Steuern
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 16:56)

>wenn man unter einem jahr die aktien hat,
>alles darüber ist einkommessteuerfrei..

Wenn du hauptberuflich davon leben möchtest oder musst, kannst du die Aktien ohnedies kaum jemals ein Jahr halten, da so die Rendite nicht hoch genug wäre.

  

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RE: Steuern
cz(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 21:32)

>>wenn man unter einem jahr die aktien hat,
>>alles darüber ist einkommessteuerfrei..
>
>Wenn du hauptberuflich davon leben möchtest
>oder musst, kannst du die
>Aktien ohnedies kaum jemals ein
>Jahr halten, da so die
>Rendite nicht hoch genug wäre.
>

Also wenn man die letzten beiden Jahre breit über den ATX investiert gewesen wäre, bei ausgewählten übis dabei gewesen wäre (damit meine ich Bier, VATECH ) und nirgends gröber in die sch... gegriffen hätte (wie z.B. pseudo TKA Übi im letzten Jahr), hätte glaub ich so manch einer ganz fürstlich davon leben können. Auch ganz ohne day-to-day prozenterl.

cz

  

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RE: Steuern Freigrenze?
genesis(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 22:15)

Bisher war ich der Meinung, dass realisierte Gewinne bis 440,- Euro steuerfrei sind.
Alptraum meinte um 500,- Euro und virtuello nennt bis 512,- Euro als Grenze.
Wer hat recht?
Grüße von genesis

Grüße von genesis

  

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RE: Steuern Freigrenze?
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 22:27)

Liegst du so knapp an dieser Freigrenze, dass das relevant ist? Das wäre schon höchst zufällig.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, bei den ca. 500 Euro handelt es sich um die Gesamtgewinne in einem Kalenderjahr, nicht pro Trade.

  

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RE: Steuern Freigrenze?
genesis(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 23:02)

BBio, was meinst du mit "höchst zufällig" ?

Ich achte SEHR genau auf jegliche Grenzen.
Wenn es irgendwie geht halte ich übers Jahr.
Meine Freundin ist Bankerin in Deutschland und erzählt mir Horrorgeschichten, was da noch auf uns zukommen könnte.
Klar weiß ich, dass es pro Kalenderjahr und pro Person ist, aber wozu hat man eine große Familie?
Grüße von genesis

Grüße von genesis

  

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RE: Steuern Freigrenze Präzisierung: €440
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 22:55)

>Bisher war ich der Meinung, dass
>realisierte Gewinne bis 440,- Euro
>steuerfrei sind.
>Alptraum meinte um 500,- Euro und
>virtuello nennt bis 512,- Euro
>als Grenze.
>Wer hat recht?
>Grüße von genesis

Sorry, meine €500 waren nur eine ungefähre Annahme, aus Faulheit nachzuschauen. Virtuellos links machen es aber leicht, also: §30(4) EStG sagt deutlich: 440€ sind richtig!

Das reicht freilich für nix, aber mit den Jowies hat man ja noch nette Verlusterträge für Eventualitäten rübergerettet nach 05 !

  

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RE: Steuern Freigrenze Präzisierung: €440
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.05 23:47)

Ja, so Latente Steuerguthaben sind wirklich Unsummen wert

  

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RE: Steuern Freigrenze Präzisierung: €440
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.1.05 11:15)

>Ja, so Latente Steuerguthaben sind wirklich
>Unsummen wert


J&S, so hab ichs ja noch garned gesehen, Bildung also auch noch ("jetz schauts es Euch halt amal am eigenen Depoo an, was so a Aktivposten is"). Man kann nicht dankbar genug sein

  

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RE: Latente Steuerguthaben mit EmTv
genesis(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.1.05 19:12)

Seit mehreren Jahren liegen einige EmTv bei mir rum und ich hatte heuer eigentlich vor, den Verlust mit Bet&Win Gewinnen aufzuheben.
Nun seh ich grad, dass EmTv seit Jahresbeginn zügig ansteigt.
Wer weiß da was dazu?
Ich hab mich schon seit Jahren nicht mehr drum gekümmert vor lauter Ärger - und sie gedanklich auf 0 gesetzt. gggg
Ohne die Einstandskurse stark zu verbilligen käme ich aus diesem Abenteuer sowieso nicht raus.
Grüße von genesis

Grüße von genesis

  

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RE: Latente Steuerguthaben mit EmTv
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.1.05 21:32)

Ist das nicht die Bude, wo grad eben die Haffa-Brüder zu Schadenersatzzahlungen verurteilt worden sind?

Sorry, nix genaues weiß ich nicht, nur beim Titelzeilenlesen was hängengeblieben ...

  

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Thema #1145

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