Platin ist zurzeit billiger als Gold, siehe:
http://www.finanzen.at/rohstoffe/platinpreis
http://www.finanzen.at/rohstoffe/goldpreis
http://www.fondsprofessionell.at/news/news-products/nid/mehr-angebot-aus-iran-hedgefonds-
loesen-rohoelinvestments-auf/gid/1021834/ref/2/
Iran fährt Ölproduktion hoch: Hedgefonds
lösen Investments auf

Spekulanten haben ihre Wetten auf einen steigenden Ölpreis auf das niedrigste
Niveau seit März gesenkt. Zuvor waren Befürchtungen aufgekommen, dass als Folge des Atomabkommens mit
dem Iran der Markt mit weiterem Öl überschwemmt wird.
Vermögensverwalter haben ihre
Netto-Long-Positionen für die Sorte West Texas Intermediate in der Woche bis 14. Juli um 15 Prozent
gesenkt. Das geht aus Daten der U.S. Commodity Futures Trading Commission hervor.
"Die gesamte
OPEC-Produktion geht nach oben"
Iran ist das Land mit den viertgrößten Ölreserven in der Welt.
Bereits im Dezember könnte der Iran seine Exporte aufstocken – falls die Bedingungen des Atomabkommens
eingehalten werden. Das würde zur Rekordproduktion von Saudi Arabien und dem Irak hinzukommen. Die
OPEC-Länder fördern so viel Öl wie seit nahezu drei Jahren nicht mehr. "Die Produktion im Iraks
steigt. Saudi Arabien hat die Produktion erhöht. Die gesamte OPEC-Produktion geht nach oben", sagte Tim
Evans, Energie-Anaylst bei Citi Futures Perspective in New York, im Inteview mit Bloomberg. "Die
Ausbalanzierung wird jedes Mal weiter in die Zukunft verschoben, wenn die OPEC-Produktion um ein Barrel
zunimmt."
Die USA, China, Russland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland hatten am 14.
Juli eine Einigung mit dem Iran in Wien erreicht. Zu einer vollständigen Umsetzung kommt es, falls das
Land seine Verpflichtungen mit Blick auf eine Begrenzung des Atomprogramms erfüllt. Der Iran hat bis zum
15. Dezember Zeit, um zwölf Jahre alte Fragen zu seiner Atomwaffenfähigkeit zu beantworten. Sobald
Inspektoren bestätigen können, dass der Iran sich an den Vertrag hält, darf das Land seine Exporte
erhöhen, wieder an die weltweiten Finanzmärkte zurückkehren und Zugang zu bis zu 150 Milliarden
US-Dollar an eingefrorenen Aktiva erhalten.
Das Land hat die OPEC aufgefordert, den Weg dafür
zu ebnen, dass es bei Aufhebung der Sanktionen vier Millionen Barrel Öl pro Tag fördern kann – nach
zuletzt 2,85 Millionen Barrel im Juni, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Der Iran wird womöglich
nach der vollständigen Umsetzung den täglichen Export innerhalb eines Jahres um 500.000 Barrel
erhöhen. Das steht in einer von Clearview Energy Partners veröffentlichten Studie.
Förder-Rekorde am Fließband
Saudi Arabien, der größte Erdölexporteur der Welt, hatte im Juni
10.564 Millionen Barrel Öl pro Tag gefördert und damit den seit 1980 bestehenden Rekord gebrochen. Das
geht aus Daten, die an die OPEC übermittelt wurden, hervor. Der Iran wiederum steigerte die Produktion
im Juni auf 4.388 Millionen Fass – der höchste Wert laut Bloomberg-Daten, die bis 1985
zurückreichen.
Die weltweiten Märkte werden weiter ein "massives" Überangebot sehen,
erklärte die Internationale Energieagentur am 10. Juli. Demnach wird die Nachfrage nach OPEC-Öl im
nächsten Jahr um 900.000 Barrel pro Tag auf dann 30,1 Millionen Barreln im Durchschnitt steigen. Das
wären 1,2 Millionen Fass weniger als das Volumen, das die Gruppe wohl in diesem Juni aus der Erde
gepumpt hat.
"Jeder, der in dieser Woche Öl gekauft hat, befindet sich unter Wasser", sagte
Michael Hiley, Händler bei New Yorker LPS Partners, einem Futures-Broker, in einem Interview mit
Bloomberg Ende der vergangenen Woche. Alle, die auf steigende Preise gewettet hätten, würden nun
versuchen, aus ihren Transaktionen herauszukommen: "Der Markt hat noch immer zu viel Angebot, selbst ohne
den Iran-Deal." (mb/Bloomberg)