Kauf von primär ETF´s und Indexfonds, aber wie? | aktie.at Forum
Kauf von primär ETF´s und Indexfonds, aber wie?
Remini(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.5.19 16:41)

Halihallo,

Vielleicht kann mir ja der Eine oder Andre ein paar Minuten seiner Zeit schenken und helfen =)

Es geht mir darum, dass ich die Thematik der obigen beiden Finanzinstrumente bereits versteh, doch mein Problem ist der Erwerb.

1) Die ETF´s: Da man ja Diese über die Börse kaufen soll (da kein Ausgabeaufschlag), braucht man nun ja ein Wertpapierdepot (richtig?). Ich hab mich daraufhin umgeschaut und mich nach den Kosten erkundigt (jetzt mal nur Onlinebroker, da billiger). Habe auch mal was von Fondssupermärkten gehört, aber leider keine Ahnung was das ist ???!!!
Da ich ja aber vor habe längerfristig zu investieren, ist es nun sehr blöd, wenn ich ständig laufende Kosten, für zum Beispiel das Depot zahlen muss. (Billigst gefundenes 15€ pro Quartal). Ist das mal generell gefragt überhaupt anders machbar, oder muss ich das nun mal zahlen wenn ich quasi an der Börse "handeln" möchte?

Und ist es da vielleicht nicht gescheiter bei meiner Hausbank, wo ich auch ein normales Giro Konto unterhalte, ein Depot zu eröffnen. Kann man sich da bessere Konditionen erhoffen?

Wie macht ihr das?

2)Die Indexfonds: Wo kauft man denn diese am besten? Direkt beim Anbieter? Wieder über nen Online Broker bzw. Hausbank?

Und wenn Ihr jetzt sagt direkt beim Anbieter, spielt es dann eine Rolle, woher dieser Anbieter stammt bzw. in welchen Ländern er zugelassen ist, oder muss das ausschließlich dann Österreich sein???

Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt =)
Es geht mir eben darum, dass ich die Theorie verstehe, die Praxis jedoch, wie man dazu kommt, woher man und wie man kauft, jedoch leider nicht,...

Vielen lieben Dank für etwaiige Hilfe / Links/ etc....

Und vor allem für eure Zeit

P.s.: Kleiner Exkurs, kann mir jemand vielleicht kurz die Unterschiede zwischen Indexfonds und ETF´s erläutern (außer das ETF´s an der Börse gehandelt werden) Vor-/Nachteile,...

Mit ganz lieben Grüßen aus Wien

  

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Antworten zu diesem Thema
Kauf von primär ETF´s und Indexfonds, aber wie?, Remini(0), 31.12.09 00:04
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
RE: Kauf von primär ETF´s und Indexfonds, aber wie?
18.6.09 06:59
1
RE: Kauf von primär ETF´s und Indexfonds, aber wie?
20.6.09 14:19
2
      RE: Kauf von primär ETF´s und Indexfonds, aber wie?
20.6.09 19:25
3
Geringere Spesen, höhere Gewinne
13.11.09 12:29
4

RE: Kauf von primär ETF´s und Indexfonds, aber wie?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.09 06:59)

>1) Die ETF´s: Da man ja Diese über die Börse kaufen soll (da
>kein Ausgabeaufschlag), braucht man nun ja ein Wertpapierdepot
>(richtig?). Ich hab mich daraufhin umgeschaut und mich nach
>den Kosten erkundigt (jetzt mal nur Onlinebroker, da
>billiger). Habe auch mal was von Fondssupermärkten gehört,
>aber leider keine Ahnung was das ist ???!!!
>Da ich ja aber vor habe längerfristig zu investieren, ist es
>nun sehr blöd, wenn ich ständig laufende Kosten, für zum
>Beispiel das Depot zahlen muss. (Billigst gefundenes 15€ pro
>Quartal). Ist das mal generell gefragt überhaupt anders
>machbar, oder muss ich das nun mal zahlen wenn ich quasi an
>der Börse "handeln" möchte?

Bei Brokerjet hat man keine laufenden Kosten (bzw. nur 1,50 pro Quartal) wenn man zumindest einen Kauf oder Verkauf pro Quartal macht. Sonst 15€. Ganz geschenkt wird es wohl nirgends gehen, der Broker muß ja auch von irgendwas leben.
Was Fondssupermärkte sind weiß ich auch nicht.


>Und ist es da vielleicht nicht gescheiter bei meiner Hausbank,
>wo ich auch ein normales Giro Konto unterhalte, ein Depot zu
>eröffnen. Kann man sich da bessere Konditionen erhoffen?

Nein, so gut kann man gar nicht verhandeln, daß am Ende weniger herauskommt als die Standard-Konditionen beim Online-Broker.


>Wie macht ihr das?

www.brokerjet.com
www.direktanlage.at
Andere Anbieter sind in Österreich kaum verbreitet.


>2)Die Indexfonds: Wo kauft man denn diese am besten? Direkt
>beim Anbieter? Wieder über nen Online Broker bzw. Hausbank?
>
>Und wenn Ihr jetzt sagt direkt beim Anbieter, spielt es dann
>eine Rolle, woher dieser Anbieter stammt bzw. in welchen
>Ländern er zugelassen ist, oder muss das ausschließlich dann
>Österreich sein???

Der Kauf erfolgt über den Online-Broker beim Anbieter, bzw. bei ETFs über Online-Broker und Börse meist auch direkt beim Anbieter.

Ein Fonds, der in Österreich nicht zugelassen ist, ist in der steuerlichen Behandlung komplizierter bzw. teurer.


>P.s.: Kleiner Exkurs, kann mir jemand vielleicht kurz die
>Unterschiede zwischen Indexfonds und ETF´s erläutern (außer
>das ETF´s an der Börse gehandelt werden) Vor-/Nachteile,...

Ein ETF kann ein Index-Fonds sein, muß aber nicht. ETF sagt nur etwas über die Handelbarkeit aus, nicht darüber, was drinnen ist. Manche ETFs sind eher ein strukturiertes Produkt als ein Fonds.
Ein Indexfonds bildet einen Index ab, was Vorteile (Kosten, Transparenz) und Nachteile (Index wird ungeschaut nachgeblidet) gegenüber einem aktiv gemanagten Fonds hat.

  

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RE: Kauf von primär ETF´s und Indexfonds, aber wie?
Remini(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.6.09 14:19)

Vielen liebe Dank für die schnelle und auführliche Antwort,...

Ich hab noch kurz eine Frage zu der nationalen/internationalen Handelbarkeit.

Um zu verstehen, was ich meine, nehme ich folgendes Beispiel (auf der Homepage von Lyxor-ETF´s - unterscheidet man zuerst die Länder, in denen Ihre ETF´s zugelassen sind. Gewisse Produkte jedoch, sind nur an der deutschen Börse emmittiert).

Meine Frage, entstehen irgendwelche zusätzlichen Kosten, sagen wir zum Beispiel bei Verwendung von Brokerjet, wenn ich Produkte an Börsen kaufe, die nicht eben in Österreich sind? Oder passt/ es einfach, wenn der Anbieter in Österreich zugelassen ist und spielt es keine Rolle, wo die ETF´s handelbar sind,...?! (auch steuerrechtlich betrachtet).

Ich hoffe es war einigermaßen verständlich =)

Danke für alle Meinungen schon mal jetzt!!!

Schönes Wochenende

  

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RE: Kauf von primär ETF´s und Indexfonds, aber wie?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.6.09 19:25)

Steuerrechtlich ist der Handelsplatz egal.

Für die Spesen ist dagegen ausschließlich der Handelsplatz relevant, wobei sich zumindest bei Brokerjet die Unterschiede in Grenzen halten. XETRA (egal ob Wien oder Frankfurt) ist billiger, Parkettbörsen sind etwas teurer.

https://brokerjet.ecetra.com/at/viewbin.phtml?eref=Konditionen_de

  

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Geringere Spesen, höhere Gewinne
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.11.09 12:29)



Börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETF, sind die Gewinner der Krise. Anleger können kostengünstig auf die Entwicklung von Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Währungen setzen.

Sie sind die jüngsten Lieblinge der Anleger
Mit börsengehandelten Indexfonds, kurz ETF genannt, kann man sich auf einen Schlag eine ganze Börsenliga wie den MSCI World Index ins Depot holen, auf exotische Märkte wie den Oman setzen oder mit Rohstoffen reich wie ein Scheich werden. Gezahlt wird auf jeden Fall nur ein Bruchteil der sonst üblichen Fondsspesen. FORMAT zeigt, was ETF können und wie Investoren am besten auf Einkaufstour gehen.

Die Bilanz des Jahres 2009 fällt angesichts der allgemeinen Kurserholung positiv, zum Teil sogar spektakulär aus. So legte der ETF von Lyxor auf den MSCI India seit Anfang 2009 um 74,3 Prozent zu. Auch bei den ETF-Produzenten gab es in den vergangenen Monaten rundum zufriedene Gesichter: Während die Anbieter von klassischen Fonds nach der Lehman-Pleite mit einer massiven Verkaufswelle zu kämpfen hatten, konnten ETF sogar ihren Absatz steigern. So wurden in Europa in den ersten zwei Quartalen 142 Milliarden Euro in börsengehandelte Indexfonds investiert (siehe Grafik). Im dritten Quartal ging der Umsatz nach neuesten Schätzungen zwar zurück, langfristig gesehen bleiben ETF aber auf der Überholspur.

Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Fonds ist leicht erklärt: Es schaffen nur die wenigsten Fondsmanager, den Vergleichsindex langfristig zu schlagen – der Grund dafür sind die jährlichen Verwaltungsgebühren von zwei Prozent, die der Fonds erst einmal erwirtschaften muss, um überhaupt in die Gewinnzone zu kommen. Dazu kommt noch der Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent. Deshalb suchen Anleger immer häufiger nach günstigeren Alternativen. Und werden fündig.

Die ETF (eine Abkürzung von Exchange Traded Funds) sind simpel gestrickt
Es wird ein vorgegebener Aktienindex eins zu eins abgebildet. Die Kursentwicklung ist dadurch transparenter, die Rendite liegt im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds auffallend oft im Spitzenfeld. Der Ausgabeaufschlag fällt weg, es müssen nur die Ordergebühren an der Börse sowie der Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis einkalkuliert werden. Die jährlichen Gebühren belaufen sich auf höchstens ein Prozent, meist jedoch weit darunter. So zahlt man für den iShares Dax nur 0,15 Prozent im Jahr, für den db x-trackers MSCI World sind es 0,45 Prozent. Dazu sind ETF laufend zur aktuellen Notierung an der Börse handelbar.

Im Konkursfall Sondervermögen
Auch im Vergleich zu Indexzertifikaten können sich die Indexfonds sehen lassen. Sind sie steuerlich „blütenweiß“, dann fallen für Erträge nur etwa fünf Prozent Steuer an, während Anleger von Zertifikaten 25 Prozent Kapitalertragssteuer an den Fiskus abgeben müssen. Dazu kommt, dass ETF ein sogenanntes Sondervermögen sind – bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft fällt der ETF daher nicht in die Konkursmasse, das Vermögen gehört den Kunden.

Neben den einfachen ETFs wie etwa auf den Dax oder EuroStoxx, bei dem die im Index enthaltenen Aktien eins zu eins nachgekauft werden, boomen auch sogenannte Swap-ETF. Bei exotischen Märkten ist die Nachbildung des Index nämlich schwierig. Es findet eine Art Tauschhandel zwischen dem Emittenten des ETF und dem Swap-Partner statt. Man tauscht so zum Beispiel die Indexentwicklung des Dax gegen die Entwicklung einer Schwellenland-Börse wie der indischen ein. Der Swap-Anteil am Vermögen der Fonds ist aus Sicherheitsgründen limitiert, weil hier das Restrisiko besteht, dass die Swap-Gegenpartei insolvent wird. So sind bei der Deutschen-Bank-Tochter db x-trackers mindestens 90 Prozent des Fondsvermögens echte Aktien.

Selbst im Private Banking entwickeln sich ETF schon zu Basisbausteinen. Franz Witt-Dörring, Private-Banking-Chef der UBS Österreich: „In unseren ausgewogenen Portfolios haben wir ETF mit 34 Prozent gewichtet. Wir setzen auf konservative ETF, weil wir so das Gegenparteirisiko ausschalten.“

Während börsengehandelte Indexfonds im Ausland seit Jahren auf der Überholspur sind, hinkt Österreich nach wie vor hinterher. Zu den größten Anbietern zählen iShares, eine Tochter von Barclays Global Investors, db x-trackers und Lyxor, eine Tochter der Société Générale. Gewiefte Anleger ordern am günstigsten online bei Direktbanken.

Quelle: Format vom 13.11.2009


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Gruß

  

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