Der schmerzhafte Weg... | aktie.at Forum
Der schmerzhafte Weg... gut analysiert
Rang: Doxy100(24) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.09 21:02)

Ich habe mir lange überlegt, ob es einen eigenen Thread lohnt.
Nachdem sich die Dinge aber seit vielen Monaten genau in eine Richtung bewegen, bietet es sich nun doch an.

Der schmerzhafte Weg kann, wahlweise, folgendes sein:

Der Weg zur Gesundung der Finanz- und somit Realwirtschaft.
Der Weg in die Anarchie.
Der Weg in eine (mehr oder weniger globale) Diktatur.

Ob letzterer beider Varianten bitte nicht lachen. Money makes the world go round, oder auch nicht.

Was rauskommt, ist derzeit völlig offen.

cu
Doxy100

  

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Antworten zu diesem Thema

RE: Der schmerzhafte Weg... (Variante1)
Rang: Doxy100(24) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.09 20:26)

Vorab mal ein Statement eines Systemfuzzy von heute. Link geht leider nicht, aber nehmt es mal als gesagt hin.
Ist jedenfalls ein Geleitwort für Weg 1, wie glaubwürdig auch immer...

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05-02-2009 19:41 SNB/Hildebrand: "Werden falls notwendig, weitere geldpol. Massnahmen ergreifen"

Zürich (AWP) - Das Direktorium der Schweizerischen Nationalbank (SNB) stellt weitere geldpolitische Massnahmen in Aussicht. Falls es notwendig werde, zögere das Gremium nicht, dezidiert weitere innovative und weitgehende geldpolitische Massnahmen zu ergreifen, sagte SNB-Vizepräsident Philipp Hildebrand am Donnerstag gemäss Redetext zu einem Podiumsgespräch der NZZ.

Den Weg, den die SNB in der Bekämpfung der Krise beschreite, sei auch mit langfristigen Risiken verbunden, gibt Hildebrand zu. Der Weg des "zuwenig tun" sei aber mit viel grösseren Risiken verbunden.

Sobald es der Schweizer Wirtschaft wieder besser geht, stellt er aber auch eine Korrektur der geldpolitischen Ausrichtung in Aussicht.

Das übergeordnete Ziel für die SNB sei es, eine tiefe, anhaltende Weltwirtschaftskrise zu verhindern oder sie zumindest abzufedern, so der Vizepräsident weiter. Er ortet weiterhin mangelndes Vertrauen im globalen Finanzsystems. Weitere Verluste der internationalen Bank seien deshalb vorprogrammiert.

Die Finanzkrise schlägt sich nun auch vollumfänglich in der Gesamtwirtschaft nieder. Er erwartet deshalb Wachstumseinbrüche in einem Ausmass, wie sie seit Jahrzehnten nicht mehr vorgekommen sind.

Die Verantwortung für diesen "Schlamassel", sieht Hildebrand auf den ersten Blick "fast ausnahmslos" bei den obersten Gremien der grossen internationalen Banken. In der Realität greife diese Antwort aber zu kurz. Die Verantwortung sei auch bei den Notenbanken, den Regierungschefs und Finanzminister, den Aufsichtsbehörden und bei den Grossaktionären zu suchen.

Hildebrand ist überzeugt, dass innerhalb der gesetzten Anreize Finanzmarktteilnehmer ihre Geschäftstätigkeit immer und vorbehaltlos auf eine Maximierung der Profite ausrichten. Dabei verweist er aber nicht nur auf die Banker und ihre Entlöhnung, sondern nimmt auch die Anleger, die mit ihren Investitionen möglichst schnell eine möglichst hohe Rendite erzielen wollen, in die Pflicht.

Er geht gar noch weiter: "Auch die Gesellschaft - gerade in einer direkten Demokratie - trägt eine Mitverantwortung für die Anreizstrukturen, unter denen unsere Banken in der Vergangenheit operiert haben und in Zukunft operieren werden." Die aktuelle Krise sei in diesem Sinne durchaus auch ein Resultat von kollektivem Versagen.

Es sei aber unsinnig zu argumentieren, dass der Kapitalismus oder der freie Markt es nicht erlauben würden, Regeln und klar definierte Anreizstrukturen zu setzen, so der Vizepräsident. Gerade bei den Banken müssten die Anreizstrukturen besonders vorsichtig und letztlich eng definiert sein.

Auch in Zukunft werde es Finanzkrisen geben. Umso wichtiger sei es, die Anreize für den hiesigen Finanzplatz richtig zu setzen. "Unsere Grossbanken sollen in Zukunft ganz einfach nicht mehr in der Lage sein, die Stabilität unseres ganzen Systems aufs Spiel zu setzen", so Hildebrand.

Für ihn ist es deshalb offensichtlich, dass die Finanzmarktakteure in Zukunft bescheidenere Ansprüche hinsichtlich der angestrebten Rendite an den Tag legen müssen. Weshalb auch die Entschädigungssystemen so ausgestaltet werden müssen, dass die eingegangenen Risiken berücksichtigt werden.

Für gemachte Fehler müsse man sich nicht schuldig fühlen, so Hildebrand, man müsse aber aus den Fehlern lernen und die notwendigen Lehren ziehen. Er kommt somit zum Schluss, dass auf der Ebene der Bankenregulierung und Bankenaufsicht, die notwendigen Massnahmen schnell zu beschliessen und bei gegebenem Zeitpunkt umzusetzen sind.

  

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RE: Der schmerzhafte Weg... (Variante2)
Rang: Doxy100(24) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.2.09 20:30)

Und zu Weg Numero 2 passt das vielleicht schon ansatzweise:
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<http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/als-papa-sich-aus-dem-staub-machte/?type=98 >
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Rückblick auf Argentinien in der Krise
Als Papa abhaute

Bank verschwunden? Der Staatspräsident per Hubschrauber geflohen? Anarchie? Der argentinische Schriftsteller Ariel Magnus hat 2002 hautnah erlebt, wie es sich anfühlt, wenn ein Staat wirklich pleite ist.

PATAGONIEN taz "Absolut sicher". Mit diesen Worten, die auf Deutsch besonders glaubhaft klingen, wollte mich vor einigen Jahren ein gepflegter Bankangestellter der Berliner Sparkasse überreden, meine gesamten Ersparnisse in Immobilienfonds zu investieren. Der Überzeugungs-Joker meines unerwünschten Beraters (ich habe nicht um Rat gebeten, ich wollte mein Geld einfach anderswo als unter der Matratze aufheben) war der Staat. Nichts konnte schiefgehen, denn der Staat galt als Absicherungsgarantie meiner Investition. Der junge Mann sprach vom Staat wie ein Kind von seinem Papa. Allerdings einer, der ihn nie im Stich lassen konnte. Absolut Papa.
ARGENTINIEN IN DER KRISE

Die Finanzkrise Ende 2001 hatte mehrere Gründe: Ein verfehltes Krisenmanagement des Internationalen Währungsfonds (IWF), die Kopplung des Peso an den Dollar, eine enorme Schuldenrate, eine negative Handelsbilanz. Weil große Teile der Wirtschaft vom Ausland abhängig waren, wurde das Land sehr anfällig für Spekulationen. Auslöser war dann das von Präsident Cavallo eingeführte "corralito" (Zäunchen), das eine Obergrenze von 250 Peso die Woche für das Abheben von Bargeld von Girokonten vorsieht. Erstmals wurde damals eine Diskussion über die Reformierung der internationalen Finanzarchitektur geführt.

Es war Anfang 2002, gerade war der Euro eingeführt worden. Vor nur wenigen Monaten war der Staat in meinem Land, Argentinien, pleitegegangen. Absolut pleite. Anzeichen dafür gab es viele, und es war nicht das erste Mal, dass das Land in eine tiefe Krise sank - der Schock war trotzdem erheblich.

Es ist schwer einzusehen, dass nicht mal der letzte Garant weiter zahlungsfähig ist. Als ob man das Fahrrad an einer Laterne gesichert hätte und bei der Rückkehr entdeckt, dass nicht nur das Fahrrad, sondern auch die Laterne weg ist. Wenn nicht nur das Angebundene, sondern das, woran es festgemacht wurde, selbst von Wind verweht wird, was bleibt dann noch stehen?

Ein Jahrzehnt lang, also ungefähr so lang, wie es jetzt den Euro gibt, hatte Argentinien, so versicherte man uns, eine starke Währung. Zumindest innerhalb seiner Grenzen war jeder Peso einen Dollar wert. Als die Krise kam, gab der Finanzminister bekannt: Wer in Dollars anlegte, wird Dollars wiederkriegen. Das konnte nur eines heißen: Vergiss es! In der Tat wurden alle Dollars auf den Konten automatisch auf Pesos umgestellt. Dadurch verloren sich zwei Drittel ihres Wertes. Als ob von heute auf morgen - bloß ein Gedankenspiel, bitte keine Panik! - alle Euros auf den Privatkonten in Mark zurückgestellt würden. Mit dem Unterschied, dass man jetzt für jede Mark nicht wieder einen Euro, sondern nur 30 Cent bekäme.

Wie damals für uns die deutschen Haushaltsgeräte oder die US-amerikanischen Medikamente werden hier nun der venezolanische Sprit, das argentinische Fleisch und das chinesische Allesmögliche dreimal so teuer. Dreist, oder?

Und das war nicht das Schlimmste. Denn selbst wenn jemand die Reste seines Vermögens aus der Bank retten wollte, stand ihm sein Geld nicht zur Verfügung. Ähnlich wie vor wenigen Tagen in Island - kein Gedankenspiel in diesem Fall, aber es ist doch ein Land ganz im Norden, offenbar betreffen diese Probleme nur Nationen in Erdpolnähe - verhängte die Regierung zu der Zeit ganz im Süden eine Sperre auf die Privatkonten: Man durfte nur ein paar hundert Pesos pro Woche abheben, gerade so viel, um sich zu ernähren. Um eines aber machte uns die Krise reicher: Das Wort "corralito" (Zäunchen) gewann eine zusätzliche Bedeutung.

Heute denkt dabei niemand mehr an einen Kinderzaun, sondern eher an eine Sperre für den kindischen Glauben an eine absolute Sicherheit.

Wie nach einem Flugzeugabsturz, so kamen auch hier plötzlich alle Privatgeschichten zu Tage. Nur dass in diesem Falle fast jeder im Flugzeug saß: die Lehrerin, die sich gerade den Wunsch erfüllen wollte, einmal nach Disneyland zu fliegen. Die Familie, die gerade ihr Haus verkaufte und im Begriff war, ein Neues zu kaufen, das Geld aber vorsichtshalber noch bei der Bank liegen hatte. Der Taxifahrer, der jahrelang gespart hatte, um seine kranke Tochter im Ausland operieren zu lassen. Mein Freund Julián, der sich gerade einen Mac kaufen wollte. Auf einmal nahm Geld seine wahre Gestalt an: Es war all das, was wir versäumt hatten, vorher zu machen. Nicht Zeit war Geld, sondern Geld war Zeit, und zwar verlorene.

Die Mittelschicht entdeckte sich als politische Gruppe. Man sang das inzwischen klassische "¡Que se vayan todos!" ("Alle sollen weg!") gegen Politiker aller Parteien, während man durch die sommerlichen Straßen demonstrierte, machte alle Lichter zu einer gewissen Uhrzeit aus und klopfte eifrig auf die eigenen Küchentöpfe. Dies führte zu weiteren Gewinnen in Sachen Wortschatz: "apagón" (Stromausfall) wurde zu einem Kampfwort, während "cacerolazo" (Topfschlagen) für immer auf dem Soundtrack der Revolution der Kontoinhaber bleiben wird. Die "Alles, nur nicht mein Sparkonto"-Partei organisierte später auch Tausch-Flohmärkte mitten in der Stadt und "asambleas" (Volksversammlungen) in den Barrios. Auf einmal herrschte so etwas wie ein gemeinschaftliches Gefühl im Land, als hätten wir endlich wieder eine Weltmeisterschaft gewonnen. Und als wäre uns im Nachhinein die Trophäe unrechtmäßig geraubt worden.

Außer den Politikern galt die Wut natürlich auch den Banken, staatlichen wie privaten. Ihre Fassaden wurden mit allem Möglichen verschmutzt, von Eiern und Spucke bis Farbe und Kot.

Berühmt wurde ein Mann, der mit Sonnenschirm und Liegestuhl, Sandalen und Badehose seine Ferien vor seiner Bank verbringen wollte, nachdem das Geld für die wirkliche Reise ferner als der Strand selbst lag. Lehre Nr. 1 in einer Finanzkrise: Man lasse sich den Humor nicht nehmen. Die meisten Menschen aber waren empört. Vor allem darüber, dass sie den Räubern ihre Beute mehr oder weniger freiwillig ausgehändigt hatten.

Mein Vater, der ähnliche Abwertungen schon früher erlebt hatte und der anscheinend ein besseres Gedächtnis als der Durchschnitt besitzt, belehrte mich schon als Kind: Man solle das Geld nicht auf eine argentinische Bank tun, und vor allem niemals in Pesos. Misstrauen ist gut, Vermeiden ist besser. Was kann ein so schlecht erzogenes Kind, eine so schlecht erzogene Nation von Bank, Währung und Staat halten?

Peso heißt eigentlich Gewicht. Das Wort soll offenbar der Währung eine gewisse Schwere verleihen. Doch es ist die Unbeständigkeit der Währung, die letzten Endes das Wort jeder festen Bedeutung beraubt.

Lehre Nr. 2: Auch die massivsten Begriffe verlieren während einer Finanzkrise an Speck - ob sie nun Staat heißen, Sparkasse, absolut oder sicher. Die Proteste verloren allerdings nicht an Kraft. Sogar McDonalds-Filialen wurden attackiert, als ahnte man schon damals, woher die Krise wirklich kam (also von Landsleuten, die gute Geschäfte mit Auslandskapital machten).

Ende Dezember 2001 kam es dann zu massiven Plünderungen und Straßenkämpfen mit der Polizei, die zu vielen Toten führten. Der Präsident musste fliehen, im etymologischen Sinne: Er nahm einen Helikopter direkt vom Dach des Regierungssitzes, um den wütenden Massen auf der Straße aus dem Weg zu gehen. In den letzten Tagen dieses Schicksalsjahres hatte das Land mehrere Regierungschefs nacheinander, deren erster Verwaltungsakt ihre eigene Kündigung war.

Und während Neujahr hatten wir überhaupt keinen Präsidenten. Kurios: Niemand hat ihn vermisst.

Lehre Nr. 3 könnte deswegen heißen: Bloß nicht die Ruhe da unten bewahren, wenn man da oben was umrühren will. Aus diesem aufgewühlten, an den Rand der Anarchie geratenen Land kam ich gerade zurück, als ich meine unfreiwillige Beratungsstunde in der Berliner Sparkasse hatte. Ich fasste diese Erlebnisse in einer raschen Schilderung zusammen, um meinem Finanzexperten nahe zu bringen, warum ich ein wenig sensibilisiert war gegenüber Banken, Anlagen und Papa Staat.

"Tja, mein Freund", grinste mich der Fachmann mit der Selbstgefälligkeit eines Erdenbewohners erster Klasse an: "Sie müssen wissen, Deutschland ist nicht Argentinien." Und da hatte er natürlich Recht: Argentinien ist groß und an Ressourcen reich genug, um alle seine Einwohner üppig zu ernähren, was eine Krise noch unwahrscheinlicher als in Deutschland machen sollte. Wir verabschiedeten uns voneinander, ohne Einigung und voll des Bedauerns, und schon eilte er zur nächsten Kundin, einer alte Dame, die er absolut sicher reingelegt hat.

In den letzen Monaten habe ich häufig an jenen Berater gedacht. Vielleicht auch er an mich. Die Weltkrise hat Deutschland ein wenig näher an Argentinien rücken lassen, zumindest teilen wir jetzt dieselbe Welt. Eine Welt, so doof es auch klingen mag, in der die einzige Sicherheit darin besteht, dass es keine Sicherheiten gibt. Weniger Marketing und etwas mehr Plato-Lektüre hätte ihn das schon früher lehren und ihm große Verluste ersparen können. Denn ich gehe davon aus, dass er selbst seine gesamten Ersparnisse in Immobilienfonds investiert hat. Sonst müsste ich denken, er sei ein Zyniker, und zwar nicht im griechisch-philosophischen Sinne.

Ich nehme inzwischen aber an, er war einfach geldgierig und skrupellos. Wie auch seine alten und nicht so alten Kunden, die sich niemals fragten, wieso sie mit ihrem Geld mehr Geld machten, ohne es zu verdienen. Für sie alle sollte die Krise in Argentinien als Gebrauchsanweisung für die beginnende Weltkrise dienen.

Endlich können wir die Moralisten sein, die Besserwisser. So wie Europa in Sachen Menschenrechte Vorlesungen hält, so wollen ausnahmsweise auch mal wir, die ärmeren Länder dieser Welt, einmal auch klugscheißerisch das gute Beispiel abgeben.

Und sollte jemand das Gefühl haben, dies alles klinge irgendwie nach unangebrachter, fieser, kindischer Schadenfreude, dann lautet die Antwort ist: Tja, mein Freund, absolut.

  

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Klartext (mehr oder weniger) hinter den Kulissen... interessant
Rang: Doxy100(24) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.09 23:55)

Lustig, was die Typen so im Ausland von sich geben...
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<http://euobserver.com/19/27588>
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Austria pleads with Europe for bail-out of east

LEIGH PHILLIPS

11.02.2009 @ 09:31 CET

EUOBSERVER / BRUSSELS - Austria, home to banks with massive exposure in eastern Europe, is calling on the EU to offer some €150 billion in a bail-out package for the east and warning of a banking "collapse" across the region that could snuff out the Alpine nation's banking system.

European banks have a financial engagement of some €1.1 trillion in the region, but Vienna's financial institutions are particularly exposed, being owed €220 billion - equivalent to around three quarters of the country's GDP - that they fear may not be able to be paid back. Italy, Sweden, the Netherlands, France and Belgium are also among western Europe's big lenders to the east.

To prevent the plug being pulled on the Austrian economy - until now fairly lightly hit by the economic crisis compared to other western states - Vienna wants the EU to raise the currently pledged €25 billion balance of payments assistance to central and eastern Europe to €100 billion.

Austria is also calling for an additional €50 billion in balance of payments assistance to be offered to countries beyond the EU - the so-called European Neighbourhood countries - in the Balkans and further east, notably Ukraine.

The monies would come from the European Investment Bank, the European Central Bank and the EU Cohesion Fund.

Such a move would aid the eastern countries to establish their own bank bail-out packages and economic recovery plans, most of which, whether in the EU or not, until now have not been able to afford them. Of the €200 billion recovery package Brussels announced in November, most of the money, coming from national coffers, remains in the west.

The presidents of the Austrian and Polish chambers of commerce were in Brussels on Tuesday (10 February) to promote a similar plan based on proposals from the IMF and the Austrian central bank. Although the precise details of what Vienna would like to see have yet to be published, the Austrian chamber, close to the governing coalition, says the plans are "not distinct", and have been echoed by a call by the IMF for an equal amount of EU cash to be offered to the east.

Austria opened discussion of the regional bail-out at Tuesday's meeting of European finance ministers in Brussels, but the response was lukewarm from other EU member states, according to Reinhold Lopatka, secretary of state for finance.

Last week, the Austrian chancellor and finance minister toured EU capitals in an unsuccessful attempt to drum up support. The finance minister is also to head to Croatia, Ukraine, Bulgaria and Romania on Wednesday to "forge an alliance in support of the package," said a figure close to the government.

Germany in particular, believing it will be stuck with the bill, is stiffly opposed, despite heavy eastern exposure itself.

"We do not want to get lost in any future rescue measures," said German finance minister Peer Steinbrueck speaking to reporters after the Brussels meeting. "Austrian banks are over-proportionally engaged in the east," he continued.

"It's a legitimate national interest," he concluded, meaning not an issue of wider concern.

Mr Lopatka hit back, saying that the problem had broader implications than losses for domestic banks. "Austria may well be more than others, but it is more of an EU question."

Without a regional bail-out, he warned, "eastern Europe will start to collapse."

Orgy of lending

The economic crisis has hit both new EU member states in the east and countries beyond the bloc sandwiched between the EU and Russia much harder than it has hit most western member states.

High growth rates fuelled by cheap and easy foreign credit have been replaced by a sharp decline in demand for exports, a decrease in investment and the near impossibility of accessing finance and loans for businesses.

Meanwhile, devaluation threatens businesses that have borrowed heavily in foreign currency. Unemployment is soaring and civil unrest, particularly by farmers and young people, has hit a number of capitals.

Latvia's economy contracted 10.5 percent in the last quarter of 2008, according to figures released on Monday, while analysts fear Ukraine is on the verge of bankruptcy. Hungary, Bulgaria and Romania have also been badly hit.

In recent years, western European banks went on an orgy of lending and buying up the local financial sector. As early as 1 December, a group of six western banks - Italy's UniCredit and Intesa, Austria's Erste and Raiffeisen, Belgium's KBC and France's Societe Generale - sent a letter to the European Commission requesting a regional financial aid package for the east, according to a Bloomberg report published last week.

Separately, the Institute of International Finance, the global association of financial institutions, is to lobby governments for the package ahead of April's G20 summit in London.

'One European family'

Warning of dangers to the European economy and "social stability", Christoph Leitl, president of the Austrian chamber of commerce, told reporters it was not simply about saving Austrian banks.

"We are one European family. The central and eastern European nations are the weaker children of that family," he said, "but we must take care of the weaker child. It is our common responsibility."

He also cautioned that if Brussels did not act in the east, Moscow would.

"Russia is helping in a very efficient way to pick these countries up and take them back into closer connection. There is a competition between the EU and Russia over which family the east belongs to."

Ukrainian Prime Minister Yulia Tymoshenko said on Monday that the country had approached Moscow requesting a €3.8 billion ($5bn) emergency loan.

According to Heinz Kogler, EU co-ordinator of the Austrian chamber of commerce, Germany's blocking of the bail-out "is actually quite consistent with what they have been saying since the beginning of the crisis. They have always opposed any pan-European initiatives."

"They want nothing more than efforts at the national level because they worry they will have to pay for such EU-level schemes."

He said the Austrian government had acted on the matter as a result of the galloping escalation of the crisis in the last couple of weeks and that if the EU did not move soon, "There will be a complete collapse of the region, taking Austria with it."

© 2009 EUobserver.com. All rights reserved. Printed on 13.02.2009.

  

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RE: Klartext (mehr oder weniger) hinter den Kulissen...
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.2.09 20:19)

>Lustig, was die Typen so im Ausland von sich geben...
>----

Dann wollen wir für uns und Österreich hoffen daß sie dick auftragen
um Unterstützung loszueisen.

Letzte Woche war Lopatka jedenfalls relativ gut gelaunt in seinem
lokalen Wahlkreis unterwegs, man sollte meinen für dergleichen hätte
er keine Zeit.

  

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Thema #4382

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