Grundsätzlich ja.
Aber nicht bei solchen Spesen.
Es ist verdammt
schwer, mal +10% an der Börse zu machen.
Und weißt Du, welches Risiko noch dazukommt?
Wenn es (mit Grund) fällt, steigst Du nicht aus. Weil Du auch noch soviel an Spesen gezahlt
hast. Du würdest jetzt nicht nur 10% Kursverlust einfahren, sondern noch mehr als 10% (Kauf und Verkauf)
Spesenverlust.
Mir ist es damals bei 1,25% Spesen so gegangen: "nein nein, ich kann nicht
verkaufen, hin und her macht Taschen leer, 2 x 1,25% sind 2,5%, am Sparbuch hab ich dafür ein Jahr
gebraucht, das ist total hart verdientes Geld, das kann ich nicht einfach so locker auslassen!", und
bumm, sind die Verluste immer höher geworden, so daß ich in der Folge 10 Jahre unter Kuratel gestanden
bin.
Dabei hatten wir damals nicht mal so einen Extremanstieg hinter uns wie heute. Was
meinst, wie lange Deine Durstperiode sein wird, Deinen Einsatz plus Spesen reinzubekommen?
Ich
würds zumindest so machen, um beim Beispiel OMV zu bleiben: 2.500 bis 3.000 Euro rein, und wenn Du
wieder Geld hast, dann wieder. Du mußt aber nicht wie beim Fonds den nächstbesten Kurs nehmen, sondern
Du kannst Dich zumindest aktiv drum kümmern, daß Du ein bißl was extra ersparst (bzw. mehr Stücke ums
selbe Geld kriegst): im Bid warten auf Intraday-Schwankungen! Bei günstigen Gelegenheiten
zuschnappen!
Und, was Du beim Einstieg nicht vergessen sollst: auch an einen Ausstieg denken,
nicht die höchsten Höhen ohne Reaktion mitmachen, auch mal verkaufen, wenn die Aktie grundlos steigt,
und ein paar Prozente drunter billiger wieder rein gehen. Das bißl Hin und Her kannst Dir bei den
BJ-Spesen in Verbindung mit einer halbwegs ordentlichen Ordergröße leisten.
Eine Aktie nur
sammeln, also zukaufen, weil sie eh nicht fällt, das hab ich in meinem Leben mehrmals gemacht. Die
herausragendsten Sammlungen waren Veitscher und Jowood.