Rohstoff: Uran | aktie.at Forum
Rohstoff: Uran
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.11.21 13:34)

Editiert am 10-04-06 um 11:24 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

Ganz interessante Fakten oder Annahmen zu finden unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Uran

Einige Aussagen (will nicht "Facts" sagen, da wiki ja auch geschmiert sein könnte) daraus:

Aufgrund der intensiven Forschung nach Lagerstätten seit den 1960er Jahren hat sich bis heute ein Überangebot auf dem Weltmarkt entwickelt, der das sechsfache des Weltjahresverbrauchs beträgt. Der Weltmarktpreis für Uran liegt deshalb auf relativ niedrigem Niveau.
(d.h. Preisexplosionen könnten nur durch Spekulanten verursacht werden?)

Derzeit wird allerdings fast die Hälfte des Uranverbrauchs nicht durch den laufenden Uranabbau gedeckt, sondern beispielsweise aus der Abrüstung von Kernwaffen oder aus Lagerbeständen.
(aber die Abrüstung geht auch mal zu Ende)

Einige Staaten (zum Beispiel USA, Russland) nutzen es auch als Projektilkernmaterial für panzerbrechende Munition (Uranmunition). Im großen Umfang wurde die DU-Munition erstmalig in den beiden Irak-Kriegen 1990 und 2003 und im Kosovo-Krieg 1999 seitens der USA zum Einsatz gebracht. Dementsprechend weisen diese Länder derzeitig viele Fundorte verschossener DU-Munition auf. DU-Munition zerstäubt und verbrennt beim Aufprall teilweise; die entstehenden Stäube und Aerosole sind giftig und radioaktiv und führen durch Aufnahme in die Lunge zu Gesundheitsschäden bei Bevölkerung und Soldaten. Abgereichertes Uran wird in amerikanischen Panzern (z.B. M1 Abrams) als Panzerung eingesetzt. Es handelt sich um eine Sandwichpanzerung mit einer Schicht Uran zwischen zwei Schichten Panzerstahl.
(das ist interessant, weil dieser Bedarf an Extremsthartmetall scheint noch nicht in die Bedarfsschätzungen eingeflossen zu sein, man redet nur von Atomkraftwerken und sonst nichts)

Die unkonventionellen Reserven alleine ließen rechnerisch eine Laufzeit von ca. 59.000 Jahren zu (bei jährlichen 68.000 Tonnen Förderung).
(aus Phosphatlagerstätten und Salz. Also da ist die Versorgung die nächsten Generationen gesichert)

Natürliches Uran bzw. das am häufigsten vorkommende Isotop 238U hat eine Halbwertszeit von 4,47 Milliarden Jahren.
(das ist ziemlich unvorstellbar lange)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d4/Yellowcake.jpg/180px-Yellowcake. jpg.png
(sieht aus wie ein Pringle)

  

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Antworten zu diesem Thema
Rohstoff: Uran, Rang: Jaeger_und_Sammler(30), 13.8.08 18:31
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           RE: Kernkraft und Uran: Das sollten Sie darüber wissen
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           RE: Kernkraft und Uran: Das sollten Sie darüber wissen
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           RE: Kernkraft und Uran: Das sollten Sie darüber wissen
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           Höhere CO2-Konzentration erstrebenswert
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           URAN: HINTERGRUND DER KONSOLIDIERUNG
20.4.08 22:50
40
           Cameco Discounter
23.5.08 00:27
41
           Link mit Charts aller Uran-Zocker-Aktien
13.8.08 18:31
42

RE: Rohstoff: Uran
koloubkova74(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 08:22)


Vielleicht sollte man Zwentendorf wieder zu einem voll funktionsfähigen Reaktor umbauen.

Dann könnten wir alle wieder billigeren Strom beziehen,Arbeitsplätze würden geschaffen werden,Geld würde im Land bleiben,....und besser Atomstrom aus Österreich als aus Tschechien oder Slowakei.(sind ja auch nur ein paar km entfernt von der Grenze und noch dazu unsicherer).

Ist eh alles nur scheinheilig...Alle sind gegen Atomstrom ,aber fast alle beziehen ihn aus der Steckdose.

...Gott mach ich mich heut wieder unbeliebt mit dieser Meinung

  

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RE: Rohstoff: Uran
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 08:27)

Der Verbund hat eine saubere blaue Wasserkraftwelle als Symbol

Und Ökostrom muß auch einen Teil des Stroms vom Verbund beziehen (eh mit Zertifikat, daß dieser Teil des Stroms garantiert nicht mit Atomkraft produziert wurde), um den Preis halten zu können.

Sonst steigen zu wenige um, wenn der Ökostrom zu teuer ist.

  

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RE: Rohstoff: Uran
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 11:08)

Editiert am 11-04-06 um 11:13 AM durch den Thread-Moderator oder Autor

das mit verbund und ökostrom ist halt auch so a sache

daten beziehen sich auf 2005:
deren eigenproduktion besteht zwar aus ~ 85% wasserkraft (inkl. bezugsrechte) allerdings macht die eigenproduktion nur ~ 51% der gesamtaufbringung aus

ausgewiesene werden ebenso ~41% fremdbezug

wo der wohl herkommt ???


http://www.verbund.at/at/investoren/zdf/strombilanz.htm#TopOfPage

  

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Uran - Basiswissen
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.1.08 22:28)

da von vielen "Experten" unter anderem auch Uran als ein der Favoriten im Bereich der Rohstoffen genannt wird, nachfolgend einige Hintergrundinfos



-----------------------------------------------------------------
Rohstoff URAN - Der differenzierte Blick

Datum 11.01.2008 - Uhrzeit 19:09 (© BörseGo AG 2007, Autor: Weygand Harald, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)


Fundamentale Hintergrundinformationen aus dem Wissensbereich "Rohstoffe".

Anbei der zugehörige Link : http://www.godmode-trader.de/knowhow/rohstoffe/

Sie erreichen diese neue Rohstoffseite auch über das Hauptmenue oben auf der GodmodeTrader-Startseite.


Uran ist heiß begehrt. In der Atomindustrie, die mit ihren bereits abgeschriebenen Atommeilern hohe Gewinne erzielt. In den aufstrebenden Ländern Asiens, deren Energiehunger unersättlich scheint. Und – wer hätte das gedacht – nun auch bei den Umweltschützern, die mehr Atomkraftwerke und weniger CO2- Ausstoß fordern. Und schließlich kommt Uran auch bei Anlegern prima an. Sie setzen zwangsweise auf Uran-Aktien, da sie den Rohstoff Uran in direkter Form nicht über Zertifikate oder andere Anlageinstrumente handeln können. Denn der Handel mit dem strahlenden Metall findet ausschließlich über Auktionen oder direkte Verhandlungen zwischen Käufer und Verkäufer statt und wird durch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA streng kontrolliert. Sie passt darauf auf, dass Uran nicht in die falschen Hände gerät.

Der weltweite Uranmarkt ist mit einem jährlichen Umsatzvolumen von 5 Milliarden US-Dollar (Jahr 2005) relativ klein (Vergleich: am Goldmarkt wurden im gleichen Jahr 57 Milliarden USDollar umgesetzt). Der Handel von Uran spaltet sich in zwei Bereiche auf: Den kurzfristigen Kassamarkt und den langfristigen Vertragsmarkt. 85% des Uranhandels findet über Verträge mit einer Regellaufzeit von drei bis fünf Jahren statt. Da in den letzten Monaten die Angst um eine Verknappung von Uran gewachsen ist, werden aber immer häufiger Lieferverträge mit einer Laufzeit von zehn oder mehr Jahren geschlossen. Die Uranpreise in den Lieferverträgen sind keineswegs fix, sondern richten sich nach verschiedenen Variablen, wozu der Kassapreis, das BIPWachstum oder die Inflationsentwicklung zählen. Neben den mehrjährigen Lieferverträgen haben die Versorger außerdem die Möglichkeit, sich am Kassamarkt einzudecken. Ein Kauf am Kassamarkt sieht in der Regelung eine Uranlieferung in sechs Monaten nach Kaufdatum vor. 15% des Uranhandels werden am Kassamarkt abgewickelt.

Es gibt mehrere Unternehmen, die Vertrags- und Kassapreise von Uran beobachten und regelmäßig publizieren. Eines davon ist Ux Consulting. Das Unternehmen publiziert seine wöchentlichen Uranpreise im Internet unter http://www.uxc.com/review/uxc_ Prices.aspx. Ux ermittelte für die Woche zum 9. April einen Uranpreis pro Pfund von 113 US Dollar – das ist ein neuer Rekordstand. In den letzten fünf Jahren haben sich die Preise damit mehr als verelffacht.

Die Nachfrage

Die Stromerzeugung ist heute die größte Nachfragegruppe. Sie ist maßgeblich für die Entwicklung der Urannachfrage. Angaben der Internationalen Energieagentur IEA zufolge erzeugt die Kernkraft heute 16% des weltweit nachgefragten Stroms. Wie viele neue Kernkraftwerke in den nächsten Jahren entstehen werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine wichtige Komponente dabei ist die Energiesicherheit, die besonders in Ländern mit geringen eigenen natürlichen Vorkommen einegroße Rolle spielt. Frankreich beispielsweise setzt im großen Stil auf Kernkraft, sie erzeugt dort fast 80% der gesamten Elektrizität. Auch die USA, die traditionell auf Kohle, Erdgas und Öl bei der Stromerzeugung setzen, wollen die Kernkraft stärker nutzen, um unabhängiger von den Ölimporten aus dem Mittleren Osten zu werden. Ähnliche Erwägungen gibt es auch in China und Indien. Neben der Energiesicherheit spielt auch die Umweltpolitik eine große Rolle. In allen Länder, die das Kyoto- Protokoll unterzeichnet haben, gewann die Kernkraft in der letzten Zeit an Popularität. Sie gilt als saubere Alternative zu fossilen Brennstoffen, die vor allem für die Klimaerwärmung verantwortlich gemacht werden. Immer heißere Sommer, fehlender Regen, Überflutungen, Unwetter: Daraus entstehen Kosten, die eigentlich der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen zugerechnet werden müssen, wenn die in der Vergangenheit freigesetzte Menge CO2 heute zur Klimaerwärmung beiträgt. Ein weiterer Faktor bei der Kostenplanung sind die neu eingeführten Emissionsrechte. Sie verteuern alle Kraftwerke, die auf fossile Brennstoffe setzen. Die relativen Kosten der Kernkraft sinken somit, wodurch die Kernkraft attraktiver wird. Der Bau von Atomkraftwerken ist zwar sehr teuer, ihr Betrieb und ihre Wartung aber sehr günstig. Sie eignen sich daher ideal für die Deckung der Basisstromversorgung eines Landes. Der Uranpreis spielt für die Kernkraftwerke nur eine untergeordnete Rolle. Drei Viertel der Kosten eines Atomkraftwerks werden durch Betriebs und Wartung verursacht, nur ein Viertel entfällt auf die Beschaffungskosten für Uran.

Die internationale Energieagentur IEA schätzt, dass die weltweite Energienachfrage bis 2030 um 1,6% pro Jahr wachsen wird. Das stärkste Wachstum wird in den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China zu sehen sein: Ihr Anteil am weltweiten Energieverbrauch wird bis dahin von 17% auf 25% zunehmen. Wie bei vielen anderen Rohstoffen spielt auch bei Uran China eine zentrale Rolle. Dort werden heute zwei neue Atomkraftwerke gebaut, weitere 63 befinden sich in Planung. Weltweit werden nach Angaben von World Nuclear Association (WNA) 30 neue Reaktoren gebaut, während sich 70 in Planung befinden. Unter diesem Szenario rechnen Analysten damit, dass die Kernenergie so stark wachsen wird, wie der Energieverbrauch. Der Anteil der Kernenergie an der gesamten Energieerzeugung wird damit bei 16% bleiben. Gerade die jüngste Debatte um den Klimawandel und die steigenden Ölpreise legen aber nahe, dass diese Schätzungen zu niedrig gegriffen sein könnten.

Uran: Vom Uranerz zum Brennelement

In seiner ursprünglichen Form ist Uran ein silberweißes Metall. Es trägt die Nummer 238 im Periodensystem der Stoffe (Isotop U-235 ist nicht zur Brennstoffherstellung geeignet). In der Natur kommt Uran in seiner reinen Form aber nur selten vor. Viel öfter ist Uran in der Natur als Uranoxid, also gebunden mit Sauerstoffmolekühlen, zu finden. Nachdem das Uranoxid zusammen mit Gestein und anderen Stoffen in verschiedenen Abbauverfahren (Tagebau, Bergbau, In-Situ- Leeching) aus der Lagerstätte gehoben wurde, wird es meist noch an der Abbaustelle in speziellen Mühlen von Beistoffen getrennt. Das daraus resultierende pulvrige Material wird wegen seiner gelben Farbe oft als „Yellow Cake“ oder Urankonzentrat bezeichnet (siehe Bild). Aus zwei Tonnen abgebautem Erz wird in Uranmühlen ungefähr ein Kilogramm Yellowcake gewonnen. Es besteht zu 70 bis 80 % aus Uran- Verbindungen wie Triuranoktoxid (U3O8).

Dieses Triuranoktoxid ist der wichtigste Bestandteil der Konzentrate – es hat den höchsten Urangehalt. Er liegt bei bis zu 20% (üblich und wirtschaftlich rentabel sind aber auch weitaus geringere Ausbeuten). Uran wird dann in Form von Urankonzentrat an die Stromindustrie verkauft. Anschließend obliegt es den Stromerzeugern, die nächsten drei Stufen – Konversion, Anreicherung und Brennelementfertigung – zu organisieren. Dabei hängen die weiteren Verarbeitungsschritte davon ab, in welchem Reaktortyp das Uran eingesetzt werden soll. Für den am meisten genutzten Reaktortyp, dem Leichtwasserreaktor, wird das Urankonzentrat in einem chemischen Prozess in das unter Normalbedingungen kristalline, ab 56°Celsius gasförmige Uranhexafluorid (UF6) umgewandelt. Dieses aus der Konversion gewonnene UF6 ist letztendlich der Grundstoff für die Urananreicherung und wird vorwiegend in einem der drei größten Anlagen dieser Art durchgeführt: Bei Comurhex in Frankreich, ConverDyn in den USA oder Cameco in Kanada. Das gasförmige UF6 wird anschließend in speziellen Behältnissen in eine Anreicherungsanlage transportiert, wo es in zwei Ströme, einen mit einer höheren Isotopendichte und einen mit einer geringeren Isotopendichte, getrennt wird. Der Strom mit der leichteren Isotopendichte wird dann sukzessive angereichert. Je nachdem, wie die spezifischen Reaktoranforderungen sind, wird das UF6 von ursprünglich 0,71% 235U auf 3% bis 5% 235U angereichert. Im nächsten Schritt wird das angereicherte UF6 zur Brennstoffherstellung in eine Brennelementefabrik transportiert. Dort wird das angereicherte UF6 in Urandioxid (UO2) Pulver verwandelt. Dieses Pulver wird letztendlich in Brennstäbe gefüllt. Mehrere Brennstäbe werden mit Abstandshaltern zu Bündeln, den so genannten Brennelementen, zusammengefasst. Die meisten Reaktortypen verwenden diese Brennelemente,während Schwerwasserreaktoren normalerweise auf eine zuvorige Urananreicherung verzichten. Für Schwerwasserreaktoren wird das aus den Uranminen angelieferte Urankonzentrat direkt in Urandioxid verwandelt.

Das primäre Angebot

Das Angebot am Uranmarkt gliedert sich in das primäre und das sekundäre Angebot. Schätzungsweise 60% des Weltangebots an Uran wird durch das primäre Angebot, also die Produktion der Minen gedeckt, während der Rest im wesentlichen aus sekundären Quellen stammt. Angaben der World Nuclear Association zufolge stieg das primäre Uranangebot in 2005 gegenüber 2004 um 3% auf 41,595 Tonnen und fiel im Jahr 2006 gegenüber 2005 wegen Produktionsproblemen um 4% auf 39,988 Tonnen zurück. Ein wichtiges Charakteristikum des Uranmarktes ist eine sehr hohe Marktkonzentration – die sechs größten Minen stellen 60% der weltweiten Minenproduktion. Die acht größten Minen vereinen sogar 70% der weltweiten Produktion auf sich.

Neue Minen

Das wohl prominenteste neue Minenprojekt ist Cigar Lake von Cameco. Die Mine im Norden Kanadas ist nach McArthur River die zweitgrößte der Welt. Dort wollte der Betreiber Cameco einen weiteren Schacht legen, um die Produktion um 7000 Tonnen pro Jahr (das sind 16% der gesamten Weltproduktion in 2006!) zu steigern. Am 22. Oktober 2006 ereignete sich ein Wassereinbruch in einem Belüftungsschacht der neuen Mine, und die eigentlich für Mitte 2007 geplante Produktionsaufnahme verschob sich dadurch merklich. Inzwischen wird erst im Jahr 2009 mit der Aufnahme der Produktion gerechnet. Die größte Zahl an neuen Minen wird in Kazakhstan entstehen. Dort will das staatseigene Uranunternehmen Kazatomprom neun neue Minen erschließen. Sie werden für 51% der erwarteten neuen Minenproduktion sorgen. Die Erschließung der neuen Minen gestaltet sich aber sehr schleppend. Es fehlt an qualifizierten Fachkräften, weil in den letzten Jahrzehnten fast keine neuen Minen entstanden sind und entsprechend auch keine Fachkräfte in diesem Gebiet ausgebildet wurden. Die Inbetriebnahme neuer Minen könnte sich also verzögern.

BHP Billiton seine Uranproduktion in der Olympic Dam Mine erweitern, was ab 2013 zu einer Produktionssteigerung von 15,000 Tonnen Urankonzentrat führen soll. Weitere große Expansionsprojekte sind in Russland, Kanada und Namibia geplant. Insgesamt soll die Produktion an Uran bis zum Jahr 2015 gegenüber heute um über 130% oder 59,000 Tonnen steigen. Analysten von Goldman Sachs rechnen damit, dass die jährliche Minenproduktion bis 2011 um 9,5% pro Jahr anwachsen wird. Im Jahr 2011 wird die Jahresproduktion an Urankonzentrat den Schätzungen der Analysten zufolge 63,066 Tonnen betragen. Man mag annehmen, dass eine so starke Steigerung des primären Angebots dazu führen wird, dass wieder genügend Urankonzentrat auf dem Weltmarkt verfügbar sein wird.Wie sich aber herausstellen wird, könnte sich das Uranangebot auf dem Weltmarkt bis dahin aber sogar noch weiter verknappen. Der Grund liegt im sekundären Uranangebot, dass bis dahin deutlich zurückgehen könnte.

Das sekundäre Angebot

Das sekundäre Angebot, das im letzten Jahr schätzungsweise 36% des Welturanangebots ausmachte, ist größtenteils ein Relikt des Kalten Krieges. In der Zeit zwischen 1948 bis 1960 stieg die weltweite Minenproduktion kräftig an und ein Großteil des neu produzierten Urans wurde verwendet, um Atomwaffen herzustellen. Die kommerzielle Nachfrage nach Uran war zu dieser Zeit sehr niedrig.

Das damals für Atomwaffen verwendete Uran wird heute der Stromerzeugung zugeführt. Das ist der größte Teil des sekundären Angebots. Das aus den Atomwaffen stammende hochangereicherte Uran (HEU) besteht zu über 90% aus 235U,während für Leichtwasserreaktoren 3-5% 235U ausreichend sind. Um HEU verwenden zu können, um Strom in Reaktoren herzustellen, muss man es mit nicht angereichertem Uran vermengen. Die wichtigste Quelle für HEU ist ein Vertrag zwischen den USA und Russland, der im Jahr 1993 in Kraft getreten ist und noch bis 2013 läuft. Im Rahmen dieses Abkommens hat sich Russland verpflichtet, insgesamt 500 Tonnen HEU (ca. 150,000 Tonnen Urankonzentrat) in 3-5% 235U zu verwandeln und in die USA zu exportieren. Ende 2006 wurden von diesen 500 Tonnen bereits 292 Tonnen in Urankonzentrat verwandelt und exportiert, das ist der Inhalt von rund 12,000 Sprengköpfen für Atombomben.

Außerdem haben sich die USA verpflichtet, 150 Tonnen HEU zur Stromerzeugung aus alten Atomwaffen zur Verfügung zu stellen. Was Russland nach Ablauf des Vertrags im Jahr 2013 tun wird, ist noch nicht bekannt. Die Mehrheit der Fachleute im Westen geht allerdings davon aus, dass Russland den Vertrag nicht verlängern wird. Denn Russland gab bereits bekannt, abgesehen von dem Vertrag mit den USA ab dem Jahr 2008 kein Uran mehr exportieren zu wollen, wahrscheinlich weil alles Uran im eigenen Land benötigt wird.Wie es also mit dem russischen Uranangebot weiter gehen wird, ist ungewiss. Unsicherheit herrscht auch über die Lagerbestände der Stromerzeuger in Europa. Sie halten in der Regel sehr große Uranbestände, um sich vor kurzfristigen Verknappungen und Preisschwankungen zu schützen und um einen unterbrechungsfreien Kraftwerksbetrieb sicherzustellen. Die Lagerhaltung reicht in der Regel, um im regulären Betrieb 12 bis 18 Monate lang Strom erzeugen zu können. Manchmal wird das von den Kraftwerken auf Lager gehaltene Uran auch an andere Kraftwerke verkauft. Experten sind sich aber einig, dass ein sehr großer Teil der in den 90er Jahren aufgebauten Lagerbestände mittlerweile aufgebraucht ist. Daher ist ein Rückgang des sekundären Angebots in den nächsten Jahren zu erwarten, der durch die Ausweitung des primären Angebots nicht aufgefangen werden kann. Die Folge ist eine weitere Verknappung des Uranangebots auf dem Weltmarkt und wahrscheinlich weiter steigende Preise.

Zusammenfassung

Investitionen im Uranmarkt sind als außerordentlich chancenreich einzustufen. Genau wie am Goldmarkt reicht die Minenproduktion nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Zwar werden in den nächsten Jahren, besonders aber im Jahr 2009 durch die Expansion der Cigar Lake Mine in Kanada, neue spürbare Angebotsmengen auf den Markt gelangen. Bis dahin ist aber mit weiter steigenden Uranpreisen und neuen Rekordständen zu rechnen. Dann könnte es tatsächlich zunächst zu einer Entspannung der knappen Angebotssituation am Uranmarkt kommen, bis im Jahr 2013 das russisch-amerikanische HEUAbkommen enden wird. Dann ist mit erneut stark steigenden Uranpreisen zu rechnen, wenn Russland keinem neuen Exportvertrag zustimmen wird.

Die Investmentnachfrage könnte im Uransektor für Überraschungen sorgen, wenn in den Medien publik wird, dass der Uranpreis auf neue Rekordstände angestiegen ist und neue Anleger auf den Zug aufspringen. Der Klimawandel wird der Kernkraft außerdem Aufwind geben genauso wie immer weiter steigende Ölpreise und die wankende Versorgungssicherheit der Erdgas- und Ölversorgung aus Russland und dem Mittleren Osten. Wir sehen den Uransektor als außerordentlich interessant an.

  

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RE: Uran - Basiswissen
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.1.08 22:33)

>
>Neue Minen
>
>Das wohl prominenteste neue Minenprojekt ist Cigar Lake von
>Cameco. Die Mine im Norden Kanadas ist nach McArthur River die
>zweitgrößte der Welt. Dort wollte der Betreiber Cameco einen
>weiteren Schacht legen, um die Produktion um 7000 Tonnen pro
>Jahr (das sind 16% der gesamten Weltproduktion in 2006!) zu
>steigern. Am 22. Oktober 2006 ereignete sich ein
>Wassereinbruch in einem Belüftungsschacht der neuen Mine, und
>die eigentlich für Mitte 2007 geplante Produktionsaufnahme
>verschob sich dadurch merklich. Inzwischen wird erst im Jahr
>2009 mit der Aufnahme der Produktion gerechnet.


hinsichtlich der wiederaufnahme der produktion dürfte 2009 - nachdem was man am markt so liest - die optimistischte schätzung sein

in der letzen zeit ist mir des öfteren 2010/2011 untergekommen, wobei ein minenexperte die meinung vertritt dass eine kostendeckende wiederherstellung nicht möglich ist und somit diese mine nicht - bzw. nicht beim dzt. preiniveau - in betrieb gehen wird

  

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RE: Uran - Basiswissen
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.1.08 19:35)



bei uran muss man am ball bleiben, das stimmt. auch ich checke die sitution da regelmäßig. man will ja nichts versäumen

mfg
el gato

  

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RE: Rohstoff: Uran
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 11:15)

das mit den arbeitsplätzen würd ich nicht überbewerten

eine schicht in einem modernen wärmekraftwerk besteht aus 3 personen

am meisten los ist in einem kraftwerk (ausgenommen von tag der offenen tür und dgl.) wenn das werkl nicht läuft (zb revision, wartung)

  

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Uranbedarf für Panzerungen?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 09:12)

Editiert am 11-04-06 um 10:43 AM durch den Thread-Moderator oder Autor

>dieser Bedarf an Extremsthartmetall scheint noch nicht in die Bedarfsschätzungen eingeflossen zu sein


Nachdem für die Panzerung abgereichertes Uran verwendet wird, nehme ich an, daß sich dadurch der Gesamtverbrauch nicht erhöht. Für alle anderen Anwendungen (außer Munition) verwendet man ja angereichertes Uran. Das ist so ähnlich, wie sich ein gesteigerter Einsatz von taubem Gestein in der Zementindustrie nicht auf den Gesamtstahlverbrauch auswirken sollte.

(edit-Ergänzung) ad extremsthart: Uran ist nicht hart, sondern eher weich, aber extrem schwer: Das spezifische Gewicht ist 18,95 kg/l. Zum Vergleich: Eisen wiegt 7,88kg/l, Blei 11,34 und Gold 19,3.

  

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Uran
koloubkova74(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 13:49)


Und was ich vergessen habe,...auch die Umwelt kann von einem Atomkraftwerk profitieren.Kein CO2 Ausstoss.
Also ist Atomstrom eigentlich der wahre Ökostrom

In Wirklichkeit,auch wenn es unpopulär klingt(gott sei dank bin ich kein Politiker),sind wir Österreicher DIE verlogenen überdrüber Strom-Schmarotzer.

Wir kaufen in Massen Atomstrom, speziell zu Spitzenzeiten zu,lagern den Atommüll so kulant auf unsere Nachbarvölker aus,nehmen aber schon den billigeren Atomstrom in Anspruch,beschweren sich aber gleichzeitig über diese Nachbarn und Reaktoren Tag ein Tag aus,und .....und alles nur Hauptsache wir leben in unserer Pseudo-Heilen Stromwelt.








  

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RE: Uran
dobob(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 14:11)

>In Wirklichkeit,auch wenn es unpopul�r klingt(gott
>sei dank bin ich kein
>Politiker),sind wir �sterreicher DIE verlogenen
>�berdr�ber Strom-Schmarotzer.
>
>Wir kaufen in Massen Atomstrom, speziell
>zu Spitzenzeiten zu,lagern den Atomm�ll
>so kulant auf unsere Nachbarv�lker
>aus,nehmen aber schon den billigeren
>Atomstrom in Anspruch,beschweren sich aber
>gleichzeitig �ber diese Nachbarn und
>Reaktoren Tag ein Tag aus,und
>.....und alles nur Hauptsache
>wir leben in unserer Pseudo-Heilen
>Stromwelt.

es geht noch besser: wir kaufen am langfristigen markt billigen atomstrom und pumpen damit wasser die berge hinauf. wenn der strompreis dann steigt, weil der verbrauch hoeher ist als vorgesehen, verkaufen wir den so strom aus den speicherwasserkraftwerken um ein vielfaches am spotmarkt innerhalb von minuten. (wahrscheinlich mit oekomascherl)

das problem ist das man ins netz immer genau die energiemenge liefern muss die momentan entnommen wird (sonst wuerde die spannung und/oder netzfrequenz schwanken) atomkraftwerke aber nicht so schnell auf spitzen reagieren koennen.



  

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Kraftwerke sind genügsamer als Waffen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 18:22)

Über den Grad der notwendigen Urananreicherung heute in http://www.orf.at:

Rafsandschani: Iran reichert Uran in 164 Zentrifugen an

Der Iran reichert nach Angaben des einflussreichen iranischen Ex-Präsidenten Ali Akbar Haschemi Rafsandschani Uran in 164 Zentrifugen an.

Rafsandschani erklärte heute gegenüber der kuwaitischen Nachrichtenagentur KUNA: "Wir haben die erste Produktionseinheit, die 164 Zentrifugen umfasst, in Betrieb genommen. Es wurde Gas eingeleitet und wir haben einen industriellen Output."

Der UNO-Sicherheitsrat hatte die Führung in Teheran am 29. März aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen, und der Regierung dafür eine Frist von 30 Tagen gesetzt. Die iranische Regierung lehnte das mit dem Hinweis ab, das Atomprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken.

Platz für bis zu 50.000 Zentrifugen

Die Anreicherungsanlage in Natans kann bis zu 50.000 Gaszentrifugen aufnehmen. Sie ist durch Flugabwehrsysteme geschützt.

In Natans soll das Uran laut iranischen Aussagen nur bis zu einem Grad von 3,5 Prozent angereichert werden. Das reicht als Brennstoff für Atomkraftwerke, aber nicht für eine militärische Nutzung. Für den Bau einer Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von über 90 Prozent notwendig.

  

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....und wie ich lernte die Bombe zu lieben.
koloubkova74(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 19:37)

Editiert am 28-10-06 um 01:29 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

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Uran - Cameco-Aktie - von AKWs profitieren....
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.5.06 01:53)

Im Vergleich zu den Gewinnen im Markt für Industriemetalle sieht der Preisanstieg bei Uran in diesem Jahr mit einem Anstieg von 18% auf 42 US-Dollar je Pfund fast schon bescheiden aus. Seit 2001 stiegen die Uranpreise ausgehend von einem Tief von knapp 7 US-Dollar je Pfund aber schon um 500%.

http://www.wissen-fuer-investoren.de/admin/ktmlpro10/data/public_images/Rohstoff%20Daily/ U308.GIF?0.24442610009598448.png

Ich finde dieses Ergebnis sehr beeindruckend, denn erstens 18% Kursgewinn in weniger als einem halben Jahr durchaus beachtlich und der zweite und noch viel wichtigere Grund ist der Umstand, dass Uran auf Wochenvergleichsbasis seit 2003 nie einen Kursrückgang verzeichnete.

Ausgehend von den neuen Reaktorbauprojekten in China, Indien und Russland, deren Stromverbrauch mit Jahresraten von 10% steigt wird Uran weiterhin ein sehr knappes Gut sein. Zumal der heutige Weltverbrauch von etwa 170 Millionen Pfund pro Jahr bereits von den 440 bestehenden Atomkraftwerken verbraucht wird. Konservative Schätzungen sprechen von einem Verbrauchsanstieg auf über 210 Millionen Pfund bis zum Jahr 2014.

Noch viel wichtiger als den Verbrauch stufe ich die Minenförderung ein, die weltweit bei nur etwa 100 Millionen Pfund pro Jahr liegt und damit nur etwas mehr als die Hälfte des Bedarfs deckt. Der Rest wird durch den Abbau von strategischen Uranreserven seitens der Atomwaffenindustrie gedeckt.

Der Wahnsinn ist dabei, dass die Uranförderunternehmen deshalb aktuell selbst Uran auf dem freien Markt zukaufen müssen, um ihren Lieferverpflichtungen nachzukommen. Bis neue viel versprechende Uranvorkommen abgebaut werden können wird es noch ein paar Jahre dauern. Ich vermute, dass der Uranmarkt noch mindestens für 10 Jahre im Defizit bleiben wird.

Die Investorennachfrage hält sich bei Uran ebenfalls in Grenzen, denn es gibt keine Möglichkeit Uran einfach an der Börse zu kaufen. Lediglich einige geschlossene Fonds, die Anlegern aber erst ab relativ hohen Anlagesummen von 100.000 US-Dollar offen stehen.

Auch ein Aktienunternehmen, welches ich Ihnen im nächsten Tiger & Dragon Report vorstellen werde kauft sich seit etwa einem Jahr im Uransektor ein und sorgt für eine zusätzliche Investorennachfrage, die rund 3-4 Prozent der jährlichen Förderung ausmacht.

Alternativ dazu gibt es noch einige wenige Aktien von Uranförderunternehmen, wie beispielsweise die kanadische Cameco , die 20% der Weltproduktion ausmacht und eine Vielzahl an "Explorationswerten", von denen aber vermutlich nur 5 bis 10 Prozent jemals eine eigene Uranförderung besitzen werden, denn der Aufbau einer Mine ist sehr kostspielig und dauert viele Jahre.


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Analyse Cameco vom 29.3.2006:

Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" empfehlen die Aktie von Cameco (ISIN CA13321L1085/ WKN 882017) bei Schwäche zu kaufen.

Momentan gebe es wohl keinen Rohstoff der so ein großes Angebotsdefizit aufweise wie Uran. Aktuellen Zahlen zufolge würden pro Jahr 80.000 Tonnen nachgefragt. Dabei würde nur etwas mehr als die Hälfte davon, etwa 45.000 Tonnen, in Minen neu produziert. Das daraus resultierende Defizit von 35.000 Tonnen werde im Wesentlichen aus zivilen und militärischen Wiederaufbereitungs-Programmen gewonnen. Allerdings dürften diese, da Experten eine signifikante Steigerung der Nachfrage erwarten würden, bald nicht mehr zur Deckung der "Lücke" ausreichen.

Die Nachfrage nach Uran könnten vor allem neue Kraftwerke in Asien auf bis zu 90.000 Tonnen jährlich anziehen lassen. Allein China plane den Bau von 30 Atomreaktoren. Vor diesem Hintergrund gehe der kanadische Fondsmanager Eric Sprott davon aus, dass der Uranpreis in den nächsten Jahren auf 100 USD je Pound zulegen werde. Momentan notiere er bei 40 USD je Pound.

Die in Kanada ansässige Cameco werde von dieser Entwicklung profitieren. Der weltweit größte Uranförderer besitze Uranminen im Norden der Provinz Saskatchewan. Ferner sei das Unternehmen auch in Australien, in Kasachstan und in den USA tätig. Cameco habe sich dort an aussichtsreichen Explorationsgebieten beteiligt. Der Weltmarktführer dürfte mit einem Marktanteil von 20 Prozent über 80.000 Tonnen Uranreserven verfügen. Die Cameco-Aktie habe seit der Erstempfehlung der Experten im Juli 2004 über 260 Prozent gewonnen. Das Kursziel sehe man bei 40 Euro. Zur Absicherung sollte ein Stoppkurs bei 22,50 Euro platziert werden.

In Anbetracht der guten Aussichten bleibt die Cameco-Aktie nach Meinung der Experten von "Der Aktionär" an schwächeren Tagen ein Kauf.

  

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Wie profitieren Sie am besten von der Uran-Hausse?
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.9.06 00:08)

Anfang September hat die Deutsche Bank überraschenderweise das Coverage des Uran-Marktes aufgenommen. Bis Ende 2008 gehen die Analysten der Großbank von einem steigenden Uranpreis aus, ehe neue Minen in Produktion gehen. Das Kursziel für Uranoxid liegt bei 63 USD pro Pfund Uran. Derzeit befindet sich der Preis bei 54 USD.
Wie können Sie am besten davon profitieren?

Wir haben für Sie drei Werte ausgewählt, die wir für am chancenreichsten erachten. Dabei handelt es um Firestone Ventures (WKN 892593), Pan African Mining (WKN A0D8VW) und last but not least Thor Mining (WKN A0LA4Z).

Thor Mining hatten wir Ihnen in den letzten Wochen schon ausführlich vorgestellt. Pan African Mining besitzt die Gebiete auf Madagaskar, wo die Franzosen früher Uran produziert haben. Bei beiden Unternehmen rechnen wir mit interessanten Meldungen in den nächsten Wochen, wobei Pan African Mining in Sachen Uran schon ein gutes Stück weiter als Thor Mining ist.

Firestone Ventures hat ein erstklassiges Zinkprojekt. Aber auch Uranprojekte, was der Markt aber momentan nicht richtig realisiert. Investoren sollten sich JETZT bei Firestone positionieren, bevor die Investoren per Pressemitteilung an das Vorhandensein dieser Projekte erinnert wird.

Im letzten Jahr sorgte Firestone mit den Arbeiten an einem Uranprojekt im südlichen Alberta für Furore. Kaum hatte sich Firestone 100 Prozent an einem Projekt mit rund 400 Quadratkilometer gesichert, ging ein Run auf die gesamte Region los! Dies erinnerte frappierend an den Goldrausch in Alaska!

Aufgrund der geologischen Gegebenheiten stehen die Chancen gut, dass sich hier Vorkommen mit 0,05-0,40 Prozent Uranoxid befindet. Und die ersten Ergebnisse waren sogar noch besser! In Zone 1 wurden Proben mit 0,664 Prozent, 0,805 Prozent und sogar 0,901 Prozent Uranoxid gefunden!

Bei rund 47 Mio. ausgegebenen Aktien liegt der Börsenwert von Firestone bei rund 20 Mio. CAD. Angesichts des aussichtsreichen Zinkprojekts und der enormen Phantasie durch das Uranprojekt ist die Aktie viel zu preiswert. Spekulieren Sie auf einen charttechnischen Ausbruch und sichern Sie ihre Position mit einem Stop 15 Prozent unter Einstiegsniveau wieder ab. Wir sehen ein erstes Kursziel von 0,60 Euro auf Sicht von sechs Monaten. Die Newspipeline bei Firestone ist zudem prall gefüllt. Kaufen Sie bis 0,35 Euro!


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Karsten Busche ist Chefredakteur vom Rohstoff-Börsenbrief „Global Profit Scout”.

Unser unabhängiges Experten-Team ist für Sie weltweit auf der Jagd nach aussichtsreichen Rohstoffunternehmen, die unseren Lesern hohe Renditen bescheren. Wir entdecken unterbewertete Aktien meist sehr viel früher als andere Marktteilnehmer, da wir unser Ohr am Puls des Marktes haben. Dabei stützen wir uns auf ein weitläufiges Netzwerk in Europa und Nordamerika.

Nutzen Sie jetzt die Chance und tragen Sie sich unter http://www.globalprofitscout.de/ in den kostenlosen E-Mail-Verteiler ein.

  

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Uranpreise erreichen neues Rekordhoch
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.10.06 00:01)

Nordkorea, der Iran, Indien, Pakistan, China und Russland arbeiten ja weiterhin an der Anreicherung von waffenfähigem Uran. Das ist zwar markaber aber es schränkt das Angebot für zivil nutzbares Uran weiter ein. Kein Wunder bei einem Rohstoff, bei welchem die Nachfrage derartig hoch und das Angebot nur noch von bereits in den 50 er Jahren abgebautem Uran bestimmt wird.

Auszug aus: Rohstoff-Daily von heute...


  

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Uran-Pick
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.06 08:57)

Wer nicht unmittelbar bei den großen Playern wie Cameco einsteigen will, dem bieten sich auch kleine, aber aufstrebende explorer. Mein Favorit auf der Liste ist Strateco Inc. Im Zuge der vergangenen Explorer-Euphorie legte die Aktie einen Höhenflug hin, landete dann aber wieder unsanft am Boden der Tatsachen. Ganz interessant ist meiner Einschätzung nach, dass deren CEO Guy Hebert schon angedeutet hat, dass Strateco im nächsten Jahr ein Übernahme-Kandidat für einen großen Player (im Gespräch: Cameco) sein wird. Derzeit wartet man bei Strateco noch gespannt auf die letzten Ergebnisse der Bohrlöcher. Das Kursniveau ist meiner Einschätzung nach sehr günstig. Interessant sicherlich auch noch, dass Strateco nicht mit ganzseitigen Werbeeinschaltungen in Zeitungen (wie zB Yukon Ressources) und mit angeblichen Explorationsfeldern in aller Welt wirbt.

http://www.stratecoinc.com

  

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RE: Uran-Pick
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.06 10:44)

Cameco gab bekannt, dass deren größten Minenprojekt durch einen Wassereinbruch um ein Jahr zurückgeworfen wurde. Der Aktienkurs reagierte dementsprechend (von etwa 31 auf 27 binnen weniger Tage). Profitiert haben davon die kleinen Uran-Explorer, so auch Strateco. Die Strateco Inc. ging im selben Zeitraum um knappe 30 Prozent nach oben. Laut Experten ist Cameco nun gezwungen, kleinere Uran-Explorer aufzukaufen um den Ausfall der Mine kompensieren zu können.

Hier ein Bericht zum Wassereinbruch:

http://www.ccnmatthews.com/news/releases/show.jsp?action=showRelease&actionFor=617916&sea rchText=false&showText=all

  

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Forsys als Profiteuer kaufen - Uranpreis zieht an?
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.06 13:23)

Editiert am 26-10-06 um 01:24 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

Wassereinbruch in Camecos Cigar-Lake-Mine könnte Preisanstieg des Urans weiter beschleunigen

Die Aktien der Uran-Explorer und -Produzenten zählten am Dienstag zu den am meisten gehandelten Wertpapieren an der Toronto Stock Exchange. Sie alle profitierten von dem jüngsten Problem des Branchengiganten Cameco Corp. Der kanadische Uranproduzent Cameco Corp. hatte am Montag bekannt gegeben, dass ein starker Wassereinbruch die Konstruktion der Cigar-Lake-Uranmine im Norden der kanadischen Provinz Saskatchewan verzögern wird.

Cameco aus Saskatoon, das einen 50 %-Anteil an dem Projekt besitzt, berichtete, dass nach einem Felssturz am Sonntag in einem Stollen in ungefähr 500 m Tiefe ein nicht einzudämmender Wasserstrom in den Untertageabbau zu fließen begann.

"Der Verlust von Cigar Lake in der Uran-Branche ist mit einen Verlust von Saudiarabien für den Ölmarkt vergleichbar," sagte Kevin Bambrough, ein Analyst bei Sprott Asset Management Inc. in Toronto. "Die große Frage ist jetzt, wohin sich jetzt die Kunden wenden werden, die Kaufverträge über die zukünftige Produktion geschlossen haben, und wie viel sie dafür zahlen werden?" Seiner Meinung nach werde der Markt jetzt die an die Inflation angepassten Höchststände der letzten Uran-Hausse testen, die jetzt bei 110 bis 120 USD je Pfund liegen sollten.


Auf Cigar Lake sollte nach Projektionen Anfang 2008 mit der Produktion begonnen werden und die Reaktorbetreiber hatten mit dem neuen Angebot gerechnet, um den steigenden Bedarf an Kernbrennstoff zu decken. Am 16. Oktober war der Uranpreis bis auf 56 USD je Pfund gestiegen, verglichen mit 30 USD je Pfund vor einem Jahr.

"Diese Nachricht zeigt deutlich wie zerbrechlich die Versorgungskette bei Uran ist. Cigar Lake ist auf absehbare Zeit die größte alleinige neue Quelle von primärem Uran in der Entwicklungsphase," sagte Greg Barnes, Analyst bei TD Newcrest.

Cameco hat versucht, den Wasserzutritt von 1.500 Kubikmetern pro Stunde durch Schließen zweier wasserdichter Tore zu stoppen. Aber eines der Tore, die verhindern sollten, dass das Wasser nicht über die Abbausohle in die Untertage-Infrastruktur der Mine steigt, hielt dem Druck nicht stand. Diese Tore befinden sich in einer Tiefe von 480m und waren ausgelegt, dem Druck einer Wassersäule von über 480 m Stand zu halten. Es wird erwartet, dass innerhalb der nächsten Tage alle Bereiche unter Tage überflutet werden.

Es wurde niemand verletzt und Cameco hofft, dass es eventuell in der Lage sein wird, den Wasserzutritt zu stoppen und die Konstruktionsarbeiten wieder aufzunehmen. Das Unternehmen warnt aber, dass dieser Wassereinbruch die Konstruktionszeit um mindestens ein Jahr verlängern wird.

Nach Erwartungen der Marktanalysten wird diese Verzögerung die Projektkosten weiter erhöhen, die jetzt bei 660 Mio. CAD liegen. Nach Angaben von Cameco sei es aber noch zu früh, über die Höhe dieses Anstiegs zu sprechen.

"Von Anfang an habe ich erkannt, dass dies eine schwierige Mine ist. Ich denke, Mutter Natur hat uns am Sonntag daran erinnert," sagte Jerry Grandey, CEO der Cameco Corp.


Es wird erwartet, dass Cigar Lake zu einer der reichsten Uranminen der Welt aufsteigen wird.

Cigar Lake, 660 km nördlich von Saskatoon, könnte pro Jahr 18 Mio. Pfund Uran an den Markt liefern oder grob 10 % des aktuellen Bedarfs an Kernbrennstoff decken.

"Die meisten Uranminen produzieren ungefähr 2,5 Mio. Pfund pro Jahr oder weniger. Man würde eine Menge neuer Uranminen benötigen, nur um Cigar Lake zu ersetzen," kommentierte Nicole Adshead-Bell, eine Analystin bei Dundee Securities.

Camecos Aktien notierten am 23. Oktober 2006 mit 38,95 CAD an der Toronto Stock Exchange, ein Abschlag von 4 CAD gegenüber dem vorangegangenen Handelstag.

Ein Wassereinbruch in einem Belüftungsschacht im vergangenen April verlängerte bereits die Konstruktionszeit um unerwartete sechs Monate. Diese Verzögerung erhöhte die Baukosten um geschätzte 135 Mio. CAD.

Cameco hat durch den Wassereinbruch einige Bohr- und Baugeräte verloren, die aber nach Ansicht des Unternehmens nach Entwässerung des Schachts wieder geborgen werden können.

Cameco ist das Opfer der stark Wasser führenden Gesteinsschichten im Norden Saskatchewans geworden. Ein Wassereinbruch in 2003 in Camecos McArthur-River-Mine legte die Produktion für einen Großteil des Jahres still.

Cigar Lake ist zu 50 % im Besitz der Cameco. 37 % sind Besitz einer kanadischen Tochtergesellschaft der französischen Urangesellschaft Areva. Zwei japanische Unternehmen, Idemitsu Uranium Exploration und Tepco Corp. besitzen 8 bzw. 5%.

Nach dem neuen Zeitplan wird es bis mindestens 2012 dauern, bis Cigar Lake das volle Produktionsziel erreicht. Das einzige andere Megaprojekt am Horizont ist BHP Billitons Erweiterung der Olympic-Dam-Uranmine in Australien. Es wird erwartet, dass diese Erweiterung in 2013 abgeschlossen ist.

Ein Unternehmen, das von Camecos Unglück profitierte ist die kanadische Explorationsgesellschaft Forsys Metals Corp. aus Toronto, deren Aktien seit dem 17. Oktober 2006 an der Toronto Stock Exchange gehandelt werden. Forsys stieg am Dienstag bei einem Volumen von über 1,2 Mio. gehandelter Aktien um 7,9 % auf 2,32 CAD.

Das Kernstück des Unternehmens ist die im Juli 2005 erworbene Uranlagerstätte Valencia in Namibia. Valencia verfügt gemäß National Instrument 43-101 über eine Ressource von 32 Mio. t mit 0,22 kg/t U3O8. Erst kürzlich berichtete Forsys signifikante Urangehalte in Bohrungen, die Teil der Vorarbeiten zur Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie auf Valencia sind. In den Bohrungen konnten bis zu 0,61 kg/t U3O8 nachgewiesen werden. Läuft alles nach Plan, dann könnte Forsys in drei bis vier Jahren mit dem Abbau auf Valencia beginnen. Valencia liegt nur 35 km von Rio Tintos Uranmine Rössing entfernt, deren Uranvorräte in einem ähnlichen geologischen Rahmen vorkommen. Rössing ist die fünftgrößte Uranmine der Welt, die in 2005 3.711 t U3O8 aus 12 Mio. t Erz im Tagebau produzierte. Das entspricht ungefähr 7,5 % der Weltproduktion.


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Ganz Mutige kaufen sich die "Forsys" - ist aber eine Frick-Aktie bzw. Aktie von den "Rohstoffrakten" etc. - also rechtzeitig Gewinne mitnehmen

  

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Strateco: 20% up in Canada
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.06 08:27)

In Verbindung zur negativen Cameco-News, die die Explorer pushte, veröffentliche Strateco gestern am späten Abend mitteleuropäischer Zeit wieder exzellente Ergebnisse weiterer Bohrlöcher.

Hier der Link dazu: http://www.ccnmatthews.com/news/releases/search_comp2.jsp?compid=12848&pagesize=25&interv al=;jsessionid=423052a08c0a3c17405bTR4230

Daraus resultierte ein Kurssprung von 20 % in Canada auf 1,08 CAD. Der Kurs in Frankfurt konnte nicht mehr ganz nachziehen. Deshalb bietet sich hier heute für die Daytrader unter euch, wohl ein hübscher +10%-Rahmen, der genutzt werden könnte. Zumindest mal bis es in Canada wieder los geht. Mal schauen, ob Strateco die Rally der letzten Tage unvermindert weiterfahren kann, oder ob mal eine Konsolidierung eintritt.

  

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CAMECO VERKAUFEN
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.11.06 22:07)

CAMECO VERKAUFEN

Ich habe darüber berichtet: Camecos Cigar Lake Mine in Kanada
wurde Ende Oktober von Wassermassen überflutet. Menschen kamen
nicht zu Schaden, jedoch versagte die eine Schutztür, so daß
nun sämtliche Stollen und darin befindlichen Geräte unter
Wasser stehen.

Der Kurs von Cameco ist daraufhin um 10 % eingebrochen. Cameco
ist bereits der größte Uran-Produzent der Welt, die Cigar Lake
Mine sollte ursprünglich ab 2008 ordentliche Mengen Uran
produzieren. Ein Uran-Analyst verglich die Auswirkungen des
Grubenunglücks am Cigar Lake für den Uranmarkt mit einem
Ausfall Saudi-Arabiens für den Ölmarkt.

Kein Wunder also, daß der Uranpreis in Folge dieses Unglücks um
20 % anstieg. Uran wird nicht so aktiv gehandelt wie Öl, es
gibt lediglich einmal in der Woche eine Preisfeststellung.
Brancheninsider behaupten stets, daß sich weltweit alle am
Uranhandel beteiligten Händler bequem in einem Starbucks Cafe
versammeln können.

Cameco selbst versucht sich nun in Schadensbegrenzung. Der
Schaden würde den Produktionsbeginn nur um ein Jahr verzögern,
behauptete CEO Gerald Grandey in einer ersten Stellungnahme.
Inzwischen hat er zugegeben, daß allein die Untersuchung und
Ausarbeitung eines neuen Produktionsplans drei Monate in
Anspruch nehmen wird.

Dies jedoch spielte er herunter mit der Aussage, daß man von
dem steigenden Uranpreis profitieren werde, indem man über den
freien Markt (Spotmarkt) Uran ankaufe, um es später teurer
weiterverkaufen zu können.

Nun, wenn er mich damit beruhigen wollte, dann ist ihm dies
mißlungen. Cameco ist gut im Abbauen von Uran. Natürlich kann
ein solches Unternehmen auch einmal einen Spitzenausgleich über
den Spotmarkt vornehmen. Aber die Anleger allein auf
Spekulationen am Spotmarkt zu vertrösten, ist ähnlich der VW-
Bank mit angehangener Autoproduktion.

Zumal im Uranmarkt meistens sehr langfristige Vereinbarungen
abgeschlossen werden. Und langfristig heißt hier: fünf bis zehn
Jahre! Cameco hat also Uranlieferungen für die nächsten Jahre
zugesagt, deren Lieferpreis auf dem Niveau von vor einigen
Jahren festgenagelt ist.

Am Mittwoch wurde das Quartalsergebnis von Cameco
veröffentlicht. Daraus ist ersichtlich, daß Cameco einen
durchschnittlichen Preis von 19,96 USD/Pfund Uran eingenommen
hat. Der Spotpreis notierte während der vergangenen drei Monate
kontinuierlich über 50 USD/Pfund, nach dem Grubenunglück sprang
der Preis nun sogar über 60 USD/Pfund. Für das nächste Jahr
wird ein Preisziel von 100 USD/Pfund ausgegeben.

Richtig dicke Gewinne kann Cameco bei dieser
Uranpreisentwicklung nur einfahren, wenn neue
Preisverhandlungen anstehen und der neue Preis deutlich höher
ist als der Durchschnittspreis der alten Verträge. Über Käufe
auf dem Spotmarkt können allenfalls kleine Margen erzielt
werden, nicht aber die dicken Gewinne, die zwischen günstigem
Abbau und teurem Verkauf bestehen.

Cameco hat zwar stets Optionen in die langfristigen Verträge
eingebaut, die bei einem besonders starken Preisanstieg eine
Anpassung des Preises ermöglichen – aber die Anpassung kann nur
einen kleinen Teil des Preisanstiegs widerspiegeln. Weiterhin
hat Cameco Lieferverpflichtungen einzuhalten, für die dann Uran
über den Spotmarkt gekauft werden muß, wenn die eigene
Abbaumenge nicht ausreicht. Auch hier spielt CEO Grandey die
Situation herunter und sagt, man habe weitreichende
Rücktrittsrechte in die Verträge eingebaut. Aber wenn Cameco
von Lieferverpflichtungen zurücktritt, dann kann es daran auch
nicht verdienen.

Alles in allem hören sich die Aussagen von Camecos Management
nach einem guten Krisenmanagement an. Der nunmehr ansteigende
Uranpreis könnte zu größeren Gewinnen führen – aber bei
gleichzeitig kleinerer Produktion ist dies nicht positiv,
sondern höchsten ein Wermutstropfen in dem negativen Szenario.

Die Bilanz von Cameco ist gesund, das Bewertungsniveau ist
niedrig. Cameco ist gut gerüstet, um diese Krise zu überstehen.
Allerdings wird diese Krise nicht in zusätzliche Kurssprünge
münden, sondern den Kurs meiner Ansicht nach auf absehbare Zeit
unter Druck setzen. Das KGV von 32 ist zwar für das
Umsatzwachstum von 45 % günstig, aber die zusätzlichen Kosten
für die Instandsetzung der Cigar Lake Mine werden in die
Gewinne schneiden. Anleger werden daher in den nächsten
Monaten, bis Klarheit über die zeitlichen und finanziellen
Auswirkungen des Grubenunglücks besteht, die Aktien unter Druck
setzen.

Nutzen Sie daher in den kommenden Tagen steigende Kurse zum
Verkauf Ihrer Position. Ich sehe keinen Anlaß, den Verkauf zu
überstürzen, denn außer Ihrem Autor hat noch keine andere
Publikation eine solch kritische Zukunftsprognose zu Cameco
veröffentlicht. Der Kurs könnte sich in den nächsten Tagen also
durchaus noch ein wenig erholen.

Aktuell notiert die Aktie bei 27,04 Euro. In den kommenden
Tagen erwarte ich eine Erholung in Richtung 29 Euro, nutzen Sie
dies zum Auflösen Ihrer Position. Wir sind dann nochmal mit
einem blauen Auge, also ohne Verlust, davon gekommen.

Quelle: heibel ticker von heute

  

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RE: Forsys als Profiteuer kaufen - Uranpreis zieht an?
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.2.08 22:10)

FORSYS METALS mit Chance auf Trendwende, wenn...

http://www.godmode-trader.de/front/index.php?p=news&ida=792894&idc=8

  

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RE: Uran-Pick
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.11.06 10:03)

Strateco ist wirklich durchgestartet, hat in den letzten 10 Tagen ein Kursplus von etwa 150 % verzeichnet und steht nun knapp vor dem All-time-High. Gehe mal davon aus, dass das ein harter Widerstand werden wird. Die Möglichkeit eines Kursrückgangs schätze ich eher niedrig ein, da Cameco den Markt pusht mit deren Wassereinbruch.

  

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RE: Uran-Pick
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.1.07 15:59)

Aus dem akutellen Focus-Money (17. Jänner 2007)

<...> Ein anderer Energieträger begeistert bereits seit Monaten die Investoren: Uran. Im vergangenen Jahr verdoppelte sich der Preis für ein Pound (454 Gramm) U3O8 auf 72 US-Dollar. Neben spekulativen Käufen von einigen Hedge-Fonds kam der Preisauftrieb vor allem von dem Ungleichgewicht am Markt. Denn die Uranförderung blieb 2006 mit rund 105 Millionen Pound deutlich hinter der weltweiten Nachfrage von 170 Millionen Pound zurück. Da große neue Minen wie Cigar Lake von Cameco, dem größten Uranproduzenten der Erde, jahrelange Verzögerungen melden, wird der Nachfrageüberhang langfristig bestehen bleiben. Die Analysten der kanadischen Investmenthäuser RBC Capital Markets und Haywood Securities gehen daher von einem Preis von 85 bis 100 Dollar 2007 und 2008 aus.
Der bereits genannte Urankonzern Cameco stellt darum ein sehr gutes langfristiges Investment dar. Da die Kanadier den Preis noch über langfristige Lieferverträge abrechnen, diese jedoch sukzessive auslaufen, dürfte der Gewinn in den kommenden Jahren deutlich steigen.
Unter den Ölproduzenten erscheinen die brasilianische Petrobras und die kanadische Talisman Energy aussichtsreich, falls der Ölpreis wieder anzieht. Die südafrikanische Sasol spezialisierte sich dagegen auf die Kohleverflüssigung zu Treibstoff. Das kohlereiche China zeigte bereits Interesse. Mit Fonds und Zertifikaten können Anleger die Energiemärkte ebenfalls gut in den Griff kriegen.
Ölservice- und Uranzertifikate
Bereits aus den Zeiten des Goldrauschs in Kalifornien ist bekannt: Wer die Schaufeln lieferte, erzielte die sichersten Renditen. Auch heute gilt dieses Prinzip: Die Dienste der Öl-service- und Ölausrüster-Konzerne sind stark gefragt. Eine gute Möglichkeit, an einem langfristigen Boom im Energiebereich teilzuhaben, bietet daher das Indexzertifikat auf Ölservice-Gesellschaften von ABN Amro (ISIN: NL0000414001). Der Index besteht aus den zehn größten nordamerikanischen Bohrdienstleistern wie Transocean, Nabors und Noble.
Das zweite heiße Thema für Anleger ist Uran. Die französische Großbank Société Générale emittierte dazu das Open-End-Indexzertifikat auf den World-Uranium-Total-Return-Index (DE000SG0URX5). Darin werden die zehn größten börsennotierten Uranproduzenten zusammengefasst. Neben Cameco, Paladin Resources und ERA verwässern die stark gewichteten Bergbau-Multis Rio Tinto und BHP Billiton.

Wärme für das Depot
Name (Emittent) | ISIN | Kurs in Euro | Marktkapitalis. in Mio. Euro | KGV 2007
Petrobras ADR Vz. (Brasilien) | US71654V1017 | 65,01 | 75406 | 5,8
Sasol (Südafrika) | ZAE000006896 | 25,00 | 15443 | 7,8
Talisman Energy (Kanada) | CA87425E1034 | 11,60 | 12638 | 11,5
Cameco (Kanada) | CA13321L1085 | 28,75 | 10065 | 24,1
Strateco Resources (Kanada) | CA86269M1068 | 1,56 | 148 | Verlust
Quelle: Bloomberg

  

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Uran im Superzyklus - mit Aktien gewinnen
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.07 21:42)

240 US-Dollar je Pound (454 Gramm) - diese Zahl dürfte in den nächsten Monaten die Uranbranche weiter beflügeln. Denn genau an dieser Marke liegt derzeit die Schwelle, an der es lohnt statt mit Kohle mit Kernenergie den Strom herzustellen. Der Uranpreis hat also noch Platz nach oben - und damit auch die Aktienkurse der Produzenten und Explorationsunternehmen. Fusionen und Aufkäufe wie jüngst wieder erlebt, sprühen zusätzlich Funken in das Kraftwerk.



Da staunten die Experten nicht schlecht: SXR Uranium One kauft UrAsia. Damit tun sich zwei der führenden beziehungsweise künftigen Uranproduzenten zu einer sehr schlagkräftigen Gruppe zusammen. Der neue Konzern könnte in ein paar Jahren sogar dem größten der Branche, Cameco Paroli bieten. Der CFO von SXR kann sich vorstellen in zirka fünf Jahren rund 19 Millionen Pound Uran aus dem Boden zu schürfen. Damit wäre die neue Uranium One, wie das neue Unternehmen heißen soll, nur knapp hinter Cameco, die auf 21 Millionen Pound kommen.

Logisch, dass das kanadische Unternehmen SXR mit der starken südafrikanischer Präsenz 2,4 Milliarden Euro in die Hand nimmt, um den Konkurrenten, ebenfalls aus Kanada, und mit Präsenz in Kasachstan zu begegnen. Wer jedoch so nahe der Nummer eins der Branche kommt, dürfte versuchen diesen Platz für sich selbst zu erreichen. Weitere Übernahmen durch Uranium One können wir also erwarten. Cameco sollte dagegen halten. Eine Konsolidierungsflut in den kommenden Monaten und Jahren ist also eher wahrscheinlich als undenkbar. Für künftige Akquisitionen ist ebenfalls gut, dass der SXR-Deal zu einem relativ hohen Preis kam: Knapp 32 Dollar je Pound Ressourcen. Die meisten kleineren Explorer werden günstiger notiert. Sie sind also potenzielle Aufkaufobjekte.

Zum weiteren dürfte der Uranpreis die Branche anheizen. Heute kostete ein Pound Uran (U3O8) 75 US-Dollar. Erst kürzlich gab die RBC Dominion Securities aus Kanada ein Kursziel für Uran von 100 US-Dollar 2007 aus. Die US-Tochter des kanadischen Brokers Canaccord, Canaccord Adams, erwartet einen Preishöhepunkt 2009 bei 103 Dollar je Pound. Doch auch das muss nicht das Ende der Fahnenstange sein. Bereinigen wir den Hochpunkt des Uranpreises von 1979 bei 43 US-Dollar je Pound mit der Inflationsrate, so läge dieser Wert heute bei 145 Dollar je Pound.

Warum sollte Uran nicht dorthin zurückkehren? Nicht langfristig vielleicht, da ja neue Produktionsstätten bei steigendem Kurs eröffnet werden. Aber zumindest kurzfristig, bis dieses zusätzliche Angebot kommt. Und wir wissen ja: Bis 240 Dollar je Pound lohnt es Uran statt Kohle in Strom zu verwandeln. Wer könnten also die nächsten Ziele einer weiteren Konsolidierung in der Uran-Branche sein? Cameco, Uranium One und auch die - jetzt - dritte Kraft, ERA (Energy Resources of Australia) aus Australien, eine Tochter von Rio Tinto, sowie die Bergbaukonzerne BHP Billiton und Rio Tinto, dürften es vor allem auf große Lagerstätten abgesehen haben. An erster Stelle steht wohl Paladin Resources aus Australien. Paladin besitzt mit dem Langen Heinrich ein ausgezeichnetes Projekt in Namibia. Rio Tinto holt aus der nahe gelegenen Rössing-Mine bereits große Mengen Uran heraus. Es könnte Rio Tinto also durchaus einfallen die eigene Börsen gelistete Tochter ERA mit Paladin zusammen zu bringen. Ein drittes Unternehmen, das ebenfalls in diesen Verbund passen würde, ist Forsys Metals. Forsys (www.forsysmetals.com) exploriert derzeit eine große Uranlagerstätte etwas nördlich von Langer Heinrich und Rössing.

Ebenfalls als Übernahmekandidat zu handeln ist Strateco Resources (www.stratecoinc.com). Die Lagerstätte Matoush in dem Otish-Gebirge grenzt an Gebiete von Cameco an. Um sich zukünftige Produktion zu sichern könnte Cameco bald zuschlagen. Beim heutigen Börsenkurs von rund drei kanadischen Dollar dürfte dies jedoch nicht geschehen. Zu stark scheint das Bekenntnis einer großer Anzahl von Aktionären zur weiteren Entwicklung des Unternehmens. Sobald Strateco im Spätsommer mit ihrer 43-101 konformen Ressourcen-Definition herauskommen, dürfte der Aktienkurs von alleine bei fünf bis sieben Dollar liegen. Eine Übernahme scheint daher unter sieben bis zehn Dollar nicht mehr möglich für Cameco.

Fazit: Uran bleibt eine heiße Geschichte. Wer noch keine Aktien aus diesem Bereich hat, sollte nicht mehr lange warten. Kleine Explorer sind jedoch zu riskant. Die etwas weiter entwickelten wie Forsys und Strateco oder sogar die in Produktion gehenden Paladin und die produzierende ERA scheinen Risiko ärmer, wenn auch nicht spekulationsfrei.



GOLDINVEST.de berichtet und kommentiert das aktuelle Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung von Minengesellschaften, insbesondere aus den Bereichen Gold- und Silber, aber auch bei Basismetallen und sonstigen Rohstoffen. Weitere Infos unter: www.goldinvest.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

-gi-

© Aktiencheck.de AG

Quelle:
http://rohstoffe.onvista.de/news/kolumne.html?ID_NEWS=41856150

  

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Strahlende Gewinne Teil 1
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.2.07 17:58)

Artikel aus dem Manager-Magazin vom 27.2.07

Quelle: http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,468728,00.html

URAN


Strahlende Gewinne

Von Arvid Kaiser


Radioaktives Material hat niemand gern bei sich. Im Portfolio schon - weil die Kernenergie ein Revival erlebt und der Rohstoff knapp wird, schießen die Uranpreise hoch. Immer mehr Anleger wollen vom Nuklearboom profitieren.


Hamburg - Wer sich unter alternativen Investments Windräder, Fahrradmanufakturen und Biobauernhöfe vorstellt, dürfte von Robert Mitchell eines Besseren belehrt werden. Was der Manager des Hedgefonds Adit Capital Management ausgerechnet in der US-amerikanischen Ökohochburg Oregon sammelt, ist der Albtraum für jeden Umweltaktivisten. Rund 1000 Tonnen strahlendes Uranerz lagern in einem bleiverkleideten Gebäude.

"Alternativ" bedeutet allerdings nur, dass Vermögen anders als auf herkömmliche Weise - Aktien, Anleihen, Geldmarkt - angelegt wird. Und Uranerz ist alles andere als eine herkömmliche Geldanlage. Das Metall wird fast ausschließlich als Brennstoff für Kernkraftwerke oder militärisch verwendet. Obwohl es überall in der Welt vorkommt, ist die Zahl der Anbieter überschaubar, denn nur an wenigen Orten ist die Konzentration so hoch, dass sich der Abbau lohnt. Der Markt ist etwas für Insider - Uran wird an keiner Börse gehandelt.

Dass nun Fonds wie Adit private Uranlager aufbauen, liegt am allgemeinen Rohstoffboom und an der besonderen Entwicklung des Uranmarkts. Seit Jahren produzieren die Bergwerke weniger von dem Rohstoff, als die Betreiber von Kernkraftwerken benötigen. In diesem Jahr rechnet die World Nuclear Association (WNA) mit einem Bedarf der 438 nuklear betriebenen Kraftwerke von 67.000 Tonnen Uran. Die Jahresproduktion wird aber nur auf 50.000 Tonnen geschätzt.

Bislang behelfen sich die Energiekonzerne mit Reserven, die zum Teil aus dem russischen Atomwaffenarsenal stammen. Doch in wenigen Jahren werden diese Lager erschöpft sein. Gleichzeitig zeichnet sich eine wachsende Nachfrage ab, denn nach WNA-Angaben sind 22 neue Kernkraftwerke in Bau, 48 in Planung und 158 weitere vorgeschlagen. Der deutsche Atomausstieg fällt angesichts des weltweiten Energiehungers nicht ins Gewicht. Sogar die wachsende Sorge um den Klimawandel nutzt der Atomlobby, die ihre Kraftwerke als sauber präsentiert, weil sie kein klimaschädliches CO2 ausstoßen.

Im Dezember 2000 kostete ein britisches Pfund (454 Gramm) Uranoxid noch 7,10 Dollar. Inzwischen ist der Preis auf 85 Dollar gestiegen. Trotzdem zeigen die Investoren noch keine Anstalten, ihre in den vergangenen Jahren aufgebauten Lager wieder aufzulösen und Kasse zu machen. "Wenn die Nachfrage weiter so hoch bleibt, kann der Preis durchaus weiter steigen", sagt Rupert Stöger, Geschäftsführer des Münchener Analysehauses Performaxx. "Große Sprünge wie in der Vergangenheit erwarte ich allerdings nicht."

Die Preisschätzungen der Analysten für dieses Jahr bewegen sich zwischen 70 und 120 Dollar. Weil die Rohstoffpreise nur einen geringen Anteil an den Betriebskosten eines Kernkraftwerks haben und der Großteil des Urans mit langfristigen Lieferverträgen verkauft wird, wächst die Nachfrage unbeeindruckt von der Inflation. Der Preis wird vom knappen Angebot bestimmt - und die Finanzinvestoren sorgen mit ihren Lagerkäufen für noch größeren Uranmangel.

  

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RE: Strahlende Gewinne Teil 2
Rang: miramar(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.2.07 18:03)

Artikel aus dem Manager-Magazin vom 27.2.07

Quelle: http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,468728,00.html

Anlage für Risikofreudige

Uran werde 2007 die beste Performance aller Rohstoffe zeigen, schrieb die Rohstoffexpertin Patricia Mohr von der kanadischen Scotiabank in ihrem Jahresausblick. Inzwischen hat die Finanzbranche erkannt, dass sich mit solchen Nachrichten auch Privatanleger locken lassen. Mehrere neue Produkte sind in den vergangenen Monaten auf den Markt gekommen. Beispiele sind das Zertifikat UBS Uranium Basket , das Merrill Lynch Uran Zertifikat , ein Zertifikat der Société Générale auf den World Uranium Total Return Index (URAX) und die Aktienanleihe Uranium Garant I von Lehman Brothers.

Diese Angebote setzen in erster Linie auf die Aktien der größten Uranproduzenten wie Cameco aus Kanada, des französischen Nuklearkonzerns Areva , der zum Bergbauriesen Rio Tinto gehörenden Energy Resources of Australia oder der WMC Resources, die zu BHP Billiton gehört. "Diese Aktien sind aber sehr spekulativ, weil sie viel mit Zukunftsprojekten zu tun haben", warnt Analyst Stöger.

Das größte Zukunftsprojekt von Branchenführer Cameco erlitt im Oktober 2006 einen herben Rückschlag. Die Baustelle der Cigar Lake Mine in der kanadischen Provinz Saskatchewan lief nach einem Felseinsturz voll Wasser. Ob und wann das Bergwerk mit einer geplanten Jahresproduktion von gut 8000 Tonnen hochwertigen Urans in Betrieb gehen kann, steht noch nicht fest. Für Cameco und Partner Areva kostet der Ausfall Hunderte Millionen Dollar. Dem Rest der Branche brachte die Nachricht aber weiter steigende Preise.

Noch anfälliger für solche Unfälle sind kleinere Bergbaufirmen, die in Börsenbriefen und Anlegerforen als heiße Tipps gehandelt werden, weil deren Kurse noch nicht so stark gestiegen sind wie die der großen Konzerne. Auf einen anderen Teil des Markts setzt man mit der Aktie der US-Firma USEC , des einzigen börsennotierten Anbieters von angereichertem Uran. USEC ist Partner der US-Regierung im Abrüstungsprogramm "Megatonnen zu Megawatts", kauft also Nuklearsprengköpfe auf, um daraus Brennstoff zu machen.

Besonders exotische Investments sind die Aktien von Uranhändlern, die neuerdings ebenfalls an der Börse zu finden sind. Das Geschäft der kanadischen Uranium Participation , einer Tochter von Denison Mines , und der britischen Nufcor Uranium , die zu AngloGold Ashanti gehört, ist der Kauf und Verkauf von Uran aus der Förderung ihrer Muttergesellschaften. Für die Konzerne kommen auf diese Weise Aktionäre als zusätzliche Abnehmer ihrer strahlenden Ware ins Spiel. Die Anleger haben dafür eine Möglichkeit, wenigstens indirekt eigene Uranlager anzulegen.

  

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Uran früher - Die Geschichte eines Booms
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.2.07 23:57)

Aus: Rohstoff-Daily von 27.2.2007

Heute möchte ich Ihnen eine Geschichte erzählen. Die Geschichte eines ganz besonderen Metalls. Eines so aussergewöhnlichen Metalls, dass seine Eigenschaften die Menschen schon seit einiger Zeit regelrecht betören. Eines Metalls, das sich bereits zum zweiten Mal in einer wahren Boomphase befindet.Sie wissen sicher wovon ich spreche, liebe Leser. Die Rede ist klarerweise von Uran.

Erste Uranboomphase macht Menschen reich

Ein bis zweimal pro Jahrhundert ergeben sich Investmentchancen, welche denjenigen der sie nutzt unglaublich reich machen können.

So geschehen im Jahre 1948.

Begeben wir uns auf eine kleine Zeitreise.

Damals war der Zweite Weltkrieg gerade einmal seit drei Jahren vorbei. Doch der Welt blieb nicht viel Zeit zur Erholung, denn sie schlitterte geradewegs in den Kalten Krieg hinein.

Noch während des Zweiten Weltkrieges war das Manhattan Projekt in den USA mit dem Bau der Atombombe beschäftigt. Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches warfen die USA – ich bin sicher, sie alle wissen das – die ersten beiden Atombomben in der Menschheitsgeschichte auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki.

Bis zu diesem Zeitpunkt, dem Zeitpunkt des Bombenabwurfs, hatte das Manhattan Projekt das benötigte Uran hauptsächlich aus Kanada und Belgisch – Kongo bezogen. Damals war Uran auch noch nicht viel Wert.

Dies änderte sich allerdings schlagartig mit dem Abwurf der Atombomben. „Plötzlich“ schien die Welt hellhörig zu werden. Die neue Superwaffe sollte Abschreckung, Sicherheit, Vormachtstellung, einfach alles zugleich garantieren.

Und wurde nicht erst da ebenfalls für andere Nationen, insbesondere natürlich für die Sowjetunion der neue (alte) Gegner der US Amerikaner interessant.

Als relativ zu Beginn des Kalten Krieges deutlich wurde, dass die Sowjetunion unter Nutzung von politischen Häftlingen in der Tschechoslowakei und Ostdeutschland billige Uranminen unterhielt, bekamen es die US Amerikaner nun doch langsam mit der Angst zu tun.

Diese Angst erstreckte sich vor allem darauf, dass die USA möglicherweise nicht genug Uran aufkaufen könnten um ihr steigendes Atomprogramm zu sichern.

Für Abhilfe sollte ein verstärktes inländisches Angebot sorgen, welches schliesslich – so das Ziel – die USA zum Uranselbstversorger machen sollte.

Die Endresultate: Steigende Uranpreise und das Wettrüsten.

Steen und der Uranrausch

Ich bin sicher, die oben genannten historischen Ereignisse dürften Ihnen nicht fremd sein. Doch kennen Sie auch die Geschichte von Charles Steen aus Texas ?!

Steen war ein US – amerikanischer Geologe, der Ende der 1940er Jahre das Potenzial des Uran erkannte. Er hatte in einem Magazin gelesen, wie viel die US Regierung böte, für die Lokalisation einheimischer Uranvorkommen.

Und Steen liess sich nicht bitten. Er packte seine Familie in einen Trailer und zog los.

Ohne Geigerzähler und mit 1000 von der Mutter geborgten Dollars. Zunächst suchte er ein Plateau in Colorado ab und wurde fündig. Zwei Jahre lang lokalisierte es kleinere Uranvorkommen und brachte irgendwie seine Frau und die fünf Kinder durch, doch dann…

Am 6. Juli 1952 fand Steen was er zu finden gehofft hatte: Ein massives und hoch angereichertes Uranvorkommen in Moab ,Utah. Er nannte das Vorkommen Mi Vida Mine und scheffelte plötzlich Millionen.

Damit trat er den ersten grossen Uranrausch los.

Im Jahre 1952 war Steens Fund der erste grosse Hit des Uranbooms und brachte schliesslich Massen an Menschen in die Four Corners Region.

Alle mit der Hoffnung auf ein bisschen Glück.

Klingt fast wie der grosse Goldrausch von 1868 in Alaska , nicht wahr?!

Uran heute

Damals im grossen Uranrausch von 1952 in den USA wurden Menschen über Nacht zu Millionären. Aber nicht nur das, auch die Lagerbestände zunächst vor allem für die Nutzung des Metalls in der Waffenindustrie vorgesehen stiegen immer mehr.

Zwar gab es Mitte der 70er Jahre noch einmal einen zweiten Uranboom, der auch von der Sowjetunion begleitet wurde, doch das war nichts im Vergleich zu dem was wir im Moment vorfinden.

Kein anderer Rohstoff ist gegenwärtig so beliebt und begehrt wie Uran. Die Nachfrage nach dem Energielieferanten ist nicht nur nach wie vor ungebrochen, sondern wird von Jahr zu Jahr stärker.

Auf der einen Seite steht der ungebremste Energiehunger der sich entwickelnden asiatischen Staaten, allen voran China. Auf der anderen Seite wird aber auch die Nachfrage aus der alten westlichen Welt immer stärker. Die Sorge um die Umwelt, der Schaden den die Co2 Emissionen bereits angerichtet haben, lassen Europa und die USA ihre inzwischen verbesserte und wesentlich sicherere Nukleartechnik wieder äusserst lieb gewinnen.

Auf der anderen Seite allerdings begegnet die Welt, mit einer jährlichen Produktion von 100 Millionen Pfund, dem Verbrauch von 180 Millionen Pfund pro Jahr mit einem einfach zu geringen Angebot.

Dieses Defizit wird gegenwärtig noch immer durch die Lagervorräte aus den 50er Jahren ausgeglichen. Doch wie lange kann dies geschehen?!Vor allem wenn man bedenkt, dass es im Moment ebenfalls keine neuen Vorkommen zur Förderung gibt.

Die letzte Hoffnung für die kommenden fünf Jahre war das Cigar Lake Vorkommen in Kanada. Cigar Lake hätte als gegenwärtig einziges neues Vorkommen in Förderung gehen sollen, doch die Mine steht nun aufgrund eines Unfalls unter Wasser. Und wird vermutlich nie in Förderung gehen.

Nun ja, kein Wunder also dass der Preis für U308 einen steten Anstieg zu verzeichnen hat. U308 ist gegenwärtig zu einem Preis von 85 US Dollar zu haben.

Das ist viel, aber noch nicht zu viel, wenn man noch ein Mal einen kurzen Blick in die Vergangenheit wirft. Im Jahre 1952 kostete ein Pfund Uran inflationsbereinigt rund 100 US Dollar. Und dies obgleich der Preis durch die US Regierung fest gesetzt worden war.

So, und was glauben Sie nun, wie weit der inzwischen frei handelbare Preis noch steigen kann?!

Vielleicht werden Sie in einigen Jahren bei einem Uranpreis von 150 oder 200 US-Dollar in der Zeitung von den grossen Chancen lesen, aber bis dahin haben Sie mit meinen Empfehlungen schon satt verdient.

Allein meine im "Tiger & Dragon Chancenreport Uran" getätigten Empfehlungen sind in den letzten 9 Monaten zwischen 70 und 200 % gestiegen. Jetzt bekomme ich Leserfragen, ob sie denn noch auf diesen Niveaus kaufen sollten. Liebe Leser, ich kann Ihnen nur den Tip geben sich frühzeitig mit den Empfehlungen in meinem Börsenbrief auseinander zu setzen, dann müssten Sie sich nur noch die Frage stellen, ob Sie nach 70, 100 oder 150 % Gewinn in 6 Monaten jetzt verkaufen sollten oder nicht.

Darauf kann ich Ihnen aber eine klare Antwort geben. Verkaufen Sie jetzt (noch) nicht. Der Boom hat gerade erst begonnen und nach 100 % Gewinn können Sie auch locker eine Korrektur von 10, 20 oder 30 % aussitzen und haben immer noch satte Gewinne erzielt.

Uran ist gegenwärtig eines der heissesten Investments überhaupt. Leider ist Uran nicht als Rohstofffuture handelbar.


  

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Rohstoffreport -. aktuelle Uranpreise
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.07 17:48)

Der aktuelle Rohstoffreport widmet sich dem Thema Uran

Irgenwo (hier oder auf Lauras Plattform) gabs Diskussionen über den aktuellen Preis bzw. wo dieser abrufbar ist.

Hier die Antwort:


Es gibt mehrere Unternehmen, die Vertrags- und Kassapreise von
Uran beobachten und regelmäßig publizieren. Eines davon ist Ux
Consulting. Das Unternehmen publiziert seine wöchentlichen
Uranpreise im Internet unter http://www.uxc.com/review/uxc_
Prices.aspx. Ux ermittelte für die Woche zum 9. April einen Uranpreis
pro Pfund von 113 US Dollar – das ist ein neuer Rekordstand.
In den letzten fünf Jahren haben sich die Preise damit mehr als
verelffacht.

  

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Bald gibt es Uran Futures..
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.4.07 22:31)

NYMEX plant Uran Future Kontrakt
von Miriam Kraus und Andreas Lambrou

Liebe Leser,

Bald ist es wohl so weit. Endlich….Darauf haben wir lange gewartet:

Auf handelbare Uran Future Kontrakte.

NYMEX

Die gute alte New York Mercantile Exchange hat den Schritt gewagt.

Heute gab die NYMEX bekannt, sie plane die Lancierung von Uran Future Kontrakten ab dem 7. Mai diesen Jahres.

Liebe Leser, was soll ich sagen, ich bin hellauf begeistert. Wie lange habe ich auf diesen Moment gewartet…

Die NYMEX gab fürderhin bekannt, man habe zum Zweck der Lancierung ein 10 – Jahres – Vertrag mit der Ux Consulting geschlossen.

Der angebotene Kontrakt wird sich auf das handelbare konzentrierte Urandioxid oder U308 beziehen. U 308 wird auch Yellowcake genannt.

Ein Kontrakt umfasst 250 Pfund und wird für 36 aufeinander folgende Monate gelistet.

Bisheriger Handel

Bislang wird U308 auf bilateraler Ebene gehandelt. Das heißt zwei Parteien handeln einen Preis aus. Bisweilen kann es hierbei zu Verträge mit Laufzeiten von bis zu 10 Jahren kommen.

Also kann es einem als Uranproduzent passieren, dass man gar nicht im erforderlichen Maße an den gegenwärtig hohen Uranpreisen partizipieren kann.

Je nachdem wann man seine Verträge unter welchen Bedingungen abgeschlossen hat.

Nichts desto trotz wird U308 ständig auf dem Spotmarkt gehandelt.

Der niedrigste Preis unter dem ein Geschäft zu Stande gekommen ist, wird wöchentlich als Spotpreis veröffentlicht.

Hohe Preise

Und dieser Spotpreis ist hoch. Gegenwärtig notiert U308 bei 113 US Dollar pro Pfund. Dies bedeutet allein seit Oktober letzten Jahres einen Preisanstieg von 105 %.

Ja, die Uranpreise sind nicht aufzuhalten.

Die Nachfrage ist enorm. Bereits jetzt wird 16 % des weltweiten Stroms aus Uran gewonnen.

Und es wird noch mehr werden. In Finnland wird ein neuer Superreaktor gebaut. Allein China baut gerade vier neue Kernkraftwerke.

Die in Paris ansässige International Energy Agency geht davon, dass bis zum Jahr 2030 rund weitere 200 Milliarden US Dollar in den Ausbau der Kernenergie investiert werden.

Doch die massiven Preissteigerungen des letzten halben Jahres sind nicht nur auf die steigende Nachfrage zurückzuführen, sondern auch auf die Verknappung auf der Angebotsseite.

In besonderem Maße wirkte sich die Überflutung der Cigar Lake Mine im Herbst letzten Jahres in Kanada aus. Diese Mine galt als das einzige, gegenwärtig neu erschlossene Vorkommen und sollte nächstes Jahr in Förderung gehen.

Cigar Lake hätte 17 % der weltweiten Gesamtproduktion abgedeckt.

Nun, offenbar ist der NYMEX klar geworden, wie gefragt U308 ist.

Ich frage mich, wieso die nicht schon früher darauf gekommen sind. Gut lieber spät als nie…

Doch kann ich nur hoffen, dass es hinterher nicht heißt : Wer zu spät kommt den bestraft das Leben. J

Zu spät, fragen Sie sich?! Nun, die massiven Preissteigerungen sind ebenfalls auf das knappe Angebot zurückzuführen. Dennoch sollte man sich vor Augen führen, dass dies nicht immer so bleiben muss. Es gibt noch Vorkommen, zum Beispiel unter den Weltmeeren, deren Abbau sich bislang nicht rechnet. Doch bei weiterhin steigenden Preisen wird auch diese Option schließlich einmal rentabel.

Ein paar Fakten zu Uran
von Miriam Kraus

Energiegewinnung mittels Uran

Alles beginnt mit dem Förderprozess. Hierbei wird das Uranerz aus der Erde gefördert.

Hierauf folgt der Mahlprozess. Das Uranerz wird dabei zu einem Pulver verarbeitet, dem so genannten „Yellowcake“. Dieser Yellowcake ist das handelbare U308.

Hernach folgt der Konversionsprozess. Hierbei wird Uran mit Flourin kombiniert und zu Uran Hexaflourid Gas umgewandelt. (UF6).

Jetzt folgt der Prozess der Anreicherung. Im UF6 ist nämlich das Isotop U235 enthalten. Dieses wird bei der Anreicherung von seinem natürlich enthaltenen Level von 0,7 % in UF6 auf ein Level von 4 – 5 % angereichert. Dieses Level wird für die Verarbeitung in Kernkraftreaktoren verwendet.

Nun kommt der Fabrikationsschritt. Hierbei wird das angereicherte UF6 in Urandioxid Pulver konvertiert, zu zylindrischen Pellets geformt und hernach in Brennstäben versiegelt. Die Brennstäbe werden schliesslich gebündelt.

Nun kommt der letzte Schritt: Die Energieerzeugung. Hierbei werden die Brennstabgruppen in den Kernreaktor geladen, wo die Spaltung des U253 Atoms Hitze, welche wiederum Dampf erzeugt, welcher schliesslich genutzt wird um Elektrizität zu erzeugen.

Vorkommen

Uran kommt in der Natur nicht als reines Metall vor, sondern in mehr als 200 Mineralien. Die wichtigsten sind Uraninit und Coffinit.

Uran kommt mit einem Anteil von 4mg /kg in der Erdkruste recht häufig vor, doch meist eben als Spurenelement.

Uran als in Komplexen gebunden ist auch ein allgegenwärtiges Element innerhalb der weltweiten Wasservorkommen.

Besonders in Meerwasser. Dort beträgt die Urankonzentration durchschnittlich 3,3 Mikrogramm pro Liter.

Reserven

Die wirtschaftlich abbaubaren Uranreserven bei Gewinnungskosten von bis zu 130 US Dollar pro kg Natururan liegen zwischen 1,73 und 9,4 Millionen Tonnen.

Schätzungen zufolge liegen die wirtschaftlich abbaubaren Vorräte, welche bei einem Preis von über 130 US Dollar pro kg Natururan abgebaut werden könnten bei 16, 9 Millionen Tonnen.

Im letzten Jahr benötigten die weltweit 441 Kernkraftwerke rund 68 000 Tonnen.

Und nun rechnen Sie und freuen sich…auf die Lancierung des ersten Uran Futures.

Wir tun es jedenfalls…

So long liebe Leser…..vergessen Sie nicht vom nächsten Strandurlaub ein wenig Meerwasser mit zu bringen…Sie wissen ja jetzt wie viel Uran darin enthalten ist…

Ihre Miriam Kraus

Belehrung:

Dieser Newsletter enthält keine Handlungsempfehlungen. Es handelt sich in diesem Falle um ein rein informatives Produkt. Die Nutzung der Veröffentlichungen als Anregung zur Investition geschieht auf eigene Gefahr. Für sich daraus ergebende, etwaige Schäden sind weder die Redaktion des Rohstoff Daily noch der Investor - Verlag haftbar zu machen. Konkrete Handlungsempfehlungen erhalten Sie durch die vom Investor - Verlag angebotenen Börsenbriefe.

Quelle: Rohstoff-Daily <newsletter@investor-verlag.de>

  

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RE: Bald gibt es Uran Futures..
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.4.07 11:39)

>Bislang wird U308 auf bilateraler Ebene gehandelt. Das heißt zwei Parteien handeln einen Preis aus.


"Bilateraler Handel" klingt mir eher nach einem Handel zwischen zwei Staaten als zwischen zwei Parteien.

Und wenn man die Futures auslaufen läßt bekommt man Uran geliefert? Die Freunde schmutziger Bomben werden begeistert sein...

  

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RE: Bald gibt es Uran Futures..
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.4.07 23:33)


>Und wenn man die Futures auslaufen
>läßt bekommt man Uran geliefert?
>Die Freunde schmutziger Bomben werden
>begeistert sein...

Dann kauft der Osame bin Laden in seiner dreckigen Höhle irgendwo in Afghanistan einfach ein paar Uran-Futures und lässt sich die Fassln einfach vor den Höhlen-Eingang liefern...

Sachen gibts....

lg
Ottakringer

PS: Wenn URAN durch Futures investierbar wird, sollte das noch viel mehr Geld anziehen, den URAN-Preis steigen lassen und damit gewisse Uran-Aktien noch eine Etage höher katapultieren. Sollte....



  

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New Yorker NYMEX startet Uranhandel
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.5.07 13:19)

RohstoffReport Update vom 07.05.2007 im PDF-Format
http://data.boerse-go.de/rr/rohstoffreport_update_0807.pdf

Die New Yorker Warenterminbörse NYMEX wird heute mit dem Handel von Terminkontrakten auf Uran beginnen. Bisher gab es für Uran ausschließlich wöchentliche Preise, die von verschiedenen Marktforschungsinstituten ermittelt wurden. Ab heute wird es möglich sein, unter der Webseite www.nymex.com täglich die Preise für Uran abzurufen. Aber auch für die Stromerzeuger gibt es Vorteile.

Sie beziehen Uran über feste Verträge, die zwar einen festen Lieferzeitpunkt und eine Liefergarantie, aber keine Preisgarantie bieten. Zwar wird bei Vertragsabschluss eine Preisuntergrenze ausgehandelt. Am Lieferzeitpunkt hat aber der Marktpreis einen großen Einfluss auf den dann tatsächlich zu zahlenden Preis.

Mit den Terminkontrakten der NYMEX soll sich das nun ändern. Laut Ux Consulting, dem Kooperationspartner der NYMEX beim Handel der Urankontrakte, wird der Börsenhandel von Uran für mehr Transparenz und die „Etablierung einer Terminstruktur für Uran“ sorgen.

Die am längsten laufenden Terminkontrakte sehen eine Lieferung von Uran in 36 Monaten vor, in einmonatigen Abständen. „Es wird also Gebote, Verkäufe und Preismarken geben, die Lieferzeitpunkte in der Zukunft bewerten und indizieren, was die Marktteilnehmer für Uran in der Zukunft erwarten“, sagt Jeff Comps, Präsident bei Ux Consulting. Außerdem böten Uranfutures eine Absicherungsfunktion, dasie Preisobergrenzen festsetzten, die für eine Lieferung an einem bestimmten, in der Zukunft liegenden Zeitpunkt regelten.

Gerade in der letzten Zeit dürften die Stromerzeuger feste Preisregelungen begrüßen. Der Uranpreis stieg in den letzten Wochen von einem Jahreshöchststand auf den nächsten und erreichte angesichts drohender Verknappungen und wachsender Käufe durch die Spekulation nun sogar ein
neues Rekordhoch.


  

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NYMEX bei $140
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.5.07 18:42)

heute startete der handel

eröffnung: $ 132,05
Hoch: $ 140

http://www.nymex.com/UX_cso.aspx

  

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Kernkraft und Uran: Das sollten Sie darüber wissen
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.08 09:10)

aus dem aktuellen Rohstoff-Report:


Obwohl die Kernkraft wegen ihrer Sauberkeit ein wichtiges Puzzleteil zur Lösung des Klimawandel-Problems darstellt, müssen Anleger genau auf die politische Bereitschaft zum Bau neuer Kernkraftwerke achten, wenn sie in diesen Sektor investieren möchten. Sie muss den AKW-Betreibern und den Stromkonzernen die Sicherheit geben, sowohl was die politischen Rahmenbedingungen als auch die Finanzierung neuer Anlagen anbelangt.

Stromkonzerne planen in Europa betriebenen vier neue Kernkraftwerke, die keine Treibhausgase emittieren, doch werden diese Kraftwerke wohl erst gebaut werden, wenn die finanziellen Mittel dafür von Regierungsseite bereitgestellt werden. In den USA gilt das gleiche Credo: Dort könnten in den nächsten Jahren vier bis acht neue AKWs gebaut werden. Die finanziellen Garantien wurden bereits vor Jahren in den Energiegesetzen angedacht, aber nie von der Regierung und dem US-Kongress bewilligt.

Als die letzten Kernkraftwerke in den 70er und 80er Jahren gebaut wurden, haben sich zahlreiche Probleme aufgetan, die den Elektrizitätskonzernen einen Strich durch die Rechnung machten. Zum einen stiegen die Sicherheitsbefürchtungen und damit die gesetzlichen Auflagen und Regulierungen. Hinzu kam eine hohe Inflation, hohe Zinsen, und die hohen Ölpreise, die schließlich zu einem Rückgang der Stromnachfrage führten. Schließlich kosteten der Kraftwerksbau deutlich mehr, als ursprünglich erwartet.

Heute fürchtet man sich davor, dass sich diese Entwicklungen wiederholen könnten. Die Stromkonzerne müssen mit Faktoren planen, über die sie keine Kontrolle haben – wie die hohe Inflation oder neue Regularien der Regierung. Banken bestehen heute bei Finanzierungen neuer Kernkraftwerke auf Kreditgarantien des Staates.

Dabei sind Kreditgarantien für die Stromerzeugung nicht neu. Ohne massive Subventionen der Regierung würde heute keine Öl-, Gas- oder Kohleindustrie in der Form existieren, wie wir sie heute haben. Auch die Wind- und Solarenergie ist nur dadurch entstanden, dass Regierungen die Unternehmen im Sektor subventionieren. In den USA ist die Herstellung von Ethanol ausschließlich dadurch entstanden, dass die Regierung Gelder bereitstellt. Die Regierungen der Länder spielen also eine große Rolle im Energiesektor. Das Thema Energiesicherheit ist ein politisches Thema. Bei der Nachfrage nach Krediten geht es allerdings nicht um die Finanzierung der Kraftwerke, sondern lediglich um Zusagen, dass plötzlich entstehende, deutlich höhere Kosten durch Kredite abgefangen werden. Dabei sind sich Experten einig, dass die Kreditzusagen der Regierung höchstwahrscheinlich nicht benötigt werden, wenn die Kraftwerke dann wirklich gebaut werden.

In Deutschland ist der Bau neuer Kernkraftwerke derweil kein Thema. 32% der Stromerzeugung stammen in Deutschland aus Kernkraftwerken. Der Anteil der sauberen Energie liegt weit darüber. In den USA lag er 2006 bei 75%. Deutschland hat alle alten Kernkraftwerke, die vor der Wiedervereinigung im Osten Deutschlands gebaut wurden, wegen Sicherheitsbedenken geschlossen. Bis zum Jahr 2020 soll die Kernenergie in Deutschland keine Rolle mehr spielen. Außerdem werden alle AKWs geschlossen, die älter als 32 Jahre sind. Doch auch in Deutschland scheinen einige Parteien umzudenken. Studien der regierungsnahen Energieagentur Dena zufolge droht bereits ab 2012 eine Versorgungslücke für Strom in Deutschland. „Ohne Kernenergie oder Strom aus einem modernen Kohlekraftwerk wird die Versorgung ab 2012 kritisch und teuer“, so Fritz Vahrenholt, Geschäftsführer bei RWE im Spiegel-Interview. Vahrenholt sieht nach Bundestagswahl 2009 auch bei der SPD „einen überfälligen Schwenk in dieser Frage“. Man werde dann der britischen Labour-Partei folgen und sich für die Kernkraft aussprechen, „weil andernfalls die Grundstoffindustrie aus Deutschland vertrieben wird.“

Vorreiter bei der Kernenergie in Europa ist Frankreich. Seit der Ölkrise in den 80er Jahren baute das Land Dutzende Atomkraftwerke und heute stammen 78% des französischen Stroms aus Atomkraftwerken. Heute ist Frankreich außerdem einer der größten Exporteure von Elektrizität und gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Kernkraftstechnologie.

Die Atomenergie ist die einzige Energieform, die saubere Energie in großen Mengen bereitstellen kann. Obwohl Strom aus der Kohle mit 49% die größte Energiequelle in Deutschland ist, ist sie auch der größte Erzeuger von Treibhausgasen. Solar- und Windenergie sind dagegen frei von Treibhausgasen, benötigen aber die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen in Zeiten, in denen nicht genügend Wind weht oder die Sonne nicht scheint.

Rund um den Globus lässt sich feststellen, dass eine wachsende Zahl von Regierungen sich für die friedliche Nutzung der Kernkraft aussprechen. Der Kandidat der Republikaner, John McCain, sprach sich für eine Gesetzesvorlage aus, die eine Senkung der Treibhausgase bis zum Jahr 2050 um 60% auf ein Niveau vorsieht, das zuletzt im Jahr 1990 zu beobachten war. Eine große Rolle solle dabei die Kernkraft spielen. Auch Hillary Clinton und Barack Obama stehen für das Gesetz. Sollten in den USA Kredite zum Bau neuer Kernkraftwerke genehmigt werden, so dürfte dies dem Sektor neuen Aufwind verleihen.

Uran – der Grundstoff für die Kernkraft

Uran ist heiß begehrt. In der Atomindustrie, die mit ihren bereits abgeschriebenen Atommeilern hohe Gewinne erzielt. In den aufstrebenden Ländern Asiens, deren Energiehunger unersättlich scheint. Und in zunehmendem Maße auch bei Umweltschützern, die mehr Atomkraftwerke und weniger CO2-Ausstoß fordern. Und schließlich ist Uran auch bei Anlegern beliebt. Sie setzen auf Uran-Aktien, da sie den Rohstoff Uran in direkter Form nicht über Zertifikate oder andere Anlageinstrumente handeln können. Denn der Handel mit dem strahlenden Metall findet ausschließlich über Auktionen oder direkte Verhandlungen zwischen Käufer und Verkäufer statt und wird durch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA streng kontrolliert. Sie passt darauf auf, dass Uran nicht in die falschen Hände gerät. Die neuen Uran-Futures an der New Yorker Rohstoffbörse Nymex dienen dabei ausschließlich der Preisfeststellung, ein physischer Handel findet nicht statt.

Der weltweite Uranmarkt ist mit einem jährlichen Umsatzvolumen von 5 Milliarden US-Dollar (Jahr 2005) relativ klein (Vergleich: am Goldmarkt wurden im gleichen Jahr 57 Milliarden US-Dollar umgesetzt). Der Handel von Uran spaltet sich in zwei Bereiche auf: Den kurzfristigen Kassamarkt und den langfristigen Vertragsmarkt. 85% des Uranhandels findet über Verträge mit einer Regellaufzeit von drei bis fünf Jahren statt. Da in den letzten Monaten die Angst um eine Verknappung von Uran gewachsen ist, werden aber immer häufiger Lieferverträge mit einer Laufzeit von zehn oder mehr Jahren geschlossen. Die Uranpreise in den Lieferverträgen sind keineswegs fix, sondern richten sich nach verschiedenen Variablen, wozu der Kassapreis, das BIP-Wachstum oder die Inflationsentwicklung zählen. Neben den mehrjährigen Lieferverträgen haben die Versorger außerdem die Möglichkeit, sich am Kassamarkt einzudecken. Ein Kauf am Kassamarkt sieht in der Regelung eine Uranlieferung in sechs Monaten nach Kaufdatum vor. 15% des Uranhandels werden am Kassamarkt abgewickelt.

Es gibt mehrere Unternehmen, die Vertrags- und Kassapreise von Uran beobachten und regelmäßig publizieren. Eines davon ist Ux Consulting. (Das Unternehmen publiziert seine wöchentlichen Uranpreise im Internet unter http://www.uxc.com/review/uxc_ Prices.aspx). Der von Ux festgestellte Uranpreis hat eine Berg- und Talfahrt hinter sich. Kostete Uran vor einem Jahr noch über 140 Dollar pro Pound und erreichte damit ein neues Rekordhoch, so ist es seither um 50% gefallen. Heute kostet das Pound Uran 73 Dollar.

Neben Ux ist es heute auch möglich, den Uranpreis an der New York Merchantile Exchange zu beobachten und zu handeln. Sie kooperiert mit Ux Consulting, um die Futureskontrakte anzubieten. Die Futures sehen zwar keine physische Lieferung des streng regulierten Urans vor, geben den Marktteilnehmern aber eine höhere Transparenz und außerdem die Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern. Der Preis ist unter www.nymex.com abrufbar.

Die Nachfrage

Die Stromerzeugung ist heute die größte Nachfragegruppe von Uran. Sie ist maßgeblich für die Entwicklung der Urannachfrage. Angaben der Internationalen Energieagentur IEA zufolge erzeugt die Kernkraft heute 16% des weltweit nachgefragten Stroms. Wie viele neue Kernkraftwerke in den nächsten Jahren entstehen werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter vor allem von dem politischen Kurs der Regierungen. Eine wichtige Komponente dabei ist die Energiesicherheit, die besonders in Ländern mit geringen eigenen natürlichen Vorkommen eine große Rolle spielt. Neben der Energiesicherheit spielt auch die Umweltpolitik eine große Rolle. In allen Ländern, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben, gewann die Kernkraft in der letzten Zeit an Popularität. Nicht zuletzt wegen der Einführung der zunehmend teuren Emissionsrechte. Sie verteuern alle Kraftwerke, die auf fossile Brennstoffe setzen. Die relativen Kosten der Kernkraft sinken somit, ihre Attraktivität steigt. Der Bau von Atomkraftwerken ist zwar sehr teuer, ihr Betrieb und ihre Wartung aber sehr günstig. Sie eignen sich daher ideal für die Deckung der Basisstromversorgung eines Landes und sichern damit den Betrieb der wichtigen Industrie. Der Uranpreis spielt für die Kernkraftwerke nur eine untergeordnete Rolle. Drei Viertel der Kosten eines Atomkraftwerks werden durch Betriebs und Wartung verursacht, nur ein Viertel entfällt auf die Beschaffungskosten für Uran.

Die internationale Energieagentur IEA schätzt, dass die weltweite Energienachfrage bis 2030 um 1,6% pro Jahr wachsen wird. Das stärkste Wachstum wird in den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China zu sehen sein: Ihr Anteil am weltweiten Energieverbrauch wird bis dahin von 17% auf 25% zunehmen. Wie bei vielen anderen Rohstoffen spielt auch bei Uran China eine zentrale Rolle. Dort werden heute zwei neue Atomkraftwerke gebaut, weitere 63 befinden sich in Planung. Weltweit werden nach Angaben von World Nuclear Association (WNA) 30 neue Reaktoren gebaut, während sich 70 in Planung befinden. Unter diesem Szenario rechnen Analysten damit, dass die Kernenergie so stark wachsen wird, wie der Energieverbrauch. Der Anteil der Kernenergie an der gesamten Energieerzeugung wird damit bei 16% bleiben. Gerade die jüngste Debatte um den Klimawandel und die steigenden Ölpreise legen aber nahe, dass diese Schätzungen zu niedrig gegriffen sein könnten.

Jochen Stanzl

Chefredakteur Rohstoff-Report.de

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RE: Kernkraft und Uran: Das sollten Sie darüber wissen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.08 12:23)

Die Begriffe, was saubere und was schmutzige Energie ist, haben sich im Laufe der letzten 20 Jahre dramatisch geändert. Damals, kurz nach dem Desaster von Tschernobyl, hat man die Atomkraft als den größten Dreck gesehen und lieber ein paar saubere Kohlekraftwerke errichtet. Jetzt ist Kohle trotz höchsteffizienter Filter das größte Übel und die Kernkraft steht auf der Umweltskala irgendwo zwischen Gaskraftwerken und Solarenergie.

Der Wahn, das ungiftige CO2 als die grösste Umweltgefahr zu sehen, und gleichzeitig bedenkenlos hochgiftige Substanzen wie Plutonium zu produzieren, sieht mir eher nach einer kollektiven Geisteskrankheit als nach intelligenter Umweltpolitik aus.

  

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RE: Kernkraft und Uran: Das sollten Sie darüber wissen
Rang: schertling(132) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.08 12:42)

>Der Wahn, das ungiftige CO2 als die grösste Umweltgefahr zu sehen, und gleichzeitig bedenkenlos hochgiftige Substanzen wie Plutonium zu produzieren, sieht mir
>eher nach einer kollektiven Geisteskrankheit als nach intelligenter Umweltpolitik aus.

Bin grundsätzlich Deiner Meinung.
Allerdings: ob etwas Gift ist, ist Frage der Dosis!

  

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RE: Kernkraft und Uran: Das sollten Sie darüber wissen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.08 13:06)

>Allerdings: ob etwas Gift ist, ist Frage der Dosis!


Da hast Du natürlich recht. Es ist schon mancher Weinbauer oder Grubenarbeiter an einer Überdosis Kohlendioxid gestorben. Es sind aber auch schon Leute ertrunken.
Ob 200ppm oder 500ppm macht für Tiere und Menschen wenig Unterschied, Pflanzen leiden ohnehin eher an Unter- als an Überversorgung. Nicht zum Vergnügen wird in manchen Glashäusern die CO2-Konzentration künstlich erhöht.

Bei Plutonium ist die Lage klarer. Mit ein paar Milligramm kann man sich auf direktem Weg ins Jenseits befördern, bei geringerer Dosis dauert es etwas länger, weil man dann auf die Wirkung der Radioaktivität warten muß.

  

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RE: Kernkraft und Uran: Das sollten Sie darüber wissen
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.08 19:58)

Nicht zum Vergnügen wird in manchen
>Glashäusern die CO2-Konzentration künstlich
>erhöht.
>

mittlerweile ist das der renner in Ö -> technologie aus NL

  

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Höhere CO2-Konzentration erstrebenswert
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.4.08 21:22)

Für Pflanzen wäre eine Verdopplung oder Verdreifachung der aktuellen Kohlendioxidkonzentration wünschenswert:

http://www.habmigern2003.info/future_trends/greenhouse/CO2-Supplementation/Projektdokumen tation_V1-Dateien/image089.jpg.png

Für Menschen sind diese Konzentrationen ungefährlich. Die Grenzwerte liegen weit darüber (Quelle)


CO2-Konzentrationen (Vol-%) in Luft und Auswirkungen auf den Menschen:

* 0,038 %: Derzeitige Konzentration in der Luft
* 0,15 %: Hygienischer Innenraumluftrichtwert für frische Luft
* 0,3 %: MIK-Wert, unterhalb dessen keine Gesundheitsbedenken bei dauerhafter Einwirkung bestehen
* 0,5 % (9 g/m³): MAK-Grenzwert für tägliche Exposition von acht Stunden pro Tag
* 1,5 %: Zunahme des Atemzeitvolumens um mehr als 40 %.
* 4 %: Atemluft beim Ausatmen
* 5 %: Auftreten von Kopfschmerzen, Schwindel und Bewusstlosigkeit
* 8 %: Bewusstlosigkeit, Eintreten des Todes nach 30–60 Minuten

  

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URAN: HINTERGRUND DER KONSOLIDIERUNG
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.08 22:50)

HINTERGRUND DER KONSOLIDIERUNG

Im Juni vergangenen Jahres stand der Uranpreis bei 136 USD/lb.
Damals wurden Preise von über 200 USD/lb prognostiziert, es gab
einige Produktionsprobleme und Engpässe in der Versorgung. Es
entstand eine Kaufpanik, die den Preis auf das Rekordhoch
trieb.

Die Kaufpanik führte auch dazu, dass die Lager der Unternehmen
gefüllt wurden. Uran wurde auf Vorrat gekauft, denn die
Perspektive, schon bald 200 USD/lb ausgeben zu müssen, sorgte
dafür, dass sämtliche Lager zum vermeintlich günstigen Preis
von 136 USD/lb befüllt wurden. Diese Lagerbestände werden
offensichtlich in diesen Monaten verbraucht, die Nachfrage nach
Uran ist gering.

Eine Studie hat nun die Lagerbestände bewertet und kommt zu dem
Schluss, dass diese im Verlauf dieses Sommers aufgebraucht sein
werden. Der Studie zufolge rechnet man also erst im Herbst
wieder mit nennenswerten Preisanstiegen.

Quelle: heibel-ticker.de

  

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Thema #2076

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