Wie schnell doch die Zeit vergeht, bei PA Power ist seit Threadbeginn 1 Jahr vergangen.
Kurs
ist gesunken heute, deshalb mal ein Blick auf die Aktie:
Fazit: Plan ist aufgegangen, Turn around
geglückt, Aktie gestiegen. Der Text unten drückt es am besten aus:
quelle: http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/Turnaround-Musterdepot…
"Turnaround-Musterdepotwert
Nachdem die Papiere im Jahr 2005 vorgestellt worden sind, haben
sie sich per Saldo um 50 Prozent verteuert. Diese Entwicklung dürfte aber erst der Anfang gewesen sein.
Derzeit notieren die Titel knapp unterhalb von Mehrjahreshochs.
Die Verantwortlichen für das
Musterdepot von Hot Stocks Europe haben 3.500 Aktien von PA Power Automation (WKN 692440) für je 4,15
Euro eingebucht und den Stop-Loss bei 3,75 Euro gesetzt. Nach neun Monaten 2006 habe der Verlust noch
515.000 Euro betragen. Für das Gesamtjahr 2006 weise die Firma einen Nettogewinn von einer Million Euro
bei einem Umsatz von rund fünf Millionen Euro aus. Ein vor wenigen Wochen geschlossener, langfristiger
Vertrag mit einem börsennotierten chinesischen Unternehmen habe dazu beigetragen. Das Unternehmen soll
in großem Umfang Fertigungsrechte von PA gekauft haben. Das 2006er KGV beträgt für den
Sieben-Millionen-Euro-Wert 7. Da die Gesellschaft an ihrer verschlossenen Investor-Realtions-Politik
festhalte, hätten sich die Titel noch nicht rasant verteuert. Das dürfte anders werden, wenn in wenigen
Wochen die endgültigen Zahlen für 2006 präsentiert werden, zumal der Vorstand dabei für 2007 Erlöse
von mehr als sieben Millionen Euro und einen Gewinn von mindestens 1,5 Millionen Euro prognostizieren
dürfte, was einem KGV von 4 entsprechen würde. "
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Hier ein paar Beiträge
aus einem anderen Forum (wo):
Ich bin in PA seit langem investiert und bleibe weiterhin investiert
aus folgenden Gründen:
a) die Produkte sind vielversprechend und wettbewerbsfähig
b) das
Unternehmen hat in 2006 den Turnaround hingelegt und die Ertragslage sollte sich im laufenden Jahr weiter
verbessern. Eine Erhöhung des Profits um bis zu 50% wurde vom VV in Aussicht gestellt
c) Die
Aktionäre beziehen ganz klar Position und haben ihre Stimme auf der letzten HV durch die Ablehnung des
Vorschlags für ein Delisting ganz klar hören lassen. Das scheint mir insofern wichtig, weil der AR
nicht wirklich funktioniert.
Allerdings bin ich einer der wenigen, die die Zukunft des
Unternehmens nicht völlig ausblenden und sehe deshalb folgende Risiken:
a) der VV ist sich selbst
am nächsten. Das scheint nicht ungewöhnlich, allerdings ist bei einem Unternehmen dieser
Größenordnung ein Jahresgehalt von ca. € 400.000 eindeutig überhöht. Dieses Gehalt wurde und wird
darüberhinaus unabhängig von der Erreichung von Planzielen ausbezahlt.
b) Ein Privatkonkurs des VV
ist derzeit in Abwicklung und hat insofern Auswirkungen auf das Unternehmen, als dieses keine Bankkredite
erhält.
c) Aus Punkt b) erklären sich im wesentlichen auch die immer wieder auftretenden
Liquiditätsengpässe, die im ersten HJ 2006 zu Lieferstops geführt haben. Eine geplante
Kapitalerhöhung soll zur Begleichung gestundeter Gehaltszahlungen und anderer überfälliger
Verbindlichkeiten in Höhe von dzt. € 700 Tsd verwendet werden
d) Der Aufsichtsrat scheint völlig
falsch besetzt. Dieser zeigt sich auf der letzten HV völlig uninformiert was die Laufzeit des Vertrages
des VV betrifft.
e) Dem Unternehmen fehlt ein starker CFO. Dies wird von Aktionären immer wieder
angesprochen, allerdings bleibt auch hier der AR eine "konkrete" Antwort schuldig.
f) Das
Unternehmen hat eine Geschichte von äußerst schlechter Informationspolitik und von großen
Versprechungen und enttäuschten Hoffnungen. Hier scheint jedoch aufgrund der in der letzten HV vom VV
bestätigen Einhaltung der Planziele eine Trendumkehr eingetreten zu sein.
f) etc.
Das
ist nur eine kurze Zusammenfassung. Trotz der guten Aussichten und des sehr attraktien PE-Ratios, werden
die Risiken vom Markt derzeit ganz klar eingepreist. Sobald die Zahlen für 2006 in der angekündigten
Höhe testiert sind (und davon gehe ich aus) und das Planziel für 2007 bestätigt wird, sollte die Aktie
gegen € 10 gehen. Damit hätten wir auf dem aktuellen Kursniveau und unter Berücksichtigung der
angekündigten KE ein 2006-PE von knapp unter 10 bzw. ein PE von ca. 6 basierend auf den Planzahlen. Wenn
ich nun die Risiken einpreise, scheint mir ein Kurspotential von etwa € 10 bis Mitte 2007 realistisch.
Bei diesem Wert würde sich ein PE von 18,5 (2006) bzw. von 12,3 (2007) errechnen. Ich bin vorsichtig
optimistisch.
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um das "design" der kooperationen china/kanada nochmal kurz zu
erläutern:
1. es gibt eine einmalige zahlung an pa power für das recht des
kooperationspartners, überhaupt die pa power-technologie verwenden zu dürfen.
2. danach (und
das ist das eigentliche geschäft) erhält pa power für jede einzelne vom partner produzierte einheit
(software, baugruppen) stücklizenzbeiträge. es gibt somit einen stetigen einnahmestrom für pa power,
je nachdem wie der entsprechende umsatz des kooperationspartners läuft.
auf meine nachfrage
bei der hv wurde die einmalige einnahme im bereich von ca. 250-400 T€ angesiedelt.
danach
werden bei einer kooperation (pa liefert nur die software oder fertige baugruppen) ca. 400 - 2000 € pro
fertiggestellter einheit für pa power fällig.
alle diese infos habe ich explizit auf der HV
nachgefragt und in meinen unterlagen notiert!!!
wie hoch diese jeweiligen summen genau für
canada/china sind und wie genau diese kooperationen ausgestaltet sind, wurde aus schon mehrfach
erwähnten gründen für die beiden fälle nicht genauer beziffert.
diese strategie, nur noch
softwarelieferant zu sein, hat hilpert zudem schon auf der 1.hv 2006 mitte des jahres ausgegeben. die
ersten umsetzungen finden sich jetzt mit canada und china. die margen dieses geschäfts dürften
erheblich sein, da hiermit kaum variable kosten einhergehen. das geschäft ist für pa offensichtlich
mindestens so interessant, als unter eigenem namen in pleidelsheim die kisten selbst zusammenzuschrauben,
bzw. endzumontieren und zu testen.
Bei den kooperationsdeals hat man meiner einschätzung nach
fast keine variablen kosten, gewinnt aber schlicht den schon bestehenden absatzkanal des
kooperationspartners hinzu, der sonst (mit seiner alten eigenen steuerungssoftware) im markt als
konkurrent auftreten würde.
es ist eben die frage, ob pa power selbst (als immer noch relativ
kleiner player) die jetzigen kunden von wescan oder dem china-partner gewonnen hätte. mit der
kooperation gewinnt man die kunden dieser kooperationspartner durch die hintertür. der
kooperationspartner baut die kisten zusammen und pa liefert die pa-kernkompetenz: die steuerungssoftware.
so kann aus einem ehemaligen konkurrenten ein abnehmer werden, der die eigene technologie als vorprodukt
bezieht. wenn man die möglichkeit des technologie-diebstahls im griff hat, bzw. begrenzen kann, ist dies
wohl unzweifelhaft ein hoch interessanter und betriebswirtschaftlich sinnvoller weg, sein geschäft zu
verbreitern.
was man jetzt schon klar sagen kann: pa wird an jeder solchen kooperation um so
mehr verdienen, je größer der partner ist (und desto mehr stck-zahlen dieser demnach verkauft).
bei einer mcap von 400 mios ist der china-partner schon mal nicht von schlechten eltern...
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Hilpert hat folgende Angaben auf der HV auf meine Fragen genannt:
Steuerungssysteme ausgeliefert:
2004: 330 Stück
2005: 550 Stück
2006: 800 Stück
(mindestens)
Folgende Angaben sind hinreichend aus den Infos von der Homepage bekannt
(teilweise auch aus dem Anhang zum GB 2003):
Jahr...Umsatz.........Gewinn (in Mios)
2004... 1,850 ......ca -2,500
2005... 3,311 ......ca -,500
Daß sein auf der HV am
13.7. kommuniziertes Jahresziel wie folgt
Jahr...Umsatz.........Gewinn (in Mios)
2006... 5,000
......ca +1,000
tatsächlich in 2006 erreicht wurde, hat Hilpert vollkommen eindeutig auf der
HV am 20.12.2006 gesagt.
Auf mehrmalige Nachfrage hat Hilpert für 2007 sein Ziel wie folgt
angegeben:
Jahr...Umsatz.........Gewinn (in Mios)
2007... 7,000 ......ca +1,500
Ob das für 2007 unterschritten, getroffen oder übertroffen wird, wird man dann ja sehen. Er hat
offensichtlich sein angekündigtes Ziel 2006 erreicht, warum sollte man als erste
Umsatz/Ertragsschätzung nicht sein Ziel 2007 nehmen?
Die alte Leier, daß "nur testierte
Zahlen gute Zahlen sind" und alle anderen Daten einfach ignoriert, bzw. nicht für voll genommen werden,
hat sich irgendwie ziemlich abgenutzt.