Europa steht vor dem Kollaps
Die Ereignisse überschlagen sich in Europa. Die schlimmsten
Aufstände seit dem Fall des Kommunismus finden im Baltikum und in den südlichen Balkanstaaten statt.
Die Mittelmeerländer, zusammengefasst unter dem Begriff CubMed, erleben den Zusammenbruch ihres
Bondmarktes. Die Ratingagentur S&P hat die Schulden Griechenlands als Schrott bewertet. Genau so ergeht
es bald den Ländern Spanien, Portugal, aber auch Irland, die unter Beobachtung stehen. Jetzt stellt sich
heraus, der Euro ist eine Schönwetterwährung, hat noch nie einen Sturm ausgehalten.
Am 10.
Geburtstag des Euros, der fälschlicherweise als Triumph gefeiert wurde, hat der britische
Europaabgeordnete der UKIP Partei, Nigel Farage, ein seltenes Wort des Widerspruchs geäussert, in dem er
die Länder in der Europäischen Währungsunion als Gefangene eines Völkerkerkers verglich.
Eine ganze Reihe von EU-Staaten, von Osteuropa, über das Mare Nostrum bis zu den keltischen
Gewässern, sind in einer Depression, wie in den 20ger Jahren, oder werden es bald sein. Jeder von denen
ist ein Opfer des zerstörerischen Plans der globalen Geldelite, genannt europäische Währungsunion,
welcher ihnen aufdiktiert wurde. Alle stecken in der Falle.
Letzte Woche haben die Strassen
von Riga wie eine Kriegszone ausgesehen. Protestierende, die mit Eisblöcken bewaffnet waren, haben das
lettische Finanzministerium demoliert. Hundert haben versucht sich Zugang zum Parlament zu verschaffen,
welches massive Einschnitte für die Bevölkerung beschlossen hat. Kurzzeitig wurde der Ausnahmezustand
verhängt.
“Das Vertrauen in die Autorität des Staates ist katastrophal gefallen,” sagte
der Präsident Valdis Zatlers, der eine Auflösung des Parlaments verlangte.
In Litauen
spielte sich ähnliches ab. 7000 protestierten gegen die Regierung. Die Polizei schoss Gummigeschosse auf
einen Gewerkschaftsmarsch in der Hauptstadt, Polizeihunde jagten Teilnehmer in den Fluss Wilna.
Auch vor dem Parlament der bulgarischen Hauptstadt Sofia spielten sich gewalttätige Demonstrationen am
letzten Mittwoch ab, in dem die aufgebrachten Menschen wegen der hohen Arbeitslosigkeit und Korruption,
die Fenster des Gebäudes zerstörten und Polizeifahrzeuge demolierten.
Alle diese Länder
leiden unter der Zwangsjacke des Wechselkursmechanismus (ERM2), der Vorbeugehaft des Euros, dem sie aber
beitreten müssen, es steht so in ihren EU-Verträgen.
Das Resultat aus dieser zwangsweisen
Unterwerfung der ehemaligen Ostblockstaaten unter dem monetären Regime des Westens, hatte anfänglich
eine massive Überhitzung der Volkswirtschaften bewirkt. Das Leistungsbilanzdefizit von Lettland stieg
auf 26 Prozent des BIP.
Mit Milliarden an geliehenem Geld haben im Osten Blütenträume von
einer rasanten Angleichung der Lebensstandards genährt. Jahrzehnte der Plan- und Misswirtschaft, so
glaubten viele, würden sich durch den EU-Beitritt in Luft auflösen. Und es schien ja auch zu
funktionieren: Die baltischen Länder galten als "Tigerstaaten", weil die Gehälter ebenso explodierten
wie der Preise und die West-Importe. Die Immobilienpreise in Riga waren zeitweise höher als in
Berlin.
Daraus resultierte ein unausweichliches Platzen der Blase. Seit Mitte 2007 sind die
Preise für Wohnungen in Riga um 56 Prozent gefallen, die Wirtschaft um 18 Prozent geschrumpft, alleine
in den letzten sechs Monaten.
Durch sogenannte Carry-Trades wurde den Osteuropäern billige
Frankenkredite angedreht, für Hypotheken und Konsumkredite, in der astronomischen Summe von 650
Milliarden Franken. Durch den Wertverlust ihrer Währungen um 25 Prozent gegenüber dem Franken, sind
diese Kredite jetzt nicht mehr rückzahlbar. Es droht die Zahlungsunfähigkeit der Länder. Damit wird
auch der Gläubiger Schweiz sein Geld nicht mehr sehen und der Franken zerstört, Dank der Schweizer
Nationalbank.
Grossbritannien erlebt die grösste Wirtschaftskrise seit dem II. Weltkrieg.
Alleine in der letzten Woche haben 40'000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Scharen von Mitarbeitern
werden entlassen und jeden Tag schliessen Firmen. Die britischen Banken sind faktisch Bankrott. Die
Aktien der Barclays Bank, einer der wenigen Banken, die nicht um staatliche Hilfe gebeten haben, sind am
Freitag um 25 Prozent gefallen. Generell haben die Bankaktien die schlimmste Woche hinter sich, Royal
Bank of Scotland -35%, Loyds -25%, HSBC -15% und Standard and Chartered -11%.
Wie schlimm die
Lage in Grossbritannien ist, sieht man an der Notwendigkeit der Regierung, ein zweites
Bankenrettungspaket im Wert von 50 Milliarden Pfund beschliessen zu müssen. Ein Fass ohne Boden.
Die Denkfabrik Ernst and Young Item Club hat in seinem neuesten Bericht gewarnt, dass
Grossbritanniens GDP 2009 um 2.7 Prozent sinken wird. "Das Ganze ist im freien Fall, und es ist sehr
schwer zu sagen, wie tief es fallen wird," sagt Peter Spencer, der Autor des Berichts. "Firmen bereiten
sich auf das schlimmste vor, kürzen drastisch die Investitionen und Arbeitsplätze." Er sagt voraus, die
Wirtschaft wird weiter bis 2010 schrumpfen und sich nicht dieses Jahr noch erholen, wie Finanzminister
Alistair Darling es verspricht.
Der irische Staat wird bald als zahlungsunfähig angesehen,
nach dem die Regierung die Anglo Irish Bank mit 73 Milliarden Euro Schulden verstaatlicht hat. In Dublin
wird mit einer Schrumpfung der irländischen Wirtschaft um 4 Prozent in diesem Jahr gerechnet. Das
Defizit wird 12 Prozent des BIP bis 2010 erreichen. “Das ist unhaltbar,” sagt das Finanzministerium.
Deshalb die drakonischen Deflation der Löhne und Gehälter die ihnen droht. Die Einkommen waren während
der Boomphase und des billigem Geldes zu stark gestiegen.
Spanien hat 1 Million Arbeitsplätze
2008 verloren. Madrid bereitet sich auf eine Arbeitslosenquote von 16 Prozent vor. Unter der Hand wird
aber bereits von 25 Prozent gesprochen. Die Inflation der Löhne in Spanien durch das ungesunde
Wirtschaftswachstum, hat die Arbeitskosten nicht mehr konkurrenzfähig gemacht. Jetzt wird nach EWU-Logik
eine drastische Kürzung der Löhne verlangt. Mit der gigantischen Verschuldung Spaniens ist das aber
nicht möglich. Entweder beendet Zapatero diesen Irrsinn, oder die Spanier beenden IHN.
Die
Linken in seiner Partei trennen sich schon, genauso wie die Linken in Frankreich, die das nicht mehr
mitmachen, und den Euro mit dem Slogan bekämpfen “l’euro dictature capitaliste” – der Euro ist
die Diktatur des Kapitalismus.
Das italienische Finanzministerium beobachtet jede Bondauktion
mit Sorgen, und fragt sich, wie sie die 200 Milliarden Euro an Schulden dieses Jahr finanzieren will. Die
völlige Überschuldung des Landes wirkt wie eine Schlinge, die um den römischen Hals immer enger wird.
In Italien spricht man von der “Tequila Krise”, in dem auf das Drama in Mexiko 1994 verwiesen wird,
wo die Anbindung des Pesos an den Dollar zerbrach und die Elite ihr Kapital in die USA verschob. Damit
könnte eine Kaptalflucht aus den ClubMed Ländern unaufhaltsam sein.
Griechenland traut sich
schon gar nicht mehr ihre Bonds zu verkaufen und die Schulden zu finanzieren. Sie verkauften 2.5
Milliarden Euro letzte Woche nur kurzfristig, hauptsächlich auf 3 bis 6 Monate. Das ist ein
gefährliches Spiel, denn damit wird das Risiko nur später ins Jahr verschoben. Die Pleitegeier kreisen
schon.
Die festen Wechselkurse in der EWU könnten plötzlich platzen, ohne Vorwarnung. Es
müssen keine Erschütterungen vor dem grossen Beben kommen. Die Plattenverschiebung, in dem das
lateinische Europa mit der Teutonischen sich reibt, könnte ganz schnell passieren und ein Beben der
Stärke 8.0 auf der Richterskala auslösen.
Die Investoren schmeissen schon lange die Schulden
der ClubMed Länder und der anderen totkranken Patienten in den Schoss der Europäischen Zentralbank,
genannt “Repo-Aktionen”. Wertlose Schuldscheine der Länder werden gegen “harte” Euros
eingetauscht, in Billionensummen.
In anderen Worten, die EZB hilft den europäischen Ländern
schon lange mit einer heimlichen Rettungsaktion aus der Krise, es wird aber alles vertuscht. Die
Transferzahlungen sind gigantisch, aber dadurch wird die Zerreissprobe nur verschoben. Es knirscht jetzt
an allen Ecken und Enden.
Den Banken in Deutschland geht es mehr als besch...eiden, die
Commerzbank gehört jetzt praktisch dem deutschen Steuerzahler und die Deutsche Bank hat einen Verlust
für das 4. Quartal 08 von 5 Milliarden Euro verkündet. Der Zusammenbruch von Joe Ackermann deswegen ist
nur ein Gerücht. Das Finanzministerium geht davon aus, dass der gesamte deutsche Bankensektor
Risikopapiere mit bis zu einer Billion Euro in den Büchern führt.
Sogar der deutsche Staat
kann seine Bundeswertpapiere nicht mehr so verkaufen wie früher, um seine Schulden zu finanzieren. Bei
der letzten Auktion am Mittwoch gab es nur für ¾ der angebotenen Bonds überhaupt Bieter. Ein sehr
schlechtes Zeichen, wenn die Investoren sogar Deutschland nicht mehr für kreditwürdig halten.
Durch die Übernahme des Euros, haben die Länder gleichzeitig ihre Sourveränität über die eigene
Währung nach Frankfurt abgegeben. Sie können nicht mehr die eigene Finanzpolitik bestimmen, sie wird
von der EZB diktiert. Da aber die einzelnen Länder in einer sehr unterschiedlichen Wirtschaftssituation
sind, kann man ihnen nicht die gleiche Finanzpolitik flächendeckend auferlegen. Es ergibt sich dadurch
eine Stresssituation, die mit Milliarden von der EZB nicht mehr länger glattgebügelt werden kann.
Wie Nigel Farage in seiner Rede gesagt hat, wenn die Menschen nicht mehr über die Wahlurne ihr
Schicksal bestimmen können, sondern von nichtgewählten Bürokraten fremdbestimmt sind, dann werden sie
ihren Frust auf der Strasse zum Ausdruck bringen.
Mit der Zwangsherrschaft des Euros, wird
eine Union aus Schulden geschaffen, was völlig gegen die EU-Gesetze verstösst. Die Verbindlichkeiten
ganz Europas werden faktisch still und heimlich dem deutschen Steuerzahler untergejubelt. Was passiert,
wenn die hart arbeitenden Menschen in Deutschland aufwachen und merken, wie sie wie Weihnachtsgänse
ausgenommen werden, die ganze Zeche für Europa zahlen und selber bald pleite sind?
EU ist die
Abkürzung für Europas Untergang.