fake
Die bwin International Ltd. bietet seit
2002 unter der Domain www.bwin.com (vormals www.betandwin.com) Glücksspiele unter anderem für
Kunden aus der Bundesrepublik Deutschland an. Die Westdeutsche Lotterie GmbH & Co OHG ("Westlotto") hat
im September 2004 eine Klage gegen bwin International Ltd. auf Unterlassung der Veranstaltung,
Vermittlung und Bewerbung von Sportwetten, Casino- und Lotteriespielen in Deutschland eingebracht. Das
Landgericht Köln hat der Klage im Februar 2006 in erster Instanz stattgegeben. Die erstinstanzliche
Entscheidung wurde vom Oberlandesgericht Köln im September 2007 bestätigt und für vollstreckbar
erklärt. Folglich hat bwin gegen die Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln Revision beim
Bundesgerichtshof ("BGH") eingelegt. Obwohl mit einer inhaltlichen Entscheidung des Bundesgerichtshofes
erst in etwa einem bis eineinhalb Jahren zu rechnen ist, hat Westlotto im November 2007
Vollstreckungsmaßnahmen gegen bwin eingeleitet.
bwin hat den Bundesgerichtshof daraufhin in
einem Vollstreckungsschutzantrag ersucht, die Zwangsvollstreckung bis zur Entscheidung in der Hauptsache
einzustellen. In seiner am 14.3.2008 zugestellten Entscheidung hat der BGH den Antrag der bwin
International Ltd. abgewiesen. Bis zum Vorliegen der BGH Entscheidung kann Westlotto nun weitere
Vollstreckungsanträge stellen. Die damit verbundenen Zwangsgelder könnten, sollte das Verfahren vor dem
BGH letztlich nicht gewonnen bzw. in der Zwischenzeit keine politische Lösung erreicht werden,
erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft haben. Für den Fall
einer aus bwin Sicht positiven BGH Entscheidung behält sich die Gesellschaft die Geltendmachung von
Schadensersatzansprüchen vor.
In Anbetracht der jüngsten rechtlichen Entwicklungen sind bwin
und ihre Rechtsberater zuversichtlich, das Verfahren gegen Westlotto letztlich zu gewinnen. So ist auch
die Europäische Kommission der Auffassung, dass die derzeitige Rechtslage in Deutschland mit primärem
Gemeinschaftsrecht nicht vereinbar ist und hat aus diesem Grund ein weiteres Vertragsverletzungsverfahren
gegen Deutschland eingeleitet. Darüber hinaus liegen zahlreiche Vorlageverfahren deutscher Gerichte zur
Entscheidung beim Europäischen Gerichtshof. bwin geht daher davon aus, dass das Angebot für Deutschland
unter der Domain www.bwin.com auch nach dieser
Entscheidung des BGH unverändert aufrechterhalten werden kann.
Die bwin e.k., die das Angebot
unter www.bwin.de betreibt und über eine Erlaubnis der
ehemaligen DDR verfügt, ist nicht Partei des Verfahrens beim BGH.
Die bwin
Gruppe, mit über 13 Millionen registrierten Kunden (davon 8 Millionen Play Money Kunden) in mehr als 20
Kernmärkten betreibt basierend auf Lizenzen (z. B. Deutschland, Italien oder Gibraltar) über
Tochterfirmen und assoziierte Unternehmen Plattformen für Sportwetten, Poker, Casinospiele, Soft- und
Skill- Games sowie Audio- und Video-Streams von Top-Sportveranstaltungen wie z.B. der deutschen
Fußball-Bundesliga. Die Konzernmutter bwin Interactive Entertainment AG notiert seit März 2000 an der
Wiener Börse (ID-Code BWIN, Reuters ID-Code BWIN.VI). Alle Details zur Gesellschaft sind auf der
Investor Relations Website unter www.bwin.ag
verfügbar.
Rückfragehinweis
Investoren:
Konrad Sveceny, Investor
Relations
bwin Interactive Entertainment AG
Börsegasse 11, 1010 Wien, Austria
Tel.: +43
(0)50 858-20017
E-Mail: investorrelations@bwin.ag
www.bwin.ag
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mongocliquee
Die südafrikanische Regierung steht kurz vor der Realisierung eines Gesetzes,
das Onlinespiele legalisieren wird. Momentan sind derartige Internetangebote am Kap noch strikt
untersagt, und zwar vor allem deshalb - so die offizielle Begründung - weil noch kein System existiert,
das es der Industrie erlaubt, den Kunden optimal zu schützen.
Laut Themba Marasha, Chef des
südafrikanischen "National Gambling Board", gibt es für Onlinezocker im Augenblick keinerlei
Möglichkeiten, ihre Rechte gegen Onlineanbieter einzuklagen, "falls etwas schiefgehen sollte". Außerdem
könnte nach der momentanen Rechtslage ein Spieler schnurstracks ins Gefängnis wandern, wenn er seine
Ansprüche gegen einen Onlineanbieter publik machen würde.
Der aktuelle Gesetzesentwurf
würde in dieser Hinsicht mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Laut Marasha würde die Regelung
sämtliche Problematiken optimal abdecken: Websites könnten lizensiert werden, zugleich könnte
südafrikanischen Spielern garantiert werden, dass sie in einem "gesicherten Umfeld" aktiv werden
könnten. Überdies wolle man mit der neuen Regelung einen strikten Jugendschutz gewährleisten.
In Handels- und Industrieministerium in Kapstadt hegt man ebenfalls die starke Hoffnung, dass das
Gesetz möglichst bald die Gremien passiert: Ein wichtiger Bestandteil der Regelung ist nämlich auch die
korrekte Besteuerung der Anbieter, die voraussichtlich zusammengenommen jährlich eine zweistellige
Millionensumme in die südafrikanische Staatskasse zahlen müssen. Allerdings zieht sich das
Gesetzgebungsverfahren bereits seit einem Jahr hin. Beobachter rechnen nun allerdings mit einer sehr
zeitnahen Umsetzung, da der Entwurf in Kürze der Nationalversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden
soll.
Quelle: http://www.intellipoker.com
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Lehrbub
20.03.2008
bwin gibt Vorschau auf das vorläufige Ergebnis des
abgelaufenen Geschäftsjahres 2007
1 Erläuterungen
2 Highlights
3
Geschäftsverlauf im vierten Quartal 2007
4 Geschäftsverlauf 2007
5 Ausblick
6
Ausgewählte, vorläufige Kennzahlen
1Erläuterungen
Dieser Bericht enthält unter
anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit zur Verfügung
stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung des
Vorstandes hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger
Leistung zu verstehen und beinhalten schwer vorhersehbare Risken und Unsicherheiten. Verschiedenste
Ursachen könnten dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den
Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.
Diese Darstellung bezieht die stille Beteiligung bwin
e.K in einer pro-forma konsolidierten Version ein und unterscheidet sich daher vom Konzernabschluss.
Grundsätzliche Aussagen des Managements zur Entwicklung der Gesellschaft werden dadurch nicht
beeinflusst.
2Highlights
Q4 2007 (pro-forma konsolidiert)* Rekord-Brutto- und
Netto-Gaming-Erträge: Niveau vor Einstellung des US- und Türkei-Geschäfts übertroffen
Rekord-Brutto-Gaming-Erträge: plus 24,9 % bei 102,3 Mio. EUR (Q4 2006: 81,9 Mio. EUR)
Rekord-Sportwetten-Bruttoertrag: plus 30,2 % bei 59,5 Mio. EUR (Q4 2006: 45,7 Mio. EUR);
Sportwetten-Marge bei 9,6 %
Pokerumsatz: plus 26,7 % bei 21,8 Mio. EUR (Q4 2006: 17,2 Mio. EUR)
Rekord-Netto-Gaming-Erträge: plus 28,3% bei 89,4 Mio. EUR (Q4 2006: 69,7 Mio.) 894.000 aktive sowie
234.000 neue aktive Echtgeld-Kunden
Geschäftsjahr 2007 (pro-forma konsolidiert)*
bwin zeigt stärkstes organisches Wachstum in der Branche (auf Euro-Basis)
Brutto-Gaming-Erträge: plus 21,4 % bei 350,5 Mio. EUR (2006: 288,6 Mio. EUR)
Rekord-Sportwetten-Bruttoertrag: plus 19,0 % bei 191,9 Mio. EUR (2006: 161,2 Mio. EUR); Sportwetten-Marge
bei 8,7 % Pokerumsatz: plus 38,6 % bei 82,3 Mio. EUR (2006: 59,4 Mio. EUR) Netto-Gaming-Erträge: plus
25,9 % bei 309,7 Mio. EUR (2006: 246,0 Mio. EUR)
1,6 Mio. aktive sowie 798.000 neue aktive
Echtgeld-Kunden
*2006 exklusive US- und Türkei-Geschäft; 2007 exklusive Türkei-Geschäft
3Geschäftsverlauf im vierten Quartal 2007 (pro-forma konsolidiert)*
Im Q4 2007 gelang
es dem Unternehmen erstmals sowohl die Brutto- als auch die Netto-Gaming-Erträge über jenes Niveau
anzuheben, das vor der Einstellung des Geschäfts in den USA Ende 2006 und in der Türkei Anfang 2007
erreicht worden war.
Rekord-Brutto-Gaming-Erträge: plus 24,9 % bei 102,3 Mio. EUR (Q4
2006: 81,9 Mio. EUR) bwin erwirtschaftete im Q4 2007 Brutto-Gaming-Erträge (Summe der Bruttoerträge aus
Wettgeschäft, Poker, Casino und Games) in Höhe von 102,3 Mio. EUR. Gegenüber der Vergleichsperiode des
Vorjahrs (Q4 2006: 81,9 Mio. EUR) erzielte bwin eine Steigerung von 24,9 % bzw. 18,7 % im Vergleich zum
Q3 2007. Der aus dem Casino- und Games-Bereich erwirtschaftete Bruttoertrag belief sich auf jeweils 16,2
Mio. EUR (Q4 2006: 16,0 Mio. EUR) bzw. 4,8 Mio. EUR (Q4 2006: 3,0 Mio. EUR). Dies entspricht gegenüber
dem Q4 2006 Steigerungsraten von 1,3 % (Casino) und 60,0 % (Games).
Rekord-Sportwetten-Bruttoertrag: plus 30,2 % bei 59,5 Mio. EUR (Q4 2006: 45,7 Mio. EUR);
Sportwetten-Marge bei 9,6 % Der Sportwetten-Bruttoertrag wurde gegenüber dem Q4 2006 von 45,7 Mio. EUR
auf 59,5 Mio. EUR gesteigert. Die Sportwetten-Marge verbesserte sich von 8,5 % im Q3 2007 auf 9,6 % (Q4
2006: 9,0 %) und liegt damit am oberen Ende der kommunizierten Bandbreite von 8 % bis 10 %.
Pokerumsatz plus 26,7 % bei 21,8 Mio. EUR (Q4 2006: 17,2 Mio. EUR)
Der Pokerumsatz stieg
gegenüber dem Q4 2006 von 17,2 Mio. EUR um 26,7 % auf 21,8 Mio. EUR. Damit etablierte sich bwin als
einer der größten europäischen Pokeranbieter.
Rekord-Netto-Gaming-Erträge: plus 28,3 % bei
89,4 Mio. EUR (Q4 2006: 69,7 Mio. EUR) Die Netto-Gaming-Erträge (Brutto-Gaming-Erträge abzüglich aller
Erlösschmälerungen wie Wettgebühren, Casinosteuern und an Kunden gewährte Boni) betrugen im Q4 2007
89,4 Mio. EUR. Gegenüber dem Q4 2006 entspricht dies einer Steigerung von 28,3 % bzw. 18,4 % im
Vergleich zum Q3 2007. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Netto-Gaming-Erträge aus den Bereichen
Poker (plus 48,4 % gegenüber Q4 2006) auf 19,0 Mio. EUR sowie Sportwetten (plus 29,6 % im Vergleich zu
Q4 2006) auf 51,6 Mio. EUR zurückzuführen.
894.000 aktive sowie 234.000 neue aktive
Echtgeld-Kunden
Die Entwicklung sowohl der aktiven als auch der neuen aktiven Echtgeld-Kunden
(Einmalzählung über alle Produkte) war im abgelaufenen Quartal durch erfolgreiche Reaktivierungs- und
Marketingkampagnen sowie einer kontinuierlichen Erweiterung des Produktangebots geprägt. Im Vergleich
zum Q3 2007 stiegen die aktiven Kunden um 8,2 % auf 894.000. Davon waren erstmals 234.000 Kunden aktiv
(Q3 2007: 192.000). Dies entspricht einer Steigerung um 22,3 % gegenüber dem Q3 2007.
Der
Netto-Gaming-Ertrag pro aktiven Kunden im Q4 2007 stieg gegenüber dem Vorquartal um 9,8 % auf 100,2
EUR.
*2006 exklusive US- und Türkei-Geschäft; 2007 exklusive Türkei-Geschäft
4Geschäftsjahr 2007 (pro-forma konsolidiert)*
Gegenüber den wichtigsten
Mitbewerbern, die in USD bzw. GBP berichten, konnte bwin 2007 im Vergleich auf Euro-Basis das stärkste
organische Wachstum in den Netto-Gaming-Erträgen erzielen.
Brutto-Gaming-Erträge plus 21,4 %
bei 350,5 Mio. EUR (2006: 288,6 Mio. EUR)
Dank des starken Kerngeschäfts in den Bereichen
Sportwetten und Poker steigerte die Gruppe ihre Brutto-Gaming-Erträge (Wetteinsätze abzüglich
Wettgewinne) auf 350,5 Mio. EUR gegenüber 288,6 Mio. EUR im Jahr 2006. Damit erwies sich die Strategie
als richtig, einerseits in eigene Sportwetten- und Pokerplattformen zur Sicherung künftiger
Ertragspotenziale zu investieren und andererseits maßvoll zu expandieren.
Der aus dem Casino-
und Games-Bereich erwirtschaftete Bruttoertrag belief sich auf jeweils 61,1 Mio. EUR (2006: 56,9 Mio.
EUR) und 15,1 Mio. EUR (2006: 11,1 EUR).
Rekord-Sportwetten-Bruttoertrag: plus 19,0 % bei
191,9 Mio. EUR (2006: 161,2 Mio. EUR); Sportwetten-Marge bei 8,7 %
Der Bruttoertrag aus dem Bereich
Sportwetten stieg im Vergleich zum Vorjahr 2006 um 19,0 % auf 191,9 Mio. EUR (2006: 161,2 Mio. EUR). Die
Sportwettenmarge betrug im Geschäftsjahr 2007 8,7 % (2006: 8,7 %) und liegt damit innerhalb der
kommunizierten Bandbreite von 8 % bis 10 %. Mit über 90 verschiedenen Sportarten und mehr als 500 Ligen
in 100 Ländern bietet bwin Europas größtes Online-Sportwettenangebot.
Pokerumsatz: plus
38,6 % bei 82,3 Mio. EUR (2006: 59,4 Mio. EUR)
Der Pokerumsatz verbesserte sich im Vergleich zum
Vorjahr 2006 um 38,6 % auf 82,3 Mio. EUR (2006: 59,4 Mio. EUR). So ist bwin heute im Bereich Poker nicht
nur einer der führenden B2C-Anbieter (Business to Consumer), sondern auch einer der größten
B2B-Provider (Business to Business).
Netto-Gaming-Erträge: plus 25,9 % bei 309,7 Mio. EUR
(2006: 246,0 Mio. EUR) Die Netto-Gaming-Erträge (Brutto-Gaming-Erträge abzüglich aller
Erlösschmälerungen wie Wettgebühren, Casinosteuern und an Kunden gewährte Boni) betrugen im
Geschäftsjahr 2007 309,7 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr 2006 (246,0 Mio. EUR) entspricht dies einer
Steigerung von rund 25,9 %. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Netto-Gaming-Erträge aus dem
Bereich Poker (plus 49,7 % gegenüber dem Vorjahr 2006) auf 74,4 Mio. EUR sowie Sportwetten (plus 23,4 %
im Vergleich zum Vorjahr 2006) auf 166,1 Mio. EUR zurückzuführen.
1,6 Mio. aktive sowie
798.000 neue aktive Echtgeld-Kunden
Die Zahl der im Geschäftsjahr 2007 aktiven Kunden
(Einmalzählung über alle Produkte) sank im Vergleich zu dem von der Fußball-Weltmeisterschaft
geprägten Vorjahr 2006 von 1,8 Mio. um 6,9 % auf 1,6 Mio. Davon waren in 2007 798.000 Kunden erstmals
aktiv (2006: 1.200.000 neue aktive Kunden). Seit dem Q3 2007 ist allerdings eine steigende Tendenz sowohl
bei den aktiven als auch bei den neuen aktiven Kunden erkennbar.
Der Netto-Gaming-Ertrag pro
aktiven Kunden im Geschäftsjahr 2007 stieg deutlich um 35,3 % auf 189,2 EUR (2006: 139,9 EUR).
*2006 exklusive US- und Türkei-Geschäft; 2007 exklusive Türkei-Geschäft
5Ausblick
Der Geschäftsverlauf im Jahr 2008 lässt nach dem Q4 2007 ein weiteres Rekordquartal erwarten. So
stieg der durchschnittliche Brutto-Gaming-Ertrag pro Tag (Zeitraum: erste 75 Tage 2008) im Vergleich zum
Q4 2007 um rund 4,7 %. Für das Gesamtjahr 2008 rechnet das Unternehmen mit einer Sportwettenmarge in
einer Bandbreite von 8 % bis 10 %.
6Ausgewählte Kennzahlen
6.1bwin Gruppe (inkl.
bwin e.K.) in einer pro-forma konsolidierten Version In MEUR, außer Prozent Q4/2007 Q4/2006 2007 2006
2005
Wettumsätze
davon Sportwetten 621,7 543,2 2.227,2 1.992,3 1.085,8
davon
Casino 16,2 18,0 61,3 78,9 33,8
davon Poker 21,8 22,1 82,5 114,7 9,9
davon Games 4,8 3,6 15,5
13,5 5,5
Total 664,5 586,9 2.386,5 2.199,4 1.135,0
Brutto-Gaming-Erträge 102,3 93,1 353,5
381,7 144,0
davon Bruttoroherträge Sportwetten 59,5 49,4 194,2 174,6 94,8
Bruttorohertrag
Sportwetten in % 9,6 % 9,1 % 8,7 % 8,8 % 8,7 %
Wettgebühren, Casinosteuern, Provisionen & Lizenzen
-3,2 -3,3 -10,1 -10,3 -7,1
Boni (inkl. Loyalitätsprogramm) -9,7 -10,8 -30,8 -43,0 -9,9
Netto-Gaming-Erträge
davon Sportwetten 51,6 43,3 168,4 147,2 82,0
davon Casino 14,5 16,3
55,7 73,4 30,3
davon Poker 19,0 16,3 74,6 95,9 9,9
davon Games 4,3 3,1 13,9 11,9 4,8
Total Netto-Gaming-Erträge 89,4 79,0 312,6 328,4 127,0
Anzahl der Sportwetten (Tsd) 67.876
62.635 233.077 225.021 126.956
Anzahl der neuen aktiven Kunden (Gruppe gesamt) 234.281 233.948
803.632 1.365.387 573.975
Anzahl der aktiven Kunden (Gruppe gesamt) 894.369 916.104 1.659.819
2.162.250 754.574
Anzahl der aktiven Kunden (Sportwetten) 722.765 677.497 1.316.914 1.544.027
717.846
Anzahl der aktiven Kunden (Casino) 105.334 116.578 240.568 319.634 119.462
Anzahl der
aktiven Kunden (Poker) 244.230 284.859 509.416 708.526 55.108
Anzahl der aktiven Kunden (Games)
100.260 68.344 200.639 233.061 76.286
6.2EXKLUSIVE US- & TÜRKEI-GESCHÄFT
Die hier
dargestellten nicht geprüften Kennzahlen erläutern die Performance der bwin Gruppe unter Ausschluss des
US- und Türkei-Geschäftes und weisen daher Differenzen zum geprüften Abschluss des Wirtschaftsjahres
2006 auf.
bwin Gruppe (inklusive bwin e.K.) in einer pro-forma konsolidierten Version
In MEUR Q4/2007
Q1/2006
exklusive US- & Türkei-Geschäft Q2/2006
exklusive US- &
Türkei-Geschäft Q3/2006
exklusive US- & Türkei-Geschäft Q4/2006
exklusive US- &
Türkei-Geschäft 2006
exklusive US- & Türkei-Geschäft Brutto-Gaming-Erträge
davon
Sportwetten 59,5 35,9 38,5 41,1 45,7 161,2
davon Casino 16,2 13,8 13,4 13,7 16,0 56,9
davon
Poker 21,8 14,2 13,9 14,1 17,2 59,4
davon Games 4,8 2,4 2,8 2,9 3,0 11,1
Total
Brutto-Gaming-Erträge 102,3 66,3 68,6 71,8 81,9 288,6
Netto-Gaming-Erträge
davon
Sportwetten 51,6 31,5 28,7 34,6 39,8 134,6
davon Casino 14,5 12,7 12,3 12,6 14,4 52,0
davon
Poker 19,0 12,5 12,2 12,2 12,8 49,7
davon Games 4,3 2,1 2,4 2,5 2,7 9,7
Total
Netto-Gaming-Erträge 89,4 58,8 55,6 61,9 69,7 246,0
Anzahl der Sportwetten (Tsd) 67.876
48.884 54.413 48.653 58.349 210.299
Anzahl der neuen aktiven Kunden (Gruppe gesamt) 234.281
255.163 430.376 282.920 216.482 1.184.942
Anzahl der aktiven Kunden (Gruppe gesamt) 894.369
657.320 976.977 926.279 795.079 1.758.531
Anzahl der aktiven Kunden (Sportwetten) 722.765
552.887 866.131 771.452 643.284 1.467.365
Anzahl der aktiven Kunden (Casino) 105.334 72.970
84.845 98.396 95.079 236.073
Anzahl der aktiven Kunden (Poker) 244.230 118.986 133.934
191.887 198.199 383.800
Anzahl der aktiven Kunden (Games) 100.260 62.538 89.397 71.634 59.690
202.281
6.3bwin Gruppe (inkl. bwin e.K.) nach der "at-equity Methode"
In MEUR, außer
Prozent Q4/2007 Q4/2006 2007 2006 2005
Wettumsätze
davon Sportwetten 621,7 543,2
2.227,2 1.992,3 1.085,8
davon Casino 16,2 18,0 61,3 78,9 33,8
davon Poker 21,8 22,1 82,5
114,7 9,9
davon Games 4,8 3,6 15,5 13,5 5,5
Total 664,5 586,9 2.386,5 2.199,4 1.135,0
Brutto-Gaming-Erträge 102,3 93,1 353,5 381,7 144,0
davon Bruttoroherträge Sportwetten 59,5 49,4
194,2 174,6 94,8
Bruttorohertrag Sportwetten in % 9,6 % 9,1 % 8,7 % 8,8 % 8,7 %
Wettgebühren, Casinosteuern, Provisionen & Lizenzen -15,1 -12,8 -47,6 -54,3 -39,0
Boni (inkl.
Loyalitätsprogramm) -8,3 -10,0 -25,7 -35,1 -7,5
Netto-Gaming-Erträge
davon Sportwetten 41,1
34,6 136,0 111,1 52,5
davon Casino 14,5 16,3 55,7 73,4 30,3
davon Poker 19,0 16,3 74,6 95,9
9,9
davon Games 4,3 3,1 13,9 11,9 4,8
Total Netto-Gaming-Erträge 78,9 70,3 280,2 292,3 97,5
Anzahl der Sportwetten (Tsd) 67.876 62.635 233.077 225.021 126.956
Anzahl der neuen
aktiven Kunden (Gruppe gesamt) 234.281 233.948 803.632 1.365.387 573.975
Anzahl der aktiven
Kunden (Gruppe gesamt) 894.369 916.104 1.659.819 2.162.250 754.574
Anzahl der aktiven Kunden
(Sportwetten) 722.765 677.497 1.316.914 1.544.027 717.846
Anzahl der aktiven Kunden (Casino)
105.334 116.578 240.568 319.634 119.462
Anzahl der aktiven Kunden (Poker) 244.230 284.859
509.416 708.526 55.108
Anzahl der aktiven Kunden (Games) 100.260 68.344 200.639 233.061
76.286
Rückfragehinweis
Investoren:
Konrad Sveceny,
Investor Relations
www.bwin.ag
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mongocliquee
Das Verwaltungsgericht Mainz
hat in einem durch die Bielefelder Kanzlei KARTAL geführten Eilverfahren mit Beschluss vom 26.03.2008
(Aktenzeichen: 6 L 48/08.MZ) zugunsten eines privaten Sportwettenvermittlers entschieden.
In
seinen ersten Beschlüssen nach dem am 01.01.2008 In Kraft getretenen Staatsvertrag zum Glücksspielwesen
(GlüStV) geht das Verwaltungsgericht Mainz. davon aus, dass die seit Januar 2008 geltende gesetzliche
Neuregelung des Sportwettenmonopols den verfassungs- und europarechtlichen Anforderungen an ein
staatliches Wettmonopol nicht in hinreichendem Maß Rechnung trage.
Das Sportwettenmonopol
zugunsten der privaten Lotto Rheinland-Pfalz GmbH verstoße mit großer Wahrscheinlichkeit gegen
nationales Verfassungsrecht sowie gegen europäisches Gemeinschaftsrecht.
Mit dem OLG
Düsseldorf (Beschluss vom 03.03.2008) und der Europäische Kommission, geht das Verwaltungsgericht Mainz
davon aus, dass auch bei einem privaten Glücksspielmonopol der Gleichbehandlungsgrundsatz beachtet und
demgemäß ein diskriminierungsfreies Auswahlverfahren stattfinden müsse. Ein solches sei bisher
ersichtlich nicht durchgeführt worden und weder gesetzlich vorgesehen noch tatsächlich beabsichtigt.
Künftig müsse (auch nach Auffassung dem OLG Düsseldorf) das betraute private Lottounternehmen in einem
transparenten und fairen Bieterwettbewerb zu ermitteln sein. Auch die Europäische Kommission habe in
ihrem an die Bundesregierung gerichteten Aufforderungsschreiben gemäß Art. 226 EG-Vertrag vom
31.01.2008 ausgeführt, dass in Rheinland-Pfalz ein privates Unternehmen ohne maßgebliche staatliche
Beteiligung die Lotterie im Rahmen einer staatlichen Konzession und ohne vorherige Ausschreibung, durch
die die Beachtung der Grundsätze der Transparenz und der Nichtdiskriminierung gewährleistet würde,
betrieben habe und weiterhin betreiben werde. Daraus ergebe sich, dass § 25 Abs. 3 GlüStV
möglicherweise mit Art. 43 EG-Vertrag unvereinbar sei. Die Bundesrepublik Deutschland habe daher gegen
ihre Verpflichtungen gemäß Art 43 EG-Vertrag verstoßen.
Das Gericht stellt zudem fest, dass
der neue Glücksspielstaatsvertrag sowie das Landesglücksspielgesetz hinter den Anforderungen
zurückbleiben, die das Bundesverfassungsgericht in seiner grundlegenden Entscheidung vom 28.03.2006 an
die Zulässigkeit eines staatlichen Monopols gestellt hat. Dies gilt jedenfalls für die Ausgestaltung
des Vertriebssystems. Hier hat sich auch nach 2 Jahren tatsächlich im Wesentlichen wenig geändert. Nach
wie vor vertreibe die private Lotto GmbH ODDSET über ihr breitgefächertes Netz von Lottoannahmestellen,
dem die offizielle Maxime "weites Land – kurze Wege" zugrunde liege. Dabei handele es sich vor allem um
Zeitschriften- und Tabakläden oder ähnliche kleine oder mittelständische Gewerbebetriebe, so dass der
Vertrieb in bewusster Nähe zum Kunden stattfinde. Dadurch werden die Möglichkeit zum Sportwetten
weiterhin zu einem allerorts verfügbaren "normalen" Gut des täglichen Lebens (so ähnlich auch VG
Neustadt, Beschluss vom 05.03.2008).
Nach alledem wiegen nach Auffassung des Gerichts die
aufgezeigten europa- und verfassungsrechtlichen Defizite im neuen Glücksspielrecht bereits so schwer,
dass sie unabhängig von weiteren europarechtlichen Bedenken (z. B. Frage der Erforderlichkeit einer
kohärenten Regelung des gesamten Glücksspielbereichs, vgl. dazu die Vorlagebeschlüsse VG Gießen, VG
Stuttgart und VG Schleswig-Holstein) zu einer Interessenabwägung zu Gunsten des Antragstellers führen
müssen, zumal insoweit das Grundrecht des Art. 12 GG sowie die im EG-Vertrag statuierte
Dienstleistungsfreiheit und Niederlassungsfreiheit berührt werden.
Der Unterzeichner weist
darauf hin, dass nach Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrages nun mit dem Verwaltungsgericht
Mainz neben dem Verwaltungsgericht Neustadt a. d. W. bereits das zweite Verwaltungsgericht in
Rheinland-Pfalz eine Entscheidung zugunsten privater Vermittler getroffen hat.
lg
Mongocliquee
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mongocliquee
Der
heutige 1. April könnte ein historischer Tag für alle Online-Spieler in den Niederlanden werden: Soeben
hat der holländische Senat mit 37 zu 35 Stimmen gegen das geplante Anti-Online-Gambling-Gesetz
entschieden. Damit scheint in unserem Nachbarlland der Weg zu einer vernünftigen legalen Lösung in
Sachen Online-Poker frei zu sein. Das Monopol der staatlichen Spielbanken ist durch das Votum definitiv
durchbrochen. Zunächst war vorgesehen gewesen, ihnen für drei Jahre ein Monopol zu überlassen. Geplant
war der Aufbau einer eigenen Webpräsenz. Das Gesetz hätte es den staatlichen Casinos ermöglicht,
sofort alle privaten Anbieter zu verklagen, wenn sie Kundschaft aus den Niederlanden gehabt hätten
Bislang hatten die holländischen Behörden das Verfahren stets verzögert. Möglicherweise ist
der neue Beschluß auf Druck der EU-Kommission zustandegekommen. Diese hatte ihre 27 Mitgliedsstaaten
kürzlich vor jeglichen Monopol-Bestrebungen ausdrücklich gewarnt. Nun gilt es nur noch eine Lösung
für den Zahlungsverkehr zu finden, der momentan für Online-Spieler ebenfalls rigide beschränkt
wird.
Das heute ein Hearing über den UIGEA ist, war ja schon länger bekannt. Hat sonst
keiner andere News gefunden ?
Hier der Link falls wer das Hearing Live anschauen will :
http://www.house.gov/apps/list/hearing/financialsvcs_dem/hr040208.shtml
Findet um 10:00 EST statt, also sprich um 16:00 unserer Zeit. Viel Spass beim anschauen
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mongocliquee
Brüssel - Deutschland hat mehr
Zeit erhalten, seinen umstrittenen neuen Staatsvertrag zum Glücksspiel bei der EU-Kommission zu
verteidigen. Die Frist sei bis zum 2. Juni verlängert worden, erfuhr die WELT in Brüssel. Eigentlich
hätte die Bundesregierung bis Anfang dieser Woche auf die rechtlichen Vorwürfe der EU antworten
müssen. Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy hat ein kritisches Auge auf verschiedene Beschränkungen
in dem Staatsvertrag geworfen, wie etwa das Verbot von Internet-Wetten oder Werbebegrenzungen. Die
EU-Behörde hatte daher im Januar ein formelles Verfahren gegen die Bundesrepublik eingeleitet, weil
solcherlei Vorgaben europäisches Binnenmarktrecht verletzten könnten.
Die Bundesregierung
ist zwar Adressat des Mahnschreibens aus Brüssel. Doch zuständig sind die Länder, und die konnten sich
offenbar nicht auf einen Konsens für eine gemeinsame Antwort an McCreevy einigen. Sie hätten deshalb um
eine Fristverlängerung gebeten, hieß es in diplomatischen Kreisen in Brüssel. Federführend ist
derzeit Hessen. McCreevy stößt sich an dem generellen Verbot von Glücksspielen im Internet und dabei
insbesondere von Sportwetten. dmt
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Weil ich meine das der nachfolgende Bericht sehr gut ist!
mongocliquee
Mehr als eineinhalb Millionen Spieler zocken auf der Website von Bwin. Der
Anbieter von Sportwetten im Internet agiert von der Steueroase Gibraltar aus. WELT ONLINE war dort und
hat den Quotenmachern über die Schulter geschaut. Wer Fehler macht, versenkt ein Vermögen – zur
Freude mancher Wettfans.
Pavel Pardo legt den Ball an die gegnerische Ecke im
Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion. Es ist die 20. Minute des Bundesligaspiels Stuttgart gegen Hamburg
(29. März). 55.000 Stadionzuschauer beobachten, wie der VfB-Mittelfeldspieler Pardo den Ball seinem
Teamkollegen Roberto Hilbert zuspielt. Hilbert nimmt an und trifft ins Tor. Während in Stuttgart die
VfB-Fans das 1:0 lautstark bejubeln, wird David Kuss 1840 Kilometer weiter südwestlich hektisch.
Der Ire ist einer von 70 Buchmachern, die in Gibraltar für den privaten Sportwettenanbieter Bwin
arbeiten. Die Buchmacherzentrale ist das Herz des Konzerns. Innerhalb von Sekunden müssen
Mathematik-Asse wie Kuss die Wettquoten ändern - jedes Mal, wenn irgendwo ein Tor fällt, ein Matchpunkt
gewonnen wird oder ein Boxer k.o. geht. Verschätzen sich die Buchmacher, verliert das Unternehmen Bwin
Millionen.
Das passiert recht selten: Der österreichische Konzern ist die weltweite Nummer
eins unter den Sportwettfirmen. 1,6 Millionen aktive Spieler zocken auf der Website. An Spitzentagen
platzieren sie bis zu eine Million Wetten, jede mit einem durchschnittlichen Einsatz von sechs bis acht
Euro.
Gesteuert wird das Geschäft aus einem schmucklosen Hochhaus am Hafen des britischen
Territoriums Gibraltar. 19 der größten Glücksspielfirmen Europas, darunter Firmen wie Partygaming,
888, Ladbrokes und Betbull, sitzen auf der kleinen Halbinsel an der Südspitze Spaniens. Die meisten
haben Büros in dem Hochhauskomplex über und unter Bwin gemietet. 1700 Beschäftigte und damit jeder
zehnte Erwerbstätige in Gibraltar arbeiten bei den Wettanbietern.
Gibraltar vergibt großzügig
Lizenzen an Wettanbieter
Die Branche hat sich an den Fuß des Affenfelsens zurückgezogen, weil die
gibraltarische Regierung großzügig Glücksspiellizenzen an private Anbieter vergibt. In Deutschland und
den meisten anderen europäischen Ländern gilt dagegen ein staatliches Wettmonopol. Auch steuerlich ist
Gibraltar für die Konzerne attraktiv: Pro Jahr müssen sie maximal rund eine halbe Million Euro Abgaben
zahlen - in Relation zu den Milliardenumsätzen keine relevante Größe.
An Bundesligatagen
herrscht in der Bwin-Buchmacherzentrale Hochbetrieb. 65 Männer mit T-Shirts, Jeans oder Jogginghose aus
21 Nationen sitzen dicht an dicht vor ihren Computern und arbeiten konzentriert. Weil Bwin so stark
expandiert, ist es eng geworden. Bald soll ein weiteres Stockwerk gemietet werden. Mit seinen 31 Jahren
ist der irische Buchmacher Kuss einer der Ältesten im Raum. Seine Turnschuhe hat er neben dem
Schreibtisch abgestellt. Nervös wippen seine besockten Füße auf den Boden. Mit Journalisten will der
stille Computerfreak eigentlich nicht gern reden. Keine Zeit. Nur so viel: Seine Hobbys sind Fußball und
Sportwetten. Sein Job auch.
Kuss starrt auf die vier Bildschirme vor sich. Auf einem Schirm
läuft das Fußballspiel, der zweite zeigt die Bwin-Homepage, der dritte die interne Quotensoftware, und
auf dem vierten beobachtet er die Quoten des Bwin-Konkurrenten Betfair. Hastig fliegen seine Finger über
die Tastatur. Denn durch das Tor im Gottlieb-Daimler-Stadion ändert sich die Wahrscheinlichkeit dafür,
dass Stuttgart gewinnt. Kuss muss die Quoten anpassen. Im gleichen Moment erscheinen sie auf der Homepage
von Bwin. Vor dem Tor hätte man für einen Euro Einsatz auf Stuttgart 2,20 Euro bekommen. Jetzt sind es
nur 1,40 Euro.
Doch nicht nur die Quoten auf die Gewinnermannschaft muss er aktualisieren. Bei
Top-Spielen können die Nutzer auf rund 100 verschiedene Einzelwetten live im Internet setzen: Wer kriegt
die erste Gelbe Karte? Wer den ersten Freistoß, den ersten Elfmeter? Wann fällt das erste Tor? Weil
Kuss nicht alles gleichzeitig ändern kann, friert er bei jeder brenzligen Spielsituation die Wettquoten
kurz ein.
Hochleistungssport Buchmacher
"Als Buchmacher zu arbeiten ist
Hochleistungssport", sagt Phil Moorby. Er weiß, wovon er spricht: Der 44-jährige Chefbuchmacher ist
seit mehr als 20 Jahren im Geschäft. Vor allem stressresistent sollen die Buchmacher sein, dazu gut in
Mathematik und echte Sportfans. Denn um den Dienstplan flexibel halten zu können, muss jeder Mitarbeiter
die Grundregeln aller 90 bei Bwin angebotenen Sportarten draufhaben und über die Sportler, mögliche
Verletzungen oder Streitigkeiten im Team Bescheid wissen. Neulinge fangen meist mit Fußball an. Das ist
einfacher als Sportarten wie Volleyball oder Tischtennis, bei denen sich der Punktestand im Minutentakt
ändern kann.
Moorby lebt für seinen Job. Früher arbeitete er sieben Tage die Woche, 16 Stunden am
Tag. Jetzt begnügt er sich mit Zehn-Stunden-Tagen. Seine vierjährige Tochter hat er zuletzt vor drei
Tagen gesehen. Sport im Fernsehen kann der Brite schon lang nicht mehr genießen. "Ich sehe nur noch
Zahlenkolonnen vor mir, wenn ich Spiele angucke." Seine jungen Mitarbeiter sind da anders. Nach
Dienstschluss bevölkern sie mit den englischen Touristen die Pubs von Gibraltar. Bei Bier, Fisch und
Fritten starren sie auf riesige Leinwände. Fußball und Pferderennen gehen am besten.
Viel mehr als
im Pub sitzen kann man in der britischen Exklave in seiner Freizeit ohnehin nicht tun. Die
Touristenattraktionen - der von Affen bevölkerte Felsen, eine Tunnelanlage aus dem Zweiten Weltkrieg,
zwei Höhlen und Delfine vor der Küste - sind in einem Tag abgearbeitet. Das Skurrilste an Gibraltar ist
der Flughafen. Aus Platzmangel kreuzt die Piste die einzige Straßenverbindung mit Spanien. Während
Start oder Landung wird die vierspurige Landstraße durch eine Schranke gesperrt. Gerade mal 6,5
Quadratkilometer ist die Halbinsel im Mittelmeer groß. Das entspricht in etwa der Fläche der Kölner
Altstadt, nur dass die nicht zur Hälfte aus einem Jurafelsen besteht. "Man bekommt manchmal ein bisschen
Platzangst hier", sagt einer der Buchmacher.
Psychische Belastung beim Quotenmachen
Mehr
als vier Spiele hintereinander darf kein Buchmacher steuern. Länger hält die psychische Belastung
niemand aus. "Manche Mitarbeiter muss ich aber regelrecht nach Hause drängen, so fanatisch sind die",
sagt Moorby. 30.000 bis 90.000 Euro verdient ein Buchmacher im Jahr, ein großer Teil des Gehalts ist
gewinnabhängig.
"Unentschieden oder Außenseiter-Siege sind uns lieber", sagt Moorby. Die meisten
Wettfans setzen auf den Favoriten. Verliert der, bleibt mehr Geld für Bwin. "Das Ziel ist, dass das
eingesetzte Wettgeld auf beide Mannschaften so gleichmäßig verteilt ist wie möglich." So minimiert
Bwin das Risiko. Während des Stuttgart-Hamburg-Spiels setzen immer mehr Internet-Nutzer auf Stuttgart.
Um Geld auf die Hamburg-Seite zu locken, erhöht Kuss die Quote für den HSV fast minütlich: Steht sie
anfangs bei 3,05, steigt sie nach dem Tor für Stuttgart auf 7,5. Am Ende liegt sie bei 51.
Wichtigster Wettmarkt: Deutschland
Zwar basiert das Quotensystem auf statistischen Regeln, der
Buchmacher hat aber keine Zeit für lange Rechnerei. Da muss das Bauchgefühl herhalten oder eben ein
Blick auf die Quoten der Konkurrenz. Kleinste Fehlentscheidungen haben enorme Wirkung. Einerseits müssen
die Quoten so attraktiv sein, dass viele Nutzer setzen. Anderseits will Bwin nicht als Wohltäter mit
Verlust nach Hause gehen. Als Faustregel gilt: 90 Prozent der Einsätze schüttet das Unternehmen als
Gewinn aus.
Der wichtigste Markt für Bwin ist Deutschland. Mehr als sieben Millionen Deutsche
wetten um Geld. Ausgerechnet seit dem Wettskandal des bestochenen Fußball-Schiedsrichters Robert Hoyzer
2004 haben die Deutschen ihre Wettleidenschaft entdeckt.
Bei Bwin ist Christine Bauers dafür
zuständig, die Hoyzers dieser Welt zu finden. Mit ihrem achtköpfigen Team aus Kriminologen und
Psychologen beobachtet die 35-jährige Deutsche die eingehenden Wetten. Setzt ein Nutzer viel Geld auf
Sportarten, bei denen er sonst nie wettet? Werden bei einem Spiel überdurchschnittlich viele Einsätze
auf den Außenseiter platziert? Wettet jemand, der Insiderinformationen hat? Es kommt immer wieder vor,
dass Physiotherapeuten, Nachbarn oder Ehefrauen von Spielern mitwetten. Dank umfangreicher Listen der
nationalen Sportvereine und mit Hilfe der Suchmaschine Google fliegen solche Betrüger regelmäßig auf.
"Da leisten wir echte Detektivarbeit", sagt Bauers.
Wie Betrüger sich Wett-Gewinne sichern
wollen
Vor einigen Tagen versuchte ein polnischer Fußballspieler, aufs eigene Spiel zu setzen. Da
sich Bwin-Nutzer mit ihrem Personalausweis registrieren müssen, gehen solche Versuche meist schief.
Sobald Bauers etwas Ungewöhnliches auffällt, schlägt sie bei der European Sports Security Association
Alarm. Das ist eine Art Früherkennungssystem von elf großen Wettanbietern. Beobachtet eine Firma
Unregelmäßigkeiten, informiert sie die anderen. Innerhalb von 60 Minuten gibt es Rückmeldung.
"Bestätigt sich ein Verdacht, rufen wir die Polizei."
Bei dem Hamburg-Stuttgart-Spiel bleibt
für Bauers Team alles ruhig. Keine besonderen Vorkommnisse. Stuttgart gewinnt 1:0, Torschütze Hilbert
lässt sich von den Fans feiern, und auch der Buchmacher Kuss ist zufrieden. Obwohl Stuttgart von Anfang
an Favorit war, hat er einen guten Gewinn eingefahren. Endlich Feierabend: Kuss geht Fußball gucken.
Quelle : http://www.welt.de/webwelt/article1897700/Wie_bei_Bwin_die_Macher_der_Sportwetten_regiere
n.html
Lg Mongocliquee
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mongocliquee
Wie ich gerade auf der HP des EUGH
festgestellt habe findet am 29.4 eine mündliche Verhandlung wegen der Dienstleistungsfreiheit beim EUGH
statt :
Dienstag 29. April
Große Kammer
09.30 : Mündliche Verhandlung
C-42/07 Liga Portuguesa de Futebol Profissional und Baw International
Hier ist die Klage
abrufbar :
http://curia.europa.eu/jurisp/cgi-bin/form.pl?lang=DE&Submit=Rechercher=alldocs&numaff=C-
42/07&datefs=&datefe=&nomusuel=&domaine=&mots=&resmax=100
Schön langsam wirds spannend !
Lg Mongocliquee
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mongocliquee
HG Wien erlässt einstweilige Verfügung und bestätigt Zulässigkeit des bwin Angebots
Österreichische Zivilgerichte haben sich in letzter Zeit in Wettbewerbsverfahren mehrfach mit der
Gemeinschaftskonformität des österreichischen Glücksspielmonopols auseinandergesetzt und sich dazu
stets sehr kritisch geäußert. Anlassfall der jüngsten Entscheidung des Handelsgerichts Wien war ein
Zeitungsinserat des österreichischen Monopolbetreibers Österreichische Lotterien GmbH ("ÖLG") in einer
österreichischen Tageszeitung sowie gleichlautende Hinweise auf der Homepage der ÖLG. Darin hat ÖLG
mit dem Slogan "win2.day at – Das einzig legale Spielangebot im Internet" geworben und behauptet,
Spielteilnehmer an ausländischen Internetspielen würden leicht ins Visier der Finanzbehörden geraten
und könnten mit Strafen bis zu 7.500 Euro belangt werden. Die Aussagen beziehen sich auf
Internetspielbanken; Sportwetten sind in Österreich seit mehreren Jahrzehnten nicht Teil des
Glücksspielmonopols und können auf Basis von Lizenzen auch von privaten Anbietern betrieben werden.
Die bwin International Ltd. ("bwin"), Branchenführer unter den privaten
Internet-Glücksspielanbietern in Österreich, hat ÖLG in der Folge auf Unterlassung derartiger
Behauptungen geklagt und gleichzeitig eine einstweilige Verfügung beantragt. Diese einstweilige
Verfügung hat das Handelsgericht Wien mit Beschluss vom 7. April 2008 antragsgemäß erlassen.
Das Handelsgericht Wien hält die Behauptungen der ÖLG für unrichtig, irreführend und herabsetzend.
Ein Leser wird sie nämlich auf bwin als die wohl bekannteste ausländische Anbieterin von
Internet-Glücksspielen beziehen und den Eindruck gewinnen, dass das Angebot von bwin illegal sei und er
sich strafbar mache, wenn er das Angebot in Anspruch nimmt. Dieser Eindruck ist aber – so das
Handelsgericht Wien – unrichtig. Die Rechtmäßigkeit des Glücksspielangebots von bwin war nämlich
bereits Gegenstand mehrerer Verfahren und ist von sämtlichen damit befassten Gerichten bestätigt
worden. Das Handelsgericht Wien beruft sich zur Begründung seiner Entscheidung insbesondere auf aktuelle
Entscheidungen des Oberlandesgerichts Wien und führt aus, dass in Österreich in Anbetracht der breiten
Palette an monopolisierten Spielmöglichkeiten und der aggressiven Bewerbung nicht von einer kohärenten
und systematischen Beschränkung der Spielleidenschaft gesprochen werden könne. Auch die von ÖLG
vorgebrachten ordnungspolitischen Ziele könnten nach Ansicht des Handelsgerichts Wien ein Monopol nicht
rechtfertigen, weil diese Ziele ebenso effektiv mit einem gemeinschaftskonformen Konzessionssystem mit
einer angemessenen Zahl an Konzessionen unter strengen Auflagen und Kontrollen erreicht werden könnten.
Nach Ansicht des Gerichts bedeutet sohin das österreichische Glücksspielmonopol eine unzulässige
Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit und der Anwendungsvorrang des Gemeinschaftsrechts führt dazu,
dass bwin auch Online-Casinospiele legal anbietet. Die Behauptungen der beklagten ÖLG seien daher
objektiv unrichtig, irreführend und herabsetzend.
Die Entscheidung zeigt einmal mehr, dass
(auch) in Österreich Handlungsbedarf für die Politik besteht. Sofern Österreich Gemeinschaftsrecht
entsprechen will - wovon auszugehen ist -, dann ist eine zeitgemäße Regulierung des
Online-Glücksspiels unerlässlich.
Dr. Thomas Talos, Partner bei Brandl & Talos
Rechtsanwälte GmbH
Mag. Petra Guth, Rechtsanwaltsanwärterin bei Brandl & Talos Rechtsanwälte
GmbH
Brandl & Talos Rechtsanwälte GmbH
Mariahilfer Straße 116
A-1070 Wien
Tel: 0043/1/522 57 00
Fax: 0043/1/522 57 01
Email: office@btp.at
www.btp.at
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jubi
Haushaltsminister stellt neue
Politik vor
Die Spekulationen vor einer Woche, dass der französische Präsident Sarkozy in
Kürze eine Kursänderung in Sachen Glücksspiel bekannt geben wird, wurden diese Woche bestätigt als
Haushaltsminister Eric Woerth vor französischen Medienvertretern Sarkozys Vorhaben einer
„kontrollierten Öffnung“ des Wettmarktes im Jahr 2009 oder 2010 verkündete.
Woerth sagte
der französischen Tageszeitung Le Parisien, dass private Wettanbieter, die eine Lizenz unter den
Regulierungsrichtlinien in Frankreich in Zukunft den selben Bedingungen und Steuerregimen unterliegen
werde, wie das derzeitige Staatsmonopol in Frankreich, Pari Mutuel Urbain (PMU).
Woerth
erwartet, dass die Regierung ihre Pläne zur neuen Glücksspielpolitik noch in diesem Jahr abschließen
wird und in 2009 oder 2010 eine Testphase starten wird.
Nicolas Sarkozy hatte schon zuvor
seine Bereitschaft zu einer Öffnung des Gamblingmarktes signalisiert. Minister Woerth und andere Beamte
aus Frankreich haben sich in diesem Jahr mit der Europäischen Kommission in Brüssel beraten. Es wird
davon ausgegangen, dass die Formulierung der provisorischen Richtlinien schon weit fortgeschritten
ist.
Mit den neuen Gesetzen wird der Markt für Online Casinos geöffnet, was Partick
Partouche, Chef der Partouche Casino-Gruppe, diese Woche begrüßt hat. Seine Firma unterhält bereits
eine Interactive Gambling Abteilung.
Als einer der neun widerspenstigen EU Staaten, die am
heftigsten gegen jeglichen Wettbewerb in den von Staatsmonopolen beherrschten Glücksspielmärkten
gekämpft hat, fand sich Frankreich zunehmend dem Druck der Europäischen Kommission ausgesetzt, die
darüber wacht, dass alle EU Mitgliedsländer im Handelsblock die EU Richtlinien, in diesem Fall den
freien Güter- und Dienstleistungsverkehr, einhalten.
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Gruß