Na dann noch ein paar kritische Worte des unabhängigen Experten von mir:
Präsentation: der
Interessent sollte herauslesen, daß Breitenfeld die bessere (kleinere, feinere, spezialisiertere)
Boehler-Uddeholm sei.
IPO-Timing: hmm, Goldman Sachs hat sich schon aus der Voestalpine
verabschiedet, irgendwann dürfte der Zenit des Stahlbooms überschritten sein. Muß nicht grad jetzt
sein, und manche Zykliker werden jetzt schon wieder appetitlich billig, es wird also noch einige
Anstiegerl geben können. Aber man sollte zurück denken, wo sie her kommen. Wir sind meiner Meinung nach
jedenfalls im dritten Drittel des Stahlbooms. Wundert mich eher nicht, daß Altaktionäre bei akzeptablen
Preisen raus wollen.
Qualität der Firma selbst: Alleinstellungsmerkmal konnte uns nicht
ausreichend näher gebracht werden. Ich habe nichts entdeckt, das die Firma für mich interessanter macht
als die vielleicht vergleichbarste Firma Boehler-Uddeholm. Als kleinen Nachteil hat die Firma noch die
geringere Größe.
Vortragende: halt keine begnadeten Redner, aber ist mir eh lieber als
perfekte Schauspieler und Showmaster.
Zuteilungschancen: Bei z.B. Brokerjet hoch, vor allem
bei Order bis 26.11.07. In der momentanen Börseverfassung kann ich mir eine extreme Überzeichnung aber
ohnehin schwer vorstellen. Man könnte also mehr bekommen, als einem lieb ist. Also lieber keine
Phantasiemengen ordern, sondern nur, was man sich wirklich leisten kann und will.
Haus: nett,
bekannt vom Strabag-IPO.
Raum: beengt, zu viele Leute und zu viele Tischchen auf zu engem Raum
(hängt eventuell damit zusammen, daß die Kunden eines Brokers nicht registriert waren, d.h. eventuell
sind mehr Leute gekommen als eingeplant war).
Publikum: einige angenehme Gesprächspartner,
doch wurde vorwiegend nicht über Breitenfeld, sondern über den heutigen Börsetag gesprochen. Manchen
sitzt der Schock tief in den Knochen, einzelne wollen morgen früh darauf verzichten, die Tageszeitung
aufzuschlagen.
Snacks vor der Party: Verhackert war gut, leider nicht genug Brotchips zum
Löffeln, und natürlich kein Besteck, also ist das meiste übrig geblieben.
Buffeterstürmung: Da war schon einiger Mob dabei. Gönnen einem nicht einmal die paar Wachtelbohnen
auf dem Teller. Niedere Schichten tummelten sich auch auf der Party: Übervolle Teller, und dann die
Hälfte übrig lassen, während andere fast nix oder gar nix bekommen! Wenn die Prophezeiung meines
Pfarrers stimmt, werden die Gierigsten dereinst alle in der Hölle schmoren! Vecernicek, leicht wie eine
Feder, wird hingegen hoch über den Wolken schweben, denn er hat seinen Appetit zügeln können
Gezwungenermaßen, ist halt nicht so ein Ellbogenmensch.
Warme Schokolade im Topf: wäre
ausreichend vorhanden gewesen, aber wir noblen Anleger trinken ja nicht direkt aus dem Topf, also ist die
Schokolade übrig geblieben.
Trinken: Rot, Weiß, Bier, Mineral, Orangensaft, ausreichend.
Dekoration: Wenn die Kerzen, der Schokoladetopf und die Obstringe weg wären, hätte man mehr
Platz. Aber schön war´s. Man hätte direkt ein Photo machen können.
Geschenk: Hab mir
schon beim Reingehen so einen Nußöffner aus Edelstahl genommen, beim Rausgehen war jedenfalls nichts
mehr da. Aber bei meinen Nüssen beißt sich der die Zähnt aus, der ist gemacht für das Knacken von
Papiernüssen. Werd ihn also einer widmungswidrigen Verwendung zuführen. Wenn er brav ist, bringt er´s
bei mir bis zum Schuhlöffel 