Steuerdiskussion - Teil 6 | aktie.at Forum
Steuerdiskussion - Teil 6 interessant
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.2.14 13:12)

Es geht in die heiße Phase...

  

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Antworten zu diesem Thema
Steuerdiskussion - Teil 6, ModeratorRang: Glückspilz(91), 09.12.10 11:35
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
Der aktuelle Stand der Diskussion
26.8.10 12:45
1
Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
26.8.10 13:50
2
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
26.8.10 13:54
3
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
26.8.10 14:10
4
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!gut analysiertgut analysiertgut analysiert
26.8.10 21:24
5
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
26.8.10 21:57
6
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
27.8.10 08:26
7
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
27.8.10 08:55
8
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
27.8.10 09:19
9
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
27.8.10 09:28
10
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
27.8.10 09:36
11
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
27.8.10 10:11
12
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
27.8.10 10:19
13
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
28.8.10 07:43
14
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
28.8.10 08:04
15
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
30.8.10 10:22
16
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!interessant
30.8.10 10:30
17
      RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
30.8.10 10:53
18
Bankenabgabe - Vor nächster 'grosser Runde' weiterhin D...
30.8.10 15:53
19
Speki Pröll im Sommergespräch
30.8.10 22:42
20
RE: Speki Pröll im Sommergespräch
31.8.10 06:37
21
      RE: Speki Pröll im Sommergespräch
31.8.10 07:27
22
      RE: Speki Pröll im Sommergespräch
31.8.10 11:03
23
      RE: Speki Pröll im Sommergespräch
31.8.10 11:50
24
      RE: Speki Pröll im Sommergespräch
31.8.10 15:04
25
      RE: Speki Pröll im Sommergespräch
31.8.10 16:06
26
      RE: Speki Pröll im Sommergespräch
31.8.10 19:31
27
Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippe
31.8.10 12:05
28
RE: Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippegut analysiert
31.8.10 18:08
29
      RE: Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippe
31.8.10 18:46
30
      RE: Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippe
31.8.10 20:17
31
      RE: Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippe
31.8.10 19:17
32
Die grosse Pensionslügeinteressant
31.8.10 18:24
33
RE: Die grosse Pensionslüge
31.8.10 19:12
34
Bankensteuer vor dem Scheitern
02.9.10 20:28
35
Bankensteuer - SPÖ beharrt auf 500 Millionen
03.9.10 09:28
36
      Bankensteuer - Linie der ÖVP unverändert
03.9.10 09:30
37
      RE: Bankensteuer - Linie der ÖVP unverändert
03.9.10 17:05
38
      Experten fixieren Details zur Banken-Abgabe
06.9.10 21:04
39
      RE: Manchmal möchte man Deutscher sein
06.9.10 21:27
40
Finance Ministers Fail to Agree on EU Financial Transac...
07.9.10 14:44
41
"Superreich" mit einer Million Euro?
08.9.10 12:52
42
RE: "Superreich" mit einer Million Euro?witziggut analysiert
08.9.10 12:59
43
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
08.9.10 13:09
44
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
08.9.10 13:24
45
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
08.9.10 13:33
46
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
08.9.10 13:42
47
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
08.9.10 14:02
48
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
08.9.10 14:27
49
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
08.9.10 13:51
50
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
08.9.10 14:29
51
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
08.9.10 19:27
52
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
09.9.10 08:18
53
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
09.9.10 12:34
54
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
09.9.10 12:38
55
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
09.9.10 16:22
56
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
09.9.10 16:34
57
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
09.9.10 16:45
58
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
09.9.10 16:48
59
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
10.9.10 08:20
60
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
10.9.10 09:01
61
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
10.9.10 13:34
62
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
10.9.10 14:37
63
      RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
10.9.10 15:20
64
      RE: "Superreich" Zwei Drittel der Österreicher: "Wir si...
09.9.10 16:48
65
      RE: "Superreich" Zwei Drittel der Österreicher: "Wir si...
10.9.10 16:33
66
      RE: "Superreich" Zwei Drittel der Österreicher: "Wir si...
10.9.10 16:45
67
      ÖIAG-Michaelis erhält Bonus für Mitarbeiterabbau
10.9.10 22:18
68
      RE: ÖIAG-Michaelis erhält Bonus für Mitarbeiterabbau
11.9.10 09:22
69
      Bankensteuer: Zwischen Groß und Klein kracht es
11.9.10 09:34
70
      RE: Bankensteuer: Zwischen Groß und Klein kracht es
12.9.10 22:05
71
      Bisheriger Politik-Verdienst von Faymann 3,6 Mio. Euro ...
15.9.10 20:38
72
      RE: Bisheriger Politik-Verdienst von Faymann 3,6 Mio. E...
15.9.10 22:55
73
Griechenland zieht Steuersenkungen für Unternehmen vor
13.9.10 09:34
74
RE: Griechenland zieht Steuersenkungen für Unternehmen ...
16.9.10 07:43
75
"Ohne weitere staatliche Eingriffe wird es nicht gehen"
15.9.10 21:57
76
SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
16.9.10 08:51
77
RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
16.9.10 08:56
78
RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
16.9.10 22:52
79
RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
17.9.10 06:01
80
RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
16.9.10 09:15
81
RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
16.9.10 09:31
82
      RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
17.9.10 10:08
83
Häuptling Großer Fuß
17.9.10 09:40
84
RE: Häuptling Großer Fuß
17.9.10 09:54
85
      RE: Häuptling Großer Fuß
17.9.10 10:05
86
      RE: Häuptling Großer Fuß
18.9.10 10:32
87
      "profil": Mehrheit wünscht Finanztransaktionssteuer
18.9.10 13:31
88
Gesunde Firmen mit 20% Eigenkapital
17.9.10 09:58
89
RE: Gesunde Firmen mit 20% Eigenkapital
17.9.10 10:01
90
SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einheben
17.9.10 18:43
91
RE: SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einheben
17.9.10 19:30
92
      RE: SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einhebengut analysiert
17.9.10 19:47
93
      RE: SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einheben
18.9.10 08:21
94
      RE: SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einheben
17.9.10 20:13
95
Budget besser als erwartet - geringere Steuererhöhungen...interessant
21.9.10 22:29
96
RE: Budget besser als erwartet - geringere Steuererhöhu...
22.9.10 19:36
97
      RE: Budget besser als erwartet - geringere Steuererhöhu...
23.9.10 07:58
98
Steuereinnahmen sprudeln wieder in Österreich
23.9.10 13:31
99
RE: Steuereinnahmen sprudeln wieder in Österreichgut analysiert
25.9.10 04:49
100
      RE: Steuereinnahmen sprudeln wieder in Österreich
25.9.10 10:00
101
Vorentscheidung am Sonntag
24.9.10 22:36
102
RE: Vorentscheidung am Sonntag
26.9.10 17:09
103
      RE: Vorentscheidung am Sonntaggut analysiert
26.9.10 18:32
104
      RE: Vorentscheidung am Sonntag
26.9.10 18:56
105
      RE: Vorentscheidung am Sonntag
26.9.10 19:41
106
      RE: Vorentscheidung am Sonntag
26.9.10 20:07
107
      RE: Vorentscheidung am Sonntag
26.9.10 20:11
108
      RE: Vorentscheidung am Sonntag
27.9.10 08:25
109
Pröll plant deutlich kleineres Steuerpaket
25.9.10 20:31
110
Trichet gegen Finanztransaktionssteuer
27.9.10 18:11
111
RE: Trichet gegen Finanztransaktionssteuer
27.9.10 19:39
112
Manche sind halt gleicher
27.9.10 22:03
113
RE: Manche sind halt gleicherwitzig
27.9.10 22:28
114
Rütteln an Bankenabgabe
04.10.10 23:01
115
Austrian Tax Revenue to Grow Around 25% by 2014, Standa...
05.10.10 09:28
116
      Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozent re...
05.10.10 17:12
117
      RE: Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozen...interessant
05.10.10 18:15
118
      RE: Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozen...
05.10.10 19:05
119
      RE: Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozen...
05.10.10 19:16
120
      RE: Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozen...interessant
05.10.10 19:23
121
      RE: Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozen...
06.10.10 08:45
122
Vermögenszuwachssteuer kommtinteressant
07.10.10 10:21
123
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 10:38
124
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 10:41
125
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 10:45
126
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 10:50
127
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 20:32
128
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 10:45
129
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 10:49
130
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 13:25
131
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 14:29
132
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 16:00
133
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 20:38
134
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 20:58
135
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 21:02
136
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 21:19
137
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 21:27
138
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 15:49
139
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
08.10.10 08:33
140
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
08.10.10 08:44
141
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 15:58
142
RE: Vermögenszuwachssteuer kommtgut analysiert
07.10.10 21:54
143
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
07.10.10 22:39
144
RE: Vermögenszuwachssteuer kommtgut analysiert
08.10.10 08:50
145
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
08.10.10 09:27
146
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
08.10.10 09:24
147
RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
08.10.10 09:29
148
RE: Vermögenszuwachssteuer kommtwitzigwitzig
08.10.10 09:29
149
      RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
08.10.10 09:31
150
      RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
08.10.10 17:28
151
      RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
08.10.10 17:31
152
      RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
08.10.10 17:39
153
      RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
08.10.10 17:41
154
"Finanzaktivitätssteuer"
12.10.10 17:29
155
RE: "Finanzaktivitätssteuer"
12.10.10 17:53
156
RE: "Finanzaktivitätssteuer"
12.10.10 20:36
157
      RE: "Finanzaktivitätssteuer"
12.10.10 22:32
158
      RE: "Finanzaktivitätssteuer"
12.10.10 22:43
159
      RE: "Finanzaktivitätssteuer"
12.10.10 22:53
160
Börsechefs warnen: Wiens Steuerpläne treiben Investoren...
14.10.10 14:22
161
RE: Börsechefs warnen: Wiens Steuerpläne treiben Invest...
14.10.10 20:19
162
      RE: Börsechefs warnen: Wiens Steuerpläne treiben Invest...
14.10.10 21:33
163
      RE: Börsechefs warnen: Wiens Steuerpläne treiben Invest...
15.10.10 07:43
164
Stiftungen zahlen zu wenig Steuer für Immobilien
15.10.10 14:16
165
Das geheime Sparpaket: FORMAT hat erste Zahlen
16.10.10 13:59
166
Presse heute
17.10.10 15:19
167
      RE: Presse heute
17.10.10 15:24
168
      RE: Presse heute
17.10.10 15:30
169
      SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
17.10.10 17:57
170
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
17.10.10 18:25
171
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
17.10.10 18:31
172
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
17.10.10 19:18
173
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
17.10.10 19:46
174
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberergut analysiertgut analysiertgut analysiertgut analysiert
17.10.10 22:55
175
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
18.10.10 20:46
176
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
19.10.10 08:16
177
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberergut analysiert
18.10.10 11:31
178
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
18.10.10 11:36
179
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfünebererinteressant
18.10.10 13:12
180
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
18.10.10 14:11
181
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
18.10.10 14:14
182
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
18.10.10 14:28
183
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
18.10.10 16:56
184
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
18.10.10 17:00
185
      RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
18.10.10 19:11
186
WIFO-Chef
17.10.10 17:57
187
RE: WIFO-Chef
17.10.10 18:19
188
RE: WIFO-Chef
17.10.10 20:30
189
RE: WIFO-Chef
17.10.10 20:49
190
      RE: WIFO-Chef
17.10.10 21:36
191
      RE: WIFO-Chef
17.10.10 22:29
192
      RE: WIFO-Chef
17.10.10 22:59
193
Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?interessant
20.10.10 19:29
194
RE: Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?
20.10.10 19:36
195
RE: Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?
20.10.10 19:40
196
      RE: Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?
20.10.10 19:52
197
      RE: Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?
20.10.10 20:21
198
      RE: Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?
20.10.10 20:29
199
      Nowotny - Nationale Finanztransaktionssteuer nicht mach...
22.10.10 10:49
200
      -
22.10.10 11:44
201
      RE: IFO Business Climate Oct 107,6 vs. 106,5 expectedinteressant
22.10.10 11:21
202
      RE: IFO Business Climate Oct 107,6 vs. 106,5 expected
22.10.10 11:16
203
      50 Mio
23.10.10 16:27
204
Eine erste Zusammenfassung
23.10.10 16:51
205
RE: Eine erste Zusammenfassung
23.10.10 18:09
206
Turbo Boost für Wiener Boerse?
23.10.10 18:40
207
RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
23.10.10 19:00
208
RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
23.10.10 18:55
209
RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
23.10.10 18:59
210
RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
23.10.10 19:05
211
RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
23.10.10 19:08
212
RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
23.10.10 19:12
213
RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
23.10.10 19:16
214
RE: Eine erste Zusammenfassung
23.10.10 20:44
215
Presse-Kommentar
23.10.10 20:53
216
RE: Presse-Kommentar
23.10.10 21:13
217
RE: Eine erste Zusammenfassung
23.10.10 20:33
218
      RE: Eine erste Zusammenfassung
24.10.10 09:28
219
      RE: Eine erste Zusammenfassung
24.10.10 09:41
220
So teffen mich die neuen Steuern persönlich
24.10.10 09:05
221
RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
24.10.10 10:07
222
      Vermögenszuwachssteuer: So lösen das die Deutschen mit ...interessant
24.10.10 10:36
223
      RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
24.10.10 10:47
224
      RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
24.10.10 10:50
225
      RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
24.10.10 10:58
226
      Zahl der Aktionäre nahm in D durch "25% ige" Steuer ZU!
24.10.10 11:03
227
      RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
25.10.10 08:43
228
      RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
24.10.10 22:46
229
Wie´s mich trifftgut analysiertgut analysiert
24.10.10 10:44
230
fazit --- start jahresendrally
24.10.10 11:12
231
      RE: fazit --- start jahresendrally
24.10.10 11:20
232
      RE: fazit --- start jahresendrally
24.10.10 11:26
233
Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 11:21
234
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 11:23
235
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
25.10.10 08:47
236
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 11:52
237
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 12:23
238
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 13:01
239
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 15:20
240
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 18:39
241
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 19:29
242
@Verluste - Abgeltungssteuer Deutschland
24.10.10 19:37
243
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 20:18
244
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
25.10.10 09:01
245
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 20:28
246
RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
24.10.10 20:33
247
      RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
25.10.10 10:51
248
      RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
25.10.10 11:01
249
      Die verschobene Wahrheit ...
25.10.10 14:07
250
      RE: Die verschobene Wahrheit ...
25.10.10 15:05
251
      RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
25.10.10 14:28
252
Steuererhöhungen verpuffen wirkungslos
28.10.10 15:49
253
RE: Steuererhöhungen verpuffen wirkungslos
28.10.10 15:53
254
RE: Steuererhöhungen verpuffen wirkungslos
28.10.10 16:20
255
RE: Steuererhöhungen verpuffen wirkungslos
28.10.10 16:24
256
RE: Der Kreisky war es nicht
28.10.10 18:31
257
      RE: Der Kreisky war es nicht
28.10.10 18:41
258
      RE: Der Kreisky war es nicht
28.10.10 18:44
259
      RE: Der Kreisky war es nicht
28.10.10 20:40
260
      RE: Der Kreisky war es nicht
28.10.10 18:43
261
      RE: Der Kreisky war es nicht
29.10.10 07:57
262
      RE: Der Kreisky war es nichtgut analysiert
29.10.10 09:02
263
      RE: Der Kreisky war es nicht
29.10.10 09:53
264
      RE: Der Kreisky war es nicht
29.10.10 16:30
265
      RE: Der Kreisky war es nicht
30.10.10 10:56
266
      RE: Der Kreisky war es nicht
30.10.10 12:19
267
      OT: der schnellste Weg in die Frühpension
31.10.10 09:06
268
      RE: OT: der schnellste Weg in die Frühpension
31.10.10 09:16
269
      RE: OT: der schnellste Weg in die Frühpensionwitzig
31.10.10 09:24
270
      RE: OT: der schnellste Weg in die Frühpension
31.10.10 18:21
271
      RE: OT: der schnellste Weg in die Frühpension
31.10.10 18:29
272
      RE: OT: der schnellste Weg in die Frühpension
31.10.10 17:48
273
      RE: Der Kreisky war es nicht
29.10.10 08:27
274
vorziehkäufe?
31.10.10 18:09
275
Abgesehen von einigen tausend Freaks
31.10.10 18:22
276
RE: vorziehkäufe?
01.11.10 11:58
277
Faymann liebt die Bundesländer
01.11.10 16:48
278
RE: Faymann liebt die Bundesländerwitzig
01.11.10 19:11
279
AK OÖ: Dividenden höher als Gewinne
02.11.10 21:01
280
RE: AK OÖ: Dividenden höher als Gewinne
02.11.10 21:17
281
Bankensteuer im Visier der Verfassungsjuristen
06.11.10 17:34
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Fischer für größeren Beitrag der obersten zehn Prozent
07.11.10 14:49
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      Bankensteuer macht Konten teuer
08.11.10 08:52
284
      RE: Bankensteuer macht Konten teuer
08.11.10 10:39
285
      RE: Bankensteuer macht Konten teuer
08.11.10 10:53
286
      L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
09.11.10 13:04
287
      RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
09.11.10 13:17
288
      RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
09.11.10 13:38
289
      RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
09.11.10 13:43
290
      RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslaufwitzigwitzig
09.11.10 13:59
291
      RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
09.11.10 14:06
292
      Scharinger widerspricht Rothensteiner
09.11.10 15:03
293
      RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
09.11.10 13:46
294
      RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
09.11.10 21:51
295
      RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
09.11.10 21:55
296
Staatsreform: Plädoyer für einen Volksaufstand
11.11.10 08:21
297
RE: Staatsreform: Plädoyer für einen Volksaufstand
11.11.10 21:04
298
RE: Steuerdiskussion - Teil 6
12.11.10 11:41
299
„Alle werden in Versicherungen flüchten“
13.11.10 20:29
300
      RE: „Alle werden in Versicherungen flüchten“
14.11.10 09:45
301
      RE: „Alle werden in Versicherungen flüchten“
15.11.10 14:50
302
      RE: „Alle werden in Versicherungen flüchten“
15.11.10 14:56
303
      RE: „Alle werden in Versicherungen flüchten“
15.11.10 15:11
304
1,9 Millionen Nettozahler, 6 Millionen Empfänger
16.11.10 13:44
305
RE: 1,9 Millionen Nettozahler, 6 Millionen Empfänger
16.11.10 15:31
306
Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
16.11.10 16:33
307
RE: Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
16.11.10 16:37
308
RE: Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
16.11.10 16:50
309
RE: Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
16.11.10 16:53
310
Wertpapiersteuer könnte später kommen
16.11.10 17:08
311
Finanzexperten-Widerstand, Gespräche bis zuletzt
16.11.10 17:10
312
Ministerium will noch nicht über Verschiebung reden
16.11.10 17:33
313
RE: Ministerium will noch nicht über Verschiebung reden
16.11.10 17:57
314
RE: Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
16.11.10 17:59
315
      RE: Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
17.11.10 15:38
316
UniCredit-Chef Ghizzoni kritisiert österreichische Bank...
21.11.10 10:42
317
Kreditzinsen niedriger als im Euroraum
23.11.10 19:48
318
"Eher versklaven wir unsere Kinder, als die Steuer anzu...
23.11.10 20:15
319
Konzerne stärker in die Mangel genommen
02.12.10 09:20
320
Leitl will Mindeststeuern für Firmen im Euro-Raum
06.12.10 15:13
321
      RE: Leitl will Mindeststeuern für Firmen im Euro-Raum
06.12.10 18:12
322
      RE: Leitl will Mindeststeuern für Firmen im Euro-Raum
06.12.10 19:47
323
      RE: Leitl will Mindeststeuern für Firmen im Euro-Raum
06.12.10 19:59
324
U.K. Treasury Sets 2011 Bank Levy at 0.05% of Balance S...
09.12.10 11:35
325

Der aktuelle Stand der Diskussion
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.8.10 12:45)

Bevorstehende Belastungen im Budget 2011
25.08.2010 | 20:51 | (Die Presse)

Was den Österreichern an Belastungen bevorsteht: Bankenabgabe? Vermögenssteuer? Sondersteuer für Spitzenverdiener? Was den Steuerzahler erwartet. Und was nicht.

BANKENABGABE. 500 Millionen Euro will die Regierung aus einer sogenannten Bankensolidarabgabe lukrieren. Offen ist nur noch die Frage, was als Bemessungsgrundlage für diese neue Steuer herangezogen werden soll. Die SPÖ will bei der Bilanzsumme ansetzen, die ÖVP hat die Spekulationsgeschäfte im Visier. Als Vorbild könnte Deutschland dienen: Die schwarz-gelbe Koalition in Berlin hat bereits am Mittwoch eine Bankenabgabe beschlossen.

STIFTUNGSBESTEUERUNG. Wenn Vermögen in eine Privatstiftung eingebracht werden, fällt derzeit eine Steuer von 2,5 Prozent an. Erwirtschaftet die Stiftung einen Gewinn, etwa aus Geldanlagen bei Banken, wird ein Zwischensteuersatz von 12,5 Prozent fällig. Die ausgeschütteten Beträge werden dann erneut mit 12,5 Prozent besteuert. Dieser Zinsstundungseffekt soll beseitigt werden, indem der Zwischensteuersatz - wie bei der Kapitalerstragssteuer - auf 25 Prozent angehoben wird (im Gegenzug könnte der Eingangssteuersatz auf ein Prozent zurückgesetzt werden). Das würde laut SPÖ 200 bis 400 Millionen Euro pro Jahr ins Budget spülen.

VERMÖGENSZUWACHSSTEUER. Kursgewinne auf Aktien sind in Österreich innerhalb einer Spekulationsfrist von einem Jahr einkommensteuerpflichtig, danach steuerfrei. Diese Frist soll gestrichen werden. Brächte 200 bis 500 Millionen Euro jährlich.

FINANZTRANSAKTIONSSTEUER. In ihrer Präferenz für eine EU-weite Finanztransaktionssteuer ist sich die Koalition einig. Allein: Die EU ist es nicht. Alternativ will die SPÖ eine Börsenumsatzsteuer in Österreich. Dagegen legt sich allerdings die ÖVP quer.

GRUPPENBESTEUERUNG. Derzeit kann ein Konzern Verluste von Auslandstöchtern im Inland steuerlich geltend machen. Durch eine Reform erhofft sich die SPÖ 100 bis 150 Millionen Euro im Jahr - das Finanzministerium bezweifelt die Zahlen.

MINERALÖLSTEUER. Während die SPÖ mit Ideen zu vermögensbezogenen Steuern an die Öffentlichkeit gegangen ist, hat sich die ÖVP bisher zurückgehalten. Einzige Ausnahme: Parteichef Josef Pröll kann sich eine „Ökologisierung" des Steuersystems vorstellen - was auf eine Erhöhung der Mineralölsteuer hinauslaufen dürfte. Im Gespräch sind fünf bis zehn Cent mehr pro Liter Benzin und Diesel. Mehreinnahmen? 500 Millionen bis eine Milliarde Euro im Jahr.

VERMÖGENSSTEUER. Auch wenn es einen Parteitagsbeschluss der SPÖ gibt: Die klassische Vermögenssteuer will Kanzler Werner Faymann nur dann ins Spiel bringen, wenn er seine anderen Vorschläge (Bankenabgabe, Beseitigung der Spekulationsfrist etc.) nicht durchbringt bzw. diese nicht genug einbringen. Außerdem lehnt die ÖVP eine „Reichensteuer" kategorisch ab.

ERBSCHAFTS- UND SCHENKUNGSSTEUER. Beides wurde 2008 abgeschafft - und dürfte so schnell auch nicht mehr eingeführt werden. Weil selbst einige hochrangige Genossen in der SPÖ, allen voran der Wiener Bürgermeister Michael Häupl, dagegen sind.

SONDERSTEUER FÜR SPITZENVERDIENER. Die Idee kam aus der SPÖ: Für Personen mit Jahreseinkommen über 300.000 Euro soll es einen Solidarzuschlag von fünf Prozentpunkten geben, für alle Steuertarife. Brächte 155 Millionen Euro, hieß es. Doch daraus dürfte nichts werden: Die ÖVP sagt Nein.

GRUNDSTEUER. Der Vorschlag für eine Erhöhung bzw. eine neue Bemessungsbasis kam von Experten. Doch das dürfte in beiden Regierungsparteien derzeit kein Thema sein.

  

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Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.8.10 13:48)

Abgeltungsteuer in Deutschland

Der Abgeltungsteuersatz beträgt 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % der Abgeltungssteuer) und ggf. Kirchensteuer (8 oder 9 % der Abgeltungsteuer). Das ergibt eine Gesamtbelastung mit Abgeltungsteuer in Höhe von 26,375 % ohne Kirchensteuer.

Bei zusätzlicher Kirchensteuerpflicht wird die Abgeltungsteuer um 25 % der auf die Kapitalerträge entfallenden Kirchensteuer ermäßigt (§ 43a Abs. 1 S. 2 EStG), wodurch der für anderweitige Einkünfte nach wie vor mögliche Sonderausgabenabzug der gezahlten Kirchensteuer in den Folgejahren hier bereits im Jahr des Entstehens der Kapitalerträge berücksichtigt wird. Dies führt bei ausschließlich inländischen Zinseinkünften zu einem Steuersatz (§ 32d Abs. 1 S. 4 EStG) von

\frac{100 %}{4 + k}

Hierbei steht k steht für den Kirchensteuersatz, also 8 % oder 9 %.

Jedes im Inland tätige Kreditinstitut ist verpflichtet, den Steuerabzug vorzunehmen und die Steuer an die Finanzverwaltung abzuführen (EStG § 51 Absatz 2c).

Kapitalerträge, von denen die Abgeltungsteuer einbehalten wurde, müssen nicht mehr in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Die steuerpflichtige Person kann aber die Einbeziehung ihrer gesamten Kapitalerträge in die Einkommensteuerveranlagung beantragen. Dies kann zum Beispiel einen Sinn haben, wenn ihr Grenzsteuersatz für die übrigen Einkünfte unter 25 % liegt (Veranlagungswahlrecht, s. § 32d Abs. 6 EStG) oder Kapitalerträge durch die Bank nicht endgültig besteuert werden konnten, weil z.B. der Bank nicht alle notwendigen Informationen vorlagen.

Verluste werden wie folgt berücksichtigt: Zunächst werden positive und negative Einkünfte (z. B. Zinsen aus Einlagen und festverzinslichen Wertpapieren, Dividenden, Einkünfte aus der Endfälligkeit von Zertifikaten, aus Einlösungsgewinnen bei Finanzinnovationen, Gewinne und Verluste aus Veräußerungsgeschäften) auf Ebene der Bank verrechnet, wobei Verluste aus Aktienverkäufen grundsätzlich nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet werden können (§ 20 Abs. 6 EStG). Ein verbleibender Verlust wird vom Kreditinstitut entweder auf das nächste Jahr vorgetragen oder, auf Antrag des Kunden bis zum 15. Dezember eines Jahres, bescheinigt und kann mit Kapitaleinkünften des laufenden Jahres bei anderen Banken oder mit Kapitaleinkünften der Folgejahre verrechnet werden. Altverluste, die vor 2009 angefallen sind, können bis zum Jahr 2013 mit Kapitaleinkünften nach neuem Recht verrechnet werden.

Sparer mit mittlerem und höherem Einkommen, die vor allem Zinsgewinne erzielen, haben mit der neuen pauschalen Abgeltungsteuer zumeist Vorteile. Denn der Abgeltungsteuersatz beträgt 25 %, während der Spitzensteuersatz 45 % beträgt. Für Sparer mit einem geringeren Einkommen besteht nach § 32d Abs. 6 EStG ein Wahlrecht (Günstigerprüfung) zur Anwendung der bisherigen Regelung, so dass auch sie durch Einführung der Abgeltungsteuer keinen Nachteil haben.

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Abgeltungsteuer_(Deutschland)
--------------------------

Wäre jedenfalls besser und transparenter und günstiger als die starke Verlängerung der Spekfrist oder gar deren Aufhebung.Weil eine Gewinnbesteurung von ca.40-50% über die Einkommensteuer kanns ja wohl nicht sein.



  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.8.10 13:54)

>Wäre jedenfalls besser und transparenter und günstiger als
>die starke Verlängerung der Spekfrist oder gar deren
>Aufhebung.Weil eine Gewinnbesteurung von ca.40-50% über die
>Einkommensteuer kanns ja wohl nicht sein.



wieso nicht - nach meinung der mehrheit sollen spekulanten sicher sogar noch einen aufschlag zahlen

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.8.10 14:10)

>Wäre jedenfalls besser und transparenter und günstiger als
>die starke Verlängerung der Spekfrist oder gar deren
>Aufhebung.Weil eine Gewinnbesteurung von ca.40-50% über die
>Einkommensteuer kanns ja wohl nicht sein.


Würde ich auch begrüßen! In D regen sie sich übrigens darüber auf. Aber daß man Verluste vortragen kann, ist natürlich zusätzlich ein Traum.

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!! gut analysiertgut analysiertgut analysiert
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.8.10 21:24)

De facto ginge es hauptsächlich darum, eine umsetzbare, faire und nachvollziehbare Variante zu finden, die möglichst wenige benachteiligt und Schlupflöcher schließt bzw. keine neuen aufreißt.

All das erfüllt die deutsche Variante "abgeltungssteuer" ziemlich gut, einzig die Banken wären - mMn unerheblich - benachteiligt wegen des Erhebungsaufwandes, das kann ich allerdings verschmerzen.

Dass mit der Zusatzeinführung einer auch noch so fairen Steuer das Kernproblem des abszesshaft wuchernden Multi-Verwaltungsdschungels weiter begossen wird, anstatt endlich durchforstet, steht auf dem Blatt das ich auch hier hochhebe wenn ich begründe, warum ich weiterhin immer zuerst gegen eine Steuer - egal welcher Art - bin.

Dass das nix nutzt...ist gelernter österreichischer Alltag. Schön isses dennoch nicht.

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.8.10 21:57)

>Dass mit der Zusatzeinführung einer auch noch so fairen Steuer
>das Kernproblem des abszesshaft wuchernden
>Multi-Verwaltungsdschungels weiter begossen wird, anstatt
>endlich durchforstet, steht auf dem Blatt das ich auch hier
>hochhebe wenn ich begründe, warum ich weiterhin immer zuerst
>gegen eine Steuer - egal welcher Art - bin.


Dem kann ich nur zustimmen. Wenn man zu seinem Steuersatz auch noch
berücksichtigt daß man ja laufend 20% Mehrwertsteuer abliefert...

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.8.10 08:24)

>De facto ginge es hauptsächlich darum, eine umsetzbare, faire
>und nachvollziehbare Variante zu finden, die möglichst wenige
>benachteiligt und Schlupflöcher schließt bzw. keine neuen
>aufreißt.
>
>All das erfüllt die deutsche Variante
>"abgeltungssteuer" ziemlich gut, einzig die Banken
>wären - mMn unerheblich - benachteiligt wegen des
>Erhebungsaufwandes, das kann ich allerdings verschmerzen.
>
>Dass mit der Zusatzeinführung einer auch noch so fairen Steuer
>das Kernproblem des abszesshaft wuchernden
>Multi-Verwaltungsdschungels weiter begossen wird, anstatt
>endlich durchforstet, steht auf dem Blatt das ich auch hier
>hochhebe wenn ich begründe, warum ich weiterhin immer zuerst
>gegen eine Steuer - egal welcher Art - bin.
>
>Dass das nix nutzt...ist gelernter österreichischer Alltag.
>Schön isses dennoch nicht.


--------

Würde ich auch begrüßen! In D regen sie sich übrigens darüber auf. Aber daß man Verluste vortragen kann, ist natürlich zusätzlich ein Traum.

Ich wäre jedenfalls (auch) für die deutsche Variante.Klar das Beste wäre es wenn man gar keine Steuer mehr hätte oder eine geringfügigere Endsteuer auf Spekulationsgewinne. Aber das ist bei der austrosozialistischen-bürokratischen Mentalität wohl nicht zu machen.

Den Banken könnte man ja für ihren Aufwand 1% der Steuer überlassen seitens des Staates.Also 25% für den Staat + 1% an die Banken.

Die deutsche Variante ist nicht ideal,aber es wäre wohl akzeptierbar.




  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.8.10 08:55)

>Den Banken könnte man ja für ihren Aufwand 1% der Steuer überlassen seitens des Staates.Also 25% für den Staat + 1% an die Banken.


Ich glaube, damit wären die Banken nicht glücklich. Abgesehen davon, daß 1% von wenig so gut wie nichts ist, wären die Steuereinnahmen ausgerechnet in den Jahren, in denen die Banken ohnehin schon genügend Probleme haben, auch noch negativ und das eine Prozent je nach Auslegung Null oder sogar negativ. Lieber also eine fixe Gebühr pro staatlich befohlener Buchungszeile - egal ob diese mit einem Plus oder einem Minus beginnt.

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.8.10 09:19)

Vielleicht verwenden einige dt. Banken die gleiche Software wie in Ö. Dann wäre der Umstellungsaufwand eher gering.

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
isiro(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.8.10 09:28)

ich hoffe, daß die regelungen dann erst mit neuanschaffungen (aktienkauf ) 1.1.2011 gelten. die banken werden da auch zeit brauchen für die technische umsetzung,außerdem wäre eine rückwirkende gewinnbesteuerung doch sehr grenzwertig !!

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.8.10 09:36)

wenn ich mir überlege welche Probleme es schon gab bei der Neuregelung von Zertifikaten vor einigen Jahren wird mir speiübel.

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.8.10 10:08)

ich hoffe, daß die regelungen dann erst mit neuanschaffungen (aktienkauf ) 1.1.2011 gelten. die banken werden da auch zeit brauchen für die technische umsetzung,außerdem wäre eine rückwirkende gewinnbesteuerung doch sehr grenzwertig !!

In Deutschland gab es auch vernünftige Übergangsfristen und keine rückwirkenden Dummheiten.Ich glaube die könnte man als gutes Beispiel hernehmen.

Lieber also eine fixe Gebühr pro staatlich befohlener Buchungszeile - egal ob diese mit einem Plus oder einem Minus beginnt.

Gewisse Gebühren würden auf den Aktionär sowiseo zukommen. Ganz gratis wird es wohl nicht ablaufen können. Wenn es vernünftig ist und im Rahmen bleibt, wäre ich für alles offen....

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.8.10 10:19)

>Lieber also eine fixe Gebühr pro staatlich befohlener
>Buchungszeile - egal ob diese mit einem Plus oder einem Minus
>beginnt.

>
>Gewisse Gebühren würden auf den Aktionär sowiseo zukommen.
>Ganz gratis wird es wohl nicht ablaufen können. Wenn es
>vernünftig ist und im Rahmen bleibt, wäre ich für alles
>offen....

Ich hätte eigentlich gemeint, daß diese Gebühr vom Auftraggeber - also vom Staat - zu bezahlen wäre

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.8.10 07:43)

>Ich hätte eigentlich gemeint, daß diese Gebühr vom
>Auftraggeber - also vom Staat - zu bezahlen wäre


Das ist aber nicht sehr realistisch

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.8.10 08:04)

es wird sicher was kommen. mit einem auftreten dagegen gewinnt keine
partei einen blumentopf also wird die vp nachgeben

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.8.10 10:22)

Nach der Einführung der Abgeltungssteuer Anfang 2009: Das Aufkommen im gesamten Kassenjahr 2009 lag bei 12.442 Millionen Euro....

Gut man kann das wohl nicht 1:10 jetzt auf Ö übertragen,weil die Deutschen ja mehr spekuleren als Österreicher.Aber trotzdem die Ennahmen lassen sich sehen....

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!! interessant
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.8.10 10:30)

>Nach der Einführung der Abgeltungssteuer Anfang 2009: Das
>Aufkommen im gesamten Kassenjahr 2009 lag bei 12.442 Millionen
>Euro....

>
>Gut man kann das wohl nicht 1:10 jetzt auf Ö übertragen,weil
>die Deutschen ja mehr spekuleren als Österreicher.Aber
>trotzdem die Ennahmen lassen sich sehen....


Da kommt sicher einiges zusammen. Da können wir die ÖBB locker noch
einige Jahre länger durchfüttern... + diverse Herrschaften in derem
Umkreis:

--------

Von allen Aufträgen der ÖBB an die Anwaltskanzlei "Lansky, Ganzger und Partner" in den vergangenen Jahren war einer besonders lukrativ - der mit dem sperrigen Titel "Sanierung von Konsensmängeln betreffend Schieneninfrastruktur". Er wurde im Oktober 2004 abgeschlossen - und sollte der SPÖ-nahen Anwaltskanzlei mehrere Millionen Euro bringen. Die übrigen Aufträge davor hätten in Summe nur knapp die Hälfte gebracht. Worum ging es bei dem Projektvertrag?

Lanskys Kanzlei sollte bei sämtlichen Bahnanlagen des Landes (Bahnschranken, Brücken, Stellwerke etc.) prüfen, ob die nötigen Genehmigungen vorhanden sind; und wenn nicht, sollten die Anwälte diese beschaffen. Die ÖBB haben geschätzte 40.000 solcher Bahnanlagen in Österreich.
Formalität

Für die Grünen-Abgeordnete Gabriela Moser war der Auftrag das "perfekte Selbstbeschäftigungsprogramm" für Lanskys Kanzlei. Ein früherer ÖBB-Vorstand sieht es ähnlich: Bei den Bescheiden für die Bahnanlagen handle es sich um eine Formalität, die man auch gesetzlich hätte erledigen können oder - ohne Auftrag an einen Berater - ÖBB-intern hätte klären können.

Pikant: Lanskys Kanzlei bekam den Projektvertrag nur drei Tage bevor Martin Huber neuer ÖBB-Chef wurde - als wollte man ihr noch schnell einen Auftrag zuschanzen. Huber wollte aus den Verträgen aussteigen. Die neue Bahn-Führung beauftragte die Finanzprokuratur, die Verträge zu prüfen.

Das Ergebnis liegt dem KURIER vor. Die Finanzprokuratur kam zum Schluss, dass allein das Projekt "Sanierung von Konsensmängeln" im günstigsten Fall 10,4 Millionen Euro kosten würde. Aus Sicht der Prüfer war das untragbar. Statt ihn zu kündigen einigte man sich im Juni 2007 mit Lansky auf einen neuen Vertrag. Die Projektverträge wurden aufgelöst, das Prüfen der Bahnanlagen durch Lansky & Co. gestoppt.

Die Grüne Moser will jetzt in einer parlamentarischen Anfrage vom Verkehrsministerium wissen, warum Lansky 2007 einen neuen ÖBB-Vertrag bekam - es hätte eine Kündigungsklausel gegeben. Laut Finanzprokuratur gab es eine solche tatsächlich - sie galt aber nur für den Rahmenvertrag aus dem Jahr 2002, nicht für die (teuren) Projektaufträge. "Auch die LGP (Kanzlei Lanskys) bestritt nicht die Möglichkeit zur Auflösung der Rahmenvereinbarung", heißt es im Bericht der Finanzprokuratur. Was wurde eigentlich aus der Prüfung der 40.000 Bahnanlagen? "Das hat seither keinen wirklich interessiert", sagt ein Bahn-Insider.

http://kurier.at/wirtschaft/w_unternehmen/2027648.php

  

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RE: Deutsche Abgeltungssteuer auch für Österreich?!!
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.8.10 10:53)

>Da kommt sicher einiges zusammen. Da können wir die ÖBB locker
>noch
>einige Jahre länger durchfüttern... + diverse Herrschaften in
>derem
>Umkreis:
>
>--------
>
>Von allen Aufträgen der ÖBB an die Anwaltskanzlei
>"Lansky, Ganzger und Partner" in den vergangenen
>Jahren war einer besonders lukrativ - der mit dem sperrigen
>Titel "Sanierung von Konsensmängeln betreffend
>Schieneninfrastruktur". Er wurde im Oktober 2004
>abgeschlossen - und sollte der SPÖ-nahen Anwaltskanzlei
>mehrere Millionen Euro bringen. Die übrigen Aufträge davor
>hätten in Summe nur knapp die Hälfte gebracht. Worum ging es
>bei dem Projektvertrag?
>
>Lanskys Kanzlei sollte bei sämtlichen Bahnanlagen des Landes
>(Bahnschranken, Brücken, Stellwerke etc.) prüfen, ob die
>nötigen Genehmigungen vorhanden sind; und wenn nicht, sollten
>die Anwälte diese beschaffen. Die ÖBB haben geschätzte 40.000
>solcher Bahnanlagen in Österreich.
>Formalität
>
>Für die Grünen-Abgeordnete Gabriela Moser war der Auftrag das
>"perfekte Selbstbeschäftigungsprogramm" für Lanskys
>Kanzlei. Ein früherer ÖBB-Vorstand sieht es ähnlich: Bei den
>Bescheiden für die Bahnanlagen handle es sich um eine
>Formalität, die man auch gesetzlich hätte erledigen können
>oder - ohne Auftrag an einen Berater - ÖBB-intern hätte klären
>können.
>
>Pikant: Lanskys Kanzlei bekam den Projektvertrag nur drei Tage
>bevor Martin Huber neuer ÖBB-Chef wurde - als wollte man ihr
>noch schnell einen Auftrag zuschanzen. Huber wollte aus den
>Verträgen aussteigen. Die neue Bahn-Führung beauftragte die
>Finanzprokuratur, die Verträge zu prüfen.
>
>Das Ergebnis liegt dem KURIER vor. Die Finanzprokuratur kam
>zum Schluss, dass allein das Projekt "Sanierung von
>Konsensmängeln" im günstigsten Fall 10,4 Millionen Euro
>kosten würde. Aus Sicht der Prüfer war das untragbar. Statt
>ihn zu kündigen einigte man sich im Juni 2007 mit Lansky auf
>einen neuen Vertrag. Die Projektverträge wurden aufgelöst, das
>Prüfen der Bahnanlagen durch Lansky & Co. gestoppt.
>
>Die Grüne Moser will jetzt in einer parlamentarischen Anfrage
>vom Verkehrsministerium wissen, warum Lansky 2007 einen neuen
>ÖBB-Vertrag bekam - es hätte eine Kündigungsklausel gegeben.
>Laut Finanzprokuratur gab es eine solche tatsächlich - sie
>galt aber nur für den Rahmenvertrag aus dem Jahr 2002, nicht
>für die (teuren) Projektaufträge. "Auch die LGP (Kanzlei
>Lanskys) bestritt nicht die Möglichkeit zur Auflösung der
>Rahmenvereinbarung", heißt es im Bericht der
>Finanzprokuratur. Was wurde eigentlich aus der Prüfung der
>40.000 Bahnanlagen? "Das hat seither keinen wirklich
>interessiert", sagt ein Bahn-Insider.
>
>http://kurier.at/wirtschaft/w_unternehmen/2027648.php


Eine ganze Schmarotzerindustrie hat sich in den letzten 40 Jahren in den Staat gehängt und eingenistet.

1970 ca.10% (BIP) Verschuldung heute nahe 80%.Man fragt sich woher wir die nächsten 40 Jahre das Geld hernehmen werden für unsere (auch weltweiten) Grosszügigkeiten?
Die nächste (oder übernächste) Krise wird Österreich in tiefste Schwierigkeiten katapultieren.

  

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Bankenabgabe - Vor nächster 'grosser Runde' weiterhin Differenzen
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.8.10 15:53)

Demnächst soll die heimische Bankenabgabe mit rund 500 Mio. Euro jährlichem Volumen in trockene Tücher kommen - die nächste "grosse Runde" der Politik mit Spitzenvertretern der Geldinstitute findet aber nicht mehr diese Woche statt. Vor dem Gipfel im Kanzleramt klaffen die Vorstellungen noch auseinander.

Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll (V) hat vor kurzem in der "Presse" bekräftigt, dass die Bankenabgabe ab 2011 fixer Bestandteil des Budget-Sanierungskonzepts sei. Lukrieren will die Regierung aus der Bankensolidarabgabe 500 Mio. Euro im Jahr, im Detail ist aber vor allem die Bemessungsgrundlage noch offen.

Für die SPÖ bleibt es dabei, dass im Kern die Bilanzsumme die richtige Bemessung ist - unter Berücksichtigung bestimmter Verzerrungseffekte. Dies, so wird betont, sei internationaler Standard, und eine solche Variante schlage auch der Internationale Währungsfonds (IWF) vor. Auf ÖVP-Seite hat man primär die Spekulationsgeschäfte als Bemessung im Visier. Dann müsste aber der Prozentsatz höher sein als die 0,07 Prozent, die für eine gesamte bereinigte Bilanz im Gespräch stehen - also Bilanzsumme bereinigt um bestimmte Assets wie Kernkapital sowie Spareinlagen/Kredite von Klein- und Mittelbetrieben (KMU) und Privathaushalten.

Auch wenn nur das Österreich-Geschäft der Institute herangezogen wird, wie es sich die Banken wünschen, müsste der Steuersatz höher angesetzt werden, um auf die 500 Mio. Euro zu kommen - an diesem Aufkommen soll nämlich nicht gerüttelt werden. Eine "doppelte" Besteuerung der Geldinstitute, die teils auch von neuen Bankenabgaben im Ausland betroffen sind, soll es jedenfalls nicht geben.

Dabei geht es etwa um Bankengruppen, die ihre Osteuropa-Zentralen in Wien angesiedelt haben. UniCredit-Chef Alexandro Profumo etwa hatte mit einem Abzug aus Wien gedroht, sollte das Ost-Geschäft der Bank Austria künftig zweimal besteuert werden. Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (S) hat das Mitte August in einem APA-Interview ausgeschlossen: Doppelbesteuerung werde verhindert, "das ist eine technische Frage, die jederzeit lösbar ist". Ungarn hat bereits eine Bankenabgabe eingeführt, in Polen und Slowenien wird sie überlegt.

Für lösbar wird auch die Einführung eines "Monitoring" gehalten, das verhindern soll, dass die neue Bankenabgabe einfach auf die Sparer abgewälzt wird. Auch hier stünden mehrere Varianten zur Verfügung, heisst es. Und letztlich sei es auch eine wettbewerbsrechtliche Frage: Würden alle Banken planen, die Abgabe einfach auf ihre Kunden abzuwälzen, "dann greift das Wettbewerbsrecht. Wir gehen aber davon aus, dass der Markt funktioniert", betont man im Finanzministerium.

Die Freude der Geld- und Kreditwirtschaft mit der von der Koalition geplanten Bankenabgabe ist naturgemäss enden wollend. Walter Rothensteiner, oberster Bankenvertreter in der Wirtschaftskammer und RZB-General, rechnete in den "NÖN" vor, dass die geplante Belastung hierzulande deutlich höher sei als in Deutschland: Dort gehe es um eine Milliarde Euro für einen Strukturfonds für schwache Banken. "Nach der alten Faustregel, wonach Österreich zehn Prozent von Deutschland ist, wäre das maximale Volumen 100 Millionen Euro."

Sparkassen-Generalsekretär Michael Ikrath hatte im "WirtschaftsBlatt" vorgeschlagen, die Bankenabgabe sollte mit dem Jahr 2013 limitiert werden, also "bis die Bankenhilfe endet". Zudem spricht sich Ikrath, der auch als VP-Abgeordneter im Nationalrat sitzt, dagegen aus, dass alle heimischen Banken mitzahlen. "Alle, die unter einer Bilanzsumme von einer Milliarde Euro liegen, sollen ausgenommen werden." Betroffen wären demnach nur die "Grossen 20" - ähnlich wie in Grossbritannien und den USA, wo auch eine Untergrenze festgesetzt wurde.

AK-Direktor Werner Muhm hat es zuletzt im "Standard" (Montag) als vorrangig bezeichnet, dass die 500 Mio. Euro Bankenabgabe vollständig dem Bund zufliessen. Die Länder würden dann um die üblichen Ertragsanteile - rund ein Drittel - umfallen. "Die Aufteilung der Steuereinnahmen hängt von den Gesamtverhandlungen über die Verwaltungsreform ab", wird ein Sprecher des Finanzministers zitiert.

Die ÖVP wird voraussichtlich einer Einzeleinigung zur Bankenabgabe nicht zustimmen, konnte man am Montag in Polit-Kreisen hören, daher könnte sie Teil einer Gesamteinigung zum Budget werden. "Eigentlich sind die Verhandlungen abgeschlossen", zitierte die Zeitung "Österreich" am Wochenende einen Banker: "Die ÖVP will aber erst im Dezember bei der Budgetrede die Details präsentieren." (APA)

  

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Speki Pröll im Sommergespräch
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.8.10 22:42)

Pröll war aus meiner Sicht recht schwach. Witzig habe ich gefunden wie er sichtlich innerlich aufgewühlt war als es um die Raiffeisen Parteispenden gegangen ist.

Schlußendlich hat er eigentlich nichts gesagt. Wie auch er kommt ja frisch aus dem Urlaub, statt dass er ein Budget erarbeitet hätte.

zum Nachlesen: http://derstandard.at/1282978470362/Proell-Mein-Herz-schlaegt-beim-Sparen

  

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RE: Speki Pröll im Sommergespräch
foko(2) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 06:37)

mMn war Pröll recht schwach. Er konnte nicht glaubwürdig rüber bringen, warum er das Budget nicht gemäß der Verfassung erstellen kann oder will.

Für mich sieht es so aus, als nur die beiden Wahlen abgewartet werden und erst dann wirklich zum verhandeln begonnen wird.
Rot & Schwarz dürften innerlich viel mehr zerstritten sein, als es nach außen den Eindruck macht.

lg

  

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RE: Speki Pröll im Sommergespräch
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 07:27)

>Für mich sieht es so aus, als nur die beiden Wahlen abgewartet
>werden und erst dann wirklich zum verhandeln begonnen wird.
>Rot & Schwarz dürften innerlich viel mehr zerstritten
>sein, als es nach außen den Eindruck macht.


Das befürchte ich auch. Wenn es schon fertig verhandelte Punkte geben
würde, wären die sicher schon durchgesickert.

  

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RE: Speki Pröll im Sommergespräch
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 11:03)

Die Schwarzen pokern auf eine Wahlniederlage der Roten um dann bei den Budget-Verhandlungen ihre Klientel besser bedienen zu können. Und wie das ausgeht wissen wir - es wird für uns Staatsbürger recht teuer, einige wenige ehemaligen Adeligen und Großunternehmer verdienen...

  

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RE: Speki Pröll im Sommergespräch
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 11:50)

>es wird für uns Staatsbürger recht teuer, einige wenige ehemaligen Adeligen und Großunternehmer verdienen...

Klingt wie aus Tumpels Floskelsammlung

  

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RE: Speki Pröll im Sommergespräch
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 15:04)

Das ist keine Floskel sondern schlicht die Wahrheit

  

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RE: Speki Pröll im Sommergespräch
anfaenger_77(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 16:06)

Wusste gar nicht dass Tumpel hier auch einen Nick hat.......

  

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RE: Speki Pröll im Sommergespräch
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 19:31)

>>es wird für uns Staatsbürger recht teuer, einige wenige
>ehemaligen Adeligen und Großunternehmer verdienen...
>
>Klingt wie aus Tumpels Floskelsammlung


Der Gedanke kam mir auch. Siehe z.B. die Lohnsteueränderung damals unter Schwarz-Blau - niedrige Einkommen haben profitiert, hohe durch die
Finger geschaut.

  

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Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippe
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 12:05)

Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippe

Brüssel - Die von Berlin vehement geforderte europäische Finanzmarktsteuer droht zum Rohrkrepierer zu werden: Neben einzelnen Mitgliedsstaaten hat auch die EU-Kommission erhebliche Vorbehalte gegen das Instrument, wie eine Sprecherin am Dienstag der Nachrichtenagentur DAPD bestätigte. Sie dementierte indes Medienberichte, wonach sich Brüssel schon gegen die Steuer entschieden habe.

"Es gibt ein Gutachten, in dem Vor- und Nachteile des Instruments analysiert werden", sagte Maud Scelo. Der für Steuern zuständige Kommissar Algirdas Semeta wolle mit den EU-Finanzministern am 7. September das weitere Vorgehen festlegen.

Das "Handelsblatt" berichtete in seiner Dienstagsausgabe, die Kommission habe sich bereits in das Lager der Neinsager eingereiht. Die Gründe: Die Steuer drohe die Finanzierungskosten für Unternehmen und Regierungen in die Höhe zu treiben. Auch könne sie Kursausschläge an den Börsen noch verstärken.

Wen es trifft

Überdies sei keineswegs garantiert, dass die Steuer nur wohlhabende Anleger und Spekulanten treffe, zitiert die Zeitung aus dem Gutachten Semetas. Denn die Abgabe müsse auch von Pensionsfonds oder Lebensversicherungen entrichtet werden. Damit würden Kunden aus den mittleren und unteren Einkommensschichten belastet.

Als Alternative sei deswegen auch die sogenannte Finanzaktivitätssteuer noch auf dem Tisch, sagte Kommissionssprecherin Scelo. Dabei geht es um eine Abschöpfung von Gewinnen von Finanzinstituten.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat bisher jedoch für die Transaktionssteuer geworben, weil er sich davon mehr Einnahmen für den Staat verspricht. Außer Frankreich hat er bisher aber kaum Mitstreiter für seine Forderung gefunden. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass die EU das Instrument im Alleingang einführen müsste und deswegen Nachteile für den Finanzplatz Europa erwartet würden. (APA)

  

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RE: Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippe gut analysiert
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 18:08)

Das Argument, dass man per Pensionsfonds die "Kleinen" trifft halte ich für reine Dummbeutel-Reklame. Die Grundidee eines derartigen Fonds ist doch immer das Kapitaldeckungsverfahren, und daher sollte die Strategie auf langfristige Investments hinauslaufen, da fiele eine Transaktionssteuer nur sehr unwesentlich ins Gewicht.

Ich halte das Konzept ebenso wie das hier schon diskutierte Abzugssteuerverfahren für die SPEST für sinnvoll, grundlegend gerecht und vor allem leicht umsetzbar (zB eine BUSt - was ist daran schwierig? - auf dem ersten Markt müssen wir ja auch alle ordentlich MwSt zahlen) und finde es unfassbar dass die Politik es nicht und nicht schafft, hier durchzukommen.

  

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RE: Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippe
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 18:46)

>finde es unfassbar dass die Politik es nicht und nicht schafft, hier durchzukommen.

Solange die Politik nicht weiß, was sie mit dieser Steuer bezwecken will, tut sie gut daran, diese nich einzuführen. Derzeit werden unter anderem folgene Ziele genannt:

- Die Reichen sollen (endlich) auch ihren Beitrag leisten
- Die Finnzmärkte sollen stabilisiert werden
- Die Schuldigen sollen für die Krise bezahlen
- Es sollen hohe Einnahmen erzielt werden
- Spekulation soll verhindert oder erschwert werden
- Es soll Sand ins Getriebe der Finanzmärkte gestreut werden

Nachdem z.B. Sand im Getriebe, Einnahmenoptimierung und Finanzmarktstabilisierung beim besten Willen nicht unter einen Hut zu bringen sind, gab es bisher kein Konzept, mit dem "die Politik" von Nationalisten über Sozialisten bis zu den Konservativen und Liberalen wenigstens halbwegs glücklich wäre. Entsprechend gibt es auch keien Konsens und kein Gesetz.

  

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RE: Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippe
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 20:17)

>>finde es unfassbar dass die Politik es nicht und nicht
>schafft, hier durchzukommen.
>
>Solange die Politik nicht weiß, was sie mit dieser Steuer
>bezwecken will, tut sie gut daran, diese nich einzuführen.
>Derzeit werden unter anderem folgene Ziele genannt:

Für mich stellt sich das allerdings nicht als Frage dar (anders gesagt: Du bist nicht so naiv wie Dus hier formulierst ) - Einnahmen wollen sie sowieso allernorts generieren, eine Begründung ist ja auch da wieder lächerlich, weil notfalls auch nachher gefunden.
Der Punkt ist aus meiner Sicht nur, dass hier die Widerstände am größten zu sein scheinen und sie deswegen wieder feig kuschen, wo es eigentlich wesentlich sinnvoller wäre sich mal hinzustellen und sei es um "den Faktor Arbeit" endlich mal zu entlasten, wovon seit Jahr und Tag geredet wird, aber genau das Gegenteil stets stattfindet.

  

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RE: Europäische Finanzmarkt­steuer auf der Kippe
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 19:17)

>Das Argument, dass man per Pensionsfonds die
>"Kleinen" trifft halte ich für reine
>Dummbeutel-Reklame. Die Grundidee eines derartigen Fonds ist
>doch immer das Kapitaldeckungsverfahren, und daher sollte die
>Strategie auf langfristige Investments hinauslaufen, da fiele
>eine Transaktionssteuer nur sehr unwesentlich ins Gewicht.


Aber im Regelfall passieren diese langfristigen Investments über Fonds mit
entsprechendem Turnover, das wäre schon signifikant. Gerade über einen
so langen Zeitraum wirken sich kleine Performanceunterschiede ganz schön
aus.

Das prinzipielle Problem (Steuererhöhung solange für genügend Schwachsinn
Geld verbrannt wird) haben wir schon oft genug angesprochen

  

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Die grosse Pensionslüge interessant
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 18:24)

Experten vergleichen unser Pensionssystem sogar mit Milliardenbetrüger Madoff. Hacklerregelung und Frühpensionen bringen uns in eine gefährliche Schieflage. Trotzdem bleibt die Politik untätig und wiederholt stereotyp, die Renten seien gesichert. Doch das ist falsch.

Der 24. September 2008 war eher arm an historischen Momenten. Das japanische Unterhaus wählte mit Taro Aso einen neuen Premier, der aber nicht einmal ein Jahr amtierte. Noch-Präsident George W. Bush versuchte im US-Fernsehen die Nation über die Subprime-Krise aufzuklären. In Österreich stellte sich nach einer eiskalten Nacht der Herbst mit Nebel, Regen und Trübsinn ein. Und doch könnte jener Herbsttag vor zwei Jahren in die heimischen Annalen eingehen: als Tag der unsinnigsten und gefährlichsten Wahlgeschenke in der Geschichte der Zweiten Republik.

Vier Tage vor den Nationalratswahlen beschloss das Parlament neben der Abschaffung der Studiengebühren und der Einführung eines 13. Familienbeihilfe-Monats die Verlängerung und Ausweitung der Langzeitversichertenpensionen, im Volksmund als „Hacklerregelung“ bekannt.

Seitdem entpuppt sich Österreich als echte Hacklerrepublik: Waren es 2006 noch weniger als 12.000 Österreicher, die dieses Privileg in Anspruch nahmen, stieg die Zahl 2009 auf über 26.000. Aber es sind weniger die Hochofen- oder Bauarbeiter, die nun mit 45 (Männer) beziehungsweise 40 Beitragsjahren (Frauen) abschlagsfrei vorzeitig in Rente gehen. Mehrheitlich profitieren von den überdurchschnittlich hohen Pensionen Beamte, Bauern oder Bankangestellte.

Ihnen kommt die 2008 geschaffene Möglichkeit, fortan auch Ersatzzeiten wie Erziehungsjahre, Studienzeiten oder Präsenzdienst angerechnet zu bekommen, besonders entgegen. Nur ein Drittel der Begünstigten sind Arbeiter.

Der Effekt:
Nicht nur die Grundidee wurde korrumpiert, sondern auch das Budget auf Jahre hinweg zusätzlich belastet: SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann und der damalige Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) hatten an jenem unglückseligen 24. September die Mehrkosten mit kumulierten 948 Millionen Euro bis 2013 angegeben – inzwischen schätzt man das Kostenplus laut einem trend vorliegenden internen Papier des Finanzministeriums für diesen Zeitraum auf fast 1,5 Milliarden Euro.

Frühpensionitis
Just am Beginn der Wirtschaftskrise wurde damit eine Schleuse in Richtung Frühpension aufgetan, mit der unser ohnehin schon marodes Pensionssystem nachweislich noch rascher aus dem Lot kommen wird als bisher angenommen: Das Heer der Ruheständler vergrößert sich weiter zulasten der Erwerbstätigen. Weil auch die Invaliditätspension unverändert häufig – und immer stärker von Jüngeren – in Anspruch genommen wird, hat sich trotz aller Reformen am faktischen Pensionsantrittsalter in den letzten Jahren nichts verändert.

Die Folgen sind für Einzelne angenehm, für die Allgemeinheit aber katastrophal:
Erlebte eine österreichische Frau vor 40 Jahren 16 Jahre in der Pension, so sind es heute schon 27 – bei den Männern verdoppelten sich die Ruhestandsjahre von elf auf 22. Die Steuerzahler müssen immer mehr zubuttern, um den Lebensstandard der Nicht-mehr-Erwerbstätigen zu finanzieren: Für das Stopfen der Löcher im Pensionsversicherungssystem müssen laut einer Studie des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik bis zum Jahr 2014 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufgewendet werden, inklusive Beamtenpensionen sind es fast fünf Prozent.

Schon derzeit sind nur noch 70 Prozent der Pensionsauszahlungen auch durch Beiträge gedeckt. Im EU-Schnitt sind es 87 Prozent. Allein der staatliche Zuschuss zu den ASVG-Pensionen ist – auch aufgrund der Krise am Arbeitsmarkt – 2009 auf 3,6 Milliarden Euro stark angewachsen und dürfte heuer bereits 4,3 Milliarden erreichen.

Diese Zahlen sind ein Schock für all jene, die bisher unerschütterlichen Glauben an eine Zukunft im Wohlstand hatten: Weil durch den Einbruch der Finanzmärkte auch die betriebliche Vorsorge, die so genannte zweite Säule, gelitten hat und die im letzten Jahrzehnt massiv propagierte private Vorsorge ebenfalls eingeknickt ist, macht sich vor allem bei den Jüngeren Verunsicherung, ja Zorn breit.

Therese Mitterbauer spricht deshalb nicht nur über sich selbst, wenn sie sagt: „In meiner Generation macht sich die Stimmung breit, dass wir nicht nur die Pension unserer Eltern, sondern auch noch unsere eigene finanzieren müssen, weil wir fast gar nichts mehr von dem, was wir ins System einzahlen, wieder herausbekommen.“ Die 33-Jährige hat Anfang August mit dem Vorschlag aufhorchen lassen, die Höchstpensionen könnten doch auch einmal gekürzt werden.

Sie ist Vorsitzende der Jungen Industrie (JI) und fix entschlossen, ihresgleichen in der Debatte nun endlich eine Stimme zu verleihen. Die Wiener Landesgruppe der JI hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Gerechtigkeit des Systems nach Generationenzugehörigkeit untersuchen soll – die Ergebnisse werden im November vorliegen. Doch Mitterbauer findet es auch „frustrierend, dass in dieser Thematik in den letzten Jahren nichts weitergegangen ist“.

Einmaleins
Dabei brauche man nur die Grundrechnungsarten zu beherrschen, um alarmiert zu sein, sagt Ulrich Schuh, 41, Pensionsexperte des Instituts für Höhere Studien (IHS). Er fasst das Kernproblem mit Hinweis auf die ständig steigende Lebenserwartung und längere Ausbildungszeiten zusammen: „Wenn ich fast die Hälfte meines Lebens nicht im Arbeitsprozess bin, dann kann sich das nicht ausgehen.“ Ein speziell österreichisches Problem sei, dass diese Wahrheit nicht ausgesprochen wird. Schuh: „Es wird immer nur weitergewurstelt.“

Dass die Seniorenvertreter beständig mit dem Verweis auf die Sicherheit des Umlagesystems in der Vergangenheit auf eine ebenso sichere Zukunft schließen, lässt den stets ruhig formulierenden IHS-Mann zu einem Vergleich mit einem Großbetrüger greifen: „Bei Bernard Madoffs Pyramidenspiel hat der Hinweis auf die Renditen der Vergangenheit ja auch sehr lange sehr gut funktioniert. Dabei übersieht man, dass unser Pensionssystem konstruiert wurde, als es viele Beitragszahler und wenige Bezieher gab. Da konnte man auch großzügig sein. Jetzt dreht sich das.“

Im neunten Stock des achteckigen Hauptsitzes der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) in Wien wird das inzwischen auch so gesehen. Dort, wo alljährlich über Zigtausende Pensionsanträge von Arbeitern und Angestellten entschieden wird, amtiert seit zwei Jahren der 43-jährige Winfried Pinggera als Generaldirektor. Er hat die ambitionierte, aber durch erweiterte Hacklerregelung & Co völlig konterkarierte Pensionsreform aus dem Jahr 2003 mitersonnen – damals als Mitglied des Kabinetts von Kanzler Wolfgang Schüssel.

Von „Pensionssicherungsreform“, wie von Schüssel propagiert, spricht er heute nicht mehr, im Gegenteil. „Wir sind in sehr großer Sorge um das System“, so der Hüne mit Verweis auf die steigenden Bundeszuschüsse. Keinem Menschen außerhalb von Österreich sei zu erklären, warum die Österreicher im Durchschnitt mit 58 und damit drei Jahre früher als die Deutschen in den Ruhestand treten. Mit drastischen Konsequenzen: „Ein Jahr früher in Pension bedeutet eine Milliarde Mehrkosten.“

Entwarnung ist nicht in Sicht:
Pinggera weiß aus den PVA-Beratungsstellen, dass der Run auf die Frühpension nicht abreißt, vor allem, weil das Auslaufen der Sonderregelungen politisch diskutiert wird. Sein Hauptanliegen ist deshalb, so schnell wie möglich Transparenz herzustellen. Altrecht, Übergangsfristen, Sonderregelungen für Frauen oder Bauern – oft haben selbst die PVA-Berater keinen Durchblick mehr.

Pinggeras Credo: „Je einfacher das System ist, umso weniger Schlupflöcher gibt es.“ In das seit 2008 bestehende Pensionskonto sollten deshalb schnell auch die Alt-Anwartschaften übertragen werden – damit ist eine komplizierte Parallelrechnung wie derzeit hinfällig, jeder Einzelne weiß Bescheid, was er am Ende des Arbeitslebens zu erwarten hat.

Mit diesem Vorschlag ist er in bester Gesellschaft:
Das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo favorisiert ebenfalls ein solches stichtagsbezogenes individuelles Pensionskonto, in das die alten Ansprüche eingebucht werden. Und eine ganze Reihe von Experten hat in den letzten Monaten ähnliche Modelle vorgelegt. Neben Schuhs Konzept für die Junge Industrie hat auch Bernd Marin, Direktor des Zentrums für Wohlfahrtsforschung, für den Management Club die so genannte „Flexipension“ entwickelt, die auch die Einrichtung von Lebensarbeitszeitkonten vorsieht.

Marin, 62, quält mit seinen Diagnosen zur Schieflage im Pensionssystem seine Generationskollegen schon seit Langem. Würde der Generationenvertrag vor Gericht landen, er würde zu einem Schuldspruch für die älteren Generationen führen, ist er überzeugt: „Der Vertrag wird laufend verletzt, zulasten der Schwächeren im System.

Die Generationen nach 1970 haben deutlich weniger aus dem Umlageverfahren zu erwarten als etwa unsere Elterngeneration.“ Er bemüht in diesem Zusammenhang den Rechtsbegriff der „Verkürzung über die Hälfte“ (laesio enormis): „Wenn man nur die Hälfte des Gegenwerts bekommt, dann gilt der Vertrag als ‚null und nichtig‘, weil ‚unsittlich‘. Zwischen manchen Jahrgängen oder auch Sonderinteressen gegenüber ASVG droht eine solche Schieflage.“

So werde etwa dem durchschnittlichen Einzahler ins ASVG-System für einen investierten Euro rund 1,33 Euro Rückzahlung in Form von Pension versprochen. Bei der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), einem wahren Pensionistenparadies, betrage das Verhältnis laut Marins Berechnungen 1 zu 3,13 Euro. Eine Frau, die ein Kind großgezogen hat und mit 35 Beitragsjahren eine Hacklerpension beziehen könne, bekäme sogar das 3,5-Fache des Eingezahlten heraus.

Abgesehen von diesen Ungerechtigkeiten im Detail, sieht Marin aber vor allem für das Gesamte schwarz: „Schon in der mittelfristigen Finanzierbarkeit bin ich sehr skeptisch. Es geht noch etwa zwei Legislaturperioden, aber dann kollabiert das System ohne weiterreichende Reformen.“

Ähnliches hatte im Juni schon Marins Kollege Christopher Prinz, Pensionsexperte bei der OECD in Paris, vorausgesagt. Der 46-Jährige macht sich jedoch mit Blick auf die Effekte der letzten Reformen wenig Hoffnung: „Es herrscht völlige Systemblockade, wir haben in 15 Jahren das tatsächliche Pensionsantrittsalter um keinen Millimeter verändern können.“ Die von den Sozialpartnern forcierte Frühpensions-Unkultur sei derart weit verbreitet, dass dagegen kaum anzukommen sei. Seine 1964er-Jahrgangs-Kollegen, die zu den stärksten Geburtsjahrgängen der Zweiten Republik gehören, sieht er jetzt im Eilzugstempo in Richtung Pension rasen, ohne dass sich am Antrittsalter substanziell etwas geändert hat.

Ist da jemand?
Von der Politik ist derweil nicht viel zu hören. Dem EU-Vorschlag, das Pensionsalter gesetzlich an konjunkturelle und demografische Veränderungen anzupassen, kann Sozialminister Rudolf Hundstorfer nichts abgewinnen. In Interviews äußert er sich mit vagen Stehsätzen wie: „Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass es für die heute 30- und 40-Jährigen weiterhin eine Pension geben wird.“ Seine Regierungskollegen wollen die neue Mittel- und Langfristprognose der 34-köpfigen Pensionskommission abwarten, die frühestens Ende September erwartet wird.

Darin wird Kommissionsvorsitzender Bernhard Schwarz, 62, zwar bekannt geben, dass als Konsequenz der Wirtschaftskrise die Zuschüsse stärker ansteigen als bisher berechnet. Doch das Krisenszenario eines auf Dauer gedämpften Wirtschaftswachstums von durchschnittlich 1,2 Prozent – die Hauptvariante sieht 1,7 Prozent vor – wird nur am Rande thematisiert werden, weil die neuesten guten Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten alles in rosiges Licht tauchen werden.

Ihr Hobby: Lobby
Und so bleibt das Feld einmal mehr den Mächtigen der Zukunft überlassen – den Pensionistenvertretern. Der 77-jährige Karl Blecha, Chef des SPÖ-Pensionistenverbands, und sein 69-jähriges Visavis Andreas Khol, der dem ÖVP-Seniorenbund vorsitzt, gaben in den letzten Wochen gut gelaunt Radiointerviews und sagten das, was über zwei Millionen österreichische Rentner eben hören wollen: dass die Pensionen sicher sind und dass die nächste Erhöhung wie schon in den letzten Jahren wieder über der Inflationsrate liegen soll. Khol ist – entgegen allen Expertenmeinungen – sogar zur Überzeugung gekommen, „dass der Zuschussbedarf bis 2050 gleich bleibt, wenn man die Beamtenpensionen mit einberechnet“.

Seiner Einschätzung nach braucht das System keine neuen Beine, sondern höchstens Flügel: „Ein Zurück zum Pensionssystem der Ära Schüssel, basierend auf der Reform von 2003, würde genügen.“ Nachsatz: „Wenn die Konjunktur nicht nachhaltig einbricht und die Zuwanderung nicht geringer wird, dann haben wir kein Problem.“

Es herrscht zwar weitgehend Einigkeit darüber, dass die durchschnittliche Höhe der Pensionen infolge der Schüssel-Reformen und der bereits 1997 beschlossenen Änderungen bei den Beamtenpensionen in den nächsten Jahrzehnten signifikant sinken und so das System entlasten wird. Auf diese Entwicklung gründet auch Helmut Ivansits, Pensionsexperte der Arbeiterkammer und Mitglied der Pensionskommission, seinen Optimismus: „Infolge der Reformen sind die Durchschnittspensionen stark gesenkt worden, dadurch wird es leichter finanzierbar.“ Allerdings geht diese Rechnung eben nur dann auf, wenn die Maßnahmen auch umgesetzt werden. Und davon kann bislang keine Rede sein.

Wenn, wenn, wenn …
Genau diese Anhäufung von Konjunktiven ist es, die die Kritiker so skeptisch macht. „Derzeit ist das System auf dem Prinzip Hoffnung aufgebaut. Signifikante Änderungen beim Wirtschaftswachstum oder in der Migration können alle Berechnungen über Bord werfen“, sagt IHS-Experte Schuh. Die heimischen Pensionspolitiker sind für ihn überdies erwiesenermaßen Reformankündigungs-Weltmeister, aber Umsetzungs-Zwerge: „Die Reform von 2003 besteht nur auf dem Papier, und die Pensionserhöhungen lagen in den letzten Jahren beständig über der Inflationsrate“, konstatiert er trocken.

Bernd Marin teilt Schuhs Skepsis mit der Beobachtung, dass die Harmonisierung der unterschiedlichen Systeme schlicht zu weit nach hinten verschoben worden sei: Erst im Jahr 2034 werde das gesetzliche Frauenpensionsalter an jenes der Männer angepasst, Wien habe die Anpassung der Landesbeamten-Pensionen an jene des Bundes mittlerweile sogar auf das Jahr 2042 verschoben.

Kurzfristig gegenzusteuern erscheint kaum noch möglich. Egal, ob die Hacklerregelung nach 2013 aus- oder in veränderter Form weiterläuft: Jährlich werden weitere 20.000 bis 30.000 ältere Menschen „zu früh und zu extrem guten Bedingungen in Pension gehen und im System bleiben“, macht sich PVA-Chef Pinggera keine Illusionen.

Sofort angegangen werden kann, sofern der Aufschwung am Jobmarkt anhält, eines der größten Versäumnisse der jüngeren Vergangenheit: endlich einen Arbeitsmarkt für Ältere zu entwickeln. Denn eine katastrophale Folge – und nicht Ursache – der Frühpensionitis ist, „dass der Arbeitsmarkt für 50 plus in Österreich mausetot ist“, wie es Marin formuliert.

Über 55-Jährige gelten am Arbeitsmarkt als schwerst vermittelbar. Der Weg über die Frühpensionierung erscheint da für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer erst recht als der beste. So hat etwa die Post AG alleine seit Anfang Juli 120 Beamte in die ASVG-Frühpension geschickt – womit die Kosten für „Altlasten“ auf die Allgemeinheit übergewälzt werden.

Alt-Lasten
Die Zahlen sprechen für sich – und gegen den Erfolg der Pensionspolitik: Von den 932.000 Österreichern im Alter zwischen 55 bis 64 waren im Vorjahr nur 334.900 erwerbstätig, 457.700 befanden sich bereits in Pension: Der Rest: arbeitslos, arbeitsunfähig oder Hausfrauen. Die „Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter stärker in den Arbeitsmarkt zu integrieren“ sei die Schlüsselfrage der Zukunft, meint deshalb Wifo-Forscherin Christine Mayrhuber.

Manchmal wird von den Profiteuren des Systems auf die Frage, wann es denn kollabiert, zynisch geantwortet: Unfinanzierbar wird es nur, wenn die Steuerzahler nichts mehr zuschießen. Die Konsequenz, wenn immer höhere Summen aus dem Budget für das Stopfen von Pensionslöchern verwendet werden müssen, sei aber den wenigsten bewusst, hebt Sozialforscher Marin zu einer letzten Brandrede an: „Die zwölf Milliarden Euro Defizit pro Jahr, die das System verursacht, fehlen jetzt ja schon anderswo: bei den Fachhochschulen, der Kinderbetreuung, den Mitteln zur Förderung Begabter und Benachteiligter, der Pflege et cetera.“ Sein Fazit: „Hier wird in großem Stil Geld verbrannt.“

Um das zu stoppen und das Pensionssystems zu retten, gibt es nur drei Möglichkeiten.

Erstens:
Die Beiträge steigen, was den Faktor Arbeit verteuert und die Belastung der Jüngeren erhöht.

Zweitens:
Die Leistungen senken, etwa indem die Höhe der Pensionen deutlich gekappt wird.

Drittens:
Das tatsächliche Rentenantrittsalter – wie in der EU diskutiert – in Richtung 70 Jahre zu verschieben.

Ein Mix aus Variante zwei und drei ist wohl am realistischsten.

Der gelernte Österreicher weiß freilich:
Angesichts des politischen Drohpotenzials einer immer größeren Zahl von Pensionisten, die sich immer besser organisieren, ist nicht auszuschließen, dass beim nächsten Urnengang noch unsinnigere und gefährlichere Wahlgeschenke verteilt werden als jene des 24. September 2008.

Steuerzahler, hilf! Die Kosten für die Pensionen steigen – für alle Pensionsversicherten beträgt der Zuschuss derzeit über acht Milliarden Euro, inklusive Beamtenpensionen über zwölf Milliarden Euro. Bis 2014 dürfte die Summe auf fast 16 Milliarden Euro (4,8 Prozent des BIP) anwachsen.

Ausreißer nach unten
Gegen den OECD-Trend ist das tatsächliche Pensionsantrittsalter in Österreich in den vergangenen zwanzig Jahren beständig gefallen. An dieser gefährlichen Entwicklung haben auch die groß propagierten Reformen des vergangenen Jahrzehnts nichts geändert. Der Pensionskollaps rückt immer näher.

Working Class Zero
Vor vierzig Jahren füllten die Jahre im Beruf noch deutlich mehr als das halbe Leben. Längere Ausbildungszeiten und höhere Lebenserwartung haben eine dramatische Wende gebracht: Derzeit müssten in 42 Prozent der Lebenszeit die restlichen 58 Prozent mitfinanziert werden.

Hacklerparadies
Die Zahl der „Hackler“ explodiert – 2009 wurden schon 26.000 Langzeitversichertenpensionen zuerkannt. Der Gesamtstand lag Mitte 2010 knapp unter 80.000. Entsprechend liegen auch die Kosten kumuliert um 550 Millionen Euro über der damaligen Faymann-Molterer-Schätzung.

Lebenspensionseinkommen
Im Vergleich mit anderen Industriestaaten genießen die Österreicher besonders viele Jahre in der Pension – und damit auch ein Lebenspensionseinkommen, das weit über dem Durchschnitt liegt. Weil immer weniger Einzahler nachkommen, gerät das System an die Grenzen der Finanzierbarkeit.

Ungedeckt
Der Zuschussbedarf für die Lebens-pension eines österreichischen Pensionsversicherten beträgt durchschnittlich 100.000 Euro. Ein Beamter darf dagegen mit dem Vierfachen an Zuschüssen rechnen. Die PV-Pensionen sind zu 75 Prozent aus eigenen Beiträgen gedeckt – die Pensionen öffentlicher Rechtsträger nur zu 51.

Pensionitis
Rechnet man Teilzeitjobs in Vollzeit um, wird nach Berechnungen von IHS und Wifo zwischen 2040 und 2050 die Anzahl der bezogenen Pensionen jene der Beschäftigten erstmals übersteigen. Derzeit lautet das Verhältnis noch 3,2 Millionen Vollzeitjobs zu 2,2 Millionen Pensionen.



Quelle: Trend 1.9.010


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.
Gruß

  

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RE: Die grosse Pensionslüge
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.8.10 19:12)

Eines habe ich mir jedenfalls geschworen - ich zahle nichts in irgendwelche
offiziellen freiwilligen Pensionsvorsorgesysteme ein. Denn wenn es soweit
ist, wette ich werden diese auf die staatliche Pension angerechnet
("Reiche mit Privatpension sind eh nicht darauf angewiesen") und
diese entsprechend gekürzt.

P.S.: Wenn ich den Blecha, diesen verurteilten Verbrecher, nur höre bekomme
ich einen Wutanfall.

  

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Bankensteuer vor dem Scheitern
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.9.10 20:28)

Die nächste Falschmeldung?

-----------

ÖSTERREICH: Bankensteuer vor dem Scheitern
Utl.: VP-Mandatar Ikrath: "Maximal 200 Millionen Bankenabgabe" =

Wien (OTS) - Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH (Freitagsausgabe)
berichtet, stehen die rot-schwarzen Verhandlungen um eine neue
Bankenabgabe vor dem Scheitern. Die ÖVP steht nun wieder auf der
Bremse. Während sich das Finanzministerium bedeckt hält, geht
VP-Vize-Finanzsprecher Michael Ikrath bereits offiziell in die
Offensive.

Im ÖSTERREICH-Gespräch erklärt Ikrath: "Wir sollten uns das
deutsche Modell zum Vorbild nehmen. 500 Millionen Euro aus der
Bankenabgabe sind utopisch und würden dem Wirtschaftsstandort
schaden." Laut Ikrath dürfte die Bankenabgabe nur "maximal 150 bis
200 Millionen Euro betragen". Zudem möchte der VP-Mandatar das Geld
nicht für die Budgetsanierung, sondern wie in Deutschland geplant in
einen Bankenfond einspeisen. Sollte es erneut zu einer Bankenkrise
kommen, könnten die Banken dann auf dieses Geld zugreifen.

ÖSTERREICH-Recherchen ergeben jedenfalls, dies das zur neuen
ÖVP-Linie werden dürfte. Die SPÖ beharrt hingegen weiterhin auf 500
Millionen Euro Bankenabgabe, die zur Budgetsanierung verwendet werden
solle.

Mitte September findet der nächste Bankengipfel statt.

  

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Bankensteuer - SPÖ beharrt auf 500 Millionen
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.9.10 09:28)

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin #### Rudas fordert die ÖVP auf, in Sachen Bankensteuer ihr Wort zu halten. Gegenüber der APA beharrte Rudas am Freitag darauf, dass die Bankensteuer wie vereinbart 500 Millionen Euro bringen müsse, die zur Budgetsanierung herangezogen werden müssten. VP-Finanzsprecher Michael Ikrath hatte zuletzt gemeint, die Bankensteuer solle "maximal 150 bis 200 Millionen Euro betragen", zudem solle das Geld wie in Deutschland geplant in einen Bankenfonds eingespeist werden.

Rudas lehnt das entschieden ab. Es sei mit der ÖVP vereinbart, dass die Bankensteuer 500 Mio. Euro bringen und zur Budgetsanierung herangezogen werden soll. Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin fordert den Koalitionspartner auf, nicht wortbrüchig zu werden und verlangt eine Klarstellung von Finanzminister Josef Pröll (V).

  

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Bankensteuer - Linie der ÖVP unverändert
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.9.10 09:30)

Bankensteuer - Linie der ÖVP unverändert

Wien (APA) - Auch die ÖVP bleibt dabei, dass die Bankensteuer ein
Volumen von 500 Mio. Euro haben soll. "Die Linie des
Finanzministeriums hat sich nicht geändert", teilte Sprecher Daniel
Kapp am Freitag mit. Es gebe keinen Grund zur Aufregung. Aussagen des
VP-Finanzsprechers Michael Ikrath vom Vortag, wonach die Bankensteuer
maximal 150 bis 200 Mio. Euro betragen solle, "entstammen seiner
beruflichen Situation als Generalsekretär des Sparkassenverbandes"
und seien nicht ÖVP-Linie.

  

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RE: Bankensteuer - Linie der ÖVP unverändert
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.9.10 17:05)

Etwas anderes hätte mich auch sehr gewundert. Politisch gibt es nichts
zu gewinnen wenn man z.b. für die deutsche Lösung eintritt.

---------

> Wien (APA) - Auch die ÖVP bleibt dabei, dass die
>Bankensteuer ein
>Volumen von 500 Mio. Euro haben soll. "Die Linie des

  

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Experten fixieren Details zur Banken-Abgabe
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.9.10 21:04)

Vertreter von Banken und Finanzministerium läuten die letzte Runde im Feilschen um Details auf Expertenebene ein. Die neue Bankenabgabe wird trotz einiger Ausnahmeregelungen 500 Millionen € bringen.


Die Einigung auf die Details zur neuen Bankensteuer, die ab 2011 gelten soll, rückt noch diese Woche einen großen Schritt näher. Für Freitag ist im Finanzministerium wieder eine große Gesprächsrunde angesetzt. Gegenüber werden sich dabei die Experten aus dem Ministerium einerseits und die Bankenvertreter andererseits sitzen. „Politiker sind nicht dabei“, heißt es aus Verhandlungskreisen. Insofern sei eine endgültige Einigung noch in dieser Woche unwahrscheinlich.
Allerdings wird ein Durchbruch bei wichtigen Eckpunkten erwartet. Unumstritten ist bisher ja lediglich die geplante Summe von 500 Millionen € pro Jahr, die die Bankenabgabe ins Budget spülen soll.


Rabatt für Filialen
Klarer Auftrag an die Expertenrunde ist es, die Details rund um die künftige Berechnungsgrundlage für die Abgabe festzuzurren. Für die SP ist klar, dass es vor allem um die Bilanzsumme geht. Weil es dabei laut einem Insider aber zu „einigen unerwünschten Verzerrungeeffekten kommen kann“, verlangt die VP diverse Abzugsposten. Die Banken untermauern die Idee mit jeweils für ihr Institut passenden Vorschlägen. Dem Vernehmen nach will Raiffeisen jedenfalls das Geschäft mit der soliden Landwirtschaft als Abzugsposten von der Bemessungsgrundlage fixieren. Dem Sparkassen-Sektor, allen voran der Erste Bank, soll es darum gehen, einen Bonus für das große Filialnetz zu bekommen. Ein Knackpunkt ist auch der Abzug von ausländischen Bilanzsummen, die bereits einer Bankenabgabe unterliegen – wie in Ungarn.
In den Büros der Staatssekretäre Reinhold Lopatka (VP) und Andreas Schieder von der SP will man sich nicht über den Stand der Dinge äußern. Eine politische Einigung sei diese Woche aber schon deshalb unwahrscheinlich, weil VP-Verhandler Lopatka zum in Frage kommenden Termin im Ausland unterwegs ist. Je nachdem, wie rasch sich die Experten auf einen Leitfaden einigen, ist eine politische Einigung aber jederzeit möglich: „Das kann ganz schnell gehen, etwa vor einer der wöchentlichen Ministerratssitzungen“, sagt ein Verhandler.


http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/branchen/experten-fixieren-details-zur-ba nken-abgabe-436905/index.do?_vl_backlink=/home/index.do&_vl_pos=3.1.DT

06.09.2010

  

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RE: Manchmal möchte man Deutscher sein
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.9.10 21:26)

>Vertreter von Banken und Finanzministerium läuten die letzte
>Runde im Feilschen um Details auf Expertenebene ein. Die neue
>Bankenabgabe wird trotz einiger Ausnahmeregelungen 500
>Millionen € bringen.

Nachdem ich in erheblichem Ausmaß in Banktiteln investiert bin, bin ich natürlich
nicht wirklich objektiv. Aber trotzdem, in letzter Zeit wünsche ich
mir manchmal wir hätten die deutsche Regierung. Die deutsche Bankensteuer
ist in ihrem Ausmaß vertretbar (obwohl die Deutschen aus dem Landesbanken-Fiasko
sicher viel höhere Kosten haben werden als wir) und versickert auch nicht
im Budget.

Oder die AKW-Laufzeitverlängerung - volkswirtschaftlich
mE die einzig richtige Entscheidung. Wählerstimmen gewinnen sie damit
sicher nicht, so stelle ich mir eine Regierung vor.

  

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Finance Ministers Fail to Agree on EU Financial Transaction Tax
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.9.10 14:44)

Finance Ministers Fail to Agree on EU Financial Transaction Tax

Sept. 7 (Bloomberg) -- Banks escaped plans to tax financial
transactions after European Union finance ministers failed to
agree on proposals to help repair the damage to public finances
caused by the financial crisis.
“It’s difficult to see how in practice a financial
transaction tax would work,” U.K. Chancellor of the Exchequer
George Osborne said in Brussels after a meeting with EU finance
chiefs. “It’s been discussed for many decades past and I suspect
it will be for many decades to come.”
Finance ministers at today’s meeting discussed two forms of
the proposed tax, which could apply to financial transactions,
such as share or bond purchases, or bank profits and
remuneration, known as a financial-activities tax.
German Chancellor Angela Merkel, with support from France,
has called for a tax on banks’ financial transactions to repair
holes in national budgets caused by funding lenders during the
crisis that followed the collapse of Lehman Brothers Holdings
Inc. in 2008. European governments approved $5 trillion in bank
bailouts and loan guarantees during financial crisis, according
to EU data.
Ministers also discussed proposals that would see banks pay
a levy on the size of their balance sheets, with the proceeds
going to European funds to cushion the blow of future crises on
national budgets. Michel Barnier, the EU’s financial services
commissioner, called the discussions “encouraging.”

  

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"Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 12:52)

Finanzstaatssekretär Schieder wirbt im heutigem Mittagsjournal für seine Vermögenssteuer: Superreiche, die mehr als eine Million Euro besitzen, sollten diese Steuer bezahlen.

Wenn man mit einer Million schon "superreich" ist, ab wann ist man dann "reich" ohne Superlativ? Ab dem Wechsel von der Gemeindewohnung in eine geförderte Eigentumswohnung?

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro? witziggut analysiert
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 12:59)

Arm: wenn Du keine staatliche Unterstützung kriegst und bettteln gehst
Normal: Du lebst bis 70% von Transferzahlungen und staatlichen Zuschüssen
Reich: am Monatsletzten hast Du noch ein Plus am Konto
Superreich: Du hast Vermögenswerte von mehr als einer Million

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 13:09)

Der Faymann hat am Wochenende in der Zeitung gesagt, nur die ab 1 Mio. Euro Vermögen sollen zahlen.

Gleichzeitig hat er gesagt, die Aktionäre sollen zahlen.

Er weiß wohl nicht, was er sagt.

Denn die meisten Aktionäre hier in Aktien-Online besitzen keine Million, aber Aktien.

Dass er keine Aktien besitzt, hat er gesagt, sondern nur ein Haus, dass er daher nicht zu den Reichen gehört, seiner Meinung nach (nach vielen Jahren Spitzeneinkommen in der Politik!) ...

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
guth(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 13:23)

Ich habe die Diskussion bis jetzt nicht verfolgt. Ist bei der 1 Mio. nur Bar- bzw. Aktienvermögen relevant oder auch sonstiges Vermögen wie Liegenschaften, Schmuck, Gold, Fahrzeuge etc.?
LG

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 13:33)

>Ich habe die Diskussion bis jetzt nicht verfolgt. Ist bei der
>1 Mio. nur Bar- bzw. Aktienvermögen relevant oder auch
>sonstiges Vermögen wie Liegenschaften, Schmuck, Gold,
>Fahrzeuge etc.?
>LG


Vorerst alles außer Hausrat. Ausnahmen werden im Laufe der Diskussion sicher noch hinzuommen ...
Konkret genannt hat Schieder: Finanzvermögen (Wertpapiere, Sparguthaben), Immobilien, sonstiges Vermögen.
Zu bezahlen wäre das ganze von Stiftungen und von natürlichen Personen.

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 13:42)

muss dann jeder seinen vermögensstand nachweisen?


>>Ich habe die Diskussion bis jetzt nicht verfolgt. Ist bei
>der
>>1 Mio. nur Bar- bzw. Aktienvermögen relevant oder auch
>>sonstiges Vermögen wie Liegenschaften, Schmuck, Gold,
>>Fahrzeuge etc.?
>>LG
>
>Vorerst alles außer Hausrat. Ausnahmen werden im Laufe der
>Diskussion sicher noch hinzuommen ...
>Konkret genannt hat Schieder: Finanzvermögen (Wertpapiere,
>Sparguthaben), Immobilien, sonstiges Vermögen.
>Zu bezahlen wäre das ganze von Stiftungen und von natürlichen
>Personen.

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 14:02)

>muss dann jeder seinen vermögensstand nachweisen?

Angeblich nur die paar Superreichen, die die Million überschreiten. Aber bei Verdacht auf Reichtum wird man wohl den Armutsbeweis selbst antreten müssen ...

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 14:27)

>muss dann jeder seinen vermögensstand nachweisen?
>

Da wir man einfach die Transparenzdatenbank um ein paar Datenfelder erweitern und fertig....

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 13:51)

Dass er keine Aktien besitzt, hat er gesagt, sondern nur ein Haus, dass er daher nicht zu den Reichen gehört, seiner Meinung nach (nach vielen Jahren Spitzeneinkommen in der Politik!) ...

einmal Babylon in der Woche geht halt ins Geld

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 14:29)

>Dass er keine Aktien besitzt, hat er gesagt, sondern nur ein
>Haus, dass er daher nicht zu den Reichen gehört, seiner
>Meinung nach (nach vielen Jahren Spitzeneinkommen in der
>Politik!) ...
>
>einmal Babylon in der Woche geht halt ins Geld


was Du schon wieder unterstellst. Der hat doch all sein Einkommen der Partei und den Armen gegeben. Macht halt seine Wohldaten nicht öffentlich!

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.9.10 19:27)

>Dass er keine Aktien besitzt, hat er gesagt, sondern nur ein
>Haus, dass er daher nicht zu den Reichen gehört, seiner
>Meinung nach (nach vielen Jahren Spitzeneinkommen in der
>Politik!) ...

Das paßt doch. Nur ein Sozialist kann es schaffen nach diesen vielen
Jahren mit sehr gutem Gehalt "nur" ein Haus sein eigen zu nennen, ohne
weitere Vermögenswerte

Aber vielleicht ist das Haus auch so eine Villa wie bei Voves zu sehen

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.10 08:18)

Man kann sein Spitzeneinkommen auch versaufen und verhuren, dann wird man nie zu den Reichen gehören ...

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.10 12:34)

Na geh, soviel saufen oder schnackseln schafft auch ein Spitzenverdiener beim besten Willen nicht ...

... außer er kippt ausschließlich sündteuren Alkohol in sich rein
und ist im Puff extrem spendabel ...

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.10 12:38)

es sind schon Lottomillionäre wieder arm geworden.
Ein Bürgermeister in einer großen Stadt in Österreich versäuft ja auch den Grossteil seines Gehalts (Namen nenne ich nicht)

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.10 16:22)

Ein Bekannter von mir schafft es hin und wieder, daß er 3k Euro in einer Nacht verpraßt. Geht also schon.

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.10 16:34)

Ich schaff mit manchen Trades das Zehnfache

Aber Praßfaktor gleich null,
keine Befriedigung

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.10 16:45)

>Ich schaff mit manchen Trades das Zehnfache
>
>Aber Praßfaktor gleich null,
>keine Befriedigung

Dann mußt Du aber noch an Deiner Performance feilen ...

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.10 16:48)

Die besten Trades wären bei mir immer die Hättiwari-Trades gewesen

Dann - wenn ich kein Geld hab - muss ich den Kursexplosionen zuschauen,
die ich mitmachen könnte, wenn ich Geld zum Einstieg gehabt hätte

Is nimmer viel da

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.10 08:20)

>Dann - wenn ich kein Geld hab - muss ich den Kursexplosionen
>zuschauen,
>die ich mitmachen könnte, wenn ich Geld zum Einstieg gehabt
>hätte
>
>Is nimmer viel da


Hast du nicht in einem anderen Thread was von Millionärsclub geschrieben?
Oder gilt frei nach Mautner-Markhof - reich sein genügt nicht, man muß
auch Geld haben?

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.10 09:01)

>>Dann - wenn ich kein Geld hab - muss ich den
>Kursexplosionen
>>zuschauen,
>>die ich mitmachen könnte, wenn ich Geld zum Einstieg
>gehabt
>>hätte
>>
>>Is nimmer viel da
>
>
>Hast du nicht in einem anderen Thread was von Millionärsclub
>geschrieben?
>Oder gilt frei nach Mautner-Markhof - reich sein genügt nicht,
>man muß
>auch Geld haben?

Da trifft wieder der berühmte Spruch von Franz Beckenbauer zu:

"Ja gut, es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.10 13:33)

"Wiener Millionärsclub" auf Facebook.

Da Geld stinkt, wird aber nicht gefragt, wieviel man besitzt.

Es reicht der feste Wille, ohne krumme Dinger und relativ konservativ zum Millionär zu werden.

Jeden nehmen sie trotzdem nicht. Angeblich werden 3/4 abgewiesen,
weil sie nur eine gute Partie zu suchen scheinen ...

(Aber ratet mal, wer die Aufnahmeprüfung bestanden hat? )

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.10 14:37)

(Aber ratet mal, wer die Aufnahmeprüfung bestanden hat? )


Walter Meischberger?

  

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RE: "Superreich" mit einer Million Euro?
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.10 15:19)

>(Aber ratet mal, wer die Aufnahmeprüfung bestanden hat? )
>
>
>Walter Meischberger?

Und Karl Betrügowitsch, Julius Schweindl und Karl Heinz Prasser?

Was bringts übrigens, wenn man dort dabei ist? Freunderlwirtschaft oder was?

  

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RE: "Superreich" Zwei Drittel der Österreicher: "Wir sind Mittelstand"
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.9.10 16:48)

Zwei Drittel der Österreicher: "Wir sind Mittelstand"
09.09.2010 | 12:14 | (DiePresse.com)

65 Prozent der Österreicher meinen, dass sie zum Mittelstand gehören. Die meisten definieren diesen Status über materielle Kriterien wie Einkommen oder Wohlstand.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/593323/index.do

  

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RE: "Superreich" Zwei Drittel der Österreicher: "Wir sind Mittelstand"
Rang: wasnun(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.10 16:33)

Passend dazu gabs gestern, im Jahr der Armut, eine interessante Doku auf scobel. Da war unter anderem die Rede davon, dass der Mittelstand, der arbeitende und steuerzahlende, zunehmend
verarmt.
http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/146519/index.html

  

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RE: "Superreich" Zwei Drittel der Österreicher: "Wir sind Mittelstand"
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.10 16:45)

>Passend dazu gabs gestern, im Jahr der Armut, eine
>interessante Doku auf scobel. Da war unter anderem die Rede
>davon, dass der Mittelstand, der arbeitende und
>steuerzahlende, zunehmend
>verarmt.

Naja. Die Empirie in meiner Umgebung (sicher alles nur Mittelstand)
zeigt mir, daß sich alle deutlich mehr leisten können als vor 10 oder
15 Jahren.

  

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ÖIAG-Michaelis erhält Bonus für Mitarbeiterabbau
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.9.10 22:18)

"Standard" - AUA-Debakel hatte dank "Bonusbank" keinen Einfluss auf Einkommen von Michaelis


Das heurige Jahreseinkommen von ÖIAG-Chef Peter Michaelis hängt laut einem Bericht des "Standard" (Wochenend-Ausgabe) auch davon ab, ob er die Personalkosten "im Zusammenhang mit den acht betroffenen Dienstnehmerinnen" reduzieren kann. Wie berichtet gibt es in der Staatsholding einen Arbeitskonflikt, weil Mitarbeiter abgebaut werden sollen - darunter auch Betriebsräte. Begründet wurde dies mit den geringer gewordenen Aufgaben der ÖIAG. Die ÖIAG war Freitagabend für eine Stellungnahme kurzfristig nicht erreichbar.

Michaelis verdient jährlich 700.000 Euro, die Hälfte davon sind Prämien, die jedes Jahr neu definiert werden, schreibt die Zeitung. Für die Bonifikation im laufenden Jahr ist demnach die Wertsteigerung der Beteiligungen (Post, Telekom, OMV) zu 80 Prozent ausschlaggebend, zu 20 Prozent ein "qualitatives Ziel". Letzteres wird in der dem "Standard" vorliegenden Vereinbarung wie folgt definiert: "Reduktion der Personalkosten im Zusammenhang mit den acht betroffenen Dienstnehmerinnen ... und Anpassung des Raumkonzepts an den reduzierten Personalstand."

Wird der Stellenabbau unter dem ominösen Codenamen "Buwog" durchgezogen, bringt das Michaelis 70.000 Euro oder 8.750 je Arbeitsplatz, rechnete der "Standard" vor. Was Betriebsräte als "Kopfprämie" verteufeln, wird von Aufsichtsratschef Peter Mitterbauer verteidigt: "Die Restrukturierung wurde wegen der Verkleinerung des Beteiligungsportfolios zur Wahrung der Wirtschaftlichkeit notwendig."

Auch das AUA-Debakel konnte demnach das Salär des Managers nicht beeinträchtigen. 2008 riss die Wertberichtigung der maroden Fluglinie zwar ein Loch von 632,5 Mio. Euro ins ÖIAG-Ergebnis, doch sorgte ein Rückgriff auf die "Bonusbank" (Gutpunkte für Übererfüllung der Ziele in Vorjahren) für die volle Prämie. 2009 profitierte Michaelis dann von der "erfolgreichen Durchführung der Privatisierung der AUA", die nur mit einer Mitgift von 500 Mio. Euro aus der Staatskasse möglich war. Doch nicht nur das qualitative Ziel wurde aus Sicht des Aufsichtsrats erfüllt, sondern auch das quantitative: Denn im Juli 2010 wurde die Vereinbarung für die Prämie 2009 aufgrund der "unterjährigen Privatisierung der AUA" mittels "Gewichtungsfaktor" derart abgeändert, dass sich das Punktekonto für die Prämie um ein Viertel erhöhte. Und der ÖIAG-Chef auf die traditionellen 700.000 Euro kam, so die Zeitung.

Das Bonussystem gelte auch für sechs Manager der Holding. Für 2010 soll eine leichte Verschärfung der Boni-Kriterien kommen, heißt es im Bericht. Michaelis kann das "nicht nachvollziehen", schreibt er an die Räte.

(APA)
10.09.2010

  

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RE: ÖIAG-Michaelis erhält Bonus für Mitarbeiterabbau
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.9.10 09:22)

>Das Bonussystem gelte auch für sechs Manager der Holding. Für
>2010 soll eine leichte Verschärfung der Boni-Kriterien kommen,
>heißt es im Bericht. Michaelis kann das "nicht
>nachvollziehen", schreibt er an die Räte.


dem seine bezahlung ist sowieso jenseits von gut und böse. der ist ja
nur ein besserer aufsichtsrat für telekom, omv und post.

  

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Bankensteuer: Zwischen Groß und Klein kracht es
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.9.10 09:34)

Was sich seit mehreren Wochen abzeichnet, hat sich bei einer Sitzung am Freitag im Finanzministerium verdichtet. Rund um die geplante Einführung der Bankensteuer ist zwischen den großen Banken und den Regionalbanken ein heftiger Streit ausgebrochen.

Dabei geht es naturgemäß darum, welche Banken wie viel beizusteuern haben. Wie berichtet, plant das Finanzministerium, die Steuer auf Basis der Bilanzsumme der Banken zu berechnen. Das wird nicht nur grundsätzlich von Bankenvertretern wie Erste-Chef Andreas Treichl als dümmste aller Varianten bezeichnet. Für den Fall, dass die Bilanzsumme als Basis herhalten soll, geht es auch um die heikle Frage, welche Bilanzsumme es denn sein solle.

Die großen Banken wie Erste, Bank Austria und Raiffeisen Zentralbank (RZB) sind dafür, die Einzelabschlüsse der Banken als Basis zu Grunde zu legen. Die Regionalbanken verlangen dagegen die Einbeziehung der Auslandstöchter und damit der konsolidierten Bilanzen.

Letzteres würde die Bilanzsumme der Großbanken deutlich erhöhen und damit die Bemessungsgrundlage und die Steuerschuld. Die Regionalbanken, die keine Auslandstöchter haben und deren Einzel- und Konzernabschluss nur wenig anders aussehen, argumentieren, dies sei nur recht und billig. Denn schließlich seien genau diese Töchter in Mittel- und Osteuropa zunächst die Gewinnbringer und dann die Ursache für die großen Probleme der großen Banken gewesen.

Die Banken und die Vertreter des Ministeriums gingen am Freitag unverrichteter Dinge auseinander. Im Raum steht vorerst nur, dass die Banken insgesamt 500 Millionen Euro pro Jahr an Bankensteuer abzuführen haben.

http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,459411

  

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RE: Bankensteuer: Zwischen Groß und Klein kracht es
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.9.10 22:05)

muss die arme Kampusch auch Vermögensteuer zahlen wie es aussieht.

  

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Bisheriger Politik-Verdienst von Faymann 3,6 Mio. Euro brutto
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.9.10 20:36)

>Der Faymann hat am Wochenende in der Zeitung gesagt, nur die
>ab 1 Mio. Euro Vermögen sollen zahlen.

>Dass er keine Aktien besitzt, hat er gesagt, sondern nur ein
>Haus, dass er daher nicht zu den Reichen gehört, seiner
>Meinung nach (nach vielen Jahren Spitzeneinkommen in der
>Politik!) ...


Da hat er wohl die FPÖ aufgeschreckt:

--------------

FPÖ: Strache: Rote Millionäre Faymann, Häupl und Voves
Utl.: Derzeitiger Bundeskanzler verdiente seit 1996 3,6 Millionen Euro - Wiener Bürgermeister liegt bei 2,8 Millionen Gesamtverdienst in seiner Politkarriere =

Wien (OTS) - Mit den "roten Millionären" befasste sich
FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in seiner heutigen Pressekonferenz,
die er gemeinsam mit FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl abhielt.

In Österreich gibt es inklusive Lehrlinge rund 4 Millionen
unselbständig Erwerbstätige. Diese erreichen ein mittleres
Bruttojahreseinkommen von ca. 22.800 Euro. Die niedrigsten Einkommen
findet man - abgesehen von den Lehrlingen - bei den Arbeitern und
Arbeiterinnen, die 39 Prozent der Unselbständigen ausmachen und
durchschnittlich im Jahr ca. 17.400 Euro beziehen.

"Und nun schauen wir uns einmal den Verdienst an, den der jetzige
Bundeskanzler im Verlauf seiner Politkarriere zusammengescheffelt
hat", so Strache: Von 1994 bis 2007 war Faymann bekanntlicherweise
Stadtrat und Präsident des Wohnungsfonds. Das ergibt in diesem
Zeitraum bei einem Brutto-Monatsverdienst von 14.700 Euro einen
Gesamtverdienst von knapp 2,7 Millionen Euro brutto. Netto macht das
für die Jahre 1994 bis 2007 knapp 1,562 Millionen Euro aus. Dann ist
Werner Faymann in die Bundespolitik gewechselt und war von Jänner
2007 bis November 2008 Minister. In diesem Zeitraum erhielt er netto
auch immerhin rund 251.000 Euro. Und als Bundeskanzler hat er seit
seinem Amtsantritt auch schon über 300.000 Euro netto erhalten. Von
1994 bis heute kommt Werner Faymann somit auf Einnahmen von 3,6
Millionen Euro brutto, das sind netto beinahe 2,1 Millionen Euro.

Damit nicht genug. Faymanns Gattin Martina Ludwig-Faymann erhielt
seit 1996 als Landtags- und Gemeinderatsabgeordnete brutto 1,414
Millionen Euro, das sind 865.000 Euro netto. Insgesamt haben Herr und
Frau Faymann in den letzten 17 Jahren also Einnahmen in der Höhe von
5 Millionen Euro brutto bzw. nahezu 3 Millionen Euro netto gehabt.
Abgesehen davon müssen die Faymanns auch keine Miete bezahlen, da er
von seinen Eltern ein Haus geerbt hat.

Zum Vergleich: Ein Arbeiter hat in diesen 17 Jahren brutto rund
297.000 Euro verdient. Das ist in etwa die Summe, die Werner Faymann
in diesen 16 Jahren durchschnittlich jährlich verdient hat.

Auch der Wiener SPÖ-Bürgermeister Häupl hat fleißig verdient. Von
1988 bis 1994 hat er als Stadtrat immerhin netto 841.000 Euro
erhalten. Und seit er Bürgermeister ist, also seit November 1994, hat
er bis heute 3,4 Millionen Euro brutto erhalten, das sind knapp 2
Millionen Euro netto. Insgesamt hat Häupl also von 1988 bis heute
mehr als 2,8 Millionen Euro erhalten.

"Ähnlich gut lebt es sich im Millionärshaushalt Schieder/Wehsely", so
Strache. Andreas Schieder war seit 1997 Landtagsabgeordneter, dann
Nationalratsabgeordneter und jetzt Staatssekretär und hat in dieser
Zeit bis heute das erkleckliche Sümmchen von 995.000 Euro netto nach
Hause getragen. Sonja Wehsely wiederum verdiente seit 1996 1,2
Millionen Euro. Zusammen haben Schieder und Wehsely brutto 3,8
Millionen Euro verdient, netto 2,2 Millionen Euro.

Ein spezieller Fall ist laut auch Franz Voves. Beim steirischen
Wahlkampfauftakt der SPÖ sagte seine Vorrednerin Gabi Burgstaller:
"Wir brauchen eine Besteuerung des Vermögens, das ist eine Frage der
Gerechtigkeit" Voves wusste dann auch gleich, wo es etwas zu holen
gibt: "Investmentbanker, Spekulanten, Vorstände multinationaler
Konzerne". Diese müssten "zur Kasse gebeten werden", denn diese seien
die "wahren Sozialschmarotzer" (Kleine Zeitung, 03.09.2010)

"Damit hatte der Herr Landeshauptmann ja durchaus recht", meinte
Strache. "Nur dumm, dass er selbst jahrelang Vorstand in einem
multinationalen Konzern war und noch dazu eine Riesen-Millionen-Villa
in Vasoldsberg bei Graz besitzt. Da wird einiges zu holen sein."
Voves war von 1989 bis 2002 Finanzvorstand der Merkur-Versicherung,
von 2002 bis 2005 Landeshauptmann-Stellvertreter und seit 2005
Landeshauptmann. In dieser Zeit verdiente er brutto 4 Millionen Euro,
das sind netto 2,4 Millionen Euro.

"Es geht mir hier nicht einmal so sehr darum, ob diese Summen
gerechtfertigt sind", meinte Strache. "Aber wenn man sich die
verheerende Arbeitsbilanz von Faymann, Häupl und Konsorten ansieht,
sind sie das sicher nicht. Aber es geht mir darum, dass genau diese
Leute jetzt versuchen, den Menschen in diesem Land an allen Ecken und
Enden etwas von ihrem sauer verdienten Geld abzuzwacken. Denn sind
wir uns ehrlich: Die sogenannte Reichensteuer, über die jetzt
debattiert wird, ist ja nur ein Name, damit die Sache schöner klingt.
Schlussendlich wird dabei eine neue Mittelstandsteuer herauskommen.
Treffen wird diese Vermögenssteuer Besitzer von Eigentumswohnungen
oder Häuslbauer. Treffen wird sie all jene, die sich in ihrem Leben
etwas geschaffen haben." Der Mittelstand solle zur Kasse gebeten
werden für Bankenpaket, Griechenlandhilfe, ÖBB, AUA usw. Strache
erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Desaster Häupls zu
denken, an den Prater-Vorplatz oder Skylink. "Und dafür hat Häupl
seit 1994 2 Millionen Euro netto erhalten. Er wird ganz
offensichtlich dafür bezahlt, dass er das Geld der Wienerinnen und
Wiener zum Fenster hinauswirft. Eigentlich hätte man das Geld, das
dieser Bürgermeister der Stadt gekostet hat, auch gleich in den
Reißwolf geben können."

  

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RE: Bisheriger Politik-Verdienst von Faymann 3,6 Mio. Euro brutto
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.9.10 22:55)

Dieser Kickl hat schon zu Haiders Zeiten die Messages erfunden, jetzt greift auch der Strache auf ihn zurück.

Was vergessen wurde, die SPÖ Politiker haben sicher einiges an Parteisteuer abführen dürfen - und den Rest haben Sie sicher gespendet...

  

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Griechenland zieht Steuersenkungen für Unternehmen vor
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.9.10 09:34)

Griechenland zieht Steuersenkungen für Unternehmen vor
Utl.: Papandreou in Thessaloniki: Steuererleichterungen für Firmen ab
2011 - Proteste gegen drakonische Sparpolitik

Thessaloniki (APA/Reuters) - Mit vorgezogenen Steuersenkungen will
das hochverschuldete Griechenland krisengeschüttelte Unternehmen
wieder fit machen. Die Besteuerung auf einbehaltene Firmengewinne
solle bereits 2011 auf 20 von 24 Prozent reduziert werden, sagte
Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Samstag.

Ursprünglich war der Schritt erst für 2014 geplant. "Wir
unterstützen Unternehmen, die versuchen zu überleben, indem wir die
Maßnahme vorziehen", sagte der Regierungschef in seiner jährlichen
Wirtschaftsansprache in Thessaloniki.

Er rief die Griechen zudem zu gemeinsamen Anstrengungen zur
Bewältigung der Schuldenkrise auf. "Entweder gewinnen wir zusammen,
oder wir werden gemeinsam untergehen", fügte Papandreou hinzu. Seine
Regierung wolle die Reformen weiter vorantreiben.

Die griechische Wirtschaft wird durch ein drakonisches
Sparprogramm belastet. Die Regierung hat wegen der enormen
Schuldenlast die Gehälter im öffentlichen Dienst gekürzt und die
Mehrwertsteuer mehrfach angehoben. Im Gegenzug spannten EU und der
Internationale Währungsfonds (IWF) einen 110 Mrd. Euro schweren
Rettungsschirm, um Griechenland vor der Zahlungsunfähigkeit zu
bewahren.

Vor der Rede Papandreous protestierten mehrere tausend Menschen
in dem EU-Mitgliedsland gegen die strikte Sparpolitik. In
Thessaloniki versammelten sich rund 20.000 Demonstranten, um durch
die Stadt zu marschieren. Eine Gruppe von ein paar hundert
Jugendlichen versuchte später, die Absperrungen der Polizei zu
durchbrechen. Die Sicherheitskräfte setzten daraufhin Tränengas ein,
um die Demonstranten zurückzudrängen.

In der Wählergunst liegen die regierenden Sozialisten in
Griechenland trotz Sparpolitik weiter vorn. Wie aus einer am Samstag
veröffentlichten Umfrage von Kappa Research nach der
Kabinettsumbildung hervorgeht, bekämen die Sozialisten 29,1 Prozent
Zustimmung, wenn jetzt Wahlen wären. Die oppositionellen
Konservativen erhielten lediglich 21,3 Prozent.

  

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RE: Griechenland zieht Steuersenkungen für Unternehmen vor
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.9.10 07:43)

> Thessaloniki (APA/Reuters) - Mit vorgezogenen
>Steuersenkungen will
>das hochverschuldete Griechenland krisengeschüttelte
>Unternehmen
>wieder fit machen. Die Besteuerung auf einbehaltene
>Firmengewinne
>solle bereits 2011 auf 20 von 24 Prozent reduziert werden,
>sagte
>Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou am
>Samstag.


Das von einer sozialistischen Regierung während bei Sozialausgaben und
Gehältern radikal gekürzt wird, der Papandreou legt offenbar wirklich
keinen Wert darauf wiedergewählt zu werden.

  

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"Ohne weitere staatliche Eingriffe wird es nicht gehen"
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.9.10 21:57)

Dieser Schulmeister... der Kommentar am Ende des Artikels von "Ulrich_L"
trifft es gut.

--------------

"Ohne weitere staatliche Eingriffe wird es nicht gehen"

Laut Ökonom Paul Schulmeister gibt es ein Modell, dass Vermögende fair zur Kasse bittet. Und zwar durch die Zweckwidmung der Einnahmen für Umweltinvestitionen.

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/wirtschaftspolitik/ohne-weitere-staatlich e-eingriffe-wird-es-nicht-gehen-438380/index.do?_vl_backlink=/home/index.do&_vl_pos=4.1.DT

  

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SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.9.10 08:51)

SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst

Nur große Vermögen sollen besteuert werden. Niemandem werde "ins Nachtkastl" geschaut, so SP-Finanzstaatssekretär Schieder.

Vermögen ab einer Million Euro sollen besteuert werden. Damit sei es der SPÖ laut Schieder "vollkommen ernst".

Die Forderung der SPÖ nach einer Vermögenssteuer findet sich nun auch schwarz auf weiß als achter Punkt im roten Steuer-Programm zur Budgetkonsolidierung. Im aktuellen SPÖ-eigenen Wochenmagazin SPÖ aktuell werden nunmehr acht statt wie bisher sieben "Punkte für Gerechtigkeit" angeführt, als achter Punkt wird dort "Steuer auf Vermögen über eine Million Euro" genannt. Finanzstaatssekretär Andreas Schieder betonte, es sei der SPÖ mit dieser Forderung "vollkommen ernst".

Zur Ablehnung der ÖVP sagte Schieder, man habe auch zu Beginn beim Thema Bankensteuer ein Nein gehört, auch bei der Abschaffung der Spekulationsfrist für Aktien - beides Themen, wo die ÖVP nun auch mitziehen würde. Zur Bedingung machen will die SPÖ die Forderung nach einer Vermögensbesteuerung aber auch nicht. Man habe mit den acht Punkten ein Paket vorgelegt, das in Summe die Einkommensseite bei der Budgetkonsolidierung abdecken soll. Je schärfer bestimmte Maßnahmen daraus ausfallen, "desto weniger scharf müssen andere sein", so Schieder. Dabei würde niemandem "ins Nachtkastl" geschaut. Auch Klein-und Mittelunternehmen (KMUs) hätten nichts zu befürchten, da die Vermögenssteuer nicht auf Betriebsvermögen abziele.

Luxus im Visier
Die Vermögenssteuer soll auf natürliche Personen und Privatstiftungen abzielen. Im Visier steht dabei Vermögen in Form von Immobilien, Geldvermögen in Form von Bankeinlagen, Wertpapieren und Versicherungswerten sowie große Kunst- und Schmucksammlungen oder Autosammlungen. Normaler Hausrat ist ausgenommen. Die Vermögenssteuer soll laut SP-Vorstellungen bekanntlich ab einer Million Vermögen schlagend werden (mit 0,3 bis 0,7 Prozent Besteuerung).

Schieder verwies zudem darauf, dass kaum ein Klein- und Mittelunternehmer über eine Netto-Position von einer Mio. Euro verfüge. "Eine gute Firma hat 20 Prozent Eigenkapital. Dass heißt, man müsste eine fünf Millionen Euro schwere Firma haben", damit man auf eine Million Euro Netto-Vermögen kommt. Dazu seien laut Schieder die meisten KMUs auf mehrere Personen aufgeteilt. Außerdem hätten viele Unternehmen auch Kreditbelastungen.



Banken-Solidarabgabe
Neben der Vermögensbesteuerung umfasst das SPÖ-Paket auch die Forderung nach einer Banken-Solidarabgabe, einer Finanztransaktionssteuer, einer "Finanzvermögenszuwachssteuer", einer Reform der Stiftungsbesteuerung sowie einer Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit von Managergagen auf maximal 500.000 Euro. Außerdem nennt die SPÖ in ihrem Paket eine Reform der Gruppenbesteuerung und das Verhindern von Steuerhinterziehung bei Finanzgeschäften als Ziele.

  

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RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.9.10 08:56)

Neben der Vermögensbesteuerung umfasst das SPÖ-Paket auch die Forderung nach einer Banken-Solidarabgabe, einer Finanztransaktionssteuer, einer "Finanzvermögenszuwachssteuer", einer Reform der Stiftungsbesteuerung sowie einer Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit von Managergagen auf maximal 500.000 Euro.


Für die geplanten einnahmenseitigen 40% für die Budgetsanierung gibt es längst austreichend Vorschläge. Ich wünschte, für die deutlich wichtigeren 60% ausgabenseitig wäre man genauso kreativ, aber bisher leider: Kein Wort dazu.

  

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RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.9.10 22:52)

>Für die geplanten einnahmenseitigen 40% für die
>Budgetsanierung gibt es längst austreichend Vorschläge. Ich
>wünschte, für die deutlich wichtigeren 60% ausgabenseitig wäre
>man genauso kreativ, aber bisher leider: Kein Wort dazu.


Da bist du aber ungerecht - 80 Mio. wollen sie bei den Bauern
einsparen, das muß doch bitte als Vorschlag reichen.

  

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RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.10 06:01)

>Da bist du aber ungerecht - 80 Mio. wollen sie bei den Bauern
>einsparen, das muß doch bitte als Vorschlag reichen.


Stimmt ... das heißt aber dann, daß Bankenabgabe, Finanztransaktionssteuer, Reichensteuer, Mineralölsteuererhöhung, Vermögenszuwachssteuer, Sondersteuer auf Managergehälter, etc., zusammen nicht mehr als 53 Millionen bringen sollen. Auch recht, sanieren wir das Budget halt erst im nächsten Jubeljahr.

  

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RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.9.10 09:15)

>Nur große Vermögen sollen besteuert werden. Niemandem werde
>"ins Nachtkastl" geschaut, so
>SP-Finanzstaatssekretär Schieder.

Gerade dort ist bei vielen aber so einiges zu finden - Goldbarren u.ä.

  

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RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
isiro(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.9.10 09:31)

aha, somit ist die abschaffung der spekulationsfrist also bereits fix?
jetzt bin ich aber auf die nähere ausgestaltung gespannt !!!

  

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RE: SPÖ macht mit Vermögenssteuern ernst
Rang: Nosferatu(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.10 10:08)

Wenn nur Österreich eine Transaktionssteuer bekommt ist es für den Österreichischen Markt ziemlich schlecht oder nicht? Die schneiden sich damit ja ins eigene Fleisch wenn die Investern wo andersd dann investieren.

  

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RE: Häuptling Großer Fuß
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.10 09:54)

Wobei, die 5 Millionen sind brutto. Macht netto grob geschätzt 2,5 Millionen. Um heute keine Million zu haben, muß Familie Faymann also nur ca. 1,5 Millionen durchgebracht haben - in 17 Jahren. Das sind nur ca. 100.000€ im Jahr oder 9.000€ im Monat. Hat er alles ausgegeben, war es etwa um die Hälfte mehr als die vorigen Zahlen.

Ich kenne einen aufrechten Sozialisten, der sich einmal in meiner Gegenwart beklagt hat, daß er in den letzten zwei Monaten 70.000€ ausgegeben hätte. Auf die Frage, was er denn sonst so ausgäbe, meinte er: Naja, vielleicht 15.000 pro Monat, aber 70K in 2 Monaten, das wäre schon viel ...

  

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RE: Häuptling Großer Fuß
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.10 10:05)

Das ist das Problem der Anführer der Sozialisten,
dass sie sich zu schnell und zu weit von der Basis entfernen.

Da werden dann plötzlich Penthäuser mit Zähnen und Klauen verteidigt,
und ich kenne noch ganz andere Kaliber, die es nicht einmal in die Medien gebracht haben,
weil sie zeitlebens unauffällig und relativ bescheiden (jedenfalls verglichen mit dem Volumen des gefüllten Topfs) zugegriffen haben.

  

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RE: Häuptling Großer Fuß
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.9.10 10:32)

>Ich kenne einen aufrechten Sozialisten, der sich einmal in
>meiner Gegenwart beklagt hat, daß er in den letzten zwei
>Monaten 70.000€ ausgegeben hätte. Auf die Frage, was er denn
>sonst so ausgäbe, meinte er: Naja, vielleicht 15.000 pro
>Monat, aber 70K in 2 Monaten, das wäre schon viel ...


Wohl eher ein "Sozialist" aus wirtschaftlichen Gründen? (sprich um am
Futtertrog zu sein)

  

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"profil": Mehrheit wünscht Finanztransaktionssteuer
Rang: Lauda(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.9.10 13:31)

"profil": Mehrheit wünscht Finanztransaktionssteuer
Utl.: Nur 9% würden zur Budgetkonsolidierung die Mehrwertsteuer erhöhen =

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, würden 75% der Österreicher eine
Finanztransaktionssteuer einführen, um das Budget zu entlasten. 71%
plädieren für stärkere Vermögensbesteuerung, 19% für eine Erhöhung
der Mineralölsteuer. Nur 9% der Befragten erklären laut der im
Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin
Motivforschung durchgeführten Umfrage, sie wären für eine Erhöhung
der Mehrwertsteuer. Mehrfachnennungen waren möglich.

  

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Gesunde Firmen mit 20% Eigenkapital
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.10 09:58)

Da outet er sich als Wirtschaftsfachmann,
der Herr Finanzstaatssekretär.

Voestalpine, Verbund, alle problemlos mit 20% Eigenkapital vorstellbar,
die Fremdkapitalzinsen steigen dann halt ein bißl,
weil man kein Pfand mehr bestellen kann,
alles für die bestehenden Kreditlinien braucht,
und das erste Lüfterl bläst einen um,
aber wenn die nächsten Jahren keine Wirtschaftskrise kommt,
pack ma des locker,
außerdem ist des eh die natürliche Bereinigung,
dann werden halt die Starken die Schwachen fressen,
und alles ist wieder gut.
Dann schimpfen wir über den Ausverkauf des Landes
(zur Erinnerung: Jenbacher hat mit 18,9% Eigenkapital bekannt gegeben,
dass sie´s alleine nimmer schaffen).

Die Vermögensteuer wird allerdings von den Verkehrswerten eingehoben,
nicht von den Buchwerten.

D.h. selbst wenn eine Firma mit Buchwert von 20% z.Zt. überlebensfähig scheint,
so haben sie nebenbei immerhin noch Stille Reserven,
aber wenn die Verkehrswerte einmal nur noch 20% betragen,
dann wird´s Lichterl ausgeblasen, noch bevor man die nächste Steuererklärung abgeben kann.

  

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RE: Gesunde Firmen mit 20% Eigenkapital
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.10 10:01)

Ist immerhin Risikokapital.

Eine Firma braucht einen Polster, um zumindest einen mehrmonatigen Durchhänger durchzuhalten.

Die Aufträge, die Umsätze, das kommt nicht regelmäßig,
und selbst wenn man schöne Umsätze hat,
reicht die Insolvenz eines Geschäftspartners,
um einen Batzen Forderungen abschreiben zu müssen,
was das bißerl Eigenkapital nochmal ordentlich schmälert.

  

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SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einheben
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.10 18:43)

SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einheben

17.09.2010 | 15:53 | Von Christian Höller (Die Presse)

Weil Aktiengewinne von Anlegern kaum versteuert werden, sollen nun die Banken mithelfen. Dem Staat entgehen Schätzungen zufolge bei den Aktiengewinnen bis zu 400 Millionen Euro an Steuern jährlich.

Wien. Das Problem ist bekannt, aber die Finanzbehörden sind weitgehend machtlos: Wer eine Steuererklärung ausfüllt, vergisst meist auf die Gewinne aus Aktienspekulationen. Als Spekulant gilt laut Gesetz jeder, der Aktien innerhalb eines Jahres wieder verkauft, um Kursgewinne zu realisieren. Die Erträge unterliegen der Einkommensteuer von bis zu 50 Prozent. „Erfahrungsgemäß werden aber 80 Prozent der Spekulationsgewinne nicht versteuert", sagt Karl Bruckner, Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Schätzungen zufolge entgehen dem Staat dadurch jährlich 200 bis 400 Millionen Euro. Wegen des strengen Bankgeheimnisses können dies die Finanzämter nur schwer kontrollieren.

Genau in diesem Punkt haken jetzt die Sozialdemokraten ein. Sie haben den Antrag gestellt, dass im Rahmen des neuen Betrugsbekämpfungsgesetzes Spekulanten härter an die Kandare genommen werden. „Wir fordern den Finanzminister auf, Wege zu finden, wie hier schärfere Kontrollen möglich sind", sagt SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer im „Presse"-Gespräch. Die Volkspartei zeigt sich überrascht. Denn das Betrugsbekämpfungsgesetz passierte schon Ende August den Ministerrat. Nur noch kleinere Details müssten im Parlament geklärt werden, hieß es damals. Mit dem SPÖ-Vorstoß steht das Ganze wieder in Schwebe.

„Es gibt schon eine Gesetzesnovelle", kontert Harald Waiglein, Sprecher von Finanzminister Josef Pröll (ÖVP). Er appelliert an die SPÖ, das Vorhaben nicht durch Querschüsse zu blockieren.
Banken verweigern Zugriff auf Konten

Mit dem Betrugsbekämpfungsgesetz werden Meldepflichten bei Überweisungen von mehr als 100.000 Euro in Steueroasen eingeführt. Zudem wird die Verjährungsfrist für hinterzogene Abgaben von sieben auf zehn Jahre verlängert. „Auf Spekulationsgewinne wird nicht eingegangen. Doch in diesem Bereich ist der Steuerbetrug evident", kritisiert Krainer. „Finanzminister Pröll kann hier nicht die Augen verschließen."

Das Finanzministerium verweist in diesem Zusammenhang auf das Bankgeheimnis: „Wenn die SPÖ das Bankgeheimnis aufheben will, soll sie es gleich sagen", meint Prölls Sprecher Waiglein.

Anders als in Deutschland dürfen die österreichischen Finanzbehörden nicht automatisch in die Depots von Wertpapierbesitzern einsehen. Die Sozialdemokraten schlagen daher vor, dass die Banken die Steuer auf Spekulationsgewinne anonymisiert einheben. Doch dagegen läuft die Finanzbranche Sturm „Das werden wir nicht akzeptieren. Es kann nicht sein, dass wir die Arbeit der Finanzämter erledigen", sagt Michael Ikrath, Generalsekretär des Sparkassenverbands.

Die Einhebung einer solchen Abgabe sei technisch kompliziert und mit extremen Kosten verbunden. „Der Vorstoß ist einfach nicht umsetzbar", so Ikrath. Denn schließlich müssten auch Verluste aus Aktiengeschäften berücksichtigt werden.
Brisantes Gerichtsurteil

Das Finanzministerium verweist auf ein Urteil des Verfassungsgerichtshofs aus dem Jahr 2000. Damals kippten die Richter eine Gesetzesnovelle eben deshalb, weil die Banken nicht immer die nötigen Informationen über die Wertpapiergeschäfte ihrer Depotkunden haben. Denn viele Aktienkäufe liegen schon Jahrzehnte zurück. Hier sei es schwierig, den genauen Stichtag zu eruieren. Zudem haben Wertpapierbesitzer Konten bei mehreren Finanzinstituten. Bei der Einführung eines neuen Gesetzes darf niemand mit unverhältnismäßig hohen Kosten belastet werden, stand in dem Urteil.

Der Vorstoß der Sozialdemokraten kommt nicht von ungefähr: Sie verlangen, dass Spekulanten einen stärkeren Beitrag zur Sanierung des Staatshaushaltes leisten sollen. Ihrer Ansicht nach sollte die einjährige Spekulationsfrist aufgehoben werden. Stattdessen sollen alle Gewinne aus Wertpapiergeschäften mit 25 Prozent besteuert werden, egal wie lange die Aktien gehalten werden. Auch einige ÖVP-Politiker sind mittlerweile dafür. So fordert etwa Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer eine Verlängerung der Spekulationsfrist.
„Ohne die Banken wird es nicht gehen"

„Ohne Mithilfe der Banken wird das aber nicht gehen", gibt Steuerexperte Bruckner zu bedenken. Er verweist darauf, dass die Banken schon jetzt die Kapitalertragssteuer auf Zinsgewinne einheben. Eine solche Quellensteuer müsste auch bei Aktiengeschäften möglich sein. „Natürlich wehren sich die Banken dagegen, weil diese einen Mehraufwand befürchten."

Doch vielleicht sollte mit der Finanzwirtschaft über diesen Punkt im Zuge der geplanten Bankensteuer verhandelt werden. „Auch die Bedenken des Verfassungsgerichtshofs können meiner Ansicht nach ausgeräumt werden", sagt der Steuerexperte. Den Instituten dürfe zwar nicht zugemutet werden, dass sie vor Jahrzehnten getätigte Aktienkäufe zurückverfolgen.

Bruckner: „Das Beste ist, man führt die Steuer zu einem bestimmten Stichtag ein. Und sie gilt dann nur für alle ab diesem Tag gekauften Aktien."

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/595263/index.do

  

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RE: SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einheben
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.10 19:30)

Hier werden zwei Problemkreise vermengt. Einerseits die geringe Bereitschaft, unterjährige Spekulationsgewinne zu versteuern. Andererseits, eine eventuelle Abschaffung der Spekulationsfrist. Das eine hat mit dem anderen eigentlich nichts zu tun.

Ersteres könnte man mE problemlos den Banken anhängen. Eine Berechnung von realisierten Gewinnen und eine 25%ige Steuer daraus kann jeder EDV-Student in ein paar Stunden programmieren. Den Kaufzeitpunkt zu berücksichtigen, sollte auch kein Drama sein.

Ganz anders bei einer eventuellen Abschaffung der Spekulationsfrist: Diese alleine würde wenig ändern, die Vergeßlichkeit der Steuerzahler würde wohl eher noch zunehmen. Das, soferne diese Maßnahme alleine kommt.
Für eine automatische Steuereintreibung durch die Banken schafft man sich mit der Abschaffung der Spekulationsfrist dagegen ziemlich schwer bewältigbare Probleme. Das Gegenrechnen von Verlusten über mehrere Jahre müßte dann möglich werden - auch wenn diese auf einem anderen Depot bei einer anderen Bank passiert sind. Und Wertpapiereingänge aus dem Jahre Schnee müßte ein Preis zugeordnet werden ... das bedeutet viel manuelle Recherchen und Berechnungen, das läßt sich nicht so einfach standardisieren. Es blieben viele unklare Fälle übrig, wo die Bank im Zweifel die Steuer abzieht, und man dann per Steuererklärung dem Finanzamt glaubhaft machen muß, daß die Bank falsch gerechnet hat oder unvollständig informiert war ... das würde extrem mühsam und teuer, weil ohne Steuerberater geht dann gar nichts mehr.

  

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RE: SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einheben gut analysiert
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.10 19:46)

>Ersteres könnte man mE problemlos den Banken anhängen. Eine
>Berechnung von realisierten Gewinnen und eine 25%ige Steuer
>daraus kann jeder EDV-Student in ein paar Stunden
>programmieren. Den Kaufzeitpunkt zu berücksichtigen, sollte
>auch kein Drama sein.


Tja, und wenn man mehrere Depots hat und Verluste zufällig in einem,
Gewinne in einem anderen anfallen darf man zusätzlich den Staat auch
noch vorfinanzieren, weil man die zuviel bezahlten Beträge erst im
Rahmen der Veranlagung zurückfordern kann.

Aber was mich am meisten stört - es geht immer nur um mögliche Gewinne,
Verluste bleiben Privatvergnügen, weil die sollen nie gegenüber anderen
Einkommensarten geltend gemacht werden dürfen. Tut mir leid, ich
empfinde das als Abzocke, da können sie noch so sehr von "Beitrag
leisten" usw. daherfaseln. Für meinen Geschmack trage ich schon viel zu
viel bei und ich bin auch niemandem neidig der sehr viel mehr hat als
ich. Wenn er sein Vermögen bzw. Erträge nicht ausgibt, hat er
nichts davon, und wenn er damit praßt liefert er ohnehin Umsatzsteuer ab.

  

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RE: SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einheben
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.9.10 08:19)

Aber was mich am meisten stört - es geht immer nur um mögliche Gewinne,
Verluste bleiben Privatvergnügen, weil die sollen nie gegenüber anderen
Einkommensarten geltend gemacht werden dürfen. Tut mir leid, ich
empfinde das als Abzocke, da können sie noch so sehr von "Beitrag
leisten" usw. daherfaseln. Für meinen Geschmack trage ich schon viel zu
viel bei und ich bin auch niemandem neidig der sehr viel mehr hat als
ich. Wenn er sein Vermögen bzw. Erträge nicht ausgibt, hat er
nichts davon, und wenn er damit praßt liefert er ohnehin Umsatzsteuer ab.


Es gäbe genug Beispiele in Europa die sogar mit keiner Speksteuer auskommen und auch gut leben.Dort herrscht weder Not noch Elend oder Ungerechtigkeit.Aber sind wir realistisch,dass ist eine absolute Illusion im ewig sozialistischen Österreich.

Bleibt nur mehr übrig den Steuer-Wahnsinn wenigstens durch konstruktive Diskussion ein bisschen zu steuern als im freie Wildbahn zu lassen.

  

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RE: SPÖ will Spekulationsgewinne anonymisiert einheben
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.10 20:13)

>Und Wertpapiereingänge aus
>dem Jahre Schnee müßte ein Preis zugeordnet werden ... das
>bedeutet viel manuelle Recherchen und Berechnungen, das läßt
>sich nicht so einfach standardisieren.

im prinzip kann es aufgrund des vertrauensgrundsatz schon keine rückwirkende steuer geben. also darf nur ab einem zeitpunkt verrechnet werden und hier müsste dann der einstandskurs wohl gespeichert sein.

hab ich jetzt eine aktie vor dem stichtag und selben wert nach dem stichtag erworben muß hier die postion auf dem depot zweimal angeführt werden... einmal als kest-frei und einmal als kest-pflichtig.

ist jetzt nur so ein gedankengang... gegner jeder neuen steuer bin ich in jedem fall.

  

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Budget besser als erwartet - geringere Steuererhöhungen notwendig interessant
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.9.10 22:29)

Milliarden-Überraschung für Pröll

1,5 Milliarden Euro Mehreinnahmen aus der guten Konjunktur nehmen ordentlich Druck von der Budetsanierung.



Das Blatt wendet sich überraschend schnell: Nach der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg dreht das Wirtschaftswachstum heuer wieder in Richtung zwei Prozent. Ihre exakten Prognosen veröffentlichen die Wirtschaftsforscher am Freitag, aber schon jetzt steht fest: Die bessere Wirtschaftslage spült äußerst angenehme 1,5 Milliarden Euro an Zusatzeinnahmen (und Minderausgaben z. B. für Arbeitslosigkeit) in die chronisch leere Staatskasse. Das Defizit sinkt daher von prognostizierten 4,7 auf 4,1 Prozent. Der insgesamte Schuldenstand der Republik fällt wieder unter 70 Prozent - immer gemessen an der Wirtschaftsleistung Österreichs.

Ausgewiesene Budgetexperten wie Bernhard Felderer (IHS) oder Margit Schratzenstaller (WIFO) sagen nun zweierlei: Die Bundesregierung dürfe sich trotz der erfreulichen Konjunkturhilfe für das Budget nicht zurücklehnen, sprich bei den Reformen nachlassen. Und: aus den Steuer-Mehreinnahmen müssen wichtige Zukunftsausgaben getätigt werden, anstatt - wie bisher geplant - auch in den Schlüsselbereichen Bildung oder Forschung zu sparen.

Die beste Nachricht ist aber zweifelsohne, dass das Sparpaket, über das seit Monaten hitzige Debatten geführt werden, deutlich kleiner ausfallen dürfte.
Finanzminister Josef Pröll, vom KURIER mit den erfreulichen Konjunktur- und Budget-Nachrichten konfrontiert, sagt klipp und klar: "Alles, was die bessere Konjunktur bringt, können wir uns an neuen Steuern ersparen".

Ökonom Felderer, auch Leiter des Staatsschuldenausschusses, geht sogar einen Schritt weiter: "Manche Reformnotwendigkeiten werden in Österreich schon seit Jahrzehnten debattiert. Wenn man alles umsetzt, von der Verwaltungsreform, über die Gesundheitsreform bis zum Durchforsten des Dschungels an Fördermilliarden, dann bräuchten wir gar keine Steuererhöhungen.
Dann könnten wir die Steuern sogar senken."

Doch das bleibt vorerst Zukunftsmusik. Denn bei aller Freude über das neuerlich kräftige Wirtschaftswachstum (Österreich liegt damit wieder über dem Durchschnitt der Eurozone) sind die Prognosen für 2011 derzeit noch relativ verhalten. An der Budgetkonsolidierung - zurück unter drei Prozent Defizit - führt daher kein Weg vorbei. Aber zumindest wurde ein Jahr gewonnen. Denn nach dem bisherigem Stabilitätsplan wäre das Defizit erst 2011 bei vier Prozent gelegen. Nun gelingt das schon heuer.

http://kurier.at/wirtschaft/2034417.php

  

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RE: Budget besser als erwartet - geringere Steuererhöhungen notwendig
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.9.10 19:36)

>Finanzminister Josef Pröll, vom KURIER mit den erfreulichen
>Konjunktur- und Budget-Nachrichten konfrontiert, sagt klipp
>und klar: "Alles, was die bessere Konjunktur bringt,
>können wir uns an neuen Steuern ersparen".


Es ist zum Verzweifeln, die vereinigte Linke ist schon wieder dabei
die Zusatzeinnahmen mehrfach (planmäßig) auszugeben, "um Gutes zu tun".

  

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RE: Budget besser als erwartet - geringere Steuererhöhungen notwendig
Rang: Nosferatu(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.9.10 07:58)

was verstehen die eigentlich als reiche leute ?

http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/art385,468645

"Keinesfalls verzichten wolle die SPÖ aber auf die von ihr geforderten neuen „sozial gerechten“ Steuern: „Banken, Reiche und Finanzmärkte müssen einen Beitrag leisten“, bleibt die SPÖ weiter auf ihrem Kurs."

  

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Steuereinnahmen sprudeln wieder in Österreich
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.9.10 13:31)

Steuereinnahmen sprudeln wieder in Österreich
23.09.2010 | 13:01 | (DiePresse.com)

Von Jänner bis Juni nahm der Bund gesamt 34,6 Milliarden Euro an Steuern ein, gut 1,2 Mrd. Euro mehr als vor einem Jahr. Heuer könnten gesamt 1,7 Milliarden Euro mehr an Steuern eingenommen werden als geplant.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/596606/index.do?_vl_backlink=/home/wirtsch aft/index.do

  

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RE: Steuereinnahmen sprudeln wieder in Österreich gut analysiert
Rang: Nosferatu(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.9.10 04:49)

hi,

na da ham die politiker mal wieder glück gehabt, dass sie ihr nicht vorhandenes Hirn wieder nicht einschalten mussten.

lg
Nosferatu

  

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RE: Steuereinnahmen sprudeln wieder in Österreich
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.9.10 10:00)

>>na da ham die politiker mal wieder glück gehabt, dass sie ihr
>nicht vorhandenes Hirn wieder nicht einschalten mussten.


Das Defizit wird heuer trotzdem über 8 Mrd. Euro ausmachen - etwas Hirn
wäre also schon gefragt...

  

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Vorentscheidung am Sonntag
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.9.10 22:36)

Es liegt zu einem nicht unwesentlichen Teil an den Steirern - wenn Voves
gewinnt, werden sich alle Umverteiler in der SPÖ bestätigt fühlen. Sollte
er aber abgestraft werden, hat die ÖVP Oberwasser und wird vielleicht
eher standhaft bleiben, was diverse neue Steuerwünsche betrifft.

  

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RE: Vorentscheidung am Sonntag
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.9.10 17:09)

>Es liegt zu einem nicht unwesentlichen Teil an den Steirern -
>wenn Voves
>gewinnt, werden sich alle Umverteiler in der SPÖ bestätigt
>fühlen. Sollte
>er aber abgestraft werden, hat die ÖVP Oberwasser und wird
>vielleicht
>eher standhaft bleiben, was diverse neue Steuerwünsche
>betrifft.


Tja... wirklich einbremsen wird das Ergebnis den Voves und die SPÖ nicht.

  

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RE: Vorentscheidung am Sonntag gut analysiert
patbull7(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.9.10 18:32)

sehe ich auch so, das Ergebnis gibt tendenziell eher der SPÖ Rückenwind im Steuerthema..


aber der Pröll-Idee einer Spekulationssteuer-Verlängerung kann ich ohnehin nichts abgewinnen. das würde das derzeitige modell "keine steuern - weil bankgeheimnis - aber wehe Du gibst das gewonnene Geld jemals sichtbar aus" nur verlängern - und die steuerehrliche Minderheit würde damit quasi zu einer 50%-Steuer gezwungen. tja - das ist halt wie die ÖVP denkt..

  

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RE: Vorentscheidung am Sonntag
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.9.10 18:56)


>aber der Pröll-Idee einer Spekulationssteuer-Verlängerung kann
>ich ohnehin nichts abgewinnen. das würde das derzeitige modell
>"keine steuern - weil bankgeheimnis - aber wehe Du gibst
>das gewonnene Geld jemals sichtbar aus" nur verlängern -
>und die steuerehrliche Minderheit würde damit quasi zu einer
>50%-Steuer gezwungen.

stimmt, das ist das allerschlechteste, zumindest für mich. da wären mir die 25% auf alles deutlich lieber.

  

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RE: Vorentscheidung am Sonntag
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.9.10 19:41)

>stimmt, das ist das allerschlechteste, zumindest für mich. da
>wären mir die 25% auf alles deutlich lieber.


Kommt auf die Verlängerung an. Zwei Jahre gingen vielleicht noch, darüber
wird es mühsam.

  

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RE: Vorentscheidung am Sonntag
patbull7(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.9.10 20:07)

selbst bei 2 jahren wird es schon verdammt schwer langfristig annualisierte performance von 30%+ zu erreichen. bei 5 jahren - wie auch schon kolportiert wurde - nahezu unmöglich.

da wären mir sogar die 25% deutlich lieber..!


abgesehen davon ist diese ganze vermögenszuwachssteuer-diskussion für mich total lachhaft, billige bedienung des verarmten oder geistig-armen wähler-klientels.

diese steuer trifft vor allem personen mit nettofinanzvermögen € 100.000 bis € 1 Mil, darunter spürt man es quasi nicht und darüber gibt es ganz einfache möglichkeiten zur vermeidung - das wird in den medien gar nicht diskutiert!

das sind nicht die bösen bankmanager mit millionengehältern, großkapitalisten, oder spekulaten, die damit getroffen werden..

bestraft wird damit einzig und allein der vermögensaufbau!

meine meinung.

  

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RE: Vorentscheidung am Sonntag
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.9.10 20:11)

>da wären mir sogar die 25% deutlich lieber..!

Man wird halt den Dividenden-Trick (wie schon diskutiert) sehr stark strapazieren müssen, um sich den 25%-Satz zu sichern.


>bestraft wird damit einzig und allein der vermögensaufbau!

Dann ist das Ziel für die SPÖ ja eh erreicht.

  

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RE: Vorentscheidung am Sonntag
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.9.10 08:25)

>aber der Pröll-Idee einer Spekulationssteuer-Verlängerung kann
>ich ohnehin nichts abgewinnen. das würde das derzeitige modell
>"keine steuern - weil bankgeheimnis - aber wehe Du gibst
>das gewonnene Geld jemals sichtbar aus" nur verlängern -
>und die steuerehrliche Minderheit würde damit quasi zu einer
>50%-Steuer gezwungen. tja - das ist halt wie die ÖVP denkt..


Man kann nur hoffen,auch wenn es kurios ist,dass sich die SPÖ mit einer (deutschen) Abgeltungsteuervariante durchsetzt.
Die ÖVP ist derart am Gängelband der Banken,dass sie unfähig ist die transparente deutsche Abgeltungsteuer in Österreich zu übernehmen und lieber die Aktionäre ins Messer laufen lässt.

Kein Wunder das diese Nichtsnutze jede Wahl verlieren....

  

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Pröll plant deutlich kleineres Steuerpaket
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.9.10 20:31)

Sofern man dem Schmierblatt glauben kann... völlig unplausibel klingt
es ja nicht:

-----------

ÖSTERREICH: Pröll plant deutlich kleineres Steuerpaket
Utl.: Nur 850 Millionen neue Steuern - Kleinere Bankensteuer - aber auch Vermögenszuwachssteuer und um 5 Cent höherer MöST =

Wien (OTS) - Weil das höhere Wachstum mehr Geld in die Kassen
spült, plant Finanzminister Josef Pröll ein kleineres Paket,
berichtet die Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntagausgabe). Der
Finanzminister selbst wollte sich auf ÖSTERREICH-Anfrage am Samstag
nicht auf eine Summe festlegen. Ein Ministeriums-Insider erklärte
aber, dass das neue Paket nur 850 Mio. Euro schwer sein soll - das
wäre nur die Hälfte des ursprünglich geplanten Steuerpakets.
Konkret geplant sei demnach eine Bankenabgabe: Ursprünglich ist man
von 500 Millionen ausgegangen, "je nach Bemessungsgrundlage könnte
das jetzt weniger sein", so der Insider. Auch Pläne für eine
Vermögenszuwachssteuer werden gewälzt. Konkret soll im
Einkommensteuergesetz die Spekulationsfrist verlängert werden. Das
könnte zusätzliche Einnahmen bis zu 200 Millionen bringen. Allerdings
müssten mögliche Verluste - etwa bei Aktien - gegen gerechnet werden
können.

Nur "kleine Retuschen" plant man im Finanzressort bei der
Stiftungsbesteuerung, das bringe laut dem Insider bestenfalls 20 bis
30 Mio. Euro. Prölls Linie: Man dürfe die Stifter nicht aus
Österreich vertreiben. Im Rahmen der geplanten Ökosteuer könnte die
Anhebung der Mineralölsteuer geringer ausfallen, also etwa nur 5
statt 10 Cent. Einnehmen würde der Fiskus dann rund 500 Mio. Euro
mehr, ein Teil soll in die Wärmedämmung fließen.

Der Experte machte auch eine Vorschlag für eine Reichensteuer á la
Pröll: Ein Zuschlag für große Steuerschulden. Das sei leicht zu
administrieren. Wie viel das bringt, sei Verhandlungssache. Und in
noch einem Punkt will man der SPÖ entgegenkommen: Im Zuge eines
Gesamtkonzeptes könnte es doch einige Hundert Millionen für Schule
und Unis geben. Vorrang hat für den Finanzminister allerdings der
Abbau des Defizits, weshalb Pröll neue Ausgaben tunlichst vermeiden
wolle.

  

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Trichet gegen Finanztransaktionssteuer
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.9.10 18:11)

Trichet skeptisch zu neuer Finanz-Steuer

Brüssel (dpa) - Das von Deutschland und Frankreich unterstützte Vorhaben einer Steuer auf Finanztransaktionen stößt auf deutliche Skepsis bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Deren Chef Jean- Claude Trichet sagte am Montag auf Fragen im Europaparlament in Brüssel.

«Es ist extrem schwierig, dies umzusetzen,» sagte Trichet. Es sei nötig, die Steuer auf weltweiter Ebene einzuführen, was aber derzeit nicht möglich sei. «Das könnte Finanztransaktionen woanders hin verlagern», warnte der Zentralbankchef.

Im Kreis der EU-Staaten treten Deutschland, Frankreich und Österreich für die Steuer ein. Großbritannien und Schweden sind dagegen. Die europäischen Finanzminister wollen vom Donnerstag an bei ihrem informellen Treffen in Brüssel die Debatte weiterführen. Der normale Bankkunde soll von der Steuer nicht betroffen sein. Beim Treffen der G20-Länder im Juni in Kanada war das Vorhaben bereits auf starken internationalen Widerstand gestoßen.

Trichet zeigte sich im Parlaments-Ausschuss für Wirtschaft und Währung zuversichtlich, dass der Weisenrat für Finanzrisiken, der vom kommenden Januar an bei der EZB angesiedelt wird, pünktlich seine Arbeit aufnehmen kann. «Die Verantwortung ist sehr groß», sagte Trichet, der das neue Gremium führen wird. Der Weisenrat gehört sich einem verbesserten Aufsichtssystem in der EU, das wegen der Finanz- und Bankenkrise geschaffen wurde.

http://www.zeit.de/news-nt/2010/9/27/iptc-bdt-20100927-503-26572060xml

  

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RE: Trichet gegen Finanztransaktionssteuer
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.9.10 19:39)

>Trichet skeptisch zu neuer Finanz-Steuer

Was weiß der schon. Schieder, Pröll und ATTAC verstehen viel mehr davon.

  

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Manche sind halt gleicher
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.9.10 22:03)

Komisch, sonst schreit der ÖGB immer der Staat soll aggressiver prüfen
und Steuerschulden eintreiben?

-------

Finanz greift ÖGB-Fonds an - Steuerpflicht für Streikgeld
Offenlegung der Bezieher gefordert – Millionennachzahlung droht

Die Finanzverwaltung tritt dem Gewerkschaftsbund nahe und verlangt von ihm die Auflistung der Namen der Streikgeldbezieher. Die Finanz will prüfen, ob die ihre Steuern bezahlt haben. Der ÖGB sträubt sich heftig, heißt es intern.

http://derstandard.at/1285199378088/Finanz-greift-OeGB-Fonds-an---Steuerpflicht-fuer-Stre ikgeld

  

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RE: Manche sind halt gleicher witzig
blueQ(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.9.10 22:28)

Vielleicht hat ja irgendein Angestellter der BUWOG auch gestreikt, dann wär das Geld eh steuerfrei?

  

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Rütteln an Bankenabgabe
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.10.10 23:01)

Rütteln an Bankenabgabe
Höhere Einnahmen und Konjunkturrisiko bremsen

Wien - Neu ist er nicht, der Widerstand gegen die Bankensteuer. Doch er wird stärker, während die konkreten Umsetzungspläne für die Abgabe stocken. Finanzminister Josef Pröll hat bereits angekündigt, auf Steuererhöhungen oder neue Abgaben teilweise verzichten zu wollen, sollte die bessere Konjunktur das erlauben. Allerdings will er an der Bankensteuer festhalten. Bisher: Denn vor allem in den eigenen Reihen gibt es massive Vorbehalte.

Die VP-Abgeordneten Martin Bartenstein und Micheal Ikrath haben bereits öffentlich gegen das Ausmaß der Abgabe von geplanten 500 Mio. Euro Position bezogen. Ikrath, hauptberuflich Generalsekretär des Sparkassenverbands, weiß insbesondere Vertreter des Wirtschaftsbunds hinter sich. Der Widerstand sei weniger Ausfluss der Belastungen der Banken als jener der Kunden, auf die eine neue Steuer überwälzt werde. Ikrath zufolge könnte das die Konjunktur deutlich trüben. Das gelte vor allem wegen der kumulativen Wirkung mehrerer Auflagen: Basel III, EU-Einlagensicherungsfonds, Bankenabgabe. Dazu komme möglicherweise der Aufbau eines europaweiten Krisenfonds, wie ihn die EU-Kommission vorschlage, betont Ikrath.

In Ungarn zeige die Bankensteuer bereits negative Auswirkungen. Ähnliches wolle man in Österreich verhindern, so der VP-Mann.

Dazu kommen die zahlreichen technischen Fragen. Von zwei Arbeitsgruppen hat eine noch gar nicht getagt. Die zweite schaffte ein Treffen und versuchte dabei die Frage zu klären, was überhaupt besteuert werden soll. Die Banken hätten gern, dass man nicht nur die Bilanzsumme, sondern auch spekulative Elemente erfasst. Daher wird nun evaluiert, ob und wie Derivate aus dem Handelsbuch einbezogen werden können. Damit würde die Belastung "biederer" Institute reduziert.

Dann wäre noch zu klären, inwieweit ausländische Abgaben angerechnet werden könnten. Eine Idee ist, die im Ausland (beispielsweise Ungarn) geleistete Bankensteuer in Österreich anzurechnen. Das würde das Aufkommen auf etwa 300 Mio. Euro schmälern. Und dann wäre da noch die von Pröll zum Abschuss freigegebene Kreditvertragsgebühr. Alternativ dazu könnte man gleich auf die österreichische Bilanzsumme abstellen: Das würde die "Multis" Bank Austria, Erste Group und Raiffeisen gegenüber den regionalen Playern klar benachteiligen. (gras, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.10.2010)

  

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Austrian Tax Revenue to Grow Around 25% by 2014, Standard Says
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.10.10 09:28)

Austrian Tax Revenue to Grow Around 25% by 2014, Standard Says

Oct. 5 (Bloomberg) -- Austrian tax revenue is expected to
grow around 25 percent by 2014, according to Austrian newspaper
Der Standard, which cited the Finance Ministry’s new tax
estimate.

The Finance Ministry sees tax revenue by 2014 of 75 billion
euros ($102.5 billion), not including a planned levy on banks
and other tax hikes, according to Der Standard.

  

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Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozent reduzieren
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.10.10 17:12)

Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozent reduzieren
Utl.: Gesetzesvorhaben im Senat gebilligt - Abstimmung in zwei Wochen
geplant - Internationale Kreditgeber

Bukarest (APA) - Das finanziell in Bedrängnis geratene Rumänien
plant, die Einheitssatz bei der Einkommensteuer von 16 auf 10 Prozent
zu reduzieren. Die Budgetkommission im rumänischen Senat hat am
heutigen Dienstag ein entsprechendes Gesetzesprojekt bewilligt.
Senator Iulian Urban von den regierenden Liberaldemokraten (PDL), auf
dessen Initiative die Gesetzesänderung zurückgeht, sagte gegenüber
dem Nachrichtenportal "Hotnews", dass binnen zwei Wochen im Plenum
des Senats über das Gesetz abgestimmt werden könnte. "Ich glaube
nicht, dass wir uns da Sorgen machen müssen", zeigte Urban sich
zuversichtlich.

Das im Juni 2010 eingereichte Gesetzesprojekt war zuvor am 9.
September abgelehnt worden, weil die geplante Reduzierung der
Einkommenssteuer im kommenden Jahr für den Staatshaushalt Einbußen
von 5,2 Mrd. Lei (1,216 Mrd. Euro) bedeuten würde. Dennoch betonte
Urban, dass es sich um eine Maßnahme handle, "die sowohl ausländische
Investitionen als auch das Hervorholen eines Teils der derzeit
unterirdisch ablaufenden Wirtschaft" bewirken soll.

Quellen aus dem Umkreis der internationalen Finanzinstitutionen,
von denen Rumänien derzeit ein Krisendarlehen zur Abdeckung des
Budgetdefizits bezieht, erklärten gegenüber "Hotnews", dass die
geplante Steuersenkung eine Neuverhandlung des Rahmenabkommens nach
sich ziehen werde und warnten, "dass die Einnahmen sinken werden und
Rumänien klar festgelegte Defizitziele vereinbart hat". Im März 2009
gewährte der IWF, die Weltbank und die EU dem EU-Staat einen 20 Mrd.
Euro Kredit. Die rumänische Regierung erwägt, für 2011 ein neues
Kreditabkommen zu schließen.

Urban betonte, dass das Kredit-Abkommen mit den internationalen
Geldgebern "nirgendwo einen genauen Wert der Pauschalsteuer
vorsieht". "Wenn wir den Kreditgebern zeigen, dass die Steuersenkung
zu einer Zunahme und nicht zu einer Reduktion der Budgeteinnahmen
führt, glaube ich nicht, dass die IWF-Vertreter etwas dagegen haben
werden", so Urban. Über das Gesetzesvorhaben folgt die Abstimmung in
den beiden Parlamentskammern, wobei das Votum im Plenum der
Abgeordnetenkammer entscheidend ist.

Der Währungsfonds rechnet auch heuer mit einer Rezession in
Rumänien: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll heuer um 1,9 Prozent
schrumpfen, im kommenden Jahr aber um bis zu 2 Prozent wachsen.

  

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RE: Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozent reduzieren interessant
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.10.10 18:15)

>…..Dennoch betonte Urban, dass es sich um eine Maßnahme handle, "die sowohl ausländische Investitionen als auch das Hervorholen eines Teils der derzeit unterirdisch ablaufenden Wirtschaft" bewirken soll.<


Die unterirdisch ablaufende Wirtschaft läuft nicht unterirdisch nur um 16% Einkommensteuer zu vermeiden! Sie wird demnach auch für künftig nunmehr 10% ihre Aktivitäten nicht ans Tageslicht bringen, sie würde es nicht einmal tun, wenn man ihr etwas dafür bezahlen würde. Teilweise weil Schwarzgeldverdiener oft in „unpopulären“ Branchen arbeiten, teilweise weil sie selbst, und auch ihre Lieferanten nicht über die nötige administrative Infrastuktur verfügen. Nach Jahrzehnten kommunistischen Regimes bedarf es noch anderer Maßnahmen um der Wirtschaft westliche Gepflogenheiten abzuverlangen, insbesondere im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion, die erst seit kurzem noch in privatwirtschaftlichen Kinderschuhen steckt, wird es wohl noch länger dauern.

Kürzlich hat mir ein rumänischer Restaurantbesitzer (er hat 3 davon) unverholen erzählt, daß er weder über Buchhaltung noch Steuerberatung verfügt und darüber hinaus von seinen lokalen Lieferanten für Brot, Wein, Obst, Gemüse, Eier, Käse, Fleisch und Fisch, niemals eine Rechnung bekommen könnte. Seine Arbeitsgehilfen, Kinder dürfen wenn sie brav sind auch mithelfen, kommen aus Familie und Freundeskreis, sind allesamt nicht versichert, es werden auch keine Sozialabgaben abgeführt. Seine Ausgangsrechnungen sind ohne Kopien auf Zetteln handgeschrieben. Würde man den Herrn nach seiner Meinung zu der angekündigten Steuerreduktion fragen, wird man bestenfalls ein Achselzucken bekommen.
Natürlich hat dieses Beispiel in Rumänien nicht Allgemeingültigkeit, triffft jedoch auf einen großen Teil der Landbevölkerung zu....


gruß
k

  

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RE: Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozent reduzieren
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.10.10 19:05)

folgendes Vorgehen muss man in so einem Fall anlegen:
1.) Steuern reduzieren (soweit, dass ich niemand mehr über Steuern aufregen kann dh unter 25% für alle)
2.) Stärkung der Kontrollen (wenn schon keine Steuern, dann aber wirklich bei allen eintreiben)
3.) Extreme Strafen wenn immer noch wer meint keine Steuern bezahlen zu müsssen (bei (unserem) jetztigen Steuerniveau zwingt einem ja der Staat regelrecht zum Hinterziehen, daher sind niedrige Strafen durchaus angemessen)

  

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RE: Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozent reduzieren
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.10.10 19:16)

Ganz ausgegoren scheint mir diese Gesetzesinitiative nicht. Erst vor ein paar Wochen ist die Mehrwertssteuer in einer Nacht- und Nebelaktion von 19 auf 24% erhöht worden. Das war aufgrund des Diktates der leeren Kassen. Und jetzt soll plötzlich Geld da sein, um die Einkommenssteuer um 6 Prozentpunkte zu senken?

Ich halte diese Ankündigung eher für eine Panikreaktion der Führung. Die Regierung und der Präsident sind in den letzten Monaten auf ein unglaubliches Popularitätstief gefallen. Heute haben Massenproteste begonnen, die durchaus revolutionären Charakter haben. Diese Ankündigung soll wahrscheinlich retten, was noch zu retten ist.
Ich glaube aber nicht, daß noch was zu retten ist. Die Regierung kann ankündigen was sie will, das Vertrauen des Volkes kann sie nicht mehr gewinnen.

  

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RE: Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozent reduzieren interessant
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.10.10 19:23)

Dazu noch ein beinahe aktueller Artikel. Das Vertrauen ist weg:
--------------

Rumänen verlieren Vertrauen in Institutionen
60 Prozent für Einführung der Pflichtwahl

Bukarest (ADZ ) - Vier von fünf Rumänien glauben, dass sich das Land in die falsche Richtung bewegt, und ebenfalls vier von fünf sind der Überzeugung, dass in Rumänien bei Wahlen Betrug betrieben wird. Das ergab eine von der regierungsunabhängigen Pro Democratia bei CCSB in Auftrag gegebene Umfrage. 60 Prozent der Befragten sprachen sich für die Einführung der Pflichwahl, aber nur 30 für die Reduzierung des Wahlalters auf 16 Jahre aus.

Ihr Vertrauen in die Institutionen haben die Rumänen mit wenigen Ausnahmen verloren. Die letzten Plätze in der Rangordnung belegen das Präsidialamt (17 Prozent/im Februar 2009 waren es noch 48 Prozent), das Parlament (14 Prozent/20 Prozent), die Regierung (13 Prozent/26 Prozent) und die politischen Parteien (12 Prozent/14 Prozent).

Das meiste Vertrauen hat die rumänische Bevölkerung in die Feuerwehr (89 Prozent), die Kirche (80 Prozent), die Armee (73 Prozent) und die Gendarmerie (63 Prozent). Mit 55 Prozent schneiden die Polizei und die lokalen Bürgermeisterämter immer-hin noch positiv ab. Die Medien genießen das Vertrauen von 61 Prozent der Rumänen.

Drei von fünf Befragten meinten, die Menschenrechte würden in Rumänien nicht eingehalten, 50 Prozent sind für die Wiedereinführung der Todesstrafe (42 Prozent dagegen). 55 Prozent würden rumänischen Roma, die im Ausland straffällig geworden sind, die Staatsbürgerschaft entziehen.

http://www.adz.ro/politik.htm#2

  

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RE: Rumänien will Einkommenssteuer von 16 auf 10 Prozent reduzieren
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.10.10 08:45)

... 55 Prozent würden rumänischen Roma, die im Ausland straffällig
>geworden sind, die Staatsbürgerschaft entziehen.
>
>http://www.adz.ro/politik.htm#2


Abgesehen vom frustrierenden Rest des Textes, welcher Staat "bekommt" diese potentiell "zuhause" nicht mehr gewünschten Menschen?

So lange Lösungen auf derartigem Niveau gefunden werden sollen, dauert der Mist noch ewig.

  

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Vermögenszuwachssteuer kommt interessant
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 10:21)

Wien. Offiziell wird über das Thema noch gar nicht verhandelt. Doch hinter den Kulissen zeichnet sich ab, dass Anleger künftig einen stärkeren Beitrag zur Sanierung des Staatshaushaltes leisten sollen. „Wer in Österreich eine Steuererklärung ausfüllt, vergisst meist auf die Gewinne aus Aktienspekulationen. Das ist ein untragbarer Zustand“, meint SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer.

Als „Spekulant“ gilt laut Gesetz jeder, der Aktien innerhalb eines Jahres wieder verkauft, um Kursgewinne zu realisieren. Die Erlöse unterliegen der Einkommenssteuer von bis zu 50 Prozent. Doch erfahrungsgemäß hält sich kaum jemand daran. Wegen des strengen Bankgeheimnisses können die Finanzämter dies in der Praxis kaum kontrollieren.

Die SPÖ hat daher ihre Zustimmung für das Ende August von Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) präsentierte Betrugsbekämpfungsgesetz verweigert. Mit dem Gesetz sollen Meldepflichten bei Überweisungen von mehr als 100.000 Euro in Steueroasen eingeführt werden. Zudem wird die Verjährungsfrist für hinterzogene Abgaben von sieben auf zehn Jahre verlängert.

Den Sozialdemokraten reichen diese Maßnahmen nicht aus. Sie fordern, dass der Finanzminister auch die Kontrollen bei Aktiengeschäften verschärft. „Auch hier geht es um Steuerbetrug“, lautet der Standpunkt der Sozialdemokraten.

Die ÖVP zeigt sich über diesen Querschuss empört. Ihrer Ansicht nach war das Betrugsbekämpfungsgesetz längst ausverhandelt. „Die SPÖ soll die Blockade beenden“, verlangt Prölls Sprecher Harald Waiglein. Wegen des Konflikts zwischen den Regierungsparteien wurde das Betrugsbekämpfungsgesetz nicht wie geplant auf die Tagesordnung des gestern, Mittwoch, im Parlament abgehaltenen Finanzausschusses genommen. Das nächste Mal soll der Ausschuss erst wieder im November tagen. Je länger sich die Sache hinzieht, umso unwahrscheinlicher wird es, dass das Gesetz Anfang 2011 in Kraft treten kann.


Suche nach einem Kompromiss
Am Dienstagabend trafen sich hochrangige Vertreter von SPÖ und ÖVP, um über einen Ausweg zu diskutieren. „Wir glauben, dass es sinnvoll ist, das Thema in einem größeren Kontext zu betrachten“, sagt SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter. Und dieser größere Kontext könnte seiner Ansicht nach darin bestehen, dass eine Vermögenszuwachssteuer eingeführt wird. Dies bedeutet, dass die einjährige Spekulationsfrist aufgehoben wird.

Im Gegenzug werden alle Gewinne aus Wertpapiergeschäften mit 25 Prozent besteuert, egal, wie lange die Aktien gehalten werden. „Es ist ungerecht, dass bei Sparbüchern eine 25-prozentige Kapitalertragssteuer eingehoben wird. Doch Gewinne aus Aktiengeschäften sind nach einem Jahr steuerfrei“, kritisiert Matznetter.

Auch ÖVP-Vertreter wie Andreas Khol sind mittlerweile für einen Wegfall der Spekulationsfrist und die Einführung einer Vermögenszuwachssteuer. „Ich bin über die Blockade des Betrugsbekämpfungsgesetzes nicht erfreut“, meint ÖVP-Finanzsprecher Günter Stummvoll. Auch er schließt nicht aus, dass am Ende des Tages als Kompromiss eine Vermögenszuwachssteuer herauskommen wird. „Das werden die Budgetverhandlungen zeigen“, so Stummvoll. Einigen sich SPÖ und ÖVP also im Zuge der im Herbst stattfindenden Budgetverhandlungen auf eine Vermögenszuwachssteuer, gibt es auch grünes Licht für das Betrugsbekämpfungsgesetz. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat zuletzt erklärt, dass für ihn zwei Dinge feststehen: Die Bankensteuer von 500 Mio. Euro und eine Vermögenszuwachssteuer.

In der ÖVP heißt es dazu, fix sei noch gar nichts, schließlich hätten die Budgetverhandlungen noch gar nicht begonnen. Parteiintern ist jedoch zu hören, dass die Volkspartei nicht prinzipiell gegen eine Vermögenszuwachssteuer sei; sie werde sich die Zustimmung jedoch abkaufen lassen. Im Gegenzug müsse die SPÖ eine ihrer Steuerideen aufgeben, wie die Abschaffung der Gruppenbesteuerung oder die Einführung einer Reichensteuer.


Steuer bringt bis zu 300 Mio. Euro
Selbst Karl Bruckner, Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, geht davon aus, dass die Regierung „mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit“ eine Vermögenszuwachssteuer einführen wird. Diese könnte jährlich 200 bis 300 Mio. Euro bringen. Doch dazu sind noch technische Hürden zu überwinden. „Das Gesetz macht nur Sinn, wenn die Banken mitmachen“, so Bruckner.

Um einen Bruch des Bankgeheimnisses zu vermeiden, müssten die Finanzinstitute die Steuer anonymisiert von den Kunden einheben. Doch diese wehren sich dagegen, weil sie dazu ihre EDV-Systeme erweitern müssen. „Wir verlangen, dass wir die Kosten vom Staat ersetzt bekommen“, betont Michael Ikrath, Generalsekretär des Sparkassenverbands.

Außerdem muss laut Bruckner gewährleistet werden, dass auf die Kursgewinne der Anleger auch Kursverluste angerechnet werden können. Zudem sei eine Lösung zu finden, wenn jemand Konten und Wertpapierdepots bei mehreren Banken hat.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.10.2010)

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 10:38)


>Im Gegenzug werden alle Gewinne aus Wertpapiergeschäften mit
>25 Prozent besteuert, egal, wie lange die Aktien gehalten
>werden. „Es ist ungerecht, dass bei Sparbüchern eine
>25-prozentige Kapitalertragssteuer eingehoben wird. Doch
>Gewinne aus Aktiengeschäften sind nach einem Jahr steuerfrei“,
>kritisiert Matznetter.

Verluste auch, nicht wahr? Das begreift er nicht.
Aber egal, mir soll's recht sein, natürlich nur bei weiterer Gegenrechenbarkeit von Verlusten.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 10:41)

>Verluste auch, nicht wahr? Das begreift er nicht.
>Aber egal, mir soll's recht sein, natürlich nur bei weiterer
>Gegenrechenbarkeit von Verlusten.


Mir ist es unter zwei Bedingungen recht: Verluste müssen gegengerechnet werden, und auch Spesen. Sonst erhöhen sich die Steuersätze schnell ins Unermeßliche.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 10:45)

Die Transaktionsspesen sind ja in den Kontosalden bereits inkludiert, das sollte kein Problem sein. Aber, wie Du sagst, sonstige Spesen müssen halt auch berücksichtigbar sein.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 10:50)

>Die Transaktionsspesen sind ja in den Kontosalden bereits
>inkludiert, das sollte kein Problem sein. Aber, wie Du sagst,
>sonstige Spesen müssen halt auch berücksichtigbar sein.


Wenn es nach Kontensalden geht, ok. Aber wenn es nach Kursgewinn/Kursverlust geht, fällt man um die Spesen regelmäßig um. Bei der jetzigen Regelung für Zertifikate darf man die Spesen beispielsweise aus dem versteuerten Gewinn bezahlen. Und ich fürchte, daß genau diese Regelung auf alle Wertpapiere ausgeweitet werden könnte.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 20:32)

>Wenn es nach Kontensalden geht, ok. Aber wenn es nach
>Kursgewinn/Kursverlust geht, fällt man um die Spesen
>regelmäßig um. Bei der jetzigen Regelung für Zertifikate darf
>man die Spesen beispielsweise aus dem versteuerten Gewinn
>bezahlen. Und ich fürchte, daß genau diese Regelung auf alle
>Wertpapiere ausgeweitet werden könnte.


Ich kann mir nicht vorstellen daß eine solche Regelung (Spesen können
nicht geltend gemacht werden) verfassungsrechtlich halten könnte?

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 10:45)

wenn das von den Banken/Broker eingehoben werden soll dann viel Spaß.
Wenn der Herr M. der beste Kunde ist bei einer Bank na dann schau ma mal was wir hier tun können um ihn bei der Stange halten zu können.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 10:49)

Ich denke, es wird darauf hinaus laufen:

Automatischer Abzug von 25% Differenz aus Kauf- und Verkaufkurs, ohne Berücksichtigung von Spesen (Spesen werden bei Sparformen ja auch nicht automatisch abgezogen).

Keine Steuer auf Verluste.

Wer Gewinne mit Verlusten aufrechnen will,
oder wer Spesen und Fremdkapitalzinsen berücksichtigt haben will,
muss sich dem Finanzamt gegenüber deklarieren,
mit einer ganz normalen Steuererklärung,
sonst kriegt er nichts zurück.

Und sie werden sicher schauen, dass man nur mit Gewinnen aus "Spekulation" gegenrechnen kann, aber nicht mit anderen Einkunftsarten.

Weil sonst wär das ein ziemlicher Hammer fürs Budget,
und in der nächsten Finankrise geht unser Staat in die Knie

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 13:25)

Wie blöd sind diese Dilos eigentlich, nichtmal die schon bestehende deutsche Abgeltungssteuer einfach mal zu übernehmen....

Sind die sogar zu blöd zum Kopieren?

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
isiro(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 14:15)

differenz aus kauf und verkauf- das müssen die banken nachrechnen; kann mir nicht vorstellen, daß dies auch noch rückwirkend gemacht wird; daher sollte die regelung für alle neukäufe ab 2011 gelten oder ?

außerdem werde ich nie verstehen warum man sichere zinsen gleichstellt mit unsicheren ( oft erst nach jahren oder nie )kursgewinnen. diese gleichmacherei ist sowas von links; eine erfolgreiche investition ergibt sich nicht automatisch sondern erst nach längerer recherche und beschäftigung mit risikokapital ! beim sparbuch kann der dümmste anleger auf sicheren ertrag bauen und hat nie ein risiko beim kapital ( einlagensicherung). bei aktien sieht das bekanntermaßen etwas anders aus ! das versteht wohl kaum einer aus der linken reichshälfte, haben sich noch nie damit beschäftigt wie die mehrzahl der österreicher ( aktienqoute ca.7-8%?).

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Claudia(21) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 16:00)

>... das versteht wohl kaum einer aus der linken
>reichshälfte, haben sich noch nie damit beschäftigt ...

Natürlich kennen sie den Unterschied zwischen einer Veranlagung mit und ohne Risiko - es ist ihnen aber egal.

Eben weil nur wenige Österreicher in Aktien investiert sind erhoffen sie sich von einer Vermögenszuwachssteuer hohe Zustimmungsraten in der Bevölkerung.
Wir Spekulanten sind ja genauso wie die Banken für die Wirtschaftskrise verantwortlich, also sollen wir auch zahlen.


PS: Der Begriff Vermögenszuwachssteuer ist genauso falsch wie die frühere Luxussteuer.
Damals wurden zwar KFZ besteuert nicht aber Schmuck und Pelzmäntel - jetzt werden Aktiengewinne besteuert, nicht aber z.B. Umwidmungsgewinne bei Grundstücken.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 20:38)

>Wir Spekulanten sind ja genauso wie die Banken für die
>Wirtschaftskrise verantwortlich, also sollen wir auch zahlen.


Wir sind halt neoliberale kapitalistische Arbeiterausbeuter. Unerwünscht
in Österreich, wie SPÖ-Haider einmal so schön gesagt hat. (Unser
Geld nehmen sie zwecks Umverteilung natürlich trotzdem gerne)

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 20:58)

Vorausgesetzt einer fairen Ausgestaltung der technischen Abwicklung einer Vermögenszuwachssteuer und abgesehen von der egoistischen Sichtweise eines Betroffenen gibt es glaub ich kein Argument, das gegen eine Besteuerung der Gewinne mit 25% spricht.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 21:02)

>Vorausgesetzt einer fairen Ausgestaltung der technischen
>Abwicklung einer Vermögenszuwachssteuer und abgesehen von der
>egoistischen Sichtweise eines Betroffenen gibt es glaub ich
>kein Argument, das gegen eine Besteuerung der Gewinne mit 25%
>spricht.


Das "schon einmal versteuert" ist natürlich etwas abgedroschen,
aber mein gesamter Steuersatz geht dann vermutlich schon gegen 60%,
bezogen auf mein Bruttogehalt. Fair ist für mich anders.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 21:19)

>Das "schon einmal versteuert" ist natürlich etwas
>abgedroschen,
>aber mein gesamter Steuersatz geht dann vermutlich schon gegen
>60%,
>bezogen auf mein Bruttogehalt. Fair ist für mich anders.


Wie gibts das?

Ein kurze Modellrechnung:

Bruttogehalt: 100.000
Steuersatz 50%
Nettogehalt: 50.000

davon in Aktien investiert: 10.000
Annahme 100% Gewinn in 1 Jahr
Specksteuer: 2.500

neuer Bruttogehalt nächstes Jahr: 110.000
bezahlte Steuer 52.500

neuer Steuersatz: 47,7%

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 21:27)

Ich habe einfach die potenzielle Aktiengewinnsteuer zu meiner Lohnsteuer
hinzugerechnet - damit könnte der Steuersatz bezogen auf mein Bruttogehalt
natürlich auch über 100% steigen. Auf die Gesamt"einnahmen" würde
der Steuersatz sinken, wie deine Rechnung auch zeigt.

Mein Punkt ist - wenn das kommt steigt meine Steuerlast in absoluten Zahlen deutlich an. Ich empfinde das als Strafe für meine Risikobereitschaft und den damit verbundenen Erfolg.

Es wäre zu ertragen wenn man das Gefühl hätte mit dem Geld wird halbwegs
verantwortungsvoll umgegangen. Das kann ich beim besten Willen nicht erkennen.


>Wie gibts das?
>
>Ein kurze Modellrechnung:
>
>Bruttogehalt: 100.000
>Steuersatz 50%
>Nettogehalt: 50.000
>
>davon in Aktien investiert: 10.000
>Annahme 100% Gewinn in 1 Jahr
>Specksteuer: 2.500
>
>neuer Bruttogehalt nächstes Jahr: 110.000
>bezahlte Steuer 52.500
>
>neuer Steuersatz: 47,7%

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 15:49)

>Wie blöd sind diese Dilos eigentlich, nichtmal die schon
>bestehende deutsche Abgeltungssteuer einfach mal zu
>übernehmen....
>
>Sind die sogar zu blöd zum Kopieren?


wie unterscheidet die sich davon?

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 08:32)

>>Wie blöd sind diese Dilos eigentlich, nichtmal die schon
>>bestehende deutsche Abgeltungssteuer einfach mal zu
>>übernehmen....
>>
>>Sind die sogar zu blöd zum Kopieren?
>
>
>wie unterscheidet die sich davon?


1) indem schon wieder herumfabuliert wird,daß Verluste nicht gegengerechnet werden könnten.

2) schon wieder die ÖVP mit dem haarstreubenden Bankenargument daherkommt,als Marionettenpartei dieser klar, aber so läuft man Gefahr die Aktionäre lieber in ein ca. "50%iges" Besteuerungsmesser laufen zu lassen. Unsere Banken müssen nur die Erkenntnisse der deutschen Banken übernehmen, und ab geht die Post....DANN WÄRE DIESE SACHE ENDLICH MAL ERLEDIGT UND WIR HÄTTEN RUHE VOR DIESEM EWIG DAHINSIECHENDEN THEMA!

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 08:44)

>1) indem schon wieder herumfabuliert wird,daß Verluste nicht
>gegengerechnet werden könnten.

Darüber mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Das kann niemals vor
dem Verfassungsgerichtshof halten.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Nosferatu(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 15:58)

sind halt nur österreichische Politiker was erwartest du dir hauptsache fettes gehalt für wenig arbeit, und ganzen tag über alles lästern, egal ob gut oder schlecht

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt gut analysiert
Fontanelli(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 21:54)

Das prinzipielle Problem an jeder Form von Vermögenszuwachssteuer ist, daß immer nominelle Zuwächse besteuert werden. Von Wertzuwachs kann aber nur gesprochen werden, wenn ein Gut inflationsbereinigt an Wert gewonnen hat.
Ein Beispiel:
Inflation: 3% pro Jahr
Zinsen od. Wertsteigerung: 4% pro Jahr
davon als KEST o.ä. abzuliefern: 1/4 = 1% pro Jahr
ergibt einen Steuersatz auf reelle Gewinne von: 100%

Güstiger wird es nur bei höheren Renditen, also hochspekulativen Veranlagungen.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.10.10 22:39)

>Ein Beispiel:
>Inflation: 3% pro Jahr
>Zinsen od. Wertsteigerung: 4% pro Jahr
>davon als KEST o.ä. abzuliefern: 1/4 = 1% pro Jahr
>ergibt einen Steuersatz auf reelle Gewinne von: 100%


Eigentum ist für manche ohnehin Diebstahl, also kein Problem.
Noch schlimmer bei einer Vermögenssteuer, da braucht es nicht einmal
einen Zuwachs.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt gut analysiert
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 08:50)

>Das prinzipielle Problem an jeder Form von Vermögenszuwachssteuer Besteuerung ist, daß immer nominelle Zuwächse Beträge
>besteuert werden. Von Wertzuwachs kann aber nur gesprochen werden, wenn ein Gut inflationsbereinigt an Wert gewonnen hat.

Grundsätzlch hat auch eine Vermögensbesteuerung Lenkungseffekte. Da das auch unseren sauteueren Verwaltern bewusst ist und in diesem Fall die Lenkungseffekte mitelfristig nicht zu einem erhöhten Aufkommen beitragen, dauerts ja immer ewig. Allgemein betrachtet ist jede Form von Besteuerung aber Brutto und ignoriert die Inflation, das wäre ja sonst undurchführbar bzw. ohne jede Aufkommenswahrscheinlichkeit.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 09:21)

Angesichts der Tatsache, dass Aktien und dergleichen ja nicht nur von uns bösen Spekulanten, Heuschrecken und ähnlichem staatszersetzenden Gesindel verwendet werden, sondern dass auch Pensionspläne (3. Säule!) derartige Produkte benötigen, frage ich mich, ob nicht der Durchschnittsösterreicher auch mal nachdenken sollte.

Zumindest der, der noch Steuern zahlt.

Und wozu brauchen wir die ganze Kohle? Doch nur dazu, damit die alten Pfründe einiger erhalten werden, der irrsinnige Überföderalismus mit seinen ganzen Gschaftlhubern, Möglichkeit zur Nebenbei-Geldbeschaffung, Sinnlosspekulation von Gemeinderäten und vielen vielen anderen teuren Details mehr weiterhin finanziert werden kann.



  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 09:24)

>ob nicht der Durchschnittsösterreicher auch mal nachdenken sollte.
>
>Zumindest die, die noch Steuern zahlen.


Zahlt der Durchschnittsösterreicher eigentlich noch direkte Steuern? Ich glaube fast nicht, wenn man vereinfacht den Median mit Durchschnitt gleichsetzt. Indirekte Steuern (Umsatzsteuer, Mineralölsteuer, Vergnügungssteuer ...) zahlen allerdings so gut wie alle.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 09:29)

>>ob nicht der Durchschnittsösterreicher auch mal
>nachdenken sollte.
>>
>>Zumindest die, die noch Steuern zahlen.
>
>
>Zahlt der Durchschnittsösterreicher eigentlich noch direkte
>Steuern? Ich glaube fast nicht, wenn man vereinfacht den
>Median mit Durchschnitt gleichsetzt. Indirekte Steuern
>(Umsatzsteuer, Mineralölsteuer, Vergnügungssteuer ...) zahlen
>allerdings so gut wie alle.


Die Frage ist berechtigt, zumindest wenn man von der Einkommen- und Lohnsteuer spricht. Die Leistungsträger werden natürlich immer weniger, und natürlich muss die österreichische Politik das zarte Pflänzlein Konjuntur auch gleich mit Agent Orange behandeln.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt witzigwitzig
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 09:28)

Ich verstehe Eure Aufregung zu diesem Thema nicht, da es hier ohnehin niemanden betrifft. Oder hat hier schon mal jemand mit Aktien Gewinn gemacht? Kann ich mir nicht vorstellen ... Also greift die Steuer ohnehin nicht.

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 09:31)

>Ich verstehe Eure Aufregung zu diesem Thema nicht, da es hier
>ohnehin niemanden betrifft. Oder hat hier schon mal jemand mit
>Aktien Gewinn gemacht? Kann ich mir nicht vorstellen ... Also
>greift die Steuer ohnehin nicht.

Clown gefrühstückt? Oder sitzt hier jemand zur blossen Zierde da?

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 17:28)

>>Ich verstehe Eure Aufregung zu diesem Thema nicht, da es
>hier
>>ohnehin niemanden betrifft. Oder hat hier schon mal jemand
>mit
>>Aktien Gewinn gemacht? Kann ich mir nicht vorstellen ...
>Also
>>greift die Steuer ohnehin nicht.
>
>Clown gefrühstückt? Oder sitzt hier jemand zur blossen Zierde
>da?

War ein Test! Nachdem sich nur Nachdenkerin über meine Provokation erregt hat, steht mit Sicherheit fest, daß sie als einzige hier Gewinn macht und von der Vermögenssteuer betroffen sein wird! Soll man ihr nun gratulieren oder sie Bedauern?

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 17:31)

>War ein Test! Nachdem sich nur Nachdenkerin über meine
>Provokation erregt hat, steht mit Sicherheit fest, daß sie als
>einzige hier Gewinn macht und von der Vermögenssteuer
>betroffen sein wird! Soll man ihr nun gratulieren oder sie
>Bedauern?


Zumindest zwei andere kennen dich (Smileys) und haben den Beitrag deswegen
nicht ernst genommen

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 17:39)

>>War ein Test! Nachdem sich nur Nachdenkerin über meine
>>Provokation erregt hat, steht mit Sicherheit fest, daß sie
>als
>>einzige hier Gewinn macht und von der Vermögenssteuer
>>betroffen sein wird! Soll man ihr nun gratulieren oder
>sie
>>Bedauern?
>
>
>Zumindest zwei andere kennen dich (Smileys) und haben den
>Beitrag deswegen
>nicht ernst genommen

Ja, ja, ihr nehmt meine Beiträge nicht ernst, das hätte ich mir gleich denken können ...

  

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RE: Vermögenszuwachssteuer kommt
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.10.10 17:41)

>Ja, ja, ihr nehmt meine Beiträge nicht ernst, das hätte ich
>mir gleich denken können ...


Nur solche

  

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"Finanzaktivitätssteuer"
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.10.10 17:29)

25 Milliarden durch Finanzaktivitätssteuer

Steuerkommissar Semeta schließt wie andere auch nicht aus, dass die Nutzer die Lasten tragen müssen.

Die EU-Kommission ist gegen eine EU-Finanztransaktionssteuer - die Höhe einer Finanzaktivitätssteuer könnte bei fünf Prozent liegen

Brüssel - Die EU-Kommission lehnt eine Finanztransaktionssteuer auf Ebene der Europäischen Union ab und präferiert eine Finanzaktivitätssteuer. EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta erklärte am Donnerstag in Brüssel, bei angenommenen fünf Prozent einer Finanzaktivitätssteuer würden Einnahmen von 25 Mrd. Euro herauskommen. Bei einer EU-Finanztransaktionssteuer befürchtet Semeta ein Abwandern von Finanztransaktionen in andere Finanzzentren.

Während eine Finanztransaktionssteuer sämtliche Geschäfte und Produkte auf den Finanzmärkten betrifft (von Aktien über Devisen, Anleihen, Rohstoffen bis zu anderen hochriskanten Papieren), betrifft eine Finanzaktivitätssteuer nur die Gewinne und Gehaltszahlungen von Bankern.

Alternativen geprüft

Die Kommission legte damit ihre politische Richtung dar, die konkreten Zahlen sollen in neun Monaten kommen. Lediglich bei der Frage nach der Höhe einer Finanzaktivitätssteuer gab sich Semeta gesprächiger. Er kann sich fünf Prozent vorstellen, was ein Aufkommen von 25 Mrd. Euro bringen würde. Jedenfalls habe die Kommission "alle Alternativen geprüft und wir haben uns sehr sorgfältig mit jeder einzelnen Option auseinandergesetzt". Ohne eine globale Einführung der Finanztransaktionssteuer würde es ein "erhebliches Risiko" nur auf EU-Ebene geben. Aber die Kommission unterstütze eine Einführung auf internationaler Ebene, wobei das daraus resultierende Geld auch für den Kampf gegen den Klimawandel, der ja auch weltweit sei, eingesetzt werden könnte.

Zur möglichen Verteilung der Mittel aus einer Finanzaktivitätssteuer gab sich Semeta bedeckt. Auch ob diese Steuer eine eigene EU-Mittelaufbringung sein könnte, ließ er offen. Es gebe derzeit Ideen mit einer "großen Liste von Quellen für Eigenmittel, es ist zu früh, darüber etwas zu sagen. Wir haben heute erstmals eine politische Richtungsbestimmung vorgenommen", die nun dem EU-Finanzministerrat und dem EU-Gipfel vorgelegt werden müsse. Erst wenn man sich auf politischer Ebene einige, dass dies der richtige Ansatz sei, "können wir eine detaillierte Folgenabschätzung vornehmen". Dabei dürfe man auch die Wettbewerbsfähigkeit nicht außer Acht lassen, denn "bei allen Maßnahmen im Finanzsektor kommt die kumulierende Wirkung dazu".

Nutzer könnten Last tragen

Jedenfalls schloss Semeta nicht aus, dass auch die Nutzer die Lasten tragen müssen. "Steuertheoretisch kann das durchaus sein. Dieses Risiko besteht immer, dass die Steuer auf die Nutzer abgewälzt wird. Das liegt in der Natur der Sache".

Generell sei eine bessere Koordinierung bei der Besteuerung des Finanzsektors notwendig. "Wir wissen, dass der Finanzsektor von der Mehrwertsteuer im wesentlichen befreit ist und das führt dazu, dass der Finanzsektor zum jetzigen Zeitpunkt verglichen mit anderen Wirtschaftssektoren zu gering besteuert wird. Das müssen wir ausfüllen durch die Besteuerung der Finanzaktivitäten".

Was die Bankensteuer betrifft, seien in der Analyse der Kommission die derzeit bereits existierenden Bankenabgaben in einigen EU-Ländern berücksichtigt worden. Um eine gleiche Voraussetzung für alle auf dem Binnenmarkt herstellen zu können, "müssen wir versuchen, einen gemeinsamen Ansatz bei der Besteuerung des Finanzsektors zu finden", betonte Semeta.

Der EU-Finanzministerrat wird sich damit bei seiner Sitzung in knapp zwei Wochen sowohl mit dem Kommissions-Vorschlag einer Finanzaktivitätssteuer als auch mit dem zuletzt von Österreichs Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) eingebrachten Plan einer eigenen Finanztransaktionssteuer befassen. Der EU-Ratsvorsitzende und belgische Finanzminister Didier Reynders hatte erklärt, es werde dazu einen eigenen Bericht geben, wobei über die technische Ausgestaltung und die realen Möglichkeiten einer Finanztransaktionssteuer beraten werden sollte. Pröll hatte erklärt, bei 0,01 Prozent Finanztransaktionssteuer könnten allein für Europa 100 Mrd. Euro bewegt werden und es gebe keine Auswirkungen auf die mittelständische Wirtschaft. (APA)

  

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RE: "Finanzaktivitätssteuer"
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.10.10 17:53)

"Wir wissen, dass der Finanzsektor von der Mehrwertsteuer im wesentlichen befreit ist und das führt dazu, dass der Finanzsektor zum jetzigen Zeitpunkt verglichen mit anderen Wirtschaftssektoren zu gering besteuert wird. Das müssen wir ausfüllen durch die Besteuerung der Finanzaktivitäten".

Hmmm, wir "müssen" also. Solche Aussagen sind immer gefährlich, weil sie die Diskussion vom "ob" schnell auf das "wie" verlagern. Es wird nicht mehr analysiert, ob das ganze sinnvoll ist, sondern nur mehr wie man es gestaltet, um die negativen Folgen zu minimieren.

Inwieweit die unechte Umsatzsteuerbefreiung der Banken wirklich zu einer niedrigeren Besteuerung führt, müßte man analysieren. Relevant kann das nur im Geschäft mit nicht umsatzsteuerpflichtigen Kunden sein, weil andere würden sich die Vorsteuer wieder zurückholen. Auf der anderen Seite können Banken keine Vorsteuer geltend machen.
Netto bleibt also: (Umsatzsteuerbefreiung auf Geschäfte mit Konsumenten) - (nicht ersetzte Vorsteuer). Ob das wirklich eine positive Zahl ergibt? Ich bin mir da nicht so sicher.



Pröll hatte erklärt, bei 0,01 Prozent Finanztransaktionssteuer könnten allein für Europa 100 Mrd. Euro bewegt werden und es gebe keine Auswirkungen auf die mittelständische Wirtschaft.

Die eierlegende Wollmilchsau, welch ein Glück für die Welt, daß Pröll sie endlich entdeckt hat.
Jede Besteuerung, die 100 Milliarden bewegt, hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Wirtschaft, auch auf die Mittelständische.

  

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RE: "Finanzaktivitätssteuer"
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.10.10 20:32)

>Die Kommission legte damit ihre politische Richtung dar, die
>konkreten Zahlen sollen in neun Monaten kommen. Lediglich bei
>der Frage nach der Höhe einer Finanzaktivitätssteuer gab sich
>Semeta gesprächiger. Er kann sich fünf Prozent vorstellen, was
>ein Aufkommen von 25 Mrd. Euro bringen würde. Jedenfalls habe


Fünf Prozent? Wovon (was soll besteuert werden) ist da wieder die Rede?


>Jedenfalls schloss Semeta nicht aus, dass auch die Nutzer die
>Lasten tragen müssen. "Steuertheoretisch kann das
>durchaus sein. Dieses Risiko besteht immer, dass die Steuer
>auf die Nutzer abgewälzt wird. Das liegt in der Natur der
>Sache".


Man möge mich aufklären, aber ich denke daß jede Steuer letztendlich
auf den Endkunden abgewälzt wird, in jeder Branche. Das Returnziel
der Eigentümer ändert sich ja nicht, also werden diese zusätzlichen
Kosten halt in die Preise eingerechnet.


>Generell sei eine bessere Koordinierung bei der Besteuerung
>des Finanzsektors notwendig. "Wir wissen, dass der
>Finanzsektor von der Mehrwertsteuer im wesentlichen befreit
>ist und das führt dazu, dass der Finanzsektor zum jetzigen
>Zeitpunkt verglichen mit anderen Wirtschaftssektoren zu gering
>besteuert wird.


Ob die Besteuerung geringer ist als bei anderen Sektoren weiß ich nicht,
aber die Schlußfolgerung könnte ja auch sein daß die anderen Sektoren
zu viel zahlen und deren Steuerlast auf Finanzsektor-Niveau reduziert
werden sollte...

  

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RE: "Finanzaktivitätssteuer"
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.10.10 22:32)

>Man möge mich aufklären, aber ich denke daß jede Steuer letztendlich
>auf den Endkunden abgewälzt wird, in jeder Branche. Das Returnziel
>der Eigentümer ändert sich ja nicht, also werden diese zusätzlichen
>Kosten halt in die Preise eingerechnet.


Versuchen wird es jeder Eigentümer. Aber je nach Wettbewerbssituation kann es unmöglich sein, die Preise anzuheben. Dann hat er zwar vielleicht sein unverändertes Returnziel, wird es aber nicht mehr erreichen.

  

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RE: "Finanzaktivitätssteuer"
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.10.10 22:43)

>Versuchen wird es jeder Eigentümer. Aber je nach
>Wettbewerbssituation kann es unmöglich sein, die Preise
>anzuheben. Dann hat er zwar vielleicht sein unverändertes
>Returnziel, wird es aber nicht mehr erreichen.

Meine Überlegung: Es gab vor Einführung einer neuen Steuer ein
bestimmtes Gewinn-Niveau, wenn alle Teilnehmer die gleichen neuen Kosten
auferlegt bekommen, sehe ich nicht warum sich danach nicht das
gleiche Niveau wieder einstellen könnte.

  

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RE: "Finanzaktivitätssteuer"
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.10.10 22:53)

>wenn alle Teilnehmer die gleichen neuen Kosten auferlegt bekommen

Das ist genau der Punkt. Steht die Branche im (internationalen) Wettbewerb, oder gibt es Ersatzprodukte, die nicht besteuert werden, dann wird die Überwälzung der Steuer schwierig.
Trifft die Steuer wirklich alle gleichmäßig, dann müßte die Überwälzung problemlos funktionieren.

  

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Börsechefs warnen: Wiens Steuerpläne treiben Investoren ins Ausland
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.10.10 14:22)

Börsechefs warnen: Wiens Steuerpläne treiben Investoren ins Ausland

Utl.: Gegen nationale Alleingänge - Österreichische Firmen brauchen
künftig noch mehr Eigenkapital - Ab 2011 wieder Börsegänge
erwartet

Wien (APA) - Die Chefs der Wiener Börse, Heinrich Schaller und
Michael Buhl, warnen davor, dass die in Österreich gewälzten
Steuerpläne (Börseumsatzsteuer, Vermögenszuwachs-, Spekulations- bzw.
Finanztransaktionssteuern) den Börsestandort Wien unter die Räder
bringen könnten. Verbliebene Umsätze würden dann schlagartig ins
Ausland abdriften.

Dabei bräuchten die im europäischen Vergleich unterkapitalisierten
Firmen künftig noch mehr Eigenkapital - wenn nämlich die
Kreditfinanzierung durch die Banken durch deren
Eigenkapitalvorschriften ("Basel III") schwieriger wird. Dem Aufbau
von Eigenkapital dürften deshalb keine neuen Hürden entgegengestellt
werden, so die Börsevorstände.

In Wien hat es seit Ende 2007 keinen Börsegang mehr gegeben.
Schaller sieht nun aber für 2011 die Aussicht, dass der IPO-Markt
wieder anspringt. Interesse von Firmen gebe es, und auch der Markt
werde wieder Material brauchen. Da könnte sich dann sehr schnell ein
Fenster auftun. Wer sich mit Börseplänen trage, sei gut beraten,
jetzt die Vorbereitungen zu treffen, sagte Schaller im Klub der
Wirtschaftspublizisten.

Fakt sei, dass es mit den vor der Krise üblichen hohen
Emissionspreisen vorbei ist: "Die Bepreisung eines IPO ist jetzt
sicher anders als vorher."

Dass Österreich zuletzt keinerlei Neuzugänge, nach Fusionen und
Übernahmen wohl aber wieder Abgänge von der Börse hatte, damit stehe
man nicht allein da. In fast allen Märkten in Europa blieben wegen
anhaltender Verunsicherung Börsegänge aus, sehe man von zwei kurzen
"Fenstern" in Deutschland ab. Schärfere Vorschriften für regulierte
Märkte - die ohnehin ihre Umsätze an alternative Plattformen bzw. in
den außerbörslichen Handel (OTC) abwandern sehen - und diverse
Steuerthemen ließen viele überhaupt den Börserückzug antreten (Going
Private).

Wien als kleinen Markt sehen die Börsechefs besonders anfällig für
Abwanderungen, wenn hier weiter laut über neue Besteuerungen von
Aktiengeschäften nachgedacht wird. Laut Buhl sind die Umsätze über
alternative Plattformen (MTFs, Multilateral Trading Facilities), die
in Österreich jahrelang bei 4 bis 5 Prozent lagen, seit April auf 10
bis 15 Prozent hochgeschnellt. "Das Volumen ist schon weg, und es
wird auch nicht mehr zurück kommen", fürchtet Buhl. Im April hat die
Diskussion um eine Wiedereinfürung der Börseumsatzsteuer eingesetzt.

Ein Gräuel wäre den Börsechefs auch ein nationaler Alleingang bei
einer Finanztransaktionssteuer. Würde eine solche Steuer europaweit
eingeführt, könne man insofern damit leben, als sich damit eben alle
schädigten, aber es würde kein einzelnes Land innerhalb Europas
diskriminiert, räumt Schaller ein.

Schaller und Buhl warnten heute davor, die Spekulationsfrist bei
Aktienverkäufen sausen zu lassen. Für abwegig hält Schaller Ideen,
dass Anleger auf ihre gesamten Aktienverkaufserlöse 25 Prozent Steuer
abführen sollten, um sich nachträglich wieder Geld vom Finanzamt
zurück zu holen. Kein Investor werde sich das antun, "wo sind wir
denn?"

Steuern, die am Aktienhandel an den regulierten Börsen ansetzen,
hätten nur einen negativen Lenkungseffekt, fürchten die Wiener
Börsechefs. Tatsächlich wäre, so ihr Vorschlag, mit
Finanztransaktionssteuern genau am total unregulierten
außerbörslichen OTC-Markt anzusetzen, um den unattraktiver zu machen.
Derart unreguliert liefen international die wahren Summen - vor allem
im Derivativgeschäft.

Die Wiener Börsesechefs verteidigen die regulierten Börsemärkte.
Die Börsen müssen sich gegen die mit viel geringen Gebühren
operierenden alternativen Plattformen behaupten, die nur handelten
und "cherry-picking" betrieben und auch nur für institutionelle
Investoren greifbar seien. Publizitätspflichten, Handelsaussetzungen
oder Verbote von Leerverkäufen kümmerten niemand an den MTfs,
beklagen die traditionellen Börsegesellschaften. Buhl und Schaller
sehen da eine Zwei-Klassen-Gesellschaft am Markt entstehen.

Keine Angst hat Schaller um die Zukunftsvorsorge. Hier fürchten
Anbieter, dass die staatlichen Zuschüsse gesenkt werden könnten.
Schaller fände es "schade", würde es das Instrument nicht mehr geben.
Es habe dem Kapitalmarkt gut getan und tue das weiterhin - wenngleich
das investierte Wertpapiervolumen vergleichsweise gering sei.

Bekräftigt haben die Börsechefs heute, dass sie für ihre
Ostbörseholding Ceeseg (CEE Stock Exchange Group AG) an weiteren
Zukäufen von Beteiligungen an Börsen in Zentral/Osteuropa
interessiert sind. Im jetzigen Umfeld würden zumindest die Preise
stimmen. Es gebe aber keine konkreten Gespräche. Die Ceeseg ist die
Konzernmutter der Wiener Börse, in CEE hält sie die Anteile an den
Börsen von Laibach, Prag und Budapest.

  

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RE: Börsechefs warnen: Wiens Steuerpläne treiben Investoren ins Ausland
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.10.10 20:19)

> Schaller und Buhl warnten heute davor, die
>Spekulationsfrist bei
>Aktienverkäufen sausen zu lassen. Für abwegig hält Schaller
>Ideen,
>dass Anleger auf ihre gesamten Aktienverkaufserlöse 25 Prozent
>Steuer
>abführen sollten, um sich nachträglich wieder Geld vom
>Finanzamt
>zurück zu holen. Kein Investor werde sich das antun, "wo
>sind wir
>denn?"


Ist da gemeint zuerst 25% vom Umsatz anstatt vom Gewinn zu zahlen? Das wäre ja
wirklich jenseitig.

  

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RE: Börsechefs warnen: Wiens Steuerpläne treiben Investoren ins Ausland
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.10.10 21:33)

>Ist da gemeint zuerst 25% vom Umsatz anstatt vom Gewinn zu
>zahlen? Das wäre ja wirklich jenseitig.

Gut, das wäre das Ende jeder Aktivität an der Wiener Börse. Das kann so nicht kommen, außer man will Österreich vom Finanzmarkt befreien.

  

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RE: Börsechefs warnen: Wiens Steuerpläne treiben Investoren ins Ausland
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.10.10 07:43)

>Kein Investor werde sich das antun, "wo sind wir denn?"

Mehr fällt mir dazu auch nicht mehr ein.

  

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Stiftungen zahlen zu wenig Steuer für Immobilien
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.10.10 14:16)

VfGH: Stiftungen zahlen zu wenig Steuer für Immobilien

Die Berechnung der Grundsteuer auf Basis der veralteten Einheitswerte ist verfassungsrechtlich unbedenklich. Eine Beschwerde dagegen hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) als unbegründet abgewiesen, teilte VfGH-Präsident Gerhart Holzinger am Freitag in einer Pressekonferenz mit. Verfassungsrechtliche Bedenken bestehen aber dagegen, dass die veralteten Einheitswerte für die Berechnung der Stiftungseingangssteuer herangezogen werden. Hier hat sich der VfGH in der abgelaufenen Session für ein Gesetzesprüfungsverfahren entschieden.


Missverhältnis zwischen Gründen und Rest

Der Unterschied zwischen der Grundsteuer und der Stiftungseingangssteuer - sowie der 2007 aufgehobenen Schenkungs- und Erbschaftssteuer - ist, dass es bei der Grundsteuer nur um Grundvermögen geht. Bei der Stiftungseingangssteuer entsteht hingegen ein "Missverhältnis" zwischen den in die Stiftung eingebrachten Grundstücken und anderen Vermögenswerten wie z. B. Wertpapieren oder Unternehmensanteilen. Denn die Steuer für letztere wird auf Basis der aktuellen Verkehrswerte berechnet, die für Grundstücke aber auf Basis der veralteten Einheitswerte.

Diese Verzerrung dürfte "unsachlich und daher verfassungswidrig" sein, betonte Holzinger. Im eingeleiteten Gesetzesprüfungsverfahren werde die Regierung aber "Gelegenheit erhalten, die Zweifel des VfGH zu zerstreuen". Mit einer Entscheidung des VfGH sei im ersten Halbjahr 2011 zu rechnen.

Grundsteuerberechnung gut für Steuerzahler

Bei der Grundsteuer selbst stoßen keine unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen aufeinander. Die Anknüpfung an die veralteten Einheitswerte führe nur zu einer Entlastung der Steuerpflichtigen. Diese sei zwar nicht gleichmäßig - aber die steuerlichen Folgen der Grundsteuer seien relativ geringfügig: Bei der abgewiesenen Beschwerde ging es um 850 Euro Steuer für sechs Jahre, erklärte Holzinger.

Die Einheitswerte wurden zuletzt in der "Hauptfeststellung" 1973 festgelegt. Das führt dazu, dass z.B. in dem beim VfGH angefochtenen Fall der Verkehrswert eines Grundstückes 2,5 Mio. Euro beträgt, die Grundsteuerbasis (das Dreifache des Einheitswertes) aber nur 44.000 Euro. Bis zu 520 Prozent gingen die Abweichungen, nur in wenigen Fällen liegt - so Holzinger unter Hinweis auf eine Studie - heute der Verkehrswert unter dem dreifachen Einheitswert.

Gemeinden für höhere Steuer

Städte und Gemeinden - die dringend Geld brauchen - haben auf eine Aufhebung der Grundsteuer-Regelung durch den VfGH und eine neue Festsetzung der Einheitswerte gehofft. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) sowie die heimischen Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS haben sich wiederholt für eine Neubewertung der Einheitswerte ausgesprochen. ÖVP-Finanzminister Josef Pröll wollte im heurigen Sommer - als wieder einmal darüber diskutiert wurde - von Steuererhöhungen aber nichts wissen, so lange das Sparpaket nicht vorliegt.

(APA)

  

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Das geheime Sparpaket: FORMAT hat erste Zahlen
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.10.10 13:59)

http://www.format.at/articles/1041/524/279745/das-sparpaket-welche-steuern-belastungen

Das geheime Sparpaket: Welche neuen Steuern und Belastungen jetzt kommen
4,1 Mrd. Euro sollen schon 2011 eingespart werden
FORMAT hat erste Zahlen

Einen Tag nach der Wien-Wahl startet die Regierung mit den Budget-Verhandlungen. Der Sparwille bei Bund und Ländern dürfte sich aber in Grenzen halten: FORMAT hat erste Zahlen.

Die „Regierung muss viel aufarbeiten“, titelte die „Kronen Zeitung“ schon am Sonntag. Und zwar „jetzt“. Mit der Wien-Wahl sei die „monatelange Blockade bei der Budgetpolitik zu Ende“. SPÖ- und ÖVP-Politiker konnten nachlesen, dass sie nun endlich Budget, Schulreform, Betrugsbekämpfung und Wehrpflichtende auf Schiene bringen sollen. Und tatsächlich: Kanzler, Vizekanzler und Minister holten Montagmorgen die fertigen Budget-Sparpläne aus den Schubladen und machten sich an die Arbeit. Jetzt wird das Budget ernsthaft verhandelt – und zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Mauern rund um die Verhandlungstische sind (noch) aus hartem Granit.

Eigentlich hatte man sich schon auf 60 Prozent weniger Ausgaben und 40 Prozent neue Einnahmen geeinigt. 4,1 Milliarden Euro sollen schon 2011 gehoben werden, Einsparungen wie neue Steuereinnahmen wurden bereits Monate vor den konkreten Plänen anteilig auf die Bundesministerien wie Länder verteilt – jeder sollte zum Handkuss kommen. Doch jetzt, wo es ans Eingemachte geht, zeichnen sich neue Konflikte ab: Bund und Länder streiten bereits über die Verteilung neuer Einnahmen, noch bevor diese ausverhandelt sind. Die Steuerfrage wurde zur Chefsache erklärt und sorgt für zusätzliche Brösel. Und wegen der besseren Konjunkturprognosen wird von manchen sogar der Konsolidierungsbedarf überhaupt infrage gestellt. Außerdem drängt die Zeit, schon am 20. Oktober will Finanzminister Josef Pröll in seiner Rede vor dem Nationalratsplenum die Eckpunkte bekannt geben. FORMAT liefert bereits vorab einige millionenschwere Maßnahmen, die auf die Österreicher zukommen könnten.

Reförmchen

Vom durchdachten und strukturierten Gesamtpaket ist bislang noch nicht die Rede. Es zeichnet sich aber bereits ab, dass einzelne Maßnahmen außer Frage gestellt wurden:

● Bankenabgabe
Der einzige Punkt mit offizieller Bestätigung: SPÖ und ÖVP holen sich künftig 500 Millionen Euro an Abgaben von den Banken.

● Weniger Hacklerpensionisten
Die Frühpension für Langzeitversicherte bleibt zwar bis 2013. Ein Vorschlag von den Pensionistenvertretern Karl Blecha und Andreas Khol konnte sich aber offensichtlich durchsetzen: Krankenstands- oder Arbeitslosenzeiten zählen nicht mehr automatisch als Beitragsjahre, die Zeiten müssten nachgekauft werden. Das macht 150 Millionen Euro weniger Ausgaben für den Staat.

● Die 13. Familienbeihilfe wird gekürzt
Das Familiendreizehnte erhält man nur noch für schulpflichtige Kinder, der Satz wird vereinheitlicht und auf rund 100 Euro nach unten revidiert. Das spart die Hälfte der bislang 190 Millionen Euro.

● Der Absetzbetrag für Alleinverdiener fällt
Und zwar bei Kinderlosen, bei denen das nicht zu sozialen Härten führt. Von den aktuell 150 Millionen Euro für diesen Posten werden damit 100 Millionen eingespart.

● Höhere Steuern auf Public Bads
Wenig Diskussion gibt es auch bei höheren Tabak- und Alkoholsteuern. Die Regierung wird sich da bis zu 300 Millionen mehr von den Konsumenten holen.

Dabei könnte sich die Regierung jede Form der Steuererhöhung ersparen, glaubt IHS-Chef Bernhard Felderer. „Das Budget könnte – würde die Regierung die Reformvorschläge zur Verwaltungsreform, bei den Förderungen oder Pensionen umsetzen – ausschließlich ausgabenseitig saniert werden. Es wäre keine einzige Steuererhöhung notwendig.“ Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl ergänzt diese These mit einer market-Umfrage, wonach die Mehrheit der Österreicher Verständnis für die Sparmaßnahmen habe.

Eine Möglichkeit, rasch und sinnvoll Sparpotenziale zu heben, wäre die Schließung der kaum ausgelasteten Heeresspitäler, sie kosten laut Rechnungshof 16,4 Millionen Euro. Ungleich mehr Geld brächten Infrastrukturprojekte wie die geplanten Tunnelbauten in Österreich. Selbst ihre Durchführung steht laut FORMAT-Informationen derzeit zur Diskussion: Allein beim umstrittenen Koralm-Tunnel, einem Lieblingsprojekt des verstorbenen Landeshauptmanns Jörg Haider, geht es um budgetierte 5,2 Milliarden Euro an Kosten: 1,2 Milliarden wurden bereits verbaut und vergeben, vier weitere Milliarden sind noch offen. Diese enorme Summe könnte sich die Republik mit einem Baustopp ersparen. Viel zu holen gäbe es auch bei Agrar- und Wirtschaftsförderungen, vor allem bei Doppelgleisigkeiten – in Summe geht es hier um 15,6 Milliarden Euro. Bund und Länder verhandeln allerdings getrennt über Förderungen, sie stehen nicht ganz oben auf der Agenda. In den gemeinsamen Gesprächen von Bundes- und Ländervertretern geht es erst mal um Grundsätzlicheres.

Bund-Länder-Krieg

In den großen Verwaltungsreform-Fragen Gesundheit und Schule verdichtet sich bereits wieder das Gerücht des politischen Kompetenz-Abtausches: Der Bund bekäme demnach die Verantwortung für die Spitäler, die Länder jene für die Schulen. Das bringt weniger Doppelgleisigkeiten. Um einen neuerlichen öffentlichen Schlagabtausch wie jenen zwischen Ministerin Claudia Schmied und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll im Sommer zu vermeiden, wurden die betreffenden Verhandlungsteams nun gleich vorab mit Bundes- und Ländervertretern bestückt. Theoretisch geht es in den vier Teams um Bildung, Deregulierung in der Verwaltung, einen neuen Finanz-Stabilitätspakt und die Pflege. Praktisch wird aber bereits um grundsätzlichere Fragen gefeilscht: Wie viel müssen die Länder überhaupt zur Budgetkonsolidierung beitragen? Und wer bekommt was von den neuen Einnahmen?

Warum der Bund 800 Millionen Euro im Jahr 2011 von den Ländern haben will, ist klar: Länder und Gemeinden haben zum Teil horrende Schulden. Insbesondere Kärnten und die Steiermark kamen während der Krise nicht mit ihren Budgets aus. Das Gegenargument der Länder lautet: Es gehe vor allem um die Budgetsanierung des Bundes, nur zehn Prozent der Schulden lägen in den Ländern. Und die 33 Prozent Steuereinnahmen, die über den Finanz ausgleich an die Länder gehen, waren während der Krise in absoluten Zahlen deutlich geringer als prognostiziert. Folglich: Die Bundesländer wollen, dass auch im Fall von neuen Steuern weiterhin 33 Prozent in ihre Kassen fließen.

Am Steuerrad drehen

Ein Drittel von einer Summe, von der bislang noch nicht definitiv klar ist, wer sie bezahlen soll. Klar ist bereits: Steuerfragen werden von Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Josef Pröll direkt verhandelt. Faymann will bekanntermaßen vermögensbezogene Steuern, Pröll ökologische Elemente. Doch so weit ist man im Moment noch gar nicht. Pröll hat diese Woche den Reigen der „Beichtstuhlgespräche“ eröffnet, wo es ausschließlich um die Einsparungsseite geht. Für die SPÖ nimmt an den Sitzungen mit den jeweiligen Fachministern Finanzstaatssekretär Andreas Schieder teil. Bis zum 20. Oktober will Pröll diese Gespräche beendet haben, um dann in einem ersten Zwischenbericht über die Sparpläne der Ressorts zu referieren. Erst danach wird über die Einnahmenseite gesprochen. Doch auch da scheinen bereits einige Punkte außer Streit gestellt. Dem Vernehmen nach sieht die vorläufige Einigung so aus:

● Mineralölsteuern wären für die SPÖ demnach nicht mehr absolutes Tabuthema: Josef Pröll kann mit einer fünfprozentigen MÖSt-Erhöhung rund 450 Millionen Euro Öko-Steuervolumen verkünden. Dafür rückt die ÖVP vom absoluten No-Go bei den vermögensbezogenen Steuern ab.

● Steuerliche Begünstigungen für Stiftungen gäbe es zwar weiter. Aber: Ein höherer Zwischensteuersatz auf Zinserträge könnte 50 Millionen Euro bringen, Steuern auf Veräußerungsgewinne von Beteiligungen nochmals 200 Millionen. Kanzler Faymann hält damit sein Versprechen, dass auch Krisengewinner ihren Teil zur Budgetkonsolidierung beitragen.

● Auch das Ende der Spekulationsfrist bei Aktien ist sehr wahrscheinlich: Der Staat verlangt heute für Veräußerungsgewinne von Wertpapieren nach einem Jahr Behaltefrist keine Steuern. Künftig würde er das wie in Deutschland tun: Die Banken heben gleich bei der Veräußerung 25 Prozent ein, dürfen einen geringen Teil für den Aufwand behalten. Berechnungen von WIFO und Arbeiterkammer zufolge bringt das im Schnitt 200 Millionen Euro mehr Einnahmen pro Jahr.

Das Problem ist nun allerdings: Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Mehreinnahmen durch das überraschend gute Wirtschaftswachstum tauchen in der ÖVP Zweifel auf, ob es überhaupt neue Steuerposten braucht. Die konkreten Zahlen dazu hält Finanzminister Josef Pröll im Moment zwar noch unter Verschluss. Aber es zeichnet sich bereits ab, dass etwa die bessere Arbeitsmarktlage die Ausgaben für den Staat um 350 Millionen verringert. Die SPÖ besteht trotzdem weiterhin auf mehr „Steuergerechtigkeit“ und will die Sanierung des Budgets auch in Zukunft über Steuererhöhungen laufen lassen. Der Deal in der Steuerfrage – vermögensbezogene Steuern versus Öko-Steuern – wackelt also.

Vergebene Chancen?

Anders sieht das WIFO-Steuerexpertin Margit Schratzenstaller: Gerade die bessere Konjunkturlage bietet ihrer Ansicht nach Chancen für größere Reformen. Sie wünscht sich sogar eine eigene Steuerreformkommission: „Einerseits könnte man die Mehreinnahmen in Zukunftsbereiche wie Bildung, Wissenschaft und Forschung investieren, anstatt zu sparen. Es geht aber auch um strukturelle Probleme, die man nach der Konsolidierung beseitigen könnte.“ Denn mit neuen Steuern auf Energie- und Ressourcenverbrauch könnte man im Gegenzug den vergleichsweise hoch besteuerten Faktor Arbeit entlasten.

Was derzeit aber völlig zu fehlen scheint, sind Verhandlungen im Gesundheitsbereich. Drei Milliarden Euro könnten hier laut Schratzenstaller an Sparpotenzialen mit einer effizienteren Gesundheitspolitik, die nicht an den Ländergrenzen endet, gehoben werden. Der zuständige Minister Alois Stöger glänzt aber durch Untätigkeit. Eine große Reform werde es nicht geben, so Stöger diese Woche.

  

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Presse heute
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 15:17)

steht wieder der SPÖ Vorschlag drinnen 25 % des Verkaufserlöses abzuführen egal ob Gewinn oder Verlust.Kranker gehts von den Linken wohl nicht mehr, oder ?

  

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RE: Presse heute
Rang: semmler(106) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 15:24)

> Kranker gehts von den Linken wohl nicht mehr, oder ?

ja, das wäre das aus für trader und anleger.

  

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RE: Presse heute
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 15:30)

so sehr kaputt die Schwarzen auch sind so wird es nicht kommen denke ich.Das ist ja keine Vermögenszuwachssteuer sondern einfach ein Klauen.

  

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SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 17:57)

SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
16.10.2010 | 18:30 | von Franz Schellhorn (Die Presse)

Die SPÖ macht Dampf in Sachen Börsensteuer. Große "Spekulanten" werden darüber milde lächeln. Weniger lustig wird die Sache für Kleinanleger. Freilich gibt es auch gute Argumente für eine Börsenumsatzsteuer.


Obwohl die Verhandlungen über das nächste Belastungspaket noch nicht einmal richtig begonnen haben, stehen die ersten Verlierer bereits fest. Das sind nicht so sehr die rücksichtslosen Spekulanten, die ihr Geld steuerschonend im alpinen Österreich arbeiten lassen, um in entlegenen Südsee-Domizilen arbeitsfrei die wärmenden Sonnenstrahlen genießen zu können. Die großen Verlierer der staatlichen Geldbeschaffungsaktion sind vielmehr die vielen Kleinanleger, die ihr Geld heimischen Unternehmen anvertraut haben, um im hohen Alter noch flüssig zu sein. Falls sich das staatliche Pensionssystem doch nicht als jenes Fort Knox erweisen sollte, als das es von der Politik so gern gepriesen wird.

Offen ist nur noch, wie stark der „Haircut“ für die Kleinanleger ausfallen wird. Geht es nach der SPÖ, wird von der Haarpracht nicht viel übrig bleiben. Einem jüngst im „Standard“ kolportierten Vorschlag zufolge sollen Aktienverkäufe künftig nämlich generell mit 25 Prozent Steuer belegt werden. Damit hier niemand etwas missversteht: Nicht die Kursgewinne sollen einer derart hohen Steuer unterworfen werden. Sondern die Verkaufserlöse. Das wiederum führte dazu, dass der Staat auch Kursverluste besteuern würde. Wer etwa von seinem versteuerten Arbeitseinkommen vor Jahren Aktien um 500 Euro erworben und diese nun mit 450 Euro verkauft hat, müsste trotz des eingefahrenen Verlustes dafür 125 Euro Steuer zahlen.


Seit drei Jahren kein Börsegang. Anlegern stünde es laut dem SPÖ-Plan natürlich frei, die „Verluststeuer“ beim nächsten Steuerausgleich vom Finanzamt zurückzuholen. Toll, so haben wir uns eine unbürokratische Stärkung des Wiener Finanzplatzes immer schon vorgestellt. Bemerkenswert am geplanten Beutezug durch die Depots der Kleinanleger ist nicht zuletzt der Zeitpunkt. Morgen, Montag, ist es nämlich genau drei Jahre her, dass sich das bisher letzte Unternehmen auf das Parkett der Wiener Börse gewagt hat. Kein einziger Börsegang seit dem 18. Oktober 2007. Hinzu kommt, dass zahlreiche Titel vom Kurszettel verschwunden sind, darunter die Schwergewichte Bank Austria und AUA. Seit Oktober 2007 sind die Handelsumsätze an der Wiener Börse auch um zwei Drittel eingebrochen. Der Wert der in Wien gehandelten Firmen ist auf 77 Milliarden Euro geschrumpft. Das ist ein Minus von ziemlich genau 50 Prozent.

Womit die großen Verlierer der Finanzkrise keineswegs die Arbeitnehmer sind, deren Entgelte im selben Zeitraum um inflationsbereinigte 1,7 Prozent zulegen konnten – sondern die Aktionäre, die in Wien in nur drei Jahren die Hälfte ihres veranlagten Vermögens verloren haben. Das hält die SPÖ allerdings nicht davon ab, über die Wiedereinführung einer „Börsenumsatzsteuer“ zu debattieren. Begründet wird dieser Vorstoß nicht zuletzt damit, dass schon andere Länder auf diese Steuer zurückgegriffen haben.

Nicht so gern gesprochen wird über die Erfahrungen mit dieser Steuer. In Schweden beispielsweise war deren Einführung in den 1980er-Jahren ein Flop. Das deshalb, weil 85 Prozent der Aktien, 90 Prozent der Derivate und 95 Prozent der Anleihen plötzlich an Börsen im Ausland gehandelt wurden. Die erhofften Mehreinnahmen lösten sich in Luft auf – und mit ihnen auch der professionelle Aktienhandel, der nach London abgezogen war.


Eine Steuer für Oma und Opa. Freilich gibt es auch gute Argumente für eine Börsenumsatzsteuer. Etwa jenes der Gleichbehandlung. So greift der Staat ja auch beim Verkauf der berüchtigten Wurstsemmel gnadenlos zu. Das ändert nur leider nichts daran, dass Aktien, Anleihen und Derivate mit einem einzigen Klick an der nächstbesten Börse gehandelt werden können. Zum Beispiel in Frankfurt. Weshalb eine Börsenumsatzsteuer vorzugsweise von älteren Damen und Herren abgeführt wird, die von den zahlreichen Umgehungsmöglichkeiten nichts mitbekommen. Man braucht schon jede Menge Fantasie, um eine Besteuerung dieser Klientel als „gerecht“ zu qualifizieren.

In jedem Fall wird es ein gutes Lehrbeispiel dafür sein, wie man mit einer kleinen Maßnahme, die dem Staat kaum Geld bringen wird, den größtmöglichen Schaden anrichtet. Aber vielleicht wirft ja noch einer der zahlreichen Budget-Verhandler das Argument in die Runde, dass eine Aktie keine Wurstsemmel ist.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.10.2010)

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 18:25)

> Offen ist nur noch, wie stark der „Haircut“ für die
>Kleinanleger ausfallen wird. Geht es nach der SPÖ, wird von
>der Haarpracht nicht viel übrig bleiben. Einem jüngst im
>„Standard“ kolportierten Vorschlag zufolge sollen
>Aktienverkäufe künftig nämlich generell mit 25 Prozent Steuer
>belegt werden. Damit hier niemand etwas missversteht: Nicht
>die Kursgewinne sollen einer derart hohen Steuer unterworfen
>werden. Sondern die Verkaufserlöse.


Jetzt platzt mir dann bald der Kragen. Da haben ja sogar die Freiheitlichen
mehr Hirn, und mangelnden Populismus kann man denen kaum vorwerfen.

Man kann nur hoffen die ÖVP hat genug Restvernunft um so etwas zu
verhindern.

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 18:31)

Politik und Vernunft schliesst sich eigentlich aus.
Was passiert mit Anleihen,wo man 25 % KEST zahlt auf Zinsen ?
Was ist mit Zertifkaten die man über Emissionspreis kauft und wo auch KEST anfällt auf Gewinne ? usw.....

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 19:18)

>> Offen ist nur noch, wie stark der „Haircut“ für die
>>Kleinanleger ausfallen wird. Geht es nach der SPÖ, wird
>von
>>der Haarpracht nicht viel übrig bleiben. Einem jüngst im
>>„Standard“ kolportierten Vorschlag zufolge sollen
>>Aktienverkäufe künftig nämlich generell mit 25 Prozent
>Steuer
>>belegt werden. Damit hier niemand etwas missversteht:
>Nicht
>>die Kursgewinne sollen einer derart hohen Steuer
>unterworfen
>>werden. Sondern die Verkaufserlöse.
>
>
>Jetzt platzt mir dann bald der Kragen. Da haben ja sogar die
>Freiheitlichen
>mehr Hirn, und mangelnden Populismus kann man denen kaum
>vorwerfen.
>
>Man kann nur hoffen die ÖVP hat genug Restvernunft um so etwas
>zu
>verhindern.


Ja aber vor kurzem sagtest du zu mir:"Darüber mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Das kann niemals vor
dem Verfassungsgerichtshof halten.....

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 19:46)

>Ja aber vor kurzem sagtest du zu mir:"Darüber mache
>ich mir eigentlich keine Sorgen. Das kann niemals vor
>dem Verfassungsgerichtshof halten.....



Ähm, da ging es aber glaube ich darum Verluste nicht geltend machen zu
dürfen? Das wäre hier wenn ich es richtig verstehe aber nicht der Fall,
allerdings müßte man alles erst am Jahresende zurückfordern.

Eigentlich sollte man meinen das kann auch nicht halten - es würde ja
jedenfalls zuviel Steuer während des Jahres bezahlt.

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer gut analysiertgut analysiertgut analysiertgut analysiert
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 22:55)

Die Strategie der SPÖ scheint zu sein, wahllos irgendeinen haarstreubenden Schwachsinn zu fordern, und die ÖVP darf dann als Gegenleistung dafür, daß der ärgste Unfug abgemildert wird, irgendwelche anderen Zugeständnisse machen. Es ist grauslich, hat System, und funktioniert jedesmal wieder. Ein jämmerlicher Haufen, diese Regierung.

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.10 20:46)

>Die Strategie der SPÖ scheint zu sein, wahllos irgendeinen
>haarstreubenden Schwachsinn zu fordern, und die ÖVP darf dann
>als Gegenleistung dafür, daß der ärgste Unfug abgemildert
>wird, irgendwelche anderen Zugeständnisse machen. Es ist
>grauslich, hat System, und funktioniert jedesmal wieder. Ein
>jämmerlicher Haufen, diese Regierung.


Leider nur zu wahr. Das Problem der ÖVP - sie tut sich mE erkennbar schwerer
hanebüchenen Schwachsinn zu fordern/plakatieren usw. wenn er Wählerstimmen
bringt. Bei der SPÖ kann ich da keine Hemmschwellen erkennen. (oder
sollten sie den Dreck wirklich selber glauben?)

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer gut analysiert
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.10 11:31)

Angesichts der eindeutigen Stoßrichtung der Presse denke ich, hier wird bewusst missverstanden und verzerrt um Stimmung zu machen.

Eine Besteuerung wie hier dargestellt wäre ja de facto eine Vermögens-Strafsteuer auf Aktienvermögen im Ausmaß von 25%, das ist also ziemlich weit weg von dem worüber bislang diskutiert wurde (Zuwachs). Aus meiner Sicht unvorstellbar (und wenn es soweit kommen sollte wird man sich ggf. seinen Wohnsitz überlegen müssen als Aktionär, ganz sicher aber den Depotort...).

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.10 11:36)

der Jammer ist das unsere Banken/Broker zu dumm sind eine gescheite Software zu machen,ein 25 % abzug beim verkauf ist anz einfach und dann sollen sich halt die Kunden um die Rückzahöung beim FA anstellen,unseren Banken/Broker traue ich alles zu.

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer interessant
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.10 13:12)

Den ersten Fall gibt´s schon in Deutschland,
Nordnet hat ihre Kunden an Onvista verkauft,
und da Onvista die Einstandskurse der Depotleichen nicht kennt,
müssen sie 30% des Verkaufserlöses als Steuerbemessungsgrundlage nehmen,
und wenn zu Unrecht zuviel verrechnet wurde,
muss sich der Kunde das mit dem Finanzamt ausmachen.

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.10 14:09)

(und wenn es soweit kommen sollte wird man sich ggf. seinen Wohnsitz überlegen müssen als Aktionär, ganz sicher aber den Depotort...).

Es geht ja nicht in einem Land "zu wohnen" und in einem anderen Land ein Depot zu unterhalten ohne in die Steuerhinterziehungsfalle zu tappen?! Oder?

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.10 14:14)

>Es geht ja nicht in einem Land "zu wohnen" und in
>einem anderen Land ein Depot zu unterhalten ohne in die
>Steuerhinterziehungsfalle zu tappen?! Oder?

Es zählt (leider) immer der Wohnsitz. Singapur soll aber verschwiegener als die Schweiz sein...

http://www.welt.de/wirtschaft/article1720992/Fluchtpunkte_fuers_Geld_in_Asien.html

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: Malediver(21) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.10 14:28)

Dann wirds Zeit das Brokerjet dort eine Zweigstelle eröffnet...

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.10 16:56)

>(und wenn es soweit kommen sollte wird man sich ggf. seinen Wohnsitz überlegen müssen als Aktionär, ganz sicher aber den Depotort...).
>
>Es geht ja nicht in einem Land "zu wohnen" und in einem anderen Land ein Depot zu unterhalten ohne in die Steuerhinterziehungsfalle zu tappen?! Oder?
>

Wir reden ja keinesfalls von Steuerhinterziehung, lediglich von Umgehung inakzeptabler Automatismen. Wenn ich mir erst mit dem Finanzamt ausmachen muss wieviel ich zahlen muss bzw. was ich zurückkriege, dann bitte 1* im Jahr en bloc und ned indem ich voraus mal Scheibchenweise mein gesamtes Kapital einzahle (zu nichts anderem würde das hier beschriebene ja führen, zu immer weniger Tradingkapital mit jedem Trade wenn man nicht exorbitante Gewinne einfährt - man stelle sich mal vor, man würde Leverage verwenden - Margin to death ). Und das geht sicher indem man von einem Broker aus tradet der über österreichische Finanz-Automatismen milde lächelt.

Aber wie gesagt - es kann imho so nicht kommen, schon wegen des Kapitaltodes.

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.10 17:00)

es wird den Banken/Brokern überlassen bleiben wie sie es regeln das die 25 % kommen steht wohl fest.

  

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RE: SuperMarkt: Die Börsen-Pompfüneberer
anfaenger_77(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.10.10 19:11)

Die Frage die ich mir stelle ist wie sie die Steuer einführen wollen ....auch auf bereits bestehendes Aktienvermögen im Depot oder ab einem gewissen Stichtag (zb. gilt für ab 01.01.2011 gekaufte Aktien .....etc)
we will see!

  

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WIFO-Chef
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 17:57)

Dieser Aiginger ist ziemlich von sich eingenommen,
beharrt da gleich auf "ist ersatzlos abzuschaffen!",
so als ob er die Steuerreform alleine bestimmen könnte.

http://tvthek.orf.at/programs/1273-Pressestunde/episodes/1670333-Pressestunde

Während er es als sozial sieht, wenn der Alleinverdienerabsetzbetrag für Kinderlose gestrichen wird, weil ja offenbar die zweite Person nichts kostet, die ein Alleinverdiener erhalten muss, mit EINEM Einkommen mit voller Progression ohnehin, plus Mitversicherungsbeitrag für die Krankenversicherung,

will er die Überstundenbegünstigung von zumindest 5 Überstundenzuschlägen pro Monat beibehalten. Warum? Warum soll jemand für 5 Überstundenzuschläge, die genauso Einkommen darstellen, keine Lohnsteuer zahlen müssen? In Summe liegt da auch viel Geld begraben, und das ist ihm wurscht.

Nein, eine große Reform sieht anders aus. Und von sozial sehe ich nichts.

Hab sie eh nicht mehr gewählt, und recht hatte ich!

  

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RE: WIFO-Chef
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 18:19)

>Während er es als sozial sieht, wenn der
>Alleinverdienerabsetzbetrag für Kinderlose gestrichen wird,
>weil ja offenbar die zweite Person nichts kostet, die ein
>Alleinverdiener erhalten muss, mit EINEM Einkommen mit voller
>Progression ohnehin, plus Mitversicherungsbeitrag für die
>Krankenversicherung,


Das begünstigt doch nach sozialdemokratischer Lesart ohnehin nur den Partner
(wohl in der Regel die Frau) nicht berufstätig zu sein und ist daher
unsozial.

  

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RE: WIFO-Chef
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 20:30)

Am besten scheiden lassen, dann hat sie wenigstens einen Anspruch auf Grundsicherung.

Pfeif auf die sittliche Verpflichtung, den Partner zu versorgen,
wenn die Politiker die Einhaltung derselben als Obszönität ansehen, die bestraft gehört!

Wer gibt all den zusätzlich auf den Arbeitsmarkt gedrängten Frauen dann fair bezahlte Arbeit, liebe Frau Heinisch-Hosek uns Konsorten? Ihr wollt doch nur, dass diese Frauen noch mehr zu einer Last für ihre Ehepartner werden!

Diese winzige Steuerersparnis, das sind Peanuts, und da will der Herr WIFO-Chef sich 100 Millionen Euro holen? Für jede mitversicherte Frau zahlt man schon etwa 100 Euro im Monat Mitversicherungsbeitrag, und das ist noch zuwenig? Von was sollen denn diese Leute leben, wenn der Mann schon jetzt netto weniger verdient als man mit zwei getrennten Grundsicherungen kassieren könnte?

  

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RE: WIFO-Chef
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 20:49)

Die Zeiten in denen sich jeder einfacher Arbeiter eine Hausfrau zuhause halten konnte sind eben vorbei.

Heutzutage müssen eben Mann UND Frau zum Haushaltseinkommen beitragen.

Oder man(n) verdients soviel, dass man sich es leisten kann.

  

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RE: WIFO-Chef
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 21:36)

Aber steuerlich auch noch bestrafen,
wenn einer der beiden nicht arbeitsfähig ist?

Drum spricht sich der Aiginger für saftige Pensionserhöhungen für die bereits in Pension befindlichen Pensionisten aus, wenn die Hacklerregelung für die zukünftigen Pensionisten abgeschafft wird.

  

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RE: WIFO-Chef
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 22:29)

>Drum spricht sich der Aiginger für saftige Pensionserhöhungen
>für die bereits in Pension befindlichen Pensionisten aus, wenn

Der spinnt.

  

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RE: WIFO-Chef
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.10 22:59)

>Die Zeiten in denen sich jeder einfacher Arbeiter eine
>Hausfrau zuhause halten konnte sind eben vorbei.
>
>Heutzutage müssen eben Mann UND Frau zum Haushaltseinkommen
>beitragen.


Übel. Aber logische Konsequenz einer Abgabenquote, wo zwei arbeitenden Leuten netto nur ein Bruttogehalt bleibt.

  

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Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer? interessant
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.10.10 19:29)

Die Steuernebel lichten sich
20.10.2010 | 18:42 | von Karl Gaulhofer (Die Presse)

Immer klarer zeichnet sich ab, welche Zusatzbelastungen für die Bürger die Regierung am Wochenende beschließen wird: Vermögenszuwachssteuer und Bankensteuer sind de facto fix, die Möst dürfte um fünf Cent steigen.


Wien. Am Wochenende werden sie entschieden: die Steuerbelastungen, mit denen Österreichs Bürger den aus dem Ruder laufenden Staatshaushalt konsolidieren müssen. Karl Bruckner, Vizepräsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, hat im „Klub der Wirtschaftspublizisten“ schon recht klar gesagt, womit zu rechnen ist.

Mineralölsteuer
Dieses Liebkind der ÖVP steht wohl ins Haus, allerdings mit nur fünf Cent pro Liter. Das ist die Grenze, bis zu der der Tanktourismus als Einnahmenquelle erhalten bleibt. Die 500 Mio. Euro Mehreinnahmen sind aber nicht voll zu lukrieren: Für Pendler soll, als Zugeständnis an die SPÖ, ein Ausgleich geschaffen werden. „Wer weiß, was da noch übrig bleibt“, seufzte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner vor einigen Tagen.

Vermögenszuwachssteuer
Auch wenn eine Vermögenssteuer auf die Substanz nicht kommt: Etwas, auf dem das Etikett „Vermögen“ hängt, braucht die SPÖ, um nicht das Gesicht zu verlieren. Diese allgemeine Einsicht hat den Weg zur Vermögenszuwachssteuer von 25 Prozent auf Kapitalgewinne geebnet. Dass Gewinne aus Kurssteigerungen von Wertpapieren bisher nur bei Verkauf in der „Spekulationsfrist“ besteuert werden, war ohnehin schwer zu argumentieren. Umgesetzt wird wohl das „deutsche Modell“: Die Depotbanken heben die Steuer ein, indem sie wie bei der KESt einen Teil des Veräußerungsgewinns abziehen. Verluste sind in der gleichen Einkunftsart anrechenbar. Das wird Anleger motivieren, ihre auf mehrere Institute verteilten Aktien und Anleihen bei einer „Hausbank“ zu bündeln. Sonst könnten sie Verluste nur durch Meldung ans Finanzamt ausgleichen. Gelten wird die Steuer nur für Verkäufe von Papieren, die der Investor ab 1. Jänner 2011 erwirbt. Würde auch der Verkauf „alter“ Papiere besteuert, realisierten viele Anleger ihre Gewinne vor Jahreswechsel: „Diesen Affenzirkus möchte man sich ersparen“, vermutet Bruckner. So aber darf sich die Börse Wien auf viele Käufe vor dem Stichtag und damit auf eine Jahresendrallye freuen.


Belastung von Stiftungen
Auf die Stiftungen hat sich die SPÖ eingeschossen, auf einen „Beitrag der Reichen“ wird sie nicht verzichten. Offen ist, welches „Privileg“ fallen wird. Die bei der Gründung anfallende Eingangssteuer ist kein solches mehr, nach Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Ihre Erhöhung würde auch wenig einbringen, denn der Stiftungsboom ist vorbei. Fällt die Befreiung von Gewinnen aus Beteiligungsverkäufen, wäre das laut Bruckner der „größte Vertrauensbruch“: Viele Stifter haben auf dieses Versprechen des Gesetzgebers gebaut. Bleibt als wahrscheinlichste Variante eine Anhebung der „Zwischensteuer“ auf nicht ausgeschüttete Gewinne. Steigt sie auf 25 Prozent, entfällt der Zinsvorteil ganz. Möglich ist auch ein mittlerer Wert von 18 Prozent. Mit beidem könnten die Stiftungen leben.

Bankensteuer
Ihre Einführung ist de facto fix. Offen ist die Bemessungsgrundlage – und damit der Kampf der großen Institute um Anrechnung von Bankensteuern, die ihre Töchter in Ungarn, Kroatien und Polen zahlen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.10.2010)

  

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RE: Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.10.10 19:36)

>Vermögenszuwachssteuer
>Auch wenn eine Vermögenssteuer auf die Substanz nicht kommt:
>Etwas, auf dem das Etikett „Vermögen“ hängt, braucht die SPÖ,
>um nicht das Gesicht zu verlieren. Diese allgemeine Einsicht
>hat den Weg zur Vermögenszuwachssteuer von 25 Prozent auf
>Kapitalgewinne geebnet. Dass Gewinne aus Kurssteigerungen von
>Wertpapieren bisher nur bei Verkauf in der „Spekulationsfrist“
>besteuert werden, war ohnehin schwer zu argumentieren.
>Umgesetzt wird wohl das „deutsche Modell“: Die Depotbanken
>heben die Steuer ein, indem sie wie bei der KESt einen Teil
>des Veräußerungsgewinns abziehen. Verluste sind in der
>gleichen Einkunftsart anrechenbar. Das wird Anleger
>motivieren, ihre auf mehrere Institute verteilten Aktien und
>Anleihen bei einer „Hausbank“ zu bündeln. Sonst könnten sie
>Verluste nur durch Meldung ans Finanzamt ausgleichen. Gelten
>wird die Steuer nur für Verkäufe von Papieren, die der
>Investor ab 1. Jänner 2011 erwirbt. Würde auch der Verkauf
>„alter“ Papiere besteuert, realisierten viele Anleger ihre
>Gewinne vor Jahreswechsel: „Diesen Affenzirkus möchte man sich
>ersparen“, vermutet Bruckner. So aber darf sich die Börse Wien
>auf viele Käufe vor dem Stichtag und damit auf eine
>Jahresendrallye freuen.


Gute Nachrichten!! Denn statt mit 50% Steuer, zahlt man dann nur mehr 25%. Wäre sehr dafür!

  

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RE: Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.10.10 19:40)

Vermögenszuwachssteuer
Auch wenn eine Vermögenssteuer auf die Substanz nicht kommt: Etwas, auf dem das Etikett „Vermögen“ hängt, braucht die SPÖ, um nicht das Gesicht zu verlieren. Diese allgemeine Einsicht hat den Weg zur Vermögenszuwachssteuer von 25 Prozent auf Kapitalgewinne geebnet. Dass Gewinne aus Kurssteigerungen von Wertpapieren bisher nur bei Verkauf in der „Spekulationsfrist“ besteuert werden, war ohnehin schwer zu argumentieren. Umgesetzt wird wohl das „deutsche Modell“: Die Depotbanken heben die Steuer ein, indem sie wie bei der KESt einen Teil des Veräußerungsgewinns abziehen. Verluste sind in der gleichen Einkunftsart anrechenbar. Das wird Anleger motivieren, ihre auf mehrere Institute verteilten Aktien und Anleihen bei einer „Hausbank“ zu bündeln. Sonst könnten sie Verluste nur durch Meldung ans Finanzamt ausgleichen. Gelten wird die Steuer nur für Verkäufe von Papieren, die der Investor ab 1. Jänner 2011 erwirbt. Würde auch der Verkauf „alter“ Papiere besteuert, realisierten viele Anleger ihre Gewinne vor Jahreswechsel: „Diesen Affenzirkus möchte man sich ersparen“, vermutet Bruckner. So aber darf sich die Börse Wien auf viele Käufe vor dem Stichtag und damit auf eine Jahresendrallye freuen.


Hoffentlich kommt das so.SPÖ setze dich durch gegen die Bankenlobby!

  

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RE: Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.10.10 19:52)

>Hoffentlich kommt das so.SPÖ setze dich durch gegen die
>Bankenlobby!

Ich weiß nicht, warum die ÖVP so dagegen ist.
Und was die Bankenlobby betrifft: Da will doch wohl niemand argumentieren, daß die in Ö so eine andere Software verwenden. Außerdem gibt es bereits Anlageformen, wo 25% abgezogen wird. Also, machbar sollte es sein und die jetztige Regelung ist nicht sinnvoll (und wurde deshalb auch in D geändert), weil für das Finanzamt schwer nachprüfbar.

  

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RE: Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.10.10 20:21)

>Ich weiß nicht, warum die ÖVP so dagegen ist.

Ideologie.

  

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RE: Jahresendrallye durch Vermögenszuwachssteuer?
isiro(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.10.10 20:29)

fein, dann bleibt bei meinen aktien im depot die 1 jährige spekfrist ? da sollte ich wirklich noch was kaufen bis jahresende !
hm....evn ?

  

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Nowotny - Nationale Finanztransaktionssteuer nicht machbar
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.10.10 10:49)

Nowotny - Nationale Finanztransaktionssteuer nicht machbar
Utl.: Auch skeptisch für Einführung in Europa

Wien (APA) - Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank
(OeNB) und EZB-Rat Ewald Nowotny hält eine Finanztransaktionssteuer
auf rein nationaler Ebene für nicht machbar. Auch für eine solche
Steuer auf EU-Ebene ist er skeptisch.

"Für ein Land allein ist sie sicher nicht durchführbar", sagte
Nowotny am Freitag früh auf der Gewinn-Messe. Auf EU-Ebene wäre sie
aus seiner Sicht sicher durchführbar, allerdings unterliegen
Steuerfragen auf Europa-Ebene der Einstimmigkeit. "Ich fürchte, die
Chancen, hier Einstimmigkeit zu erreichen, sind nicht allzu groß."

  

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RE: IFO Business Climate Oct 107,6 vs. 106,5 expected interessant
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.10.10 11:02)

siehe Marktkommentare X

  

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RE: IFO Business Climate Oct 107,6 vs. 106,5 expected
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.10.10 11:16)

du hast dich im Thread geirrt.

  

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50 Mio
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 16:27)

das ist lächerlich

die Spekulationsfrist für Aktien gestrichen und Stiftungen (50 Mio.) höher besteuert

  

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Eine erste Zusammenfassung
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 16:51)

Budget: Raucher und Autofahrer werden zur Kasse gebeten
23.10.2010 | 16:18 | (DiePresse.com)

Höhere Steuern für Treibstoff, Tabak, Banken und Aktien, Kürzungen bei Familien, mehr Geld für Unis und Schulen - das sind die ersten Details des neuen Budgets, auf das sich die Regierung heute geeinigt hat.

Das Budget für 2011 steht. Die Regierung hat sich bei ihrer Klausur im steirischen Loipersdorf auf ein Steuer- und Sparpaket geeinigt. Es werden die Mineralölsteuer (für Mehreinnahmen von 417 Millionen Euro) sowie die Tabaksteuer (100 Millionen) erhöht, eine Flugticketabgabe (60 Millionen) und die Bankenabgabe (500 Millionen) eingeführt, die Spekulationsfrist für Aktien gestrichen und Stiftungen (50 Mio.) höher besteuert.

Weiters wird es Verschärfungen bei der Hackler- und der Invaliditätspension geben.

Andererseits werden Investitionen in thermische Sanierung sowie mehr Mittel für die Universitäten (80 Mio.) und Schulen (80 Mio.) lockergemacht. Im Gegenzug werden Studieneingangsphasen eingeführt. Einsparungen gibt es auch der Familienbeihilfe.

Kürzungen beim Pflegegeld
Das Sparpaket der Regierung enthält auch Kürzungen beim Pflegegeld. Für Neufälle wird es Einschränkungen des Zugangs für die Stufen 1 (ab mehr als 60 Stunden pro Monat Pflegebedarf statt wie bisher 50) und 2 (85 Stunden statt 75) geben.

Das soll 2011 Einsparungen von 17 Millionen Euro bringen, bis 2014 steigt diese Summe auf 142 Millionen Euro an. Im Gegenzug wird bei Stufe 6 geringfügig um 18 Euro auf 1260 Euro erhöht.


Wartefrist auf Pensionserhöhung kommt
Bei den Pensionen wird die einjährige Wartefrist, bevor eine Pension erstmals erhöht wird, wieder eingeführt. Das bringt 19 Millionen Euro im kommenden Jahr und steigt bis zum Jahr 2014 auf 120 Mio. Euro an. Ziemlich gering sind dagegen die Einsparungen bei der Hacklerregelung, die ein großer Streitpunkt zwischen SPÖ und ÖVP war. Hier wird beim Nachkauf von Versicherungszeiten (Schulungszeiten) etwas nachgeschärft, die Einsparungen betragen 11,5 Millionen Euro. Nach Auslaufen dieser begünstigten Langzeitversicherungsregelung 2013 soll es ab 2014 strengere Regeln geben.

Der Zugang zur Invaliditätspension soll durch Reha-Maßnahmen reduziert werden. Das kostet im nächsten Jahr zwar 7,7 Mio. Euro, soll aber bis 2014 Einsparungen im zweistelligen Bereich einspielen.

Bezugsdauer der Familienbeihilfe reduziert
Bei den Familien wird die Bezugsdauer der Familienbeihilfe vom 26. auf das vollendete 24. Lebensjahr reduziert, die 13. Familienbeihilfe soll nur noch pauschal 100 Euro betragen und nur noch für schulpflichtige - also sechs- bis 15-jährige - Kinder ausgezahlt werden. Gestrichen wird die Familienbeihilfe für arbeitssuchende Kinder zwischen dem 18. und dem 21. Lebensjahr sowie nach der Berufsausbildung. Einsparungen im kommenden Jahr: rund 254 Mio. Euro.

Gestrichen werden auch der Alleinverdienerabsetzbetrag für Familien ohne Kinder und der Mehrkindzuschlag ab dem 3. Kind. Das bringt 58 bzw. 66,7 Mio. Euro an Einsparungen 2013.


Beide haben wesentliche Punkte durchgebracht
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) zeigten sich bei der Präsentation der Budgetzahlen zufrieden, obwohl auch der jeweilige Koalitionspartner wesentliche Punkte durchbringen konnte.

Faymann betonte, man lukriere bei den zusätzlichen Steuereinnahmen von insgesamt rund 1,2 Miliarden Euro zwei Drittel aus den Steuervorschlägen der SPÖ, Pröll schrieb sich zugute, "Eigentumssteuern und breite Vermögenssteuern" verhindert zu haben. Ähnlich bei der Hacklerregelung, wo Faymann das Bestehenbleiben bis 2013 lobte und Pröll das Auslaufen ab 2014 herausstrich.

"Ich bin stolz darauf, sagen zu können, wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, geschafft, sind fertig mit dem Budget 2011", sagte Faymann gleich zu Beginn der Pressekonferenz, zu dem das gesamte rot-schwarze Regierungsteam angetreten war. Die Präsentation bestritten allerdings Kanzler und Vizekanzler alleine, die einander für die konstruktive Zusammenarbeit dankten. Es gebe eine "gerechte Lastenverteilung" und der Weg aus der "Schuldenfalle" sei eingeschlagen, so Pröll.

  

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RE: Eine erste Zusammenfassung
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 18:09)

* Der Liter Diesel wird fünf Cent, Benzin vier Cent teurer

* Wer einen Neuwagen kauft, wird ebenfalls zur Kasse gebeten - und zwar durch einen CO2- Zuschlag zur Normverbrauchsabgabe (Nova)

* Erhöht wird im Gegenzug die Pendlerpauschale - um 15 Millionen Euro jährlich

* Die Tabaksteuer steigt um 20 bis 25 Cent pro Packung Zigaretten

* Neu eingeführt wird eine Flugticketabgabe

* Die Kreditvertragsgebühr wird dagegen gestrichen (150 Millionen Euro) - eine Forderung der ÖVP

* Größter Brocken im Steuerbereich ist die Bankenabgabe, die nun unbefristet beschlossen wird. Sie bringt Mehreinnahmen von 500 Millionen Euro

ICH KANN DAMIT GUUUUT LEBEN

  

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Turbo Boost für Wiener Boerse?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 18:40)

aus diePresse.com:

Und in Österreich kommt noch ein politischer Sonderschub für die Börse dazu: Wenn, wie es aussieht, am 1. Jänner 2011 für alle ab diesem Zeitpunkt getätigten Aktienveranlagungen die 25-prozentige Vermögenszuwachssteuer eingeführt wird, dann könnte es durchaus sein, dass sich (bei einigermaßen anhaltendem Aufwärtstrend) eine Menge Österreicher noch vor dem Stichtag eindecken. Das wird den Kursen in Wien zumindest nicht schaden....

  

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RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 18:47)

was ist mit Anleihen ?
wenn ich mir jetzt ein hochverzinste Anleihe kaufe um sagen wir 200k zu einen Preis von 110 wo ich 25 % KEST zahle für den Kupon,sie
bis zur Fälligkeit liegen lasse habe ich einen Verlust von 20.000 Euro und den kann ich dann entgegenrechnen mit den Gewinnen bei Aktien ?

  

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RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 18:55)

>was ist mit Anleihen ?
>wenn ich mir jetzt ein hochoverzinste Anleihe kaufe um sagen
>wir 200k zu einen Preis von 110 wo ich 25 % KEST zahle für den
>Kupon,sie
>bis zur Fälligkeit liegen lasse habe ich einen Verlust von
>20.000 Euro und den kann ich dann entgegenrechnen mit den
>Gewinnen bei Aktien ?


Ich kann nur jedem raten sich bei gewissen spitzfindigen Fragen die Deutsche Abgeltungssteuer anzuschauen.Die wird wahrscheinlich zu 98% übernommen.

http://www.fondsvermittlung24.de/abgeltungssteuer-anleihen.html

  

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RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 18:59)

Die Versteuerung der Zinsen erfolgt nach der individuellen Progression, das heißt, nach dem persönlichen Steuersatz

eine individuelle Progression gibt es bei uns ja nicht wenn die Bank das erledigt.

  

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RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 19:05)

>Die Versteuerung der Zinsen erfolgt nach der individuellen
>Progression, das heißt, nach dem persönlichen Steuersatz
>
>eine individuelle Progression gibt es bei uns ja nicht wenn
>die Bank das erledigt.


Das galt in Deutschland nur bis 2009.Dannach 25% pauschal bei Anleihen.

  

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RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 19:08)

die Verluste werden dann wohl nicht von den Banken entgegengerechnet nehme ich an die muss man sich dann übers FA holen, oder ?

  

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RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 19:12)

>die Verluste werden dann wohl nicht von den Banken
>entgegengerechnet nehme ich an die muss man sich dann übers FA
>holen, oder ?


Ja,in Deutschland läuft es so.Momentan manchmal noch ein bisschen holprig,aber es funktioniert.Das Finanzamt wird für den Aktionär aber kein Schrecken mehr sein

Nebenbei muss gesagt werden,dass der deutsche Staat satte 12 Mrd Euro an Steuereinahmen aus dieser Abgeltungssteuer lukriert.


  

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RE: Turbo Boost für Wiener Boerse?
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 19:16)

naja dann werden schätze ich mal Discount- und Bonuszertifikate einen Boom erleben da diese ja jetzt schon (über Emissionspreis) mit 25 % versteuert werden.

  

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RE: Eine erste Zusammenfassung
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 20:44)

>ICH KANN DAMIT GUUUUT LEBEN

Persönlich betroffen bin ich nur durch diese Vermögenszuwachssteuer, insofern
könnte ich sagen es ist ok für mich.

Trotzdem empfinde ich dieses Budget als eine Provokation der Sonderklasse. Wo sind signifikante Einsparungen??

  

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Presse-Kommentar
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 20:53)

Der Kompromissminister und der Bundesmoderator haben ein Paket
vorgelegt, das vor allem auch neue Steuern vorsieht. Und das im
wichtigsten Punkt versagt: Bei Pensionen passiert schockierend wenig.

Also sprach Finanzminister Josef Pröll: "Wie es funktionieren kann,
haben uns Schweden und Finnland gezeigt. (. . .) Durch konsequente
Umkehr und durch mutige Reformen konnten die Weichen für die Zukunft
gestellt werden. (. . . ) Damit das auch uns gelingt, müssen wir den
Schritt vom tagespolitischen Krisenmanagement hin zu strategischer
Zukunftsarbeit schaffen." Das sagte der Vizekanzler und ÖVP-Chef mit
bis zuletzt aufrechten Kanzlerambitionen vor einem Jahr, als er in
US-Manier eine finanzpolitische Rede zur Nation hielt. Seit
Samstagmittag wissen wir anhand der Ergebnisse der Regierungsklausur
und der Details des Spar- oder besser Steuer-Pakets ziemlich sicher:
Josef Pröll ist an seinen eigenen hohen Erwartungen gescheitert.

Dem Minister blieb nichts anderes übrig, als jene undankbare Aufgabe
zu erfüllen, an der schon viele ÖVP-Juniorpartner der SPÖ vor ihm
verzweifelt sind: einen Kompromiss zu präsentieren, der reines
Stückwerk ist und der keine einzige Strukturreform beinhaltet.

Prölls verantwortlichen Chef darf man nicht aus der Pflicht nehmen:
Werner Faymann hat Pröll beim rhetorischen Reformwettlauf den
Vortritt gelassen und gibt sich nun fast so, als hätte er mit all den
Maßnahmen kaum etwas zu tun. Dabei war es gerade das falsche
Amtsverständnis Faymanns, das eine echte Reform verhinderte. Egal, ob
die aus Sicht des Steuerzahlers erfolglosen Verhandlungen um
Steuereinnahmen mit den Ländern oder die entscheidenden Runden bei
den Pensionen: Faymann moderiert, das Regieren überlässt er seinen
Ministern. Wenn er einmal entscheidet, sich etwa auf
Pensionserhöhungen festlegt und den Regierungsverhandlern jeden
Spielraum nimmt, dann nur für die "Krone".

Viel spricht dafür, dass Faymann zudem auf die falschen
Meinungsumfragen schaut. Denn es gäbe genug, die erkennen lassen:
Eine Mehrheit der Österreicher wäre für echte Reformen zu haben
gewesen, Sparen und Verabschieden von teuren Gewohnheiten inklusive.
Höhere Abgaben auf Benzin, Zigaretten und Flugtickets sind keine
solchen.

Schlicht erschreckend ist der Kompromiss bei den Pensionen: Sowohl
auf ÖVP- als auch auf SPÖ-Seite wissen die Fachleute, dass das System
ohne Einschnitte wie eine Hebung des Pensionsantrittsalters nicht
aufrechtzuerhalten sein wird. Der staatliche Zuschuss zum System ist
absurd hoch - 2011 werden es 9,8 Milliarden Euro sein, vor drei
Jahren waren es noch einige Milliarden weniger.
Dass die
Hacklerregelung - die nicht nur für Schwerarbeiter gilt, sondern eine
andere Form der Frühpension ist - verschärft weiterläuft und nach
2013 sogar weitergehen kann, ist ein Drama für alle, die Solidarität
mit Jungen ernst nehmen. Die Studenten müssen sie für die
Gesellschaft ab sofort üben: Die Familienbeihilfe wird nur noch bis
24 ausbezahlt. Bis dahin müsste fast jeder auf eigenen Füßen stehen
können, "lange" Studien wie Architektur werden noch härter.

Dass manch anderer Minister durchaus Einsparungen durchführt, zeigt
noch deutlicher: Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat seinen Job
falsch verstanden. Es geht ihm nicht um soziale Gerechtigkeit in
Österreich. Mit seiner Blockade einer Pensionsreform hat er bewiesen,
dass er nicht Minister, sondern Gewerkschafter ist. Und zwar der
mächtigsten Gewerkschaft. Jener der Pensionsprivilegierten.

  

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RE: Presse-Kommentar
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 21:13)

Noch ein Presse-Kommentar, und dann gebe ich schon Ruhe:

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Legenden in Zeiten der Krise

23.10.2010 | 18:27 | von Franz Schellhorn (Die Presse)

Kaum ein Staat gibt mehr Geld aus als Österreich. Der Spielraum für Einsparungen scheint dennoch nirgendwo kleiner zu sein als hierzulande. Komisch.

Glaubt man dem Hauptdarsteller der bösen deutschen Satire „Stromberg“, dann gibt es in der Stunde der Wahrheit eigentlich nur eine Strategie, die zum Ziel führt: „Lügen, lügen, lügen“. Nun wollen wir einmal hoffen, dass die Vertreter der Bundesregierung nicht zu viel „Stromberg“ geglotzt haben. Schließlich wird irgendwann an diesem Wochenende die ominöse „Stunde der Wahrheit“ schlagen. Die Bundesregierung ist nämlich seit vergangenem Freitag in Klausur in Loipersdorf, um Antworten auf die Frage zu finden, wie denn die finanzielle Zukunft des Staates am besten abzusichern ist. Sinnigerweise in einem „Wohlfühl“-Hotel.

Im heilenden Wasser der Steiermark wird vor allem darüber sinniert, ob der Weg aus dem Schuldental nun über höhere Steuern, sinkende Staatsausgaben oder über höhere Steuernund sinkende Ausgabenführt. Je näher die Entscheidung rückt, desto heftiger warnen Experten und NGOs den Staat davor, sein Heil in gekürzten Ausgaben zu suchen. Selbst Regierungsvertreter hämmern den Bürgern ungeniert ein, dass sie, die Steuerzahler, besser dran wären, wenn der Staat ihre Steuern erhöhte, statt öffentliche Ausgaben auch nur marginal zurückzufahren. Damit auch der letzte Depp versteht, worum es geht, werden gar fürchterliche Szenarien gezeichnet. Etwa folgende:


„Der Staat wird kaputt gespart“. Ein bemerkenswerter Befund – vor allem, wenn man ein wenig in den Statistiken blättert. Dort erfährt man, dass die Republik heuer 144 Milliarden Euro unter die Leute bringen wird. Das ist nicht nur so viel wie nie zuvor in der Geschichte des Landes, sondern auch um neun Prozent oder zwölf Milliarden Euro mehr als im Jahr 2007. Das wiederum war das letzte Jahr der Hochkonjunktur. Nun könnte man freilich einwenden, dass nackte Zahlen noch nicht besonders viel aussagen. Vielleicht ist der „böse“ Staat ja drauf und dran, am „falschen Ort“ zu sparen.

„Budgetkürzungen töten die Unis“. Da haben die aufgebrachten Studenten schon recht. Wie aber sieht die Wirklichkeit aus? Allein heuer fließen rund 2,8 Mrd. Euro in die Unis. Gegenüber 2004 ist das ein Plus von 45 Prozent. Nicht schlecht – die übrigen Ausgaben des Staates sind im selben Zeitraum nicht einmal halb so schnell gewachsen. Gemessen an der Wirtschaftsleistung liegt Österreich mit seinen Bildungsausgaben zwar noch immer im unteren Mittelfeld. Zudem müsste man wohl auch einwenden, dass es reichlich absurd ist, wenn dem Staat andere Bereiche noch wichtiger sind als die Bildung. Etwa die Finanzierung der defizitären ÖBB oder der Landwirtschaft.

Vergleicht man aber die Ausgaben pro Student, findet sich Österreich plötzlich im Spitzenfeld der industrialisierten Welt wieder. Der aktuellste internationale Vergleich ist zwar nicht mehr druckfrisch, dennoch aufschlussreich. Demzufolge investierten Österreichs Steuerzahler laut OECD im Jahr 2007 rund 72.000 Dollar (kaufkraftbereinigt), um einen Studenten von der Inskription bis zur Sponsion zu bringen. Das wiederum ist ein inflationsbereinigtes Plus von 27 Prozent gegenüber 1995. Kaum ein anderes OECD-Land erhöhte seine Hochschulausgaben so stark wie Österreich.

Ungeachtet dessen finden Österreichs Studenten an den Unis teilweise beschämende Bedingungen vor. Was also haben die seit 2004 autonomen Universitäten mit den zusätzlichen Geldern angestellt? Ein beträchtlicher Teil wird noch immer in die ungezügelte Vielfalt gesteckt. Die staatlichen Hochschulen schafften es bis dato nicht, ihre Angebote zu koordinieren. Weniger Geld für Unis (woran derzeit niemand denkt) hieße also noch nicht zwangsläufig weniger Qualität.


„Gespart wird auf dem Rücken der Ärmsten“. Das wäre wirklich ungerecht. Zum Glück entstammen Slogans wie dieser ausschließlich den Propaganda-Abteilungen jener Organisationen, die das Land seit Jahren „arm“ rechnen. Tatsächlich entnehmen zwei von drei Wahlberechtigten in diesem Land mehr Geld aus dem Sozialsystem, als sie in dieses einzahlen. Laut Wifo bezieht das untere Einkommensdrittel 84 Prozent seines verfügbaren Einkommens vom Staat.

Erwirtschaftet werden diese Gelder von jenem Drittel der über 16-Jährigen, die in der Marktwirtschaft noch Mehrwert schaffen. Und damit jene Gelder bereitstellen, die der Staat zur Linderung des sozialen Leids ausgeben kann. In Summe werden in Österreich 28 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung unter dem Begriff „Soziales“ umverteilt. Das sind knapp 75 Milliarden Euro (oder 9200 Euro pro Einwohner). Geschlagen wird Österreich in dieser Hinsicht nur noch vom hohen Norden.

„Die Länder und Gemeinden werden finanziell ausgehungert“. Vermutlich die originellste Droh-Botschaft, die naturgemäß von Ländervertretern abgesetzt wird. Sie verweisen gerne darauf, dass die föderalen Säulen immer größere Lasten zu tragen hätten. Nicht erwähnt wird, dass die finanziellen Zuwendungen an die Länder und Gemeinden seit Jahren rasant steigen. Das wiederum hat auch damit zu tun, dass 149 der 183 Nationalratsabgeordneten auf einem „Länder“-Ticket sitzen. Und sie vergessen auch nicht, wem sie ihren Platz im Hohen Haus zu verdanken haben.

Während also alle EU-Staaten ihre Haushalte zurückfahren, stimmt das kleine Österreich das traurige Lied vom wohlstandszersetzenden „Kaputtsparen“ an. Obwohl kaum ein Staat gemessen an seiner Wirtschaftsleistung mehr Geld ausgibt als der österreichische, scheint es nirgendwo auf der Welt ein Land zu geben, in dem der Spielraum für schmerzfreie Einsparungen noch kleiner ist als hierzulande. So ein Pech aber auch.

Dazu passt, dass die Regierung mögliche Einsparungen in den Ländern von der Tagesordnung genommen hat. Dafür wurde den Ländern gleich einmal ein Drittel der Einnahmen aus den noch nicht einmal beschlossenen Steuererhöhungen zugeschanzt. Die Regierung wusste eben, warum sie für ihr Konklave ein „Wohlfühl-Hotel“ ausgewählt hat.


  

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RE: Eine erste Zusammenfassung
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 20:33)

>Faymann betonte, man lukriere bei den zusätzlichen
>Steuereinnahmen von insgesamt rund 1,2 Miliarden Euro zwei
>Drittel aus den Steuervorschlägen der SPÖ, Pröll schrieb sich
>zugute, "Eigentumssteuern und breite
>Vermögenssteuern" verhindert zu haben. Ähnlich bei der
>Hacklerregelung, wo Faymann das Bestehenbleiben bis 2013 lobte
>und Pröll das Auslaufen ab 2014 herausstrich.


Es ist einfach zum Kotzen. Mir reicht schon dieser eine Punkt:
Hacklerregelung bis 2013, danach Auslaufen. 2013 sind Wahlen, ich halte
jede Wette daß es eine Verlängerung geben wird.



  

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RE: Eine erste Zusammenfassung
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.10.10 22:41)

der elsner würde proell vermutlich "massive intelligenzruine" bezeichnen und meinen : in anderen ländern herrscht hunger, hier leider proell....
na gute nacht...
diese abgabenreform trifft ja ausschliesslich das kleinvolk dem man seine paar zockereien und flüge samt auto verleiden muss.
nun- er meinte ja auch in der zib: es gehe nicht um soziale gerechtigkeit sondern um budgetsanierung. (stiftung sei dank)
erspare mir weitere kommentare, ein "pfui" sei ausreichend...

  

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RE: Eine erste Zusammenfassung
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 09:41)

>diese abgabenreform trifft ja ausschliesslich das kleinvolk
>dem man seine paar zockereien und flüge samt auto verleiden
>muss.

>erspare mir weitere kommentare, ein "pfui" sei
>ausreichend...

Volle Zustimmung. Statt massiv (jetzt wäre die richtige Gelegenheit) bei den Ländern eine Reform anzusetzen, wird mit dem Budget politisches Kleingeld gewechselt. Diese Unfähigkeit und Mutlosigkeit wird uns allen nochmal auf den Kopf fallen!

  

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So teffen mich die neuen Steuern persönlich
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 08:56)

*Bankenabgabe: Falls meine Bank was bei den Kontogebühren ändert musss ich wohl doch noch zu einer mit Gratis Kontoführung wechseln - das geht sehr schnell (Geld ist ein scheues Reh)

*Vermögenszuwachssteuer: DAS EINZIG WIRKLICH NEGATIVE FÜR MICH AN DIESEM STEUERPAKET.
Spekulationsfrist fällt - grundsätzlich positiv (muss man wenigstens kein schlechtes Gewissen wie beim derzeitigen Hinterziehen haben - wer will schon 50% seiner Gewinne abgeben). Die 25% ermöglichen zumindest für größere Einkommen weitere Gestaltungsmöglichkeiten um zu seinem Geld recht nieder versteuert zu kommen. Mal sehen wie das Gesetz schlußendlich aussieht. Ein wenig Ärgern tut es mich schon, vor allem wenn die Banken es gleich einbehalten wird das am Jahresende ein ordentlicher Papierkrieg mit den Verlustgegenrechnen etc. (falls das überhaupt geht).

*Streichung Kreditvertragsgebühr: Sehr gut, vielleicht brauche ich mal den einen oder anderen Kredit (den nehm ich natürlich von keiner Bank)

*Erhöhung Mineralölsteuer: trifft mich persönlich nicht, hab ein Firmenauto

*Erhöhung Nova: shit, geht voll auf mein Budget für ein neues Firmenauto. Muss wohl gleich meinen Satz mit der Firma nachverhandeln beginnen.

*Erleichterung Pendler: Super, freue mich schon auf das höhere Pendlerpauschal

*Betrugsbekämpfungspaket: bei den Pfuschern muss man halt aufpassen, dass man selbsständige Ein-Mann Unternehmen nimmt (und echte Nachbarn und Freunde wg. Nachbarschaftshilfe).

*Tabaksteuer: bin Nichtraucher - ist mir somit egal

*Abgabe Flugtickets: Bisher habe ich meine Firmen-Bonusmeilen nicht privat verwendet, muss ich also leider aus Kompensationsgründen machen und vergessen bei der Steuererklärung anzugeben

*Stiftungsbesteuerung: dafür ist mein Vermögen soundso zu klein

*Kürzungen Familienbeihilfe: bin kinderlos, mir tun nur die Studenten leid, für die ab 24 jetzt eine Belastungslawine zusätzlich zur Kürzung dazukommt -das meiste ist ja an die Familienbeihilfe gekoppelt (teurer Öffis, Sozialversicherung selbst zahlen, Alimente auch nur bis 24?, frei Eintritte, Zeitungsabos, Kontoführung,...)

*Streichung AV-Absetzbetrag: sehr gut, ein Schritt in die richtige Richtung. Das Modell, dass steuerbegünstigt sich eine Frau zuhause zu halten, ist sowieso nicht zukunftsfähig.

*Pensionen: leider noch zu weit weg um mich zu betreffen

*Hacklerpension: gehöhrt sowieso abgeschafft, da es die wirklichen Hackler, die schwere körperliche Schäden aus der Arbeit haben nicht wirklich trifft. Wird mich wohl nie tangieren (so oder so nicht).

*Pflegegeld senken: trifft mich zwar nicht, hätte man aber nicht machen sollen

*Arbeitsmarktförderung: momentan betrifft mich das auch nicht

abgesehen von der Steuerbelastung bei den Aktiengewinnen (und da wird sich wohl auch noch eine Umgehungslösung finden - Singapur soll sehr schön sein) trifft mich das Paket überhaupt nicht bzw.ist nur etwas lästig. In einem Punkt bringt es sogar Mehreinnahmen (Pendlerpauschale).

WO TRIFFT ES EUCH?

  

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RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
patbull7(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 10:07)

Die meisten Änderungen treffen mich persönlich nicht, die Vermögenszuwachssteuer jedoch bestimmt..

Ich sehe das so:

- aus meiner Sicht ist es moralisch gerechtfertigt höhere Steuern für meine Investments zu zahlen (auch wenn mein moralischer Steuersatz schon unter 25% liegen würde )

- durch den Fall der Spekulationsfrist werde ich flexibler, was sich tendenziell positiv auf meine Veranlagungserfolge auswirken wird. Das bisherige Warten auf die 1-Jahres-Frist hat mir oft schon einiges gekostet - bzw war ich oftmals schon nach 1-2 Monaten 30% oder mehr im Plus.

- um dem Sofortabzug der 25% in Zukunft zu entgehen werde ich - und ich nehme an viele andere auch - das Kapital ins Ausland bringen (Singapur sehe ich hier zB als sehr guten Standort). Das ist vollkommen legal (immerhin ist mein gesamtes heutiges Kapital entweder aus versteuertem Arbeitseinkommen oder aus Aktiengewinnen außerhalb der Spekulationsfrist entstanden), und ich kann - vorausgesetzt ich vergesse nicht darauf - ich Folgejahr selbst meine Vermögenszuwachssteuer berechnen und an die Finanz abführen: ich bekomme also günstigen Float im Gegensatz zum Ösi-Broker (also schlecht für direktanlage/brokerjet - ich werde zB in Zukunft ~8000 € pa weniger an Spesenumsatz bringen)


Nach diesem lächerlichen Budget koche ich innerlich wieder vor Wut über das Versagen unseres politischen Establishments, und wenn man sich gleichzeitig die generellen Entwicklungen in Europa ansieht stellt sich für einen jungen Menschen die prinzipielle Frage warum man hier und nicht irgendwo anders leben sollte (Asien steht ich klarerweise ganz oben auf der Liste).

Die demographische Zeitbombe tickt - Europa hat keine Chance in den nächsten Jahrzehnten Steuern zu senken - die Belastungen werden tendenziell eher höher. Gleichzeitig kommt durch den Druck auf die Sozialsysteme das sozaile Gefüge ins Schwanken. Kapital ist ein scheues Reh - und je mehr ich davon habe - umso weniger bin ich bereit die Politik des Landes in dem ich geboren bin einfach hinzunehmen - sondern eher gewillt mir ein Land zu suchen, dessen Politik mir gefällt. Aber dahin sind meine Gedanken noch nicht ganz ausgereift..

  

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Vermögenszuwachssteuer: So lösen das die Deutschen mit Verlusten interessant
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 10:36)

Vermögenszuwachssteuer: So lösen das die Deutschen mit Verlusten

Die Abgeltungssteuer wurde in Deutschland per 1.1.2009 eingeführt. Für damals bestehende Positionen galt: "Alle Wertpapiere, die bis 31. Dezember 2008 gekauft wurden, unterliegen der alten Regelung und sind bei Veräußerung nach zwölf Monaten steuerfrei. "

Und mit Verlusten geht man so um:

"Verluste werden wie folgt berücksichtigt: Zunächst werden positive und negative Einkünfte (z. B. Zinsen aus Einlagen und festverzinslichen Wertpapieren, Dividenden, Einkünfte aus der Endfälligkeit von Zertifikaten, aus Einlösungsgewinnen bei Finanzinnovationen, Gewinne und Verluste aus Veräußerungsgeschäften) auf Ebene der Bank verrechnet, wobei Verluste aus Aktienverkäufen grundsätzlich nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet werden können (§ 20 Abs. 6 EStG). Ein verbleibender Verlust wird vom Kreditinstitut entweder auf das nächste Jahr vorgetragen oder, auf Antrag des Kunden bis zum 15. Dezember eines Jahres, bescheinigt und kann mit Kapitaleinkünften des laufenden Jahres bei anderen Banken oder mit Kapitaleinkünften der Folgejahre verrechnet werden. Altverluste, die vor 2009 angefallen sind, können bis zum Jahr 2013 mit Kapitaleinkünften nach neuem Recht verrechnet werden. Dies gilt jedoch nicht für Zins- oder Dividendenausschüttungen, da dies auch nach dem alten Recht nicht möglich war. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Verrechnung dieser Verluste nur noch mit Spekulationsgewinnen i. S. d. § 23 EStG möglich, also mit privaten Veräußerungsgewinnen aus Grundstücksgeschäften innerhalb der Zehnjahresfrist. Eine Verrechnung mit Zinseinkünften oder Dividendenausschüttungen ist jedoch nicht möglich."

http://www.be24.at/blog/entry/649217/vermoegenszuwachssteuer-so-loesen-das-die-deutschen- mit-verlusten/fullstory

  

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RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 10:43)

>Die meisten Änderungen treffen mich persönlich nicht, die
>Vermögenszuwachssteuer jedoch bestimmt..
>
>Ich sehe das so:
>
>- aus meiner Sicht ist es moralisch gerechtfertigt höhere
>Steuern für meine Investments zu zahlen (auch wenn mein
>moralischer Steuersatz schon unter 25% liegen würde )
>
>- durch den Fall der Spekulationsfrist werde ich flexibler,
>was sich tendenziell positiv auf meine Veranlagungserfolge
>auswirken wird. Das bisherige Warten auf die 1-Jahres-Frist
>hat mir oft schon einiges gekostet - bzw war ich oftmals schon
>nach 1-2 Monaten 30% oder mehr im Plus.
>
>- um dem Sofortabzug der 25% in Zukunft zu entgehen werde ich
>- und ich nehme an viele andere auch - das Kapital ins Ausland
>bringen (Singapur sehe ich hier zB als sehr guten Standort).
>Das ist vollkommen legal (immerhin ist mein gesamtes heutiges
>Kapital entweder aus versteuertem Arbeitseinkommen oder aus
>Aktiengewinnen außerhalb der Spekulationsfrist entstanden),
>und ich kann - vorausgesetzt ich vergesse nicht darauf -
>ich Folgejahr selbst meine Vermögenszuwachssteuer berechnen
>und an die Finanz abführen: ich bekomme also günstigen Float
>im Gegensatz zum Ösi-Broker (also schlecht für
>direktanlage/brokerjet - ich werde zB in Zukunft ~8000 € pa
>weniger an Spesenumsatz bringen)


In Deutschland hat man auch gedroht sein Geld abzuziehen und heute hat es jeder annerkannt, dass die Steuer ist wie sie ist.Im Gegenteil viele haben sich Mehrkosten erspart.Das etliche Steuerhinterziehung betrieben haben und nie irgendwelche Angaben gemacht haben ist eine andere Story.

Ich glaube auch nicht dass es Leute gibt die ihr Geld nach Singapore bringen werden.Denn das ist sowieso nur etwas für Superreiche und wahnsinnig kompliziert.Erstens den Geldtransfer zu machen ist schon nicht ungefährlich und einsehbar. Zweitens kann man sich schon freuen,wenn jemand wiedereinmal eine CD stiehlt und den Behörden zuspielt.

Nein,die Leute werden,wie in D, brav ihr Steuern zahlen und werden sich schön daran gewöhnen.Der Rest ist sind übliche Aufgeregtheiten....

Die Börse ist ein riesiges Casino und es wird immer gespielt werden.Überhaupt keiner wird sich zurückziehen.

Deutschland bringt diese Steuer ca. 12 Mrd Euro.Jetzt ist es natürlich unsinnig zu sagen 1/10 dieser Summe trift auf Österreich zu (da D eine höhre Spekulantendichte hat),aber 300 Mille sollten nicht völlig unmöglich sein....

  

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RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 10:50)

Wenn man sich die heurige GEWINN-Messe anschaut,
so sehe ich nicht mehr viele aktive und interessierte Anleger.

Einige sind hingegangen, weil sie jedes Jahr hingegangen sind
und heuer ein Gratis-Ticket hatten,

aber praktisch niemand war auf der Suche nach einem billigeren oder besseren Broker, das Aktienspiel dürfte für die meisten vorbei sein.

  

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RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 10:58)

>aber praktisch niemand war auf der Suche nach einem billigeren
>oder besseren Broker, das Aktienspiel dürfte für die meisten
>vorbei sein.


Ich wette es ist nicht vorbei.In D war es auch nicht vorbei (trotz aller Hysteriemacherein).Die Börse ist ein riesiges Casino und so wird es bleiben.Und man kann schönes Geld machen und das wird die Leute immer faszinieren.Mich interessiert die Gewinnmesse auch 0 so wie die meisten anderen Zocker auch.

  

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Zahl der Aktionäre nahm in D durch "25% ige" Steuer ZU!
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 11:03)

Soviel zu dem typischen Hysteriegeschrei was jetzt,ganz sicher, von den Banken abgesondert werden wird....

Einführung der Abgeltungssteuer war 1.1.2009:

Im zweiten Halbjahr 2009 ist die Zahl der Aktionäre in Deutschland gestiegen. Wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) meldet, gab es zum Jahresende in Deutschland 3,6 Millionen Menschen, die Aktien halten. Das waren 6,8 Prozent mehr als im ersten Halbjahr.

Werden die Menschen hinzugezählt, die Aktien indirekt über Fonds halten, liegt die Anzahl der Anteilseigner von Unternehmen bei 8,8 Millionen. Diese Zahl ist nahezu gleich geblieben. Das bedeutet, dass heute mehr Menschen Aktien direkt halten.

Erstmals seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der direkten Aktionäre nicht zurückgegangen. Der Vorstandschef des DAI, Rüdiger von Rosen, sprach davon, dass sich eine Trendwende abzeichne.

  

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RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 08:41)

>Nein,die Leute werden,wie in D, brav ihr Steuern zahlen und
>werden sich schön daran gewöhnen.Der Rest ist sind übliche
>Aufgeregtheiten....
>
>Die Börse ist ein riesiges Casino und es wird immer gespielt
>werden.Überhaupt keiner wird sich zurückziehen.


Das denke ich auch. Das Potenzial ist um so vieles größer als bei Anleihen
oder Sparbüchern, von 25% Steuern läßt sich niemand abhalten - die bei
Zinsen sowieso auch anfallen.

  

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RE: So teffen mich die neuen Steuern persönlich
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 22:46)

>- durch den Fall der Spekulationsfrist werde ich flexibler,
>was sich tendenziell positiv auf meine Veranlagungserfolge
>auswirken wird. Das bisherige Warten auf die 1-Jahres-Frist
>hat mir oft schon einiges gekostet - bzw war ich oftmals schon
>nach 1-2 Monaten 30% oder mehr im Plus.


Im Gegensatz dazu wird aber längeres Halten steuerlich attraktiver
da ich die 25% erst am Ende abführen muß, d.h. wenn man z.b. jedes
Jahr ein neues Investment macht muß man eine höhere annualisierte
Performance erzielen um nach 5 Jahren netto gleich da zu stehen als
wenn man ein einziges Investment 5 Jahre gehalten hätte.


>Nach diesem lächerlichen Budget koche ich innerlich wieder vor
>Wut über das Versagen unseres politischen Establishments, und
>wenn man sich gleichzeitig die generellen Entwicklungen in
>Europa ansieht stellt sich für einen jungen Menschen die
>prinzipielle Frage warum man hier und nicht irgendwo anders
>leben sollte (Asien steht ich klarerweise ganz oben auf der
>Liste).

Leider nur zu wahr.

>habe - umso weniger bin ich bereit die Politik des Landes in
>dem ich geboren bin einfach hinzunehmen - sondern eher gewillt
>mir ein Land zu suchen, dessen Politik mir gefällt. Aber dahin
>sind meine Gedanken noch nicht ganz ausgereift..


Gottseidank ist es so schön hier, ich würde niemals gehen.

Aber eines ist klar - unsere Politiker agieren in Sachen Pensionen unverantwortlich (aber wir haben vermutlich die Politiker die wir verdienen).

  

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Wie´s mich trifft gut analysiertgut analysiert
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 10:44)

Der Pröll ist ein totaler Umfaller,
um nicht zu sagen Sozi.

- Vermögenszuwachssteuer: wär froh, wenn ich netto einmal wenigstens innerhalb des gleichen Jahres einen Gewinn zusammen bringen würde. Meine bereits lukrierten Verluste sind jedenfalls futsch, die werden sie mir nicht in Abzug bringen, ergo zahl ich voll drauf, wenn ich netto in meinem Leben immer noch einen saftigen Verlust zusammenbringe, aber vielleicht in reiferen Jahren mal ein paarmal - und sei es nur durch die Inflation - kleine Gewinne einfahre.

- Flugticket: kann ich mir eh so selten leisten. Jetzt noch schwerer.

- Mineralölsteuer: Ich wage zu wetten, dass die Öffentlichen Verkehrsmittel auch schnell empfindlich teurer werden.

- AVAB: Byron liegt absolut daneben, man hält sich keine Frau, sondern ist sittlich verpflichtet, für sie zu sorgen. Wenn sie nicht arbeitsfähig ist, gibt es keinerlei staatlichen Erhaltungsbeitrag, da ja die Sorgepflicht des Partners besteht. Du hast pro Person vielleicht 750 Euro zur Verfügung und zahlst noch einen Haufen Steuern dafür. Schlichtweg eine Sauerei. Sicher werden damit die Kleinen getroffen.

Und ich wage zu prophezeien, dass es für die Pensionisten KEINE Nullrunde geben wird! Jetzt ist Geld da, jetzt kann die Gießkanne drüber ausgeschüttet werden!

Und die Länder können weiterhin prassen, es lebe der Förderalismus für die Freunderln!

Und für Kunst und Kultur wird auch immer genug Geld da sein. Wird im MAK jetzt jedes Jahr ein neuer sozialistischer Diktator bejubelt.

  

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fazit --- start jahresendrally
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 11:12)

also, ich sage nur pfui zu den massnahmen, wäre übrigens interessant - wie schaut´s aus mit online depot in einer rbi filiale in ungarn???
(oder sonstigen eu-ausland)
nachdem käufe erst ab 1.1.11 erfasst werden,rechne ich mit einer massiven "eindeckungswelle" noch bis silvester,logisch oder?

  

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RE: fazit --- start jahresendrally
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 11:20)

>also, ich sage nur pfui zu den massnahmen, wäre übrigens
>interessant - wie schaut´s aus mit online depot in einer rbi
>filiale in ungarn???
>(oder sonstigen eu-ausland)
>nachdem käufe erst ab 1.1.11 erfasst werden,rechne ich mit
>einer massiven "eindeckungswelle" noch bis
>silvester,logisch oder?


Mann das geht nicht.Du musst dein Depot dort unterhalten,wo du deinen Wohnsitz hast.Ansonsten begehst du Steuerhinterziehung....

Ja,in Deutschland gab es auch eine "Einkaufswelle" vor dem 1.1.2009.

  

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RE: fazit --- start jahresendrally
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 11:26)

>Mann das geht nicht.Du musst dein Depot dort unterhalten,wo du
>deinen Wohnsitz hast.Ansonsten begehst du
>Steuerhinterziehung....

Dein Depot kannst du haben wo du es für richtig hältst. (allein schon
aus Wettbewerbsgründen).
Um die Versteuerung mußt du dich dann halt selbst kümmern.

  

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Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 11:21)

Wertpapier-KESt - Die ersten Details

Nur Anschaffungen ab 1.1.2011 erfasst - Verlustausgleich mit gewissen Einschränkungen möglich

Wie wird die neue Aktiensteuer bzw. Vermögenszuwachssteuer (wie sie die SPÖ aus Vermarktungsgründen wohl bezeichnet) aussehen? Diese Frage quält Anleger seit Samstagabend.

Im Finanzministerium spricht man diesbezüglich von der "Wertpapier-KESt". Derzeit werden im privaten Bereich nach Ablauf der Spekulationsfrist nur die Früchte aus der entgeltlichen Überlassung von Kapital (Kapitalertrag) besteuert. Künftig sollen auch realisierte Wertsteigerungen (= Veräusserungsgewinne) immer der Steuerpflicht unterliegen. Diese werden daher in das KESt-System integriert und mit 25% KESt endbesteuert.

Laut Daniel Kapp, Sprecher von Finanzminister Josef Pröll, soll ein Verlustausgleich innerhalb der Kapitalerträge mit "gewissen" Einschränkungen zulässig sein. Von der Wertpapier KESt werden auch nur Anschaffungen von Wertpapieren ab 1.1.2011 erfasst. Damit verhindert man Bewertungsprobleme, alte Aktien hätte man sonst bewerten müssen und den alten Anschaffungswerten gegenüberstellen müssen, was sehr komplex ist). Die Details werden jetzt ausgearbeitet, so Kapp am Sonntag zum Börse Express.

Die Spekulationsfrist für Immobilien wird nicht abgeschafft.

http://www.boerse-express.com/cat/pages/914407/fullstory

----

Der letzte Satz ist bezeichnend. Es geht nur darum Aktionäre
zu belangen, von wegen "Vermögenszuwachssteuer".

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 11:23)

Spekulationsfrist bei Immos ist 10 Jahre.Wer will das schon bei Aktien...

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 08:47)

>Spekulationsfrist bei Immos ist 10 Jahre.Wer will das schon
>bei Aktien...

Schon, aber wenn es angeblich um Gerechtigkeit geht, müßte die Spekulationsfrist
bei Immobilien auch abgeschafft werden mit 25% Steuer auf den Gewinn bei
Verkauf.

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 11:52)

>Wertpapier-KESt - Die ersten Details

Frage - aktuell ist es bei mir nicht akut, aber in der Vergangenheit
war ich mit Margin unterwegs - die Zinsen dafür können offenbar nicht
gegengerechnet werden wenn ich die Intention des Ganzen richtig
verstehe.

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
patbull7(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 12:23)

nein bestimmt nicht, in DE kann man auch nur direkte Transaktionskosten gegenrechnen, aber zB nicht die Depotgebühr..

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 13:01)

Wir werden auf die Details warten müssen.

Grundsätzlich finde ich die Spekulations-KEST eine solide Lösung, allerdings sollten auch alle zum Spekulationsertrag führenden Aufwendungen abzugsfähig sein. Diese bei der jeweils depotführenden Bank zu ermitteln sollte ja nicht allzu schwierig sein. Sonst wird Trading auf Margin schwierig bzw. sehr teuer.

Für aktive Trader wird sich generell die Frage stellen, wie gut die Gegenverrechnung funktioniert, schließlich hat das ja direkte Auswirkungen auf das zur Verfügung stehende Kapital. Da könnte schon ein erheblicher Anreiz bestehen ein Depot zB. nach Deutschland zu verlagern, einfach um unterjährig nicht unzumutbar beschnitten zu werden. (Ungarn würde ich nicht wagen, schon allein der politischen Führung dort wegen, von meienr fehlenden Sprachkompetenz ganz zu schweigen.)

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 15:20)

>Wir werden auf die Details warten müssen.
>
>Grundsätzlich finde ich die Spekulations-KEST eine solide
>Lösung, allerdings sollten auch alle zum Spekulationsertrag
>führenden Aufwendungen abzugsfähig sein. Diese bei der jeweils
>depotführenden Bank zu ermitteln sollte ja nicht allzu
>schwierig sein. Sonst wird Trading auf Margin schwierig bzw.
>sehr teuer.
>
>Für aktive Trader wird sich generell die Frage stellen, wie
>gut die Gegenverrechnung funktioniert, schließlich hat das ja
>direkte Auswirkungen auf das zur Verfügung stehende Kapital.
>Da könnte schon ein erheblicher Anreiz bestehen ein Depot zB.
>nach Deutschland zu verlagern, einfach um unterjährig nicht
>unzumutbar beschnitten zu werden. (Ungarn würde ich nicht
>wagen, schon allein der politischen Führung dort wegen, von
>meienr fehlenden Sprachkompetenz ganz zu schweigen.)


Aber wenn das Problem so virulent ist,warum haben dann nicht viele Deutsche ihr Depot und Spekulationen nach Österreich bzw. Schweiz ausgelagert?

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: aktienpeter(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 18:39)

Man muß die Steuern in dem Land löhnen wo man seinen Wohnsitz hat, deshalb hätte es nichts genützt, wenn die Deutschen sich zum Beispiel bei Brokerjet angemeldet hätten.

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 18:45)

Man muß die Steuern in dem Land löhnen wo man seinen Wohnsitz hat, deshalb hätte es nichts genützt, wenn die Deutschen sich zum Beispiel bei Brokerjet angemeldet hätten.

Aber es ging ja darum,dass sie einen Vorteil gehabt hätten, indem sie erst verzögert Steuern hätten zahlen müssen (bei einem Depot in CH,AUT,Liecht).Und trotz dieses Vorteils haben sie es nicht getan.

P.S:Ich glaube wenn man ein Depot in CH hat und dies dann bei unserem FA angibt ,bekommt man das FA dann nicht mehr von der Socke.Also lässt man es wohl lieber

  

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@Verluste - Abgeltungssteuer Deutschland
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 19:37)

Verluste werden wie folgt berücksichtigt: Zunächst werden positive und negative Einkünfte (z. B. Zinsen aus Einlagen und festverzinslichen Wertpapieren, Dividenden, Einkünfte aus der Endfälligkeit von Zertifikaten, aus Einlösungsgewinnen bei Finanzinnovationen, Gewinne und Verluste aus Veräußerungsgeschäften) auf Ebene der Bank verrechnet, wobei Verluste aus Aktienverkäufen grundsätzlich nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet werden können (§ 20 Abs. 6 EStG). Ein verbleibender Verlust wird vom Kreditinstitut entweder auf das nächste Jahr vorgetragen oder, auf Antrag des Kunden bis zum 15. Dezember eines Jahres, bescheinigt und kann mit Kapitaleinkünften des laufenden Jahres bei anderen Banken oder mit Kapitaleinkünften der Folgejahre verrechnet werden. Altverluste, die vor 2009 angefallen sind, können bis zum Jahr 2013 mit Kapitaleinkünften nach neuem Recht verrechnet werden. Dies gilt jedoch nicht für Zins- oder Dividendenausschüttungen, da dies auch nach dem alten Recht nicht möglich war. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Verrechnung dieser Verluste nur noch mit Spekulationsgewinnen i. S. d. § 23 EStG möglich, also mit privaten Veräußerungsgewinnen aus Grundstücksgeschäften innerhalb der Zehnjahresfrist. Eine Verrechnung mit Zinseinkünften oder Dividendenausschüttungen ist jedoch nicht möglich.

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 20:18)

>Aber es ging ja darum,dass sie einen Vorteil gehabt hätten,
>indem sie erst verzögert Steuern hätten zahlen müssen (bei
>einem Depot in CH,AUT,Liecht).Und trotz dieses Vorteils haben
>sie es nicht getan.


Es scheint es gibt ein fiktives Verrechnungskonto bei der depotführenden
Bank und die Steuer wird erst nach Jahresende abgeführt?

Aber wie Alptraum sagt - man wird die genauen Details abwarten müssen.

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 09:01)

>>Aber es ging ja darum,dass sie einen Vorteil gehabt
>hätten,
>>indem sie erst verzögert Steuern hätten zahlen müssen
>(bei
>>einem Depot in CH,AUT,Liecht).Und trotz dieses Vorteils
>haben
>>sie es nicht getan.
>
>
>Es scheint es gibt ein fiktives Verrechnungskonto bei der
>depotführenden
>Bank und die Steuer wird erst nach Jahresende abgeführt?
>
>Aber wie Alptraum sagt - man wird die genauen Details abwarten
>müssen.
>
Will BJ deshalb heute die Daten aktualisieren?

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
redbull(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 20:28)

Da sind wohl noch viele Fragen offen:

Welche Wertpapiere sind betroffen?
Nur Aktien? Wie sieht es mit Zertifikaten, Fonds, Sparplänen usw. aus?

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 20:33)

>Die Spekulationsfrist für Immobilien wird nicht abgeschafft.
>
>Der letzte Satz ist bezeichnend. Es geht nur darum Aktionäre
>zu belangen, von wegen "Vermögenszuwachssteuer".


Da fällt mir noch etwas ein - bin gespannt bis wann der erste wegen dieser
Ungleichbehandlung bis vor den Verfassungsgerichtshof geht und was dann
der Urteilsspruch sein wird.

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 10:51)

richtig,hoffentlich klagt bald einer, wie wär´s mit dem anlegerverband...
mein fazit mittelfristig: bis zum jahresende bis über die ohren depot auffüllen, 2jahre hold und anschliessend sich über gute zugewinne steuerfrei freuen...

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 10:59)

So haben die Deutschen das Immospek-Problem verfassungskonform im Griff, also wo wäre da der Unterschied zu Ö?:

Einkünfte, die Anleger aus privaten Veräußerungsgeschäften erzielen, unterliegen laut aktuellem Steuerrecht der Spekulationssteuer.

Dies gilt auch dann, wenn durch den Verkauf von Immobilien 2010 Gewinne erwirtschaftet wurden, denn auch in diesem fall wird das Finanzamt Spekulationssteuer berechnen. Berechnungsgrundlage ist die Differenz aus Kauf- und Verkaufspreis, die den Gewinn des Geschäfts darstellt.

Lediglich dann, wenn Immobilien mehr als zehn Jahre im Besitz des Eigentümers waren, können sie ohne die Berechnung der Spekulationssteuer verkauft werden. Wer also im Jahr 2000 ein Objekt zu 100.000 Euro erworben hat und dieses jetzt zu 150.000 Euro verkauft, kann den Gewinn von 50.000 Euro steuerfrei vereinnahmen.

Maßgeblich für die Berechnung der Spekulationssteuer auf Immobilien 2010 ist das Datum des Notarvertrages. Dies gilt auch dann, wenn eine Immobilie verschenkt oder vererbt wird. Liegt der Kauf der Immobilien mehr als zehn Jahre zurück, wird keine Spekulationssteuer 2010 hierauf fällig. Wird eine bisher gewerblich genutzte Immobilie jedoch in das private Vermögen überstellt, beginnt die Spekulationsfrist erneut, was sich bei einem etwaigen Verkauf negativ auswirken kann.

Von der Spekulationssteuer auf Immobilien wird 2010 zudem dann abgesehen, wenn die Immobilien über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren selbst oder aber von den eigenen Kindern genutzt wurde. Auch dann, wenn sie als Feriendomizil dient, sieht das Finanzamt mitunter von der Berechnung der Spekulationssteuer ab.

Können vorhandene Immobilien nur mit Verlust verkauft werden, wird natürlich ebenfalls keine Spekulationssteuer fällig. Allerdings können diese Verluste steuerlich nur beschränkt geltend gemacht werden, denn sie können nur mit Gewinnen aus anderen Spekulationsgeschäften verrechnet werden. Eine Verrechnung etwa mit Geschäftseinkünften ist nicht mehr zulässig.

  

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Die verschobene Wahrheit ...
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 14:07)

Die Wiener Wahl danach wäre zum Fiasko geworden.

  

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RE: Die verschobene Wahrheit ...
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 15:05)

Häupl bräuchte dann nicht groß über einen Koalitionspartner nachdenken

  

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RE: Wertpapier-KESt - Die ersten Details
redart(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 14:28)

Ich frag mich sowieso, warum hier so einer "brachialer" steuerlicher rundumschlag notwendig ist. Aber scheinbar denken politiker nur binär... wenn überhaupt...

Wenn ich schon die spekulation "eingrenzen" will bzw. steuer-unehrliche investoren an die leine nehmen will, hätte es auch gereicht eine von den banken einzuhebende 25% steuer auf gewinne im einjahresbereich einzuführen und langerfristig orientierte investoren weiterhin steuerlich zu begünstigen. (sollte heute auch systemtechnisch machbar sein). Wäre meiner meinung nach eine win-win situation für beide seiten gewesen.
Aber dafür hätte man dann wohl etwas nachdenken müssen...und das ist bei einem entspannungsweekend in einer therme nicht immer leicht möglich..

  

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Steuererhöhungen verpuffen wirkungslos
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 15:49)

Bilanz: Steuererhöhungen verpuffen wirkungslos
27.10.2010 | 19:51 | Josef Urschitz (Die Presse)

Die wahren Staatsschulden sind viel drückender, als uns weisgemacht wird. Steuererhöhungen verpuffen in dieser Lage wirkungslos, ohne einschneidende Reformen ist der Staatsbankrott nur eine Frage der Zeit.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/605647/index.do?_vl_backlink=/ho me/wirtschaft/index.do

  

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RE: Steuererhöhungen verpuffen wirkungslos
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 15:53)

>Bilanz: Steuererhöhungen verpuffen wirkungslos
>27.10.2010 | 19:51 | Josef Urschitz (Die Presse)
>
>Die wahren Staatsschulden sind viel drückender, als uns
>weisgemacht wird. Steuererhöhungen verpuffen in dieser Lage
>wirkungslos, ohne einschneidende Reformen ist der
>Staatsbankrott nur eine Frage der Zeit.
>
>http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/605647/index.do?_vl_backlink=/ho me/wirtschaft/index.do
>


Die Leute sind ja ahnungslos.Die regen sich jetzt schon wegen ein paar läppischer Einsparungen auf.Aber ich garantiere ihnen,dass die Einsparungen in ein paar Jahren 10 mal höher sein werden.


  

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RE: Steuererhöhungen verpuffen wirkungslos
indiana(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 16:20)

>
>Die Leute sind ja ahnungslos.Die regen sich jetzt schon wegen
>ein paar läppischer Einsparungen auf.Aber ich garantiere
>ihnen,dass die Einsparungen in ein paar Jahren 10 mal höher
>sein werden.
>
Ich predige das schon seit Jahrzehnten...schon seit der Ära Kreisky!!! Unser Staat gibt zu viel Geld aus... Aber wen scheert´s?

  

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RE: Steuererhöhungen verpuffen wirkungslos
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 16:24)

100% Übereinstimmung. Mit Kreisky hat das gesunde Wirtschaften ein Ende gefunden. Für 3 Absolute hat es gereicht.

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 18:31)

http://www.rpoth.at/images/schuldeng.gif.png

Kreisky war bis 1970 - erst die Regierungen nach ihm haben es so RICHTIG verpockt

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 18:40)

????
kreisky wurde 1970 kanzler und blieb es bis 1983

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 18:44)

"Lernen Sie Geschichte, junger Mann!", würde Kreisky sagen

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 20:40)

:)hab ich doch glatt zwei zahlen verwechselt. Ab 83 ist es dann aber munter weitergegangen. Die neuen Regierungen hätten zumindest die Neuverschuldung wieder runterfahren können...

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 18:42)

Wie man sieht haben sich unter der Regierung Kreisky (bis 83) die Schulden von ca. 10 % (1970) des BIPs auf ca. 30% des BIP (1983) verdreifacht.

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 07:57)

>Wie man sieht haben sich unter der Regierung Kreisky (bis 83)
>die Schulden von ca. 10 % (1970) des BIPs auf ca. 30% des BIP
>(1983) verdreifacht.

Unsere Regierung ist viel besser. Die schafft es von 60% auf ca. 80% in 3 Jahren. Nicht zu vergessen, dass viele Schulden ausgegliedert sind(ÖBB, Asfinag,..), was 1983 nicht der Fall der war.

  

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RE: Der Kreisky war es nicht gut analysiert
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 08:31)

>Wie man sieht haben sich unter der Regierung Kreisky (bis 83)
>die Schulden von ca. 10 % (1970) des BIPs auf ca. 30% des BIP
>(1983) verdreifacht.

Unsere Regierung ist viel besser. Die schafft es von 60% auf ca. 80% in 3 Jahren. Nicht zu vergessen, dass viele Schulden ausgegliedert sind(ÖBB, Asfinag,..), was 1983 nicht der Fall der war.


Nur war Österreich 1970 ein Niedrigsteuerland mit einem Budgetüberschuss von 2%.Viele Massensteuern gab es noch gar nicht oder waren %entual sehr niedrig angesetzt.

Z.B Die Mehrwertsteuer löste 1973 die vorher übliche Umsatzsteuer ab, die 5,5 % im Einzelhandel und 2 % im Großhandel betrug.

Die erstmals erhobenen Steuersätze waren dannach 16 % bzw. 8 %. Später wurde sie auf 18 % erhöht, die ermäßigte verblieb bei 8 %. Dafür wurde aber ein dritter Steuersatz mit 32 % festgesetzt. Diese (umgangssprachlich) Luxussteuer wurde für Autos, Fotoartikel, Stereoanlagen oder andere Produkte erhoben...

Auch solche Haupteinnahmequellen wie die Mineralölsteuer wurden drastisch erhöht.Und viele andere Steuern auch bzw.wurden angedacht, wie die KESt,die dann auch wenig später eingeführt wurde.

Kreiskys Wirtschaftswunder bestand aus Schuldenmachen und Steuererhöhungen und erfindungen.Dannach wurde das Geld unter die Leute gestreut,was die Büchse der Pandora geöffnet hat und eine ganze Generation abhängig gemacht hat von Leistungen und Wohltätigkeiten,die man sich gar nicht leisten konnte. Heute ist halt das Ende der Fahnenstange erreicht.

Da können die 26jährigen Studenten demonstrieren was sie wollen, ihre KINDERBEIHILFE! wird wohl gestrichen bleiben.

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 09:53)

Dann werden halt die 26jährigen Frührentner gegen das Verbot von Zuverdiensten demonstrieren.

P.S. Ich kenne wirklich Leute, die sehr jung in Frühpension gegangen sind, nur kurze Zeit nach Beendigung ihres Studiums, mit saftiger A-Beamtenpension auf Lebenszeit.

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 16:30)

Wie geht das? Ich will auch!!!

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 10:56)

Mußt zuerst pragmatisiert werden
und dann massiv psychisch auffällig werden,
dann kriegen sie Dich nicht anders los,
als Dich in die Frühpension zu schicken.

Natürlich vorher studieren, denn für A-Beamte zahlt sich´s mehr aus als für B-Beamte. Bachelor ist zuwenig, der wird (noch) nicht für eine A-Laufbahn anerkannt. Orchideenstudien werden auch nicht anerkannt, Du solltest irgendwas haben, das bei der Behörde zumindest brauchbar ausschaut.

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 12:19)

>dann massiv psychisch auffällig werden

Das heißt aber auch: Waffenpaß weg, Führerschein weg.

  

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OT: der schnellste Weg in die Frühpension
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 09:06)

Welche Behörde neben der Polizei pragmatiesiert eigentlich noch?

Das mit dem Studium ist nicht das Problem..

  

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RE: OT: der schnellste Weg in die Frühpension
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 09:16)

So gut wie alle. Auch im Schuldienst,...

  

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RE: OT: der schnellste Weg in die Frühpension witzig
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 09:24)

... nur als Lehrer kann man sich halt aufführen wie man will und man wird nicht pensioniert!

  

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RE: OT: der schnellste Weg in die Frühpension
anfaenger_77(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 18:21)

So ein Blödsinn .......gibt nur mehr exekutive und richter bzw staatsanwälte die devinitiv (so heißt das) gestellt werden .....frühestens nach 6 Jahren .......

  

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RE: OT: der schnellste Weg in die Frühpension
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 18:29)

>So ein Blödsinn .......gibt nur mehr exekutive und richter
>bzw staatsanwälte die devinitiv (so heißt das) gestellt werden
>.....frühestens nach 6 Jahren .......

Rechnungshof pragmatisiert auch habe ich gerad erfahren.
Stadt Wien angeblich auch (kann das wer bestätigen?)

Lehrer ist uninteressant, bei denen dauert das ziemlich lange, da kann man schon fast regulär in Pension gehen.

Btw.: 6 Jahre sind besser als die mehr als 30 die mir noch bevorstehen

  

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RE: OT: der schnellste Weg in die Frühpension
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 17:48)

>Welche Behörde neben der Polizei pragmatiesiert eigentlich
>noch?


justiz (richter, staatsanwälte)

  

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RE: Der Kreisky war es nicht
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 08:27)

>Wie man sieht haben sich unter der Regierung Kreisky (bis 83)
>die Schulden von ca. 10 % (1970) des BIPs auf ca. 30% des BIP
>(1983) verdreifacht.


Das grössere Problem der Ära Kreisky sehe ich darin, dass die Staatsbürger sukzessive von der Wiege bis zur Bahre in sozialistischer Umarmung ein mehr oder weniger gepampertes Leben führen sollten.

Bloss fühlt sich das für die, die selbst gestalten wollen, wie eine Zwangsjacke an, und die, die man versucht, zu guten und verantwortungsvollen Staatsbürgern heranzu(er-)ziehen (Überwachung und "Hilfestellung" in Gemeindebauten und Problembezirken, ich unterscheide hier nicht zwischen In- und Nicht-Ganz-Inländern) erreicht man auch mit mehr und mehr Geld nicht.

  

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vorziehkäufe?
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 18:09)

denkt jemand daran noch heuer käufe zu tätigen die er fürs nächste jahr geplant hat wegen der neuen steuer?

  

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Abgesehen von einigen tausend Freaks
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 18:22)

Die Anleger wurden seit Monaten weichgeklopft. Die Pro- und Kontra-Argumente können als bekannt vorausgesetzt werden. Besonders ergiebig wird diese Steuer in einem Land, in dem nach Schätzungen circa vier Prozent der Bevölkerung Aktien halten, nicht werden. Abgesehen von einigen tausend Freaks, die primär über das Internet ihre Aufträge erledigen, ist der Österreicher kein Trader, der häufig sein Wertpapierdepot umschichtet. Alle sind sich einig, dass diese Neuregelung nur dann für den Staat sinnvoll ist, wenn die Steuer von den Banken errechnet und abgeführt wird, so wie es beim Erfolgsmodell der 25-Prozent Kapitalertragssteuer der Fall ist. Wie es scheint, wurde die ungerechtfertigte Bevorzugung der Stiftungen im Verhältnis zu einem privaten Anleger durch die bisherige Zwischensteuer von 12,5 Prozent beseitigt. Das Aufkommen aus dieser neuen Bestimmung ist, wie der Steuerexperte Prof. Karl Bruckner feststellte, mit geschätzten 30 Millionen verkraftbar.

Der IVA fordert, dass die Kapitalzuwachsbesteuerung – nicht immer zutreffend auch Spekulationssteuer genannt – zeitlich befristet sein soll. Ein Aktionär, der mehr als drei bis fünf Jahre eine Aktie hält, ist kein Spekulant. Je länger die Frist, desto stärker das Argument, dass wegen der Inflation eine Substanzbesteuerung stattfindet. Es ist auch den Banken aus Kostengründen nicht zuzumuten, über einen gewissen Zeitraum hinaus die relevanten Daten gespeichert zu halten. Es gibt eine Fülle von Umständen, die geregelt werden müssen: die steuerlichen Konsequenzen aus einem Squeeze-Out, einer Verschmelzung, aus einem Verkauf von Bezugsrechten, aus einer Kapitalrückzahlung usw. - Liste nicht vollständig. Je länger die Frist, desto aufwändiger ist die Administration der diversen Sonderfälle.

Eines muss in diesem Zusammenhang mit Nachdruck festgehalten werden: die Schadenssumme, die die privaten Investoren durch Anlegerskandale wie Meinl, AvW, Petrikovics, A-Tec, AMIS, Libro u.a. hinnehmen mussten, ist ein zig-faches der möglichen Belastung aus den vorgeschlagenen Neuregelungen. Die Arbeit bzw. Ergebnisse bei der Aufarbeitung von Skandalen durch die Justiz und die Finanzmarktaufsicht als wichtiges Korrektiv gegen Missstände auf dem Kapitalmarkt entspricht bei weitem nicht den Erwartung der betroffenen Investoren. Besonders peinlich ist die misslungenen Einrichtung der Anlegerentschädigung von Wertpapierfirmen (AeW), die nicht den EU-Vorgaben entspricht und de facto wirkungslos ist. Die Folge ist, dass der Staat von gefinkelten Anwälten in die Pflicht genommen wird. Nicht fehlen darf in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass es seit zwei Jahren als einzigem EU-Land in Österreich noch immer keine „Bilanzpolizei“ (Enforcement-Stelle) gibt.

Die Neuregelung der Besteuerung des Kapitalzuwachs ist ein relativ geringeres Übel: eine bittere Pille, die vielleicht zu Magenkrämpfen führt, aber zu keinem Durchfall; insbesondere im Vergleich zur perversen „Hackler“-Regelung, die in den nächsten Jahren enorm viel kostet und pensionssüchtige Nicht-Hackler begünstigt, scheint sie verkraftbar. Allerdings gilt frei nach Zgonc: „ Wenn Österreich das alles auf Dauer nur aushält“ . Doch Raunzen allein führt noch keine Änderungen herbei.

Autor: Dr. Wilhelm Rasinger

  

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Faymann liebt die Bundesländer
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 16:47)

"Ich halte nichts davon, die Länder so zu behandeln, als wären sie die Feinde der Bundesregierung und würden nichts anderes tun als Geld verschwenden."

und

"Fünf meiner acht Vorschläge sind erfüllt - ohne Finanztransaktionssteuer, die wir noch nicht durchgesetzt haben. Die drei fehlenden Punkte bringe ich in eine Steuerreform ein, bei der ich Arbeitnehmer entlasten will, die zwischen 2.000 und 3.000 Euro verdienen und in die starke Progression kommen."

Beides aus "Österreich" v. 31.10.10.

Bis 2013 solle es kein Sparpaket geben, verspricht der Kanzler. Statt eines weiteren Sparpakets solle es eine Steuerreform ("Vermögen belasten, Arbeit entlasten" geben.

Börsenumsatzsteuer möchte er auch noch haben. Und laut "Österreich"-Umfrage "erfahren vor allem die vom Kanzler vorgeschlagenen Banken- und Spekulations-Steuern die Zustimmung der Wähler".

Na die werden schön schauen, wenn sie irgendwann erfahren, dass sie selbst von den sogenannten "Spekulations-Steuern" betroffen sein werden.

  

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RE: Faymann liebt die Bundesländer witzig
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 19:11)

>"Ich halte nichts davon, die Länder so zu behandeln, als
>wären sie die Feinde der Bundesregierung und würden nichts
>anderes tun als Geld verschwenden."


soso die tun doch was anderes ausser geld verschwenden auch noch??

  

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AK OÖ: Dividenden höher als Gewinne
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.11.10 21:01)

Ermunterung zum Kampf gegen die Unternehmenseigentümer.

Ich werd da nicht schlau aus dem Artikel, einmal wird den Unternehmen vorgeworfen, mehr als die Jahresüberschüsse auszuschütten, und in absoluten Zahlen sind´s trotzdem weniger. Kennt sich wer aus? Verschwimmen bei denen schon wieder Umsätze und Gewinne?

http://www.arbeiterkammer.com/online/wertschoepfungsbarometer-57917.html

AK-Wertschöpfungsbarometer – Viel Spielraum für Lohnsteigerungen und Arbeitszeitverkürzung mit Lohn- und Personalausgleich

Eine Studie der AK OÖ zeigt, dass Österreichs Unternehmen auch im Krisenjahr 2009 sehr gut an ihren Mitarbeitern/-innen verdient haben. Der durchschnittliche Überschuss pro Beschäftigter/pro Beschäftigtem (Differenz zwischen Wertschöpfung und Personalaufwand) lag mit 36.500 Euro fast so hoch wie im Spitzenjahr 2007. "Hier wird deutlich, welche Reserven es für Lohnsteigerungen und Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich in den Betrieben auch in der Krise gibt", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Die Arbeiterkammer erhebt anhand der veröffentlichten Jahresabschlüsse mittlerer und großer Unternehmen seit Jahren, welchen Überschuss diese Unternehmen pro Mitarbeiterin/pro Mitarbeiter erwirtschaften. Fazit: Pro Beschäftigter/pro Beschäftigtem blieben den Unternehmen im Jahr 2009 durchschnittlich 36.500 Euro, fast genau so viel wie 2007. Dieser Wert liegt nominell, also ohne Inflationsbereinigung, um 51 Prozent über dem des Jahres 2003.

Höchste Gewinnausschüttung im Krisenjahr 2009
Unternehmen rechtfertigen überdurchschnittlich hohe Gewinne bei gleichzeitig moderater Lohnentwicklung damit, dass in "guten Jahren" ein entsprechender Polster zur Verbesserung des Eigenkapitals und der Liquidität aufgebaut werden müsse, um sich gegen spätere Konjunkturabschwünge zu schützen. Die Analyse der Jahresabschlüsse zeigt, dass dies in der Realität nicht oder insgesamt unzureichend erfolgte. Denn die Unternehmen schütteten die Überschüsse in immer höherem Ausmaß an die Eigentümer/-innen aus. Bereits im zweiten Krisenjahr hintereinander sind die Gewinnausschüttungen aus dem Vorjahr deutlich höher als die erwirtschafteten Jahresüberschüsse. 2008 wurden 137,3 Prozent der Überschüsse dieses Jahres ausgeschüttert, 2009 waren es 131,1 Prozent. In absoluten Geldwerten stiegen die Auszahlungen an die Eigentümer seit dem Jahr 2003 Jahr für Jahr rasant an - von durchschnittlich 7.928 Euro pro Beschäftigter/pro Beschäftigten auf 17.747,80 Euro pro Beschäftigter/pro Beschäftigten im Jahr 2009. Damit wurde im vielzitierten Krisenjahr 2009 der bisher höchste Ausschüttungswert ermittelt.

Die Investitionsneigung ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Erschreckend ist jedoch, dass aus den Krisen keine Lehren gezogen wurden. Statt in Maschinen, Anlagen und Mitarbeiter/-innen wird schon wieder vermehrt in Finanzprodukte investiert. Die Finanzinvestitionen liegen mit einem Anteil von 50,8 Prozent fast beim 2007 festgestellten höchsten Niveau von knapp 53 Prozent.

Zu geringe Lohnerhöhungen schwächen die Kaufkraft
Aufgrund dieser Daten sieht die AK keine Veranlassung im Rahmen der derzeitigen Kollektivvertragsrunden Lohnzurückhaltung an den Tag zu legen. Die Leistung der Beschäftigten muss entsprechend abgegolten werden. Zu geringe Lohnerhöhungen schwächen die Kaufkraft in Österreich und werden so zum Bumerang. Einerseits überhöhte Gewinnausschüttungen vorzunehmen und anderseits Lohnzurückhaltung zu fordern, ist nicht akzeptabel. Auch für eine generelle Arbeitszeitverkürzung mit Ausgleich bei Lohn und Personal und starke Anreize zum Abbau von Überstunden durch höhere Zeitzuschläge gibt es genügend Spielraum.


  

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RE: AK OÖ: Dividenden höher als Gewinne
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.11.10 21:17)

>Verschwimmen bei denen schon wieder Umsätze und Gewinne?

Vermutlich verwenden sie nicht umsonst den schwammigen, nicht näher definierten Begriff "Wertschöpfung" statt klar zu sagen, wovon jetzt die Rede ist: Nettogewinn, EBIT, Umsatz, Cash Flow?
Ich schätze, irgend ein Cash Flow Derivat - vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen.

  

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Bankensteuer im Visier der Verfassungsjuristen
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.10 17:34)

Bankensteuer im Visier der Verfassungsjuristen

Verfassungsrechtler Mayer bezeichnet die geplante Abgabe laut einem Berich im "Standard" als "höchst fraglich". Umstritten ist demnach die Fixierung der Beträge für die nächsten Jahre auf Basis der Bilanz 2010.

Bei der ab 2011 geplanten Bankenabgabe könnte es verfassungsrechtliche Probleme geben, schreibt die Tageszeitung "Der Standard" (Samstagausgabe). Umstritten sei, dass drei Jahre der gleiche Betrag (Basis: Bilanz 2010) gezahlt werden muss, unabhängig davon wie sich Bilanzen und der Derivathandel entwickeln. Es sollen 500 Mio. Euro pro Jahr fließen.

Während im Büro von Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) mit Planbarkeit argumentiert wird, ist die Vorgangsweise für den Verfassungsrechtler Heinz Mayer "höchst fraglich". Es müsse für "jede Steuer eine sachliche Grundlage geben. Warum soll das der Wert 2010 sein? Es kann ja in den Folgejahren zu erheblichen Veränderungen kommen", so der Experte gegenüber der Zeitung.

"Das muss man anders auffangen"

Vom Finanzministerium ins Treffen geführte Umgehungsmöglichkeiten sind für ihn kein Argument. "Das muss man anders auffangen. Das scheint mir ein zu grober Raster." Der Verfassungsrechtler Theo Öhlinger spricht in dem Blatt von einer "merkwürdigen Regelung, die sicher aus Gleichheitsgrundsätzen nicht unproblematisch ist".

Das Finanzministerium sieht keine Verfassungswidrigkeit. Da die Steuer unabhängig vom Ertrag der Banken eingehoben werde, sei es zulässig, den gleichen Betrag über mehrere Jahre zu verrechnen, wird argumentiert. Das Gesetz unterscheidet bei der neuen Steuer in Österreich zwischen großen, mittleren und kleinen Banken.

(APA)

  

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Fischer für größeren Beitrag der obersten zehn Prozent
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.11.10 14:49)

Fischer für größeren Beitrag der obersten zehn Prozent

Bundespräsident Heinz Fischer könnte sich zur Budgetsanierung einen größeren Beitrag der "obersten zehn Prozent in der Einkommens- und Vermögensskala" vorstellen. Dafür gebe es in der Koalition aber "keinen Konsens", sagt Fischer in den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Wochenend-Ausgabe").

Außerdem plädiert Fischer für ein "bundeseinheitliches Schulsystem" und beklagt den "Korpsgeist der Länder": "Deren Zug an einem Strang ist so stark, dass Veränderungen in Richtung vernünftiger gesamtstaatlicher Regelungen nur schwer möglich sind."

"Dafür gibt es in der Koalition keinen Konsens"

Auf die Frage, ob die Regierung statt bei Familien und Bildung nicht in anderen Bereichen sparen sollte, sagt Fischer: "Freilich, aber mit gleich großen oder ähnlichen Widerständen oder Nachteilen. Und für grundlegende Überlegungen in Richtung eines stärkeren Beitrages der obersten zehn Prozent in der Einkommens- und Vermögensskala gibt es in der Koalition keinen Konsens."

Ihm gehe es um "soziale Gerechtigkeit", so der Bundespräsident: "Gerade in den Regionen höchster Einkommen geht es absolut nicht immer nur um das Resultat von Höchstleistungen."

Einmal mehr plädiert Fischer auch für eine Bleiberechtsregelung für Asylwerber, "die fünf Jahre und länger im Lande sind, unbescholten sind und allenfalls sogar Kinder haben". "Dafür reicht ein Blick ins Strafregister und auf den Meldezettel, und diese Fälle kann man in kurzer Zeit durch eine generelle Lösung positiv erledigen", so Fischer.

(APA)

  

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Bankensteuer macht Konten teuer
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.11.10 08:52)

Bankensteuer macht Konten teuer
RZB-Chef widerspricht OeNB-Chef

Die Bankensteuer werde auf alle Fälle in der einen oder anderen Form höhere Kosten für die Kunden bringen, sagt der Chef der Raiffeisen Zentralbank (RZB), Walter Rothensteiner. Dass der Bund einen Teil der 500 Millionen Euro aus der Bankensteuer an die Länder abtritt, obwohl das so gar nicht geplant war, kritisiert der RZB-Chef im Ö1-Morgenjournal-Interview.


Braucht Bund 150 Mio. nicht?
Er sei nicht unzufrieden mit der Regierung, aber unzufrieden damit, dass ein Drittel der Bankensteuer an die Länder geht, sagt Rothensteiner. Er wundere sich, dass von den 500 Millionen Euro 150 Millionen gar nicht beim Bund gebraucht werden, sondern entgegen der ursprünglichen Argumentation nun den Ländern überlassen werden. Denn da hatte es noch geheißen, dass das Geld dringend für das Bundesbudget benötigt werde.

Bis wieder Stabilität herrscht
Wenig dramatisch sieht es Rothensteiner, dass die Bankensteuer entgegen erster Ankündigungen unbefristet eingeführt worden ist. Er weist darauf hin, dass die Bankensteuer die Bezeichnung "Stabilitätsabgabe trage". Daher erwartet der RZB-Chef, dass "man mit der Steuer aufhört", wenn wieder Stabilität eingekehrt ist.

Kosten treffen den Kunden
Aber nicht nur die Bankensteuer, auch die höheren Kosten, die den Banken durch die Besteuerung von Aktiengewinnen entstehen, könnten letztendlich die Bankkunden treffen, sagt der Chef der Raiffeisen-Zentralbank. Rothensteiner widerspricht damit Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny, der noch am Freitag gemeint hat, das werde überwiegend nicht der Fall sein, weil es einen starken Wettbewerb in Österreich gibt.

Problematische Gewinnsteuer
Als "wahrscheinlich überhaupt tödlich für die ganzen Fondsgesellschaften" schätzt Rothensteiner die geplante Besteuerung von Aktiengewinnen ein. "Da muss man sich Gedanken machen, wie man das vereinfacht." Ein Thema sind auch die entsprechenden Kosten für die EDV, die der RZB-Chef auf 250 Millionen Euro für den gesamten Bankensektor schätzt, die Betriebskosten noch nicht mit eingerechnet." "Das ist einfach nicht zumutbar. Entweder ersetzt uns die Republik diese Kosten, oder es wird letztendlich den Kunden treffen. Das ist überhaupt keine Frage."

  

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RE: Bankensteuer macht Konten teuer
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.11.10 10:39)

Gfraster!

Diese Bundesländer,
und die Bundespolitiker, die ihren Onkeln alles in den Rachen werfen!

  

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RE: Bankensteuer macht Konten teuer
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.11.10 10:53)

Zirka 3/4 aller Nationalratsabgeordneten sind über Landeslisten gewählt worden, verdanken ihren Posten primär also dem Wohlwollen der Landespartei und ihres Vorsitzenden. Da ist es doch kein Wunder, daß die sich bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit revanchieren.

  

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L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.10 13:04)

Wer weiß, vielleicht wird sie wie der Studienabrecher Faymann auch Bundeskanzler(in). Würde fast passen.

Nach ihrer Matura 1999 begann sich Rudas in der Wiener SPÖ-Bezirksorganisation Rudolfsheim-Fünfhaus zu engagieren und die SPÖ-Bezirksjugendgruppe aufzubauen. Von 2002 bis 2005 war sie Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Rudolfsheim-Fünfhaus. Darüber hinaus übt sie mehrere Funktionen auf Bezirksebene aus, so unter anderem im Bezirksfrauenkomitee und als Mitglied des Kinderfreundevorstandes im Bezirk.
Im Jahr 2003 war sie Bezirksrätin in Rudolfsheim-Fünfhaus. Von 2004 bis 2007 war Rudas Wiener Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin. Mit 16. Jänner 2007 wechselte sie als Abgeordnete in den Nationalrat auf das Mandat von Doris Bures, die als Frauenministerin in die Regierung wechselte.Von September 2007 bis November 2008 war sie Kinder- und Jugendsprecherin der SPÖ.
Am 24. November 2008 übernahm sie gemeinsam mit Günther Kräuter die Bundesgeschäftsführung der SPÖ.

  

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RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.10 13:17)

eine Protektionsschl... erster Güte

  

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RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.10 13:38)

Bist ja nur neidisch,
dass Du sie nicht kriegen kannst, Peter!

  

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RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.10 13:43)

geil ist sie ja unbestritten aber mit der roten Brut hab i nix am Hut,haha das reimt sich sogar

  

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RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf witzigwitzig
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.10 13:59)

>geil ist sie ja unbestritten aber mit der roten Brut hab i
>nix am Hut,haha das reimt sich sogar


nur sobald sie den mund aufmacht müßt man wahrscheinlich gegen den wunsch ankämpfen sie mit dem kissen zu erdrosseln

  

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RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.10 14:06)

naja kann man ja auch anders stopfen

  

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Scharinger widerspricht Rothensteiner
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.10 15:03)

http://www.boerse-express.com/cat/pages/917771/fullstory

Nachdem die jüngsten Äusserungen von Walter Rothensteiner, RZB-Chef und Obmann der Bundessektion Banken in der Wirtschaftskammer, zur Bankenabgabe (höhere Kosten für die Kunden können nicht ausgeschlossen werden) in der heimischen Politik das grosse Aha-Erlebnis ausgelöst haben, blieben andere Banker in den vergangenen Tagen in Deckung oder übten sich in eher diplomatischen Statements.

Nicht so Ludwig Scharinger (im Bild), Chef der RLB Oberösterreich. Er lässt heute mit folgendem "Versprechen" für Raiffeisen Oberösterreich aufhorchen: "Es kommt dadurch (durch die Bankenabgabe, Anm.) sicherlich zu keiner Anhebung der Kontogebühren. Auch werden die Sparer deshalb nicht weniger Zinsen für ihre Spareinlagen bekommen. Und die einfachen Kreditnehmer wie Konsumenten, Klein- und Mittelbetriebe, Bauern sowie Industriebetriebe werden nicht höhere Kreditzinsen zahlen müssen."

Ob die RLB OÖ die höheren Abgaben anders hereinspielen will oder ob sie voll zulasten des Gewinns gehen, bleibt in der Aussendung offen.

Er verstehe zum jetzigen Zeitpunkt in keiner Weise diverse politische und sonstige Reaktionen im Zusammenhang mit der als Stabilitätsabgabe titulierten Bankensteuer und appelliere "für mehr Besonnenheit in der Diskussion und in der Umsetzung", so Scharinger.

Für ihn steht fest, dass das spekulative Volumen belastet wird. "Denn das stört uns alle." Auch in Deutschland und in England wird das Wertpapiergeschäft unterschiedlich besteuert. "Über das hinaus wird es nicht möglich sein, dass einfache Sparer 25 Prozent der Zinsen über die Kapitalertragssteuer versteuern müssen und das reine Spekulieren mit Wertpapieren zum Nulltarif möglich ist", betont Scharinger.

  

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RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
Rang: lavanttaler(118) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.10 13:46)

Ihr seids ur ur ur ur ur ur ur ur ur ur ur ur ur, äh ?



Ah jo - urgemein.

  

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RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.10 21:51)

>Wer weiß, vielleicht wird sie wie der Studienabrecher Faymann
>auch Bundeskanzler(in). Würde fast passen.

Die ist für mich ein rotes Tuch. Ein Paradebeispiel für eine "ohne-die-Partei-
bin-ich-nichts" Parteisoldatin mit totaler ideologischer Verblödung.

  

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RE: L_A_U_R_A_S "toller" Lebenslauf
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.10 21:55)

Sie wird´s noch mal zur Kaiserin bringen,
er schien nicht wirklich abgeneigt zu sein:

http://www.youtube.com/watch?v=HrhOYtqYfzU

  

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Staatsreform: Plädoyer für einen Volksaufstand
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.11.10 08:20)

Staatsreform: Plädoyer für einen Volksaufstand
10.11.2010 | 18:55 | Josef Urschitz (Die Presse)

Wenn die Regierung in Österreich unter der Herren Faymann und Pröll eine Arbeitsverweigerung in Form von Reformresistenz betreibt, dann muss ihr der notwendige Umbau des Staates von unten aufgezwungen werden.


"Die Regierung hat zu regieren, der Rechnungshof zu prüfen.“ So patzig reagierte die Regierungsspitze diese Woche auf Mahnungen des RechnungshofPräsidenten Josef Moser, endlich die überfällige Staatsreform anzugehen.

In der Theorie haben die Herren Faymann und Pröll damit natürlich recht. In der Praxis nicht: Die Regierung regiert nämlich nicht. Sie lässt die Dinge (so wie ihre Vorgänger, aber das macht die Sache auch nicht besser) einfach treiben. Und wenn der Hut lichterloh brennt, dann wird das mit ein paar Massensteuererhöhungen notdürftig zugedeckt. So rollt dieses Land auf einer schiefen Ebene unaufhaltsam in Richtung Griechenland und Irland. Wer das nicht glaubt, der durchforste das Loipersdorfer Steuererhöhungspaket einmal auf eine einzige Maßnahme, die eines der strukturellen, milliardenverschlingenden Probleme dieses Landes auch nur in die Nähe einer Lösung bringen könnte. Viel Spaß beim Suchen!

Gegenüber den Wählern, die – vor allem, wenn sie jünger sind – diese Untätigkeit auszubaden haben werden, ist das schlichte Arbeitsverweigerung. Eine, die das Befinden von Eisenbahnergewerkschaftern und St. Pöltner Onkeln vor das des Staates stellt.

Dass die Ideen fehlen, die Zukunft dieses Staates zu sichern, kann man nicht sagen: Eine „Arbeitsgruppe Verwaltung Neu“, der unter anderem Experten von Wifo, IHS und Rechnungshof angehören, arbeitet seit Längerem im Auftrag der Regierung (die das aber offenbar nur als Beschäftigungstherapie sieht) an der Staatsreform.

Ein ausgefeilter Vorschlag für die Staatsreform liegt seit 2009 (!) vor (und ist auf http://www.rechnungshof.gv.at/Berichte/2009/positionen/Pos_Verwref_II.pdf für jeden abrufbar). Die Vorschläge, die allein durch Kompetenzentwirrung und Verwaltungsstraffung ein Einsparungspotenzial von mehreren Mrd. Euro schaffen, werden aber nicht umgesetzt. Stattdessen, siehe oben, werden die offen daliegenden Probleme mittels Steuererhöhungen ein wenig weitergeschoben. Möglichst über den nächsten Wahltermin hinaus.

Wenn das Management des Staates solcherart die Arbeit verweigert, dann muss es dazu vom „Eigentümer“ gezwungen werden. Das sind in einer Demokratie nun einmal wir alle. Im Schulbereich ist das ja schon im Gang. Da ist Ex-Finanzminister Hannes Androsch dankenswerterweise dabei, ein Bildungs-Volksbegehren auf die Beine zu stellen.

Das ist wichtig, aber zu wenig. Die Bildung ist nur ein kleiner (wenn auch wichtiger) Teil dessen, was schiefläuft. Wem etwas an der Zukunft dieses Landes liegt, der wird der Regierungskoalition sinngemäß ungefähr Folgendes vorgeben müssen:

1. Die Staats- bzw. Verwaltungsreform ist auf der Basis der vorliegenden Vorschläge der „Arbeitsgruppe Verwaltung Neu“ umgehend in Angriff zu nehmen. Zu diesem Zweck sind verbindliche Zielvorgaben und ein ebenso verbindlicher Zeitrahmen zur Erreichung dieser Ziele zu definieren.

2. Die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern ist möglichst rasch zu entflechten und sinnvoll zu ordnen. Parallelstrukturen in der Verwaltung sind zu beseitigen.

3. Zu diesem Zweck ist der Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern aufzuheben. Gemäß der vereinbarten Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern sind klare Bundes- und Ländersteuern zu definieren (wobei die Einhebung, um neue Bürokratien zu vermeiden, beim Bund bleibt). Danach gilt das Prinzip „Wer zahlt, schafft an“. Konstruktionen, bei denen der Bund zahlt und die Länder die Ausgabenhoheit haben (wie jetzt etwa bei den Landeslehrern) werden umgehend beseitigt.

4. Die Kompetenzen für Aufgaben von gesamtstaatlicher Bedeutung (etwa Bildung und Gesundheitswesen) sowie deren Finanzierung übernimmt zur Gänze der Bund.

5. Beim Bund konzentriert werden auch Agenden des Umweltschutzes und der Wirtschaftsförderung. Zusätzlich sind Harmonisierungen bei neunfach aufgesplitterten Rechtsbereichen (Bauordnung, Jugendschutz, Sozialhilfe etc.) vorzunehmen.

6. Der Bereich aller öffentlichen Förderungen wird durchforstet und dazu in einem ersten Schritt transparent gemacht. Es ist eine Datenbank zu schaffen, in der alle öffentlichen Förderungen (Wirtschaftsförderungen, Agrarförderungen, Subventionen an Vereine etc.) einsehbar sind. (Anm: Das Tempo, in dem Landwirtschaftsminister Berlakovich die agrarische Transparenzdatenbank nach einem entsprechenden EuGH-Spruch vorgestern vom Netz hat nehmen lassen, deutet darauf hin, dass es hier offenbar einiges zu verbergen gibt).

7. Die Pensionssysteme sind möglichst schnell zu harmonisieren. Dies gilt besonders für die Beamtenpensionssysteme in jenen Ländern, die sich der Pensionsreform bisher ganz oder teilweise verweigert haben. Das faktische Pensionsantrittsalter ist möglichst schnell an das gesetzliche (65 Jahre) heranzuführen. Begonnen wird dort, wo es den größten Handlungsbedarf gibt, nämlich bei den ÖBB-Pensionen.

8. Bei der Verschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden ist Transparenz herzustellen. Die Schulden ausgegliederter Gesellschaften (ÖBB, Asfinag, Landes-Krankenanstaltenbetriebsgesellschaften etc.) sind in den Budgets auszuweisen. Ausgliederungen zum Zweck versteckter Schuldenaufnahme sind zu verbieten. Zudem sind verbindliche Obergrenzen für die Übernahme von Haftungen durch Bund, Länder und Gemeinden einzuziehen.

9. Steuern dürfen erst erhöht oder neu eingeführt werden, wenn die vom Rechnungshof definierten Einsparungspotenziale durch die vorhin beschriebenen Maßnahmen zu mindestens zwei Dritteln gehoben sind.

Mit diesem Aufgabenpaket (das jetzt natürlich nur die wichtigsten Punkte umfasst und noch stark erweiterbar ist) wäre die Regierung ein paar Jahre lang ausgelastet – und Österreich danach wesentlich besser „aufgestellt“ als jetzt. Man kann es ihr gegen ihren Willen und den der Opposition (denn einige Maßnahmen erfordern einen Eingriff in die Verfassung und damit Zweidrittelmehrheit) natürlich nicht „umhängen“. Aber es wird Zeit, es ihr wenigstens zu verdeutlichen. Etwa in Form eines Staatsreform-Volksbegehrens.

Die schlechteste Lösung wäre nämlich, so weiterzuwursteln, die Zukunft dieses Landes zu verspielen, immer tiefer in die Finanzmalaise zu geraten und am Ende ohne Lösung, aber mit einer radikalpopulistischen Regierung aufzuwachen – nur weil die derzeitigen „Ballhausplatzler“ nicht den Mumm haben, den längst überfälligen Umbau dieser Republik endlich in die Hand zu nehmen.

E-Mails an: josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.11.2010)
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/609303

  

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RE: Staatsreform: Plädoyer für einen Volksaufstand
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.11.10 21:04)

>Wenn die Regierung in Österreich unter der Herren Faymann und
>Pröll eine Arbeitsverweigerung in Form von Reformresistenz
>betreibt, dann muss ihr der notwendige Umbau des Staates von
>unten aufgezwungen werden.


Nur wer organisiert es? Das wäre das erste Volksbegehren, das ich
unterschreiben würde.

  

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RE: Steuerdiskussion - Teil 6
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.11.10 11:41)

Helle Empörung herrschte vergangene Woche, als die Banken
verlauten ließen, die Bankensteuer werde auf die Kunden überwälzt.
Zuvor hatte RZB-Chef Walter Rothensteiner erklärt, dass
die ab 2011 wirksame Abgabe über höhere Preise an die Bankkunden
weitergegeben werde. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin
#### Rudas (die mit Kostproben ihres Wirtschaftsverständnisses
bisher eher sparsam umgegangen ist) ließ das Auditorium
bei einer Pressekonferenz wissen, sie halte dies für „unmoralisch
und respektlos gegenüber dem Steuerzahler. Genau diese Gier
hat zur Krise geführt“. Finanzstaatssekretär Andreas Schieder
sagte, die Bankenabgabe ziele auf Gewinne und Ausschüttungen
der Banken. Schlecht gezielt, Herr Staatssekretär! Natürlich
handelt es sich bei der Bankensteuer um eine Massenabgabe,
die alle Staatsbürger (mit Ausnahme der „Reichen“, die über
entsprechende Verhandlungsmacht und Ausweichmöglichkeiten
verfügen) trifft. Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, wenn
sich die Herren Wirtschafts- und Finanzpolitiker vor Einführung
der Steuer mit den Banken beschäftigt hätten – im Besonderen
mit der Gewinnstruktur der Institute. Dann hätten sie
wahrscheinlich rasch herausgefunden, wie viel die Banken in
Österreich verdienen. Es war nämlich nicht nur reine Abenteuerlust,
das Vergnügen an Dienstreisen oder der Drang, größer
zu werden, der zur Ostexpansion führte. Österreich ist längst
ein gesättigter Markt, die Konkurrenz lässt es nicht zu, dass hier
viel verdient wird. Wenn der Herr Staatssekretär die Steuerleistung
der heimischen Banken mit jener in den USA, der Schweiz
oder Deutschland vergleicht, dann sollte er dies vielleicht auch
mit der Gewinnsituation (oder auch den Bonusausschüttungen) tun. Blanker Zynismus ist Schieders Rat an die Bankkunden,
sie sollten mit einem Wechsel zu einer anderen Bank drohen,
wenn ein Institut Spesen mit dem Hinweis auf die Bankensteuer
erhöht. Sollte die Sache so laufen (nein, sie wird´s natürlich eh
nicht – keine Ahnung, wäre spannend zu wissen, wie ein Politiker
auf eine solche Idee kommt), dann brauchen wir uns nur
zwei Situationen vorstellen: Der Austro-Oligarch Martin Schlaff
geht zu seiner Bank und verhandelt um die Spesen – und ein
Mindestrentner tut das gleiche. Wer da wohl gewinnen wird?
Klar ist also nicht nur, dass die Bankensteuer wie eine Massensteuer
wirkt, klar ist auch, dass sie private Haushalte und Unternehmen
um so weniger trifft, je größer oder „reicher“ diese sind.
Und was, wenn die Steuer tatsächlich auf die Gewinne durchschlüge?
Sehen wir uns die tatsächliche Erhebung der Steuerlast
an: Diese erfolgt zum Großteil auf Basis der Bilanzsummen.
Ist unseren glorreichen Politikern da schon aufgefallen, das die
anrüchigen Geschäfte mit Schrottpapieren größtenteils außerbilanziell
abliefen? Kredite hingegen blasen die Bilanzsumme
auf – man bestraft also Banken, die mehr Kredite vergeben.
Tolle Idee mitten in einer Wirtschaftsflaute. Schließlich belastet
die Steuer Bankaktien zumindest psychologisch. Damit wird
auch die Eigenkapital-Beschaffung erschwert. Eine weitere tolle
Idee. Schon mal was von Basel III gehört, geschätzte Damen
und Herren Politiker?

(austria boersenbrief)

  

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„Alle werden in Versicherungen flüchten“
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.11.10 20:29)

Die Versicherungen sind die Profiteure der Kursgewinnsteuer. Anders als die Fonds bleiben die Versicherungsprodukte weitgehend von den neuen Belastungen verschont, sagt Experte Oliver Prock.


Die Versicherungslobby scheint sich hierzulande wieder durchgesetzt zu haben und wird von der Kursgewinnsteuer verschont bleiben. Die 25-prozentige Steuer fällt ab 1. Jänner für Wertpapiere (etwa Aktien, Anleihen) und Investmentfonds) an.

Die Fonds werden dabei gleich doppelt besteuert. Einerseits innerhalb des Fonds, wenn etwa der Fondsmanager durch einzelne Aktiendeals Gewinne macht. Andererseits werden die Anleger mit 25 Prozent belastet, wenn sie ihre Fondsanteile mit Gewinn verkaufen. „Es wird keiner mehr Fonds kaufen. Es werden alle in Versicherungsprodukte flüchten“, glaubt Oliver Prock vom Investmenthaus Salus Alpha.

Prock: „Die Versicherungen haben kein Problem, weil sie von der Doppelbesteuerung ausgenommen werden. Versicherungen zahlen keine Kapitalertragsteuer (es fällt eine deutlich geringere Versicherungssteuer an, Anm.). Alles wird künftig in Lebensversicherungen verpackt werden.“ „Das wäre eine bedenkliche Entwicklung, denn vom Ertrag her sind Lebensversicherungen alles andere als berauschend, da die Versicherungen von den Kunden sehr hohe Kosten verlangen“, wettert Martin Greil, Generalsekretär vom Verband für alternative Investments.

Die doppelte Besteuerung „macht die Fondsbranche in Österreich kaputt Es wäre genug gewesen, nur die Anteilscheine der Anleger mit 25 Prozent zu besteuern – und nicht auch die Anlageerfolge der Fondsmanager innerhalb der Fonds“, sagt Prock. Laut Finanzministerium soll die doppelte Besteuerung für die Anleger abgefedert werden, indem diese die vorherigen Belastungen innerhalb des Fonds mit ihren Anteilsgewinnen gegenverrechnen können.

Dennoch: Die Rendite im Fonds sei da bereits dahin. Prock: „Die Steuer im Fonds greift den inneren Wert der Fonds direkt an. Das wird dazu führen, dass Fondsmanager steuergetrieben werden.“ Das heißt, sie werden in erster Linie nicht versuchen, Rendite zu generieren, sondern die Steuer zu vermeiden.



„Buy and Hold“ ist nicht tot
Mit alternativen Strategien wie etwa Long/Short-Aktien (diese Fonds kaufen nicht nur Aktien, sondern bauen gleichzeitig Short-Positionen auf, um auf fallende Kurse zu wetten, Anm.) konnte man die Verluste aus der Finanzkrise deutlich abfedern. Aber: „Diese Strategie kann man nun vergessen, weil man dabei viele Transaktionen macht, die ab 1. Jänner jeweils mit 25 Prozent besteuert werden“, so Prock. Stattdessen wird die bereits tot geglaubte Anlagestrategie „Aktie kaufen und schlafen gehen“ (im Fachjargon „Buy and Hold“ genannt) dadurch wieder zum Leben erweckt. „Das ist idiotisch. Der Markt verträgt diese Strategie zwar nicht, durch die neue Steuer wird man aber dazu getrieben.“

Wenn man vor dem 1. Jänner 2011 Aktien erwirbt, fällt bei späteren Kursgewinnen noch keine Kursgewinnsteuer an. Das könnte viele Anleger dazu motivieren, Aktien möglichst lange im Depot zu halten. Das wäre im vergangenen Jahrzehnt, in dem es gleich zwei große Börsenkrisen gab, eine denkbar schlechte Strategie gewesen.


http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/609991/Alle-werden-in-Versicherungen-fluechte n?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

12.11.2010

  

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RE: „Alle werden in Versicherungen flüchten“
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.11.10 09:45)

>Prock: „Die Versicherungen haben kein Problem, weil sie von
>der Doppelbesteuerung ausgenommen werden. Versicherungen
>zahlen keine Kapitalertragsteuer (es fällt eine deutlich
>geringere Versicherungssteuer an, Anm.). Alles wird künftig in
>Lebensversicherungen verpackt werden.“ „Das wäre eine
>bedenkliche Entwicklung, denn vom Ertrag her sind
>Lebensversicherungen alles andere als berauschend, da die
>Versicherungen von den Kunden sehr hohe Kosten verlangen“,
>wettert Martin Greil, Generalsekretär vom Verband für
>alternative Investments.


und ich wette vermögende werden wege finden ihre veranlagungen in irgendwelche versicherungslösungen zu verpacken und dann von der steuer verschont bleiben.

  

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RE: „Alle werden in Versicherungen flüchten“
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.11.10 14:50)

Das Problem bei den Versicherungen ist, dass sie relativ wenig riskante Wertpapiere investieren können...

  

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RE: „Alle werden in Versicherungen flüchten“
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.11.10 14:56)

Eine relativ einfache Lösung könnte so ausschauen: Fondsgebunde (österreichische) Lebensversicherung, die nur in einen (Liechtensteiner) Fonds investiert, den man - wie praktisch - selbst verwalten kann. Dürfte sich ab ein paarhundert Tausend Euro auszahlen.

  

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RE: „Alle werden in Versicherungen flüchten“
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.11.10 15:11)

>Das Problem bei den Versicherungen ist, dass sie relativ
>wenig riskante Wertpapiere investieren können...

wer sagt das? die versicherung würde in diesem falle ja nur die hülle bedeuten. sprich ich kann darin alles reinpacken. natürlich nur einen nicht intern verkesteten fonds... also einen ausländischen.

problem bei versicherungen ist das thema laufzeit und versteuerung vorab. bei laufzeiten unter 10 jahren beträgt die versicherungssteuer 11% vom eingezahlten kapital... also vorabbesteuerung und uninteressant. bei laufzeiten >= 10 jahren berträgt die eingangsbesteuerung 4%... auch nicht gerade wenig. so viel ich weiß darf eine laufzeit auch unter 10 jahren sein wenn die einzahlung regelmässig ist (bitte nicht festnageln! ).

kosten der versicherungen werden verschwiegen bzw. unter den tisch gekehrt.

fazit: eingangsbesteuerung ist eine kapitalbesteuerung vorab, interne kosten werden nicht veröffentlicht (zumeist steckt die versicherung den vollen ausgabeaufschlag ein), eine vertragliche laufzeit ohne einfachen zugriff + verwaltungsgebühr machen das ganze nicht wirklich reizvoll.

  

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1,9 Millionen Nettozahler, 6 Millionen Empfänger
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 13:44)

1,9 Millionen Nettozahler, 6 Millionen Empfänger
78 Milliarden Euro werden jährlich umverteilt
Faymanns 'Zeit der Gerechtigkeit'


Kanzler Faymann hat die „Zeit für Gerechtigkeit“ ausgerufen. In der Realität scheitert dieser Anspruch an allen Ecken und Enden: Jung gegen Alt, Manager gegen Normalos, Beamte gegen Privatwirtschaft, Männer gegen Frauen.

Zeit für Gerechtigkeit. Ein cooler Spruch, ein flotter Slogan. Kanzler Werner Faymann lässt sich seit Frühlingsbeginn mit diesen kessen Worten auf den Lippen österreichweit plakatieren und trifft nach der Finanzkrise die Stimmung der Bevölkerung auf den Punkt. Der Wohlstand im Land ist nicht gleichmäßig verteilt, und er werde es ändern. Das war die Botschaft.

Nun, eine Budgeterstellung später, hat die Verteilungsdebatte, die der Kanzler losgetreten hat, neue Nahrung erhalten. Aus allen Ecken hagelt es Kritik am Budgetentwurf der Regierung. Tenor: „Die Pläne sind unsozial.“ Da sind sich Familienvertreter, Hilfsorganisationen und Kirche einig. Die SPÖ redet sich auf den Koalitionspartner aus, mit dem nicht mehr möglich gewesen sei. Die ÖVP verteidigt die Besserverdiener, die schon über Gebühr belastet wären.

Aber was ist gerecht? Werner Faymann versteht darunter etwas anderes als ÖVP-Chef Josef Pröll oder dessen Onkel Erwin. Es gibt keinen objektiven Gerechtigkeitsbegriff. Natürlich wird es ein Familienvater, der sich rundum einschränken muss, als ungerecht empfinden, wenn die Familienförderung in Summe um 400 Millionen Euro gekürzt wird – und ihm noch ein paar Hundert Euro im Jahr fehlen.

1,9 Mio. Österreicher finanzieren das Sozialsystem

Andererseits werden in Österreich stolze 78 Milliarden Euro jährlich durch Transferzahlungen im Sozial- und Gesundheitsbereich umverteilt. Darunter fallen Zuschüsse zu Pensionen ebenso wie Familienleistungen oder Zuschüsse zum Gesundheits- und Pflegesystem. 1,9 Millionen Menschen sind Nettotransferzahler, die das System finanzieren. Sechs Millionen Bürger sind Netto-Empfänger, darunter auch 1,8 Millionen Erwerbstätige, die weniger an Steuern einzahlen, als sie an Transferleistungen von der öffentlichen Hand bekommen. Ein Nettotransferzahler schultert in Österreich also drei Nettotransferbezieher. Damit wird auch nachvollziehbar, dass die Zahler eine weitere Erhöhung ihrer Belastung nicht als Beitrag zu mehr Gerechtigkeit betrachten.

Tatsache ist: Ohne das auf Leistung basierende Marktwirtschaftssystem zu gefährden, wird sich das Umverteilungsvolumen von 78 Milliarden Euro nicht mehr nennenswert steigern lassen. Auch zahlreiche internationale Vergleiche zeigen, dass Wohlstand hierzulande einigermaßen „gerecht“ verteilt ist. Und anders, als die Diskussion oft vermuten lässt, scheint die Mehrzahl der Österreicher nicht grundsätzlich anderer Meinung zu sein, da sich ihr Zorn, anders als jener von Deutschen, Franzosen oder Griechen, nicht auf der Straße entlädt, sondern bestenfalls an der Wahlurne.

Das heißt aber nicht, dass es keinen Handlungsbedarf gäbe. Denn die Lasten sind vielfach ungleich verteilt. Der Mittelstand, der sich laut dem WIFO-Experten Alois Guger zwischen 2.700 und 7.400 Euro Haushaltseinkommen bewegt, zahlt den Löwenanteil des Steueraufkommens, und zwar aus seinem Arbeitseinkommen. Demgegenüber waren Kapitalerträge bislang klar bevorzugt, was durch die neue Vermögenszuwachssteuer nun wenigstens abgemildert werden soll. Auch die Managereinkommen stiegen in den vergangenen Jahren rasant, während sich die durchschnittlichen Reallöhne nur mickrig erhöhten.

Aufholbedarf gibt es nach wie vor bei Frauen, was finanzielle Gleichbehandlung mit Männern betrifft. Und auf der Verliererseite werden die Jungen stehen, wenn sich die Politik nicht bald zu gravierenden Pensionsreformen durchringt. Dann werden die Zuschüsse nämlich so große Teile des Budgets verschlingen, dass für andere Sozialleistungen immer weniger bleibt.

Lesen Sie im Folgenden über die 6 Problemfelder mit dem größten sozialen Sprengstoff.

http://www.format.at/articles/1045/524/281714/des-kanzlers-balance-akt-1-9-millionen-nett ozahler-6-millionen-empfaenger

  

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RE: 1,9 Millionen Nettozahler, 6 Millionen Empfänger
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 15:30)

Hier hat sich ein elendiges Schmarotzersystem in Ö etabliert.Was hier immer vergessen wird,dass die sog. Transfergelderhalter auch voll krankenversichert sind und so zusätzlich voll dem Staat auf der Tasche liegen.

Kein Wunder,dass so manche Ratingagentur heute schon behauptet,dass Ö spätestens 2040 völlig pleite ist.

  

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Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 16:33)

Ein sachlicher Verriß der Wertzuwachssteuer für Aktien:

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/ME/ME_00234_11/imfname_199005.pdf

  

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RE: Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 16:37)

wenns nur was nutzt

angeblich lobbyieren die banken massiv auf jeden fall das ganze ein jahr zu verschieben weill sie den zeitplan rein technisch gar net einhalten können. mit dem argument die deutschen hatten 1,5 jahre zeit.

  

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RE: Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 16:50)

>angeblich lobbyieren die banken massiv

Das ist auch das Mindeste, was ich mir von ihnen erwarte. Sie haben allen Grund dazu: Nachdem man sich die ärgsten Härten der neuen Kest durch einen Depotwechsel ins Ausland (völlig legal) ersparen kann, tun die Banken gut daran, sich darum zu bemühen, daß die Steuer nicht so kommt wie geplant. Sonst sind die besten Wertpapierkunden weg. Was bleibt, sind indolente oder höchst inaktive Kunden.

  

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RE: Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 16:53)

>>angeblich lobbyieren die banken massiv
>
>haben allen Grund dazu: Nachdem man sich die ärgsten Härten
>der neuen Kest durch einen Depotwechsel ins Ausland (völlig
>legal) ersparen kann,


das argument sollt bei vernunftbegabten menschen ziehen aber wenn soviel ideologie im spiel ist.....!?

  

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Wertpapiersteuer könnte später kommen
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 17:02)

Banken und Fondsgesellschaften brauchen mehr Zeit, um die neue Steuer zu berechnen. Die Finanz könnte ein Einsehen haben.

weiter:http://kurier.at/wirtschaft/2050318.php

-----------

P.S: Obwohl man sagen muss ,dass von der Unicredit (Bank Austria) über dier Raiffeisen Bank ÖO bis zur Oberbank viele in D tätig sind und die bekannte Software dort installiert haben (müssen).Die Ausreden sind sicherlich auch taktischer Natur.....

  

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Finanzexperten-Widerstand, Gespräche bis zuletzt
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 17:10)

Wertpapier-KESt - Finanzexperten-Widerstand, Gespräche bis zuletzt
Utl.: Auch IV-Experte Fichtinger fordert Aufschub des
Gesetzesvorhaben - Ausnahme für langfristigen Wertpapierbesitz
und Mitarbeiterbeteiliungen

Wien (APA) - Die geplante Wertpapier-KESt (Kursgewinnsteuer) stößt
bei Finanzexperten vor allem wegen der komplizierte Besteuerung von
Investmentfonds auf Kritik. Hinter den Kulissen laufen die Gespräche
bis zum letzten Zeitpunkt - die Begutachtungsfrist endet am morgigen
Mittwoch. "Wir gehen davon aus, dass es nicht so kommt", sagte Peter
Pavlicek, Geschäftsführer der BAWAG PSK Invest laut Börse-Express.
Der selben Meinung war heute Vormittag bereits die Oberbank, die in
einem Pressegespräch eine Verschiebung um ein Jahr forderte.

In den bisherigen Stellungnahmen zum Gesetzesvorhaben wird vor
allem die ungleiche Behandlung von Gewinnen und Verlusten sowie die
mangelnde Berücksichtigung der Anschaffungskosten kritisiert. Dem
Steuerexperten der Industriellenvereinigung (IV), Markus Fichtinger,
zufolge wirft das Modell sehr viele Fragen auf. Er fordert laut
Börse-Express daher einen "Aufschub des Entwurfs", weil Grundsätze
des Einkommensteuersystems geändert würden.

Die IV fordert Ausnahmebestimmungen unter anderem für
langfristigen Wertpapierbesitz und für Mitarbeiterbeteiligungen. Dem
Entwurf zufolge können Anschaffungskosten wie etwa Order- und
Depotgebühren nicht abgesetzt werden, was "sehr bedenklich" sei, so
Fichtinger. Denn damit komme der reale Steuersatz über dem nominellen
von 25 Prozent zu liegen.

Das Beispiel Großbritannien zeigt Fichtinger zufolge, dass die
dort eingehobene Steuer auf Capital Gains auf Sicht der vergangenen
Jahre im besten Fall rund 1,5 Prozent der gesamten Staatseinnahmen
ausmachte. Mittlerweile sei dieser Wert auf weniger als 0,5 Prozent
zurückgegangen. Daher rätselt Fichtinger über die vom
Finanzministerium veranschlagten Einnahmen in der Höhe von 30 Mio.
Euro für 2011, die bis 2014 auf 250 Mio. Euro steigen sollen.

  

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Ministerium will noch nicht über Verschiebung reden
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 17:33)

Wertpapier-KESt - Ministerium will noch nicht über Verschiebung reden
Utl.: Jetzt noch kein Abgehen von zeitlichem Fahrplan - Fondsbranche
und Experten drängen auf spätere Wirksamkeit: "Details kommen
zu spät"

Wien (APA) - Während Banken und Fondsbranche in Österreich nach
den Verhandlungen der letzten Tage immer stärker auf eine
Verschiebung der Wertpapier-KESt (Kursgewinnsteuer) um ein Jahr
drängen, will sich das Finanzministerium dazu noch nicht äußern. Man
will noch nicht über eine Verschiebung reden, deponierte
Ministeriumssprecher Harald Waiglein gegenüber der APA.

Noch sei man in Gesprächen, was technisch machbar sei oder nicht.
"Aber so weit sind wir noch nicht, wir sind noch in der Analyse", so
der Sprecher. Morgen, Mittwoch, endet die Begutachtungsfrist für die
Gesetzesentwürfe, die für das neue Konsolidierungsbudget notwendig
werden.

Die Fondsbranche und Bankenvertreter kritisierten heute, dass es
bei weitem zu spät sei, wenn eine Woche vor Neujahr ein Gesetz in
Kraft trete, das eine derartige Umstellung in Berechnung und IT
erforderlich mache. Erst in der letzten Dezemberwoche kämen Details
auf den Tisch, das sei eindeutig zu spät, argumentiert die Branche.
Die Fondslobby verweist auf Deutschland, wo die Betroffenen zwei
Jahre Zeit gehabt hätten, sich auf die Abgeltungssteuer einzustellen.

Nach dem bisherigen Begutachtungsentwurf ist Folgendes vorgesehen:
Wer nach dem 1. Juli 2011 seine Wertpapiere verkauft, die er sich
nach Jahresbeginn 2011 zugelegt hat, muss für damit realisierte
Kursgewinne eine 25-prozentige Vermögenszuwachssteuer berappen. Dem
Steuerplan zufolge sind davon Aktien, Anleihen, Fonds und auch
Derivative (Optionen, Futures) erfasst, aber auch Immobilienfonds.
Das Finanzministerium sprach dazu jeweils nur von einer
KESt-Ausweitung auf Wertpapier-Kursgewinne. Instrumente, die jetzt
schon von der KESt befreit sind, blieben es auch im neuen
Steuersystem. Die Branche fordert weitere Ausnahmen.

  

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RE: Ministerium will noch nicht über Verschiebung reden
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 17:57)

>Ministerium will noch nicht über Verschiebung reden


Das passt zum bisherigen Arbeitstempo. Zuerst den Entwurf mit wochenlanger Verspätung vorlegen, und dann nicht weitertun. Aber vielleicht kristallisiert sich gegen Ostern heraus, was ab erstem Jänner nun wirklich gilt.

  

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RE: Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.11.10 17:59)

>Ein sachlicher Verriß der Wertzuwachssteuer für Aktien:

Hübsch finde ich diese Aussage:

„Die Ignoranten, welche dieses
Gesetz einführen, mögen vielleicht in den
Grundzügen Marx und Engels verstehen,
von Realwirtschaft haben sie jedoch keine
Ahnung. Von der SPÖ ist nichts anderes
zu erwarten (Neidgesellschaft), eine Zustimmung
der ÖVP ist im Sinne von Marktwirtschaft
eine enorme Enttäuschung.“

  

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RE: Stellungnahme des BE im Begutachtungsverfahren
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.11.10 15:38)

Der neue Börsen-Kurier (für wen sind DIE eigentlich die Lobby???) meint, dass die Österreicher mit ihren Depots eh nicht ins Ausland ausweichen können, weil es dort auch Capital Gain Taxes gebe, und weil die mit der österreichischen Finanz Informationen austauschen.

Ist meiner Erfahrung nach aber nicht so:

Bei meinem italienischen Broker hab ich noch nie eine Capital Gains Tax gezahlt. Auch keine italienische.

Und mein deutscher Anbieter von Managed Futures hat mich auch wieder angerufen und mir garantiert, dass ich bei ihm steuerfrei mit Weizen- und Edelmetallkontrakten handeln kann. Es gebe nicht einmal Kontrollmitteilungen an die heimische Finanz.

Fazit: total rein in diese Spekulation in Reinkultur, denn bestraft wird man als braver Aktiensparer, der in Österreich bleibt!

  

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UniCredit-Chef Ghizzoni kritisiert österreichische Bankensteuer
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.11.10 10:42)

"trend": UniCredit-Chef Ghizzoni kritisiert österreichische Bankensteuer
Utl.: Die Bankensteuer "schadet Österreich" und sollte in dieser Form auf ein Jahr beschränkt bleiben, fordert UniCredit-Chef Ghizzoni. Die Bank Austria soll mehr Kompetenzen bekommen. =

Wien (OTS) - In seinem ersten Interview mit einem österreichischen
Medium hat sich der neue UniCredit-Chef Federico Ghizzoni massiv
gegen die in Österreich geplante Bankensteuer ausgesprochen.
Gegenüber dem am Montag erscheinenden Wirtschaftsmagazin "trend"
kritisierte der Profumo-Nachfolger die Höhe der Steuer und forderte,
dass diese auf ein Jahr beschränkt bleiben sollte. "Die Steuer hier
ist sehr hoch. Ich hoffe doch, dass sich Österreich hier einer
internationalen Einigung anschließen wird." Die Bedeutung für die
UniCredit, so Ghizzoni, " hängt natürlich auch davon ab, wie lange
diese Steuer gilt. Gilt sie für ein Jahr, so kann man das verkraften.
Wenn sie drei Jahre oder länger gelten soll, kreiert das ein Problem.
Das schadet der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs, und ich hoffe, dass
sich die Politiker dessen bewusst sind. Das wäre gefährlich für
Österreich."
Generell kritisiert der 55-jährige Bankchef den Verwendungszweck:
"Ich bin der Ansicht, dass diese Bankensteuer in einen Fonds zur
Absicherung des Finanzsystems fließen sollte und nicht in die
Sanierung nationaler Budgets."
Was die allgemeine Wirtschaftlage betrifft, glaubt Ghizzoni nicht an
ein Double Dip, die Rezession sei vorüber. Zu sagen, dass die
Finanzkrise vorüber ist, sei aber verfrüht.
Die Maßnahmen zur Regulierung sieht der Konzernchef mit gemischten
Gefühlen: "Ich befürchte, dass wir in Europa sehr streng sein werden,
während all das in den USA und in Asien sehr viel lockerer gehandhabt
wird. Das ist ja schon jetzt der Fall, etwa bei den Regeln für
Managergehälter. Wenn wir in New York Geschäfte machen, dann halten
wir uns an die strengen europäischen Regeln, während sich eine
US-Bank in London an ihre laxeren US-Regeln hält. Das ist einfach
unakzeptabel, und da müssen wir eine Lösung finden."
Auf die Frage, was es bringe, wenn Banken statt sechs Prozent, acht
Prozent Eigenkapital halten, antwortet Ghizzoni: "Regeln wie Basel
III sind dafür da, eine Krise zu verhindern. Höheres Eigenkapital,
niedrigerer Leverage sind schmerzhafte Regeln, die die Profitabilität
senken, aber eine Krise verhindern sollen. In der Krise selbst, etwa
in der Situation vor zwei Jahren, nutzen sie Ihnen nichts. Wenn es
keine Liquidität im Markt gibt wie 2008 und Sie sich nicht
refinanzieren können, ist es egal, ob Sie sechs, zwölf oder 20
Prozent Kapital haben. Dann haben Sie trotzdem ein Problem."
Generell aber sind ihm die Belastungen zu hoch: "Ich bin besorgt über
die ausufernden Belastungen für die Banken durch Steuern,
Einlagensicherung, Eigenkapital, die noch dazu nicht international
koordiniert erfolgen. Das kann dazu führen, dass die Banken vor
lauter Risikokontrollen aufhören, Kredite zu vergeben. Ich glaube,
dass wir zwar insgesamt auf dem richtigen Weg sind, aber aufpassen
müssen, das Kind nicht mit dem Bad auszuschütten."
Die UniCredit soll unter seiner Führung eher dezentralisiert werden,
sagt Ghizzoni im Interview mit dem "trend": "Was die Organisation
betrifft, so müssen wir schlanker werden und noch mehr
kundenorientiert. Das heißt, dass wir mehr Macht von der Holding an
die lokalen Einheiten delegieren müssen. Wir sind in einer neuen
Phase. UniCredit ist sehr schnell gewachsen. In dieser Phase brauchen
Sie eine starke Zentralisierung. Jetzt, in der Phase der
Konsolidierung, müssen wir eher dezentralisieren."
Deswegen schließt Ghizzoni auch eine Holding-Lösung für das
Österreichgeschäft à la Erste Bank, die ab 2012 möglich wäre,
kategorisch aus: "Ich sehe nicht, warum das einen zusätzlichen Wert
generieren sollte. Wir wollen ja unsere Strukturen vereinfachen."
Auch nach Auslaufen des Bank der Region-Vertrags, der Wien als
Steuerzentrale für die CEE-Region festschreibt, will er keine
Kompetenzen nach Mailand verlagern: "Das macht ja schon geografisch
keinen Sinn. Ich habe hier selbst drei Jahre gearbeitet und gesehen,
wie viel Kompetenz und Wissen es betreffend den CEE-Raum gibt. Sie
können nicht Wien nach Mailand verpflanzen. Ich habe über so eine
Verlagerung nie nachgedacht und habe auch in Zukunft nicht vor, damit
meine Zeit zu verschwenden."
Die Kompetenzen der BA würden auch nicht eingeschränkt: "Im
Gegenteil, sie bekommt mehr Kompetenzen. Ich glaube, dass wir unser
Geschäft noch stärker regional verankern müssen. Um den CEE-Bereich
von Wien aus managen zu können, müssen auch die entsprechenden
Befugnisse in der BA liegen. In Mailand soll nur das entschieden
werden, was wirklich Holding-Sache ist. Alles andere soll in Wien
gemanagt werden. Das schafft kürzere Wege, mehr Kundennähe,
schnellere Entscheidungen und spart letztlich auch Bürokratie und
Papierkram in Mailand."
Einen Rückzug aus Regionen, in denen die Bank Austria tätig ist,
schließt Ghizzoni aber nicht aus: "Ich habe jetzt keine Liste von
Ländern, aus denen wir uns zurückziehen, aber es könnte in Zukunft
passieren, dass wir einige Länder verlassen, falls sie nicht
ausreichend profitabel sind. Verbesserung der Profitabilität hat die
absolute Priorität in den nächsten Jahren." Das gelte für die ganze
Gruppe.
Der angekündigte Abbau von 7000 Jobs in der Gruppe ziele jedoch nicht
auf die Bank Austria, sagt Ghizzoni im "trend": "Der Personalabbau
betrifft vor allem Italien. Wir haben kein Programm, wonach die BA
Mitarbeiter abbauen muss. Davon halte ich nichts. Aber natürlich kann
es sein, dass im allgemeinen Bestreben, produktiver zu werden, die
Zahl der Mitarbeiter auch in der BA sinkt. Aber das ist ja normales
Business. Kosteneffizienz ist immer ein Thema."

  

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Kreditzinsen niedriger als im Euroraum
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.11.10 19:48)

Tja. Nach Einführung der Bankensteuer werden sich die Zinssätze für
Kredite halt in Richtung europäischer Durchschnitt bewegen. Kosten hereingeholt
und niemand kann einen Vorwurf erheben.

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Kreditzinsen heimischer Banken trotz leichter Anstiege noch deutlich niedriger als im Euroraum

Wien (OTS) - Bei weiterhin unverändertem EZB-Leitzinssatz führten
steigende Zwischenbankzinssätze im dritten Quartal 2010 in Österreich
bei neu vereinbarten Kreditzinssätzen mit privaten Haushalten und
Unternehmen durchwegs zu höheren Zinssätzen. Dennoch blieb der
Zinsvorteil gegenüber den Durchschnittswerten des Euroraums für
Österreichs Kunden erhalten.
Bei den Einlagenzinssätzen blieben die neu vereinbarten Zinssätze
unter dem Schnitt des Euroraums, wobei dieser allerdings durch
vergleichsweise sehr hohe Zinssätze in einigen südlichen Ländern nach
oben beeinflusst wurde.

Im dritten Quartal 2010 waren ohne zinspolitische Impulse der
Europäischen Zentralbank (der EZB-Leitzins blieb auf 1,00%) die
ansteigenden Zwischenbankzinssätze (der 3-Monats-EURIBOR stieg um
0,15 Prozentpunkte auf 0,88%) ein wesentlicher Grund für Anstiege bei
den Kundenzinssätzen der Banken.

Im Kreditgeschäft gab es die stärksten Anstiege bei neu vergebenen
Konsumkrediten an private Haushalte, welche sich um 0,19
Prozentpunkte auf 4,81% im Vergleich zum Vorquartalverteuerten, damit
aber nach wie vor deutlich unter dem durchschnittlich im Euroraum
vergebenen Zinssatz von 6,55% lagen. Bei Wohnbaukrediten gab es in
Österreich im Neugeschäft im Gegensatz zum Euroraum nur einen sehr
geringfügigen Anstieg und mit 2,68% betrug der Zinsvorteil im
September 2010 gegenüber dem Euroraum bereits 0,71 Prozentpunkte
verglichen mit lediglich 0,21 Prozentpunkten im September 2009. Über
den aushaftenden Gesamtbestand gab es im dritten Quartal bei Krediten
an Haushalte dank des Auslaufens von höher verzinsten Altkrediten
sogar leichte Reduktionen zu verzeichnen (-0,09 Prozentpunkte bei
Wohnbaukrediten bzw.
-0,08 Prozentpunkte bei Konsumkrediten).

Auch bei Unternehmenskrediten gab es im dritten Quartal Verteuerungen
zu beobachten. Der Durchschnittszinssatz für neu vergebene
Großkredite (über 1 Mio Euro) lag mit 1,87% um 0,07 Prozentpunkte
über dem Vergleichswert im Juni 2010, wobei es anschließend im Juli
und August zwischenzeitlich sogar noch stärkere Anstiege gegeben
hatte. Weniger Veränderungen gab es im dritten Quartal bei
Unternehmenskrediten bis 1 Mio Euro zu beobachten, die letztendlich
um 0,05 Prozentpunkte auf 2,43% stiegen. In beiden Kategorien zeigte
sich jedenfalls im dritten Quartal der weiterhin deutliche
Zinsvorteil für Österreichs Unternehmen im Vergleich zum
Euroraumdurchschnitt von 1,01 Prozentpunkte bei bis zu 1 Mio Euro
bzw. von 0,46 Prozentpunkte bei Krediten über 1 Mio Euro. Auch
hinsichtlich des aushaftenden Gesamtbestandes der Kredite ist
festzustellen, dass österreichische Unternehmen mit durchschnittlich
2,72% deutlich günstigere Zinskonditionen vorfanden als der
Durchschnitt im Euroraum (3,35%).

Bei neu vergebenen Einlagen an private Haushalte waren bei kurzen
Laufzeiten (bis 1 Jahr) bzw. langen Laufzeiten (über 2 Jahre) nach
den historischen Tiefstständen der letzten Monate im
Quartalsvergleich nunmehr wieder Anstiege (im Schnitt um 0,06 bzw.
0,07 Prozentpunkte) zu verzeichnen. Dennoch lagen die Zinssätze
besonders bei kürzeren Laufzeiten deutlich unter den
Euroraumvergleichswerten. Bei Laufzeit von bis zu 1 Jahr wurde die
1-Prozentmarke im September 2010 mit 1,03% in Österreich nur knapp
überschritten, während im Euroraum im Schnitt ein Zinssatz von 2,25%
zu verzeichnen war. Allerdings muss hier betont werden, dass die
Durchschnittszinssätze des Euroraums durch extrem hohe Zinssätze in
einigen südlichen Ländern stark nach oben beeinflusst wurden.
Geringer war der Zinsnachteil für Österreichs Kunden bei
Bindungsfristen von mehr als 2 Jahren. Hier betrug der
Durchschnittszinssatz im September 2010 in Österreich 2,05%
verglichen mit 2,28% im Euroraum.

Weitere statistische Informationen unter dieaktuellezahl.oenb.at bzw.
www.oenb.at im Bereich "Statistik und Melderservice".

  

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"Eher versklaven wir unsere Kinder, als die Steuer anzuheben"
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.11.10 20:15)

Die Iren sind offenbar aus anderem Holz geschnitzt als wir.
Bei uns fühlt sich AK-Tumpel auch schon für die irischen Steuern
zuständig: "Das muss endlich als Anlass genommen werden, dem
Unterbietungswettlauf bei der Körperschaftssteuer (KÖSt) und bei
anderen Unternehmenssteuern, wo Irland eine "Vorreiterrolle" inne
hatte, ein Ende zu setzen."

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"Eher versklaven wir unsere Kinder, als die Steuer anzuheben"

Trotz finanzieller Hilfe der EU wollen sich die Iren nicht von ihrer niedrigen Unternehmenssteuer von 12,5 Prozent trennen. Man fürchtet, Investoren abzuschrecken.

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/wirtschaftspolitik/eher-versklaven-wir- unsere-kinder-als-die-steuer-anzuheben-448367/index.do?_vl_backlink=/home/index.do&_vl_pos=2.2.DT

  

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Konzerne stärker in die Mangel genommen
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.12.10 09:20)

Budget: Konzerne stärker in die Mangel genommen

Aus dem von der SPÖ geforderten Ende der Gruppenbesteuerung ist zwar nichts geworden, die Regierung hat sich im Budget aber trotzdem etwas ausgedacht, um Konzerne stärker zur Kasse zu bitten.

Anfang nächsten Jahres endet nämlich die Abzugsfähigkeit für Fremdkapitalzinsen für Beteiligungskäufe im Konzern. Im Budget rechnet Finanzminister Josef Pröll aus dem Titel Körperschaftssteuern demnach mit Mehreinkünften von 50, 280, 280 und 300 Millionen € in den Jahren 2011 bis 2014.

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/wirtschaftspolitik/budget-konzerne-staerk er-in-die-mangel-genommen-449637/index.do?_vl_backlink=/home/index.do&_vl_pos=11.1.DT

  

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Leitl will Mindeststeuern für Firmen im Euro-Raum
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.10 15:13)

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl fordert - nach dem Vorbild der Mehrwertsteuern - einen Mindestsatz für die Körperschaftssteuer in der Eurozone. Zu diesem Mindestsatz könnte es dann eine Bandbreite für die Gesamthöhe der Steuer geben, schlug Leitl im Gespräch mit dem "Standard" (Montagausgabe) vor. Steuerdumping wie in Irland könne damit beendet werden.

Kritik an der Beteiligung Österreichs am Euro-Rettungsschirm für Irland wies der WKÖ-Präsident scharf zurück. 2009 sei auch Österreich nach einer Aussage des Ökonomen Paul Krugman ins Visier der Spekulanten geraten. "Ohne den Euro wäre es uns saudreckig gegangen", sagte Leitl.

(APA)

  

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RE: Leitl will Mindeststeuern für Firmen im Euro-Raum
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.10 18:12)

Sehr schlechte Idee, und das von einem vorgeblichen Interessensvertreter der Unternehmer.
Mindeststeuern für die Niedrigsteuerländer führen automatisch auch zu steigenden Steuersätzen in den Hochsteuerländern wie Österreich. Ein bisserl Konkurrenzdruck zwischen den Staaten muß schon sein; Monopole und Kartelle sind bekanntermaßen nicht besonders effizient.

  

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RE: Leitl will Mindeststeuern für Firmen im Euro-Raum
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.10 19:47)

>Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl fordert - nach
>dem Vorbild der Mehrwertsteuern - einen Mindestsatz für die
>Körperschaftssteuer in der Eurozone. Zu diesem Mindestsatz
>könnte es dann eine Bandbreite für die Gesamthöhe der Steuer
>geben, schlug Leitl im Gespräch mit dem "Standard"
>(Montagausgabe) vor. Steuerdumping wie in Irland könne damit
>beendet werden.


Der Leitl verkörpert für mich (trotz seiner Verdienste als
OÖ-Finanzlandesrat) die Probleme Österreichs: Ein Unternehmensvertreter der
für die Aufhebung des Steuerwettbewerbs eintritt. - Ohne Worte.

  

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RE: Leitl will Mindeststeuern für Firmen im Euro-Raum
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.12.10 19:59)

Ganz überraschend kommt das natürlich nicht. Man kennt die Rolle der Wirtschaftskammer in der Ladenschlußdebatte, auch nicht gerade ein Beispiel für Freude am Wettbewerb.

  

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U.K. Treasury Sets 2011 Bank Levy at 0.05% of Balance Sheets
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.12.10 11:35)

bei uns sinds 0,08%


U.K. Treasury Sets 2011 Bank Levy at 0.05% of Balance Sheets

Dec. 9 (Bloomberg) -- The British government said it will
tax banks at the rate of 0.05 per cent of their balance sheets
in 2011 and at 0.075 per cent starting in 2012. The Treasury
previously had considered a levy of 0.04 percent next year and
0.07 per cent in following years.

  

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Thema #108202

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