DJ EANS-Adhoc: Österreichische Post AG Q1 2012: -2-
Umsatzentwicklung, die auf vergleichbarer Basis eine stabile bis leicht positive Entwicklung zeigen sollte. Die Geschäftsentwicklung wird weiterhin von den strukturellen Veränderungen der Branche geprägt. Durch die elektronische Substitution ist von einem Rückgang bei adressierten Briefmengen auszugehen, während der zunehmende Internethandel für Wachstum an Paketmengen sorgt. Das gedämpfte konjunkturelle Umfeld könnte sich nachteilig auf die Werbewirtschaft und das Konsumverhalten auswirken. Ein Fokus des Konzerns liegt weiterhin auf der Profitabilität der erbrachten Leistungen. Für die nachhaltige Ergebnisentwicklung der Österreichischen Post gilt weiterhin die Zielbandbreite einer EBITDA-Marge von 10-12%. Eine weitere Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber 2011 wird angestrebt. Der erwirtschaftete operative Cashflow wird umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Effizienzsteigerungen, Strukturmaßnahmen und Zukunftsinvestitionen eingesetzt werden. Für das Jahr 2012 sind Anlageinvestitionen (CAPEX) in der Größenordnung von 80-90 Mio EUR vorgesehen. Diese dienen einerseits als Ersatzinvestitionen für bestehende Anlagen und andererseits zur stetigen Modernisierung und Effizienzsteigerung - etwa durch neue Sortiertechnik für Werbesendungen. Zur Abrundung und Absicherung des Kerngeschäftes sind nationale und internationale Akquisitionen möglich. Die bestehende attraktive Dividendenpolitik wird weiter fortgesetzt. GESCHÄFTSVERLAUF DER DIVISIONEN DIVISION BRIEF, WERBEPOST & FILIALEN Seit Jahresanfang 2012 werden die Divisionen Brief und Filialnetz in der nunmehr neuen Division Brief, Werbepost & Filialen zusammengefasst. Die neue Gliederung spiegelt die aktuelle Organisations-, Steuerungs- und Berichtsstruktur wider. Der Umsatz der Division hat sich im ersten Quartal 2012 mit einem Anstieg auf 385,0 Mio EUR sehr positiv entwickelt. Diese solide Entwicklung konnte trotz konjunktureller Unsicherheiten und dem anhaltenden Trend rückläufiger adressierter Sendungsvolumen, bedingt durch elektronische Substitution, erzielt werden, da Sondereffekte wie neue physische Informationspflichten der Kunden im Finanz-, Telekommunikations- und Energiesektor die Umsatzentwicklung positiv beeinflussten. Das erste Quartal hatte zudem einen Arbeitstag mehr als das Vergleichsquartal des Vorjahres. Im Geschäftsfeld Briefpost konnte der Umsatz im Periodenvergleich um 13,3% auf 205,2 Mio EUR verbessert werden. Der anhaltenden Substitution von Briefen durch elektronische Medien wirkten positive Effekte entgegen. An Einmaleffekten sind ein zusätzlicher Arbeitstag und neue gesetzliche Verpflichtung diverser Kundengruppen zu nennen. Zudem hat die veränderte Produktlandschaft der Österreichischen Post etwa eine Volumenverschiebung von Werbesendungen hin zu höherwertigen Briefprodukten sowie im Bereich Internethandel von Paket- zu Briefsendungen mit sich gebracht. Auch neue Dienstleistungen im Bereich Mail-Solutions wie Poststellenmanagement konnten Zuwächse erzielen. Das Geschäftsfeld Werbepost verzeichnete im ersten Quartal 2012 einen leichten Umsatzrückgang auf 109,7 Mio EUR. Dies ist vor allem auf die oben angeführten Volumenverschiebungen zur Briefpost zurückzuführen, aber auch auf strukturelle Rückgänge im Versandhandel und saisonale Verschiebungen von Werbekampagnen vom ersten in das zweite Quartal. Der Umsatz im Geschäftsfeld Medienpost verbesserte sich in den ersten drei Monaten 2012 auf 35,7 Mio EUR. Der Umsatz der ehemaligen Division Filialnetz wird nunmehr im Geschäftsfeld Filialdienstleistungen ausgewiesen und reduzierte sich auf 34,4 Mio EUR. Dieser Rückgang ist je zur Hälfte auf die Umgliederung des Bereichs "Wertlogistik" in die Division Paket & Logistik und sowie auf rückläufige Umsätze bei Handelswaren und Finanzdienstleistungen zurückzuführen. In Summe verbessert sich das EBITDA der Division Brief, Werbepost & Filialen in der Berichtsperiode auf 81,8 Mio EUR, das EBIT stieg auf 74,4 Mio EUR. Die ehemalige Division Filialnetz ist darin mit einem leicht negativen Beitrag enthalten. DIVISION PAKET & LOGISTIK Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Quartal 2012 um 5,9% auf 220,8 Mio EUR. Per 15. März 2012 wurde eine Vereinbarung mit PostNL getroffen, die Gesellschaften in den Niederlanden und Belgien zu verkaufen. Die Entkonsolidierung der niederländischen Gesellschaft erfolgte per 15. März 2012, die Abgabe der belgischen Tochtergesellschaft wird mit Ende Juni erwartet. Mit dem Produktsegment "Paket Premium" (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden), das hauptsächlich im Business-to-Business-Bereich Anwendung findet, wurde im ersten Quartal 2012 eine Umsatzsteigerung um 4,1% auf 169,4 Mio EUR erzielt. Die deutsche Tochtergesellschaft trans-o-flex erwirtschaftete davon rund drei Viertel bei zufriedenstellenden Wachstumsraten. Überdurchschnittliche Steigerungen sind bei Geschäftskundenpaketen in Österreich zu verzeichnen, während in Südost-/Osteuropa ein verstärkter Preisdruck erkennbar ist. Zuwachsraten verzeichnete auch das Produktsegment "Paket Standard", das vorrangig für Sendungen an Privatkunden zur Anwendung kommt. Der Umsatz stieg um 7,2% auf 43,6 Mio EUR. Das Ergebnis der Division Paket & Logistik konnte operativ verbessert werden, das EBIT im ersten Quartal betrug 7,6 Mio EUR. Der Zwischenbericht zum 1. Quartal 2012 ist im Internet unter www.post.at/ir --> Publikationen --> Finanzberichte verfügbar. Ende der Mitteilung euro adhoc =-------------------------------------------------------------------------------
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May 16, 2012 01:31 ET (05:31 GMT)