DJ EANS-Adhoc: ÖSTERREICHISCHE POST 2011: Anstieg -2-

35,00 EUR +0,00%
Hoch 35,35 Tief 34,65 Vortag 35,00
Österreichischen Post verzeichnete 2011 eine Steigerung um 7,3% auf 168,3 Mio 
EUR. Die EBIT-Marge beträgt 7,2%. 
Im Berichtszeitraum erzielten die Divisionen im operativen Geschäft eine 
Ergebnisverbesserung. So verzeichnete die Division Brief eine EBIT-Steigerung 
auf 295,7 Mio EUR, und auch die Division Filialnetz konnte den 
Restrukturierungspfad fortsetzen und das Jahr 2011 mit einem EBIT von minus 17,8 
Mio EUR abschließen, was nach minus 30,8 Mio EUR im Vergleichszeitraum des 
Vorjahres eine deutliche Verbesserung bedeutet. 
Das ausgewiesene EBIT der Division Paket & Logistik betrug im Jahr 2011 minus 
28,3 Mio EUR. Darin inkludiert sind allerdings auch Wertberichtigungen 
(Impairments) von Firmenwerten und Sachanlagen in Höhe von 16,8 Mio EUR sowie 
Strukturmaßnahmen und Entkonsolidierungseffekte in Höhe von 22,0 Mio EUR bzw. 
3,3 Mio EUR. Die angeführten Aufwendungen fielen größtenteils im Rahmen der 
Restrukturierung sowie der Verwertung der Tochtergesellschaften in Belgien und 
den Niederlanden an. Der im vierten Quartal gestartete Verwertungsprozess führte 
dazu, dass das Vermögen und die Schulden dieser Tochtergesellschaften als 
Veräußerungsgruppe (Held for Sale) erfasst wurden. Die gemäß IFRS 5 
erforderliche Bewertung führte zu Wertminderungen und Vorsorgen, die in den 
ausgewiesenen Strukturmaßnahmen enthalten sind. Auf vergleichbarer operativer 
Basis - ohne Strukturmaßnahmen und Wertberichtigungen - erhöhte sich das EBIT 
der Division Paket & Logistik um 9,3% auf 13,8 Mio EUR. 
Im Bereich Corporate hat sich das EBIT von minus 57,7 Mio EUR in 2010 auf minus 
81,3 Mio EUR reduziert. Diese Differenz ist auf höhere Einnahmen aus 
Immobilienverkäufen im Geschäftsjahr 2010 sowie höhere Abschreibungen in der 
aktuellen Berichtsperiode zurückzuführen. Darüber hinaus enthält der Bereich 
Corporate Aufwendungen zentraler Abteilungen sowie Veränderungen von 
Personalrückstellungen und Restrukturierungen. 
Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 9,7% auf 163,1 Mio EUR. Nach Abzug von 
Steuern im Ausmaß von 39,3 Mio EUR ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis 
nach Steuern) von 123,8 Mio EUR. Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 
1,83 EUR für das Geschäftsjahr 2011 nach 1,75 EUR in 2010 (+4,6%). 
 
CASHFLOW 
Der Cashflow aus dem Ergebnis 2011 lag mit 248,6 Mio EUR signifikant über dem 
Vergleichswert des Vorjahres. Das verbesserte Ergebnis, geringere 
Steuerzahlungen als im Vergleichszeitraum und höhere sonstige, 
zahlungsunwirksame Vorgänge haben dazu beigetragen. Der Cashflow aus der 
Geschäftstätigkeit konnte um 27,6% auf 228,2 Mio EUR gesteigert werden. 
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von minus 65,8 Mio EUR beinhaltet 
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) in Höhe von 73,8 Mio EUR 
sowie Erlöse aus Anlageverkäufen von 23,9 Mio EUR. Der ausgewiesene Free 
Cashflow lag mit 162,5 Mio EUR um 5,8% über dem Vergleichswert des Vorjahres. 
 
MITARBEITER 
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitkräfte) des 
Österreichischen Post Konzerns verringerte sich im Berichtszeitraum gegenüber 
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,8% oder 673 Mitarbeiter auf nunmehr 
23.369. Dabei war in allen Divisionen außer Paket & Logistik ein Rückgang an 
Mitarbeitern zu verzeichnen. Der weitaus größte Teil der Konzernmitarbeiter (in 
Vollzeitkräften) ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (19.907). Rund 
3.500 Mitarbeiter arbeiten in den Tochtergesellschaften. 
 
AUSBLICK 2012 
Für das Jahr 2012 geht die Österreichische Post davon aus, dass die 
Geschäftsentwicklung auch weiterhin von zwei wesentlichen Faktoren beeinflusst 
wird: der strukturellen Veränderung des Briefgeschäfts und der allgemeinen 
Wirtschaftslage. Vor diesem Hintergrund erwartet das Unternehmen - nach dem 
starken Umsatzanstieg von 4,2% im Jahr 2011 - für das Geschäftsjahr 2012 auf 
vergleichbarer Basis eine stabile bis leicht positive Entwicklung des 
Konzernumsatzes. Das mittelfristige Wachstumsziel von 1-2% pro Jahr bleibt 
aufrecht. 
Die strukturelle Veränderung manifestiert sich im stetigen Rückgang der 
Sendungsvolumina in der adressierten Briefpost. Dem internationalen Trend 
folgend, ist in Österreich auch weiterhin von einem Rückgang zwischen 3% und 5% 
pro Jahr auszugehen. Demgegenüber sorgt der weiter zunehmende Internet-Handel 
für anhaltendes Wachstum bei den transportierten Paketmengen - insbesondere im 
Privatkundensegment. 
Die gedämpften Konjunkturprognosen für das Jahr 2012 könnten sich zwar auf ein 
zurückhaltendes Konsumverhalten der Verbraucher, aber auch der Werbewirtschaft 
auswirken. Die Österreichische Post rechnet allerdings damit, dass die Werbepost 
- als effizientestes Werbe-Tool - ihren Platz im Marketing-Mix der Unternehmen 
behaupten kann. Vor diesem Hintergrund geht der Konzern auch für 2012 davon aus, 
dass es gelingt, den strategischen Kurs zu halten und die operativen Ziele auch 
in einem schwierigen Marktumfeld zu erreichen. 
Ein Fokus des Konzerns liegt auf der Profitabilität der erbrachten Leistungen, 
insbesondere bei Geschäften die bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben 
sind. Für die nachhaltige Ergebnisentwicklung der Österreichischen Post gilt 
weiterhin die Zielbandbreite einer EBITDA-Marge von 10-12%. Auch eine weitere 
Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird angestrebt. 
Der erwirtschaftete operative Cashflow wird umsichtig und zielgerichtet für 
nachhaltige Effizienzsteigerungen, Strukturmaßnahmen und Zukunftsinvestitionen 
eingesetzt werden. Für das Jahr 2012 sind Anlageninvestitionen in der 
Größenordnung von 80-90 Mio EUR vorgesehen. Diese dienen einerseits als 
Ersatzinvestitionen für bestehende Anlagen und andererseits zur stetigen 
Modernisierung und Effizienzsteigerung - etwa durch neue Sortiertechnik für 
Werbesendungen. Zur Abrundung und Absicherung des Kerngeschäftes sind nationale 
und internationale Akquisitionen möglich. Aktuell sind jedoch keine großen 
Zukäufe geplant. 
Für das Geschäftsjahr 2011 wird der Vorstand der Österreichischen Post der 
nächsten Hauptversammlung am 17. April 2012 die Ausschüttung einer Dividende von 
1,70 EUR je Aktie vorschlagen. Basierend auf einer soliden Bilanzstruktur und 
der Erwirtschaftung entsprechender Cashflows soll die bestehende attraktive 
Dividendenpolitik auch weiterhin fortgesetzt werden: Die Österreichische Post 
möchte zumindest 75% des Nettoergebnisses an die Aktionäre ausschütten. Unter 
der Voraussetzung einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung soll sich die 
Dividende mit dem Konzernergebnis weiterentwickeln. 
 
GESCHÄFTSVERLAUF DER DIVISIONEN 
DIVISION BRIEF 
Der Außenumsatz der Division Brief erhöhte sich auf vergleichbarer Basis 2011 um 
4,4% bzw. 56,3 Mio EUR. Im Geschäftsfeld Briefpost konnte der Umsatz im 
Periodenvergleich um 4,5% auf 755,6 Mio EUR verbessert werden. Der anhaltenden 
Substitution von Briefen durch elektronische Medien wirkten positive Effekte 
entgegen, wie etwa eine Volumenumschichtung von Paket- zu Briefdienstleistungen 
im Internethandel, Umsatzzuwächse im Bereich Mail-Solutions sowie das seit Mai 
2011 grundsätzlich neu gestaltete Produkt- und Markensortiment. Die nunmehr 
mögliche Differenzierung zwischen einem "Premium"- und einem "Economy"-Produkt 
bietet für Business-Kunden mehr Wahlmöglichkeiten in der Zustellgeschwindigkeit. 
Der überwiegende Teil der Kunden hat sich 2011 für "Premium" entschieden. 
Im Geschäftsfeld Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) erhöhte 
sich der Umsatz 2011 auf vergleichbarer Basis um 4,9% bzw. 21,3 Mio EUR und 
zeigt damit, dass sich die Werbewirtschaft 2011 solide entwickelte. Innovative 
Lösungen wie etwa individualisierte Werbesendungen wurden vom Markt gut 
aufgenommen. 
Der Umsatz im Geschäftsfeld Medienpost nahm 2011 mit einem Plus von 1,7% auf 
137,7 Mio EUR ebenfalls leicht zu. 
In Summe verbessert sich das EBITDA der Division Brief in der Berichtsperiode 
auf 322,8 Mio EUR. Automations- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen resultierten 
2011 in einer sehr deutlichen Kostendisziplin. Damit gelang es, das EBIT der 
Division Brief auf 295,7 Mio EUR zu verbessern. 
 
DIVISION PAKET & LOGISTIK 
Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich 2011 um 5,6% auf 
846,5 Mio EUR. Bei anhaltendem Preisdruck konnte dabei eine Zunahme des 
Paketvolumens sowohl bei Privaten durch eine Steigerung im Internet-Handel wie 
auch bei Geschäftskunden erzielt werden. Der Umsatz im Produktsegment Standard 
Paket, das vorrangig für Sendungen an Privatkunden genutzt wird, verzeichnete 
auch 2011 ein stetiges Wachstum - und zwar um 3,8% auf 166,8 Mio EUR. 
Mit dem Produktsegment Premium Paket (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden), 
das hauptsächlich im Business-to-Business-Bereich Anwendung findet, erzielte die 
Division Paket & Logistik 2011 eine Umsatzsteigerung um 4,7% auf 659,9 Mio EUR. 
Davon entfielen rund 60% auf die deutsche Tochtergesellschaft trans-o-flex. Sehr 
positiv entwickelte sich das Volumen an Geschäftskundenpaketen auch weiterhin in 
Österreich sowie in Südost-/Osteuropa. In Belgien und den Niederlanden wurden 
zwar Zuwächse verzeichnet, die negative Ergebnissituation der betroffenen 
Tochtergesellschaften konnte aber trotz dieser Umsatzsteigerung nicht verbessert 
werden. Deshalb leitete die Österreichische Post Ende 2011 umfangreiche 
Strukturmaßnahmen ein, um eine neue Logistiklösung für diese Region zu schaffen. 
 
Das ausgewiesene EBIT der Division Paket & Logistik betrug im Jahr 2011 minus 

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March 15, 2012 02:31 ET (06:31 GMT)