Ottakringer-Eigentümer wollen Streubesitz abschütteln

Barabfindung in Höhe des Delisting-Angebots

Die Hauptgesellschafter der Wiener Brauerei Ottakringer wollen nach dem Börsenrückzug die noch verbliebenen Aktionäre loswerden. Die Ottakringer Holding AG, die Wenckheim Privatstiftung, die Ottakringer Privatstiftung und die Menz Beratungs- und Beteiligungs GmbH, die zusammen 91,64 Prozent halten, teilten am Montag mit, die restlichen Anteilsinhaber per Gesellschafterausschluss und einer Barabfindung in Höhe des Delisting-Angebots vor die Tür zu setzen.

88,50 EUR -3,80%
Hoch 88,50 Tief 88,50 Vortag 92,00

Dazu soll voraussichtlich Ende Jänner 2024 eine Hauptversammlung stattfinden, wie es in der Pflichtmitteilung hieß. Für Stammaktien soll die Abfindung 85 Euro und für Vorzugsaktien 70 Euro betragen.

Die Ottakringer Holding AG, der Hauptaktionär der Ottakringer Getränke AG, erklärte mit dem Rückzug von der Börse sei die Entscheidung für ein vom Kapitalmarkt unabhängiges Familienunternehmen getroffen worden. "Wir sind jetzt davon überzeugt, dass es in der Eigentümerstruktur Klarheit und schlanke Strukturen braucht", so die Begründung für den Gesellschafterausschluss. Ohne den Streubesitz soll sich der Verwaltungsaufwand reduzieren.

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