VIG im Halbjahr mit erwartetem Gewinnrückgang: Niedrigzinsen belasten

Jahresziel einer EGT-Verdoppelung auf "bis zu 400 Mio. Euro" aber intakt - Einnahmen stagnierten bis Juni, ohne Einmalerläge jedoch 4,5 Prozent Zuwachs

Wie schon im ersten Quartal musste der börsennotierte Versicherungskonzern Vienna Insurance Group (VIG) auch im Halbjahr einen Rückgang des Vorsteuerergebnisses (EGT) und rund ein Fünftel hinnehmen: Es sank im Jahresabstand um 17,5 Prozent auf 201 (244) Mio. Euro. Schon Anfang August hatte die VIG "rund 200 Mio. Euro" avisiert. Die Niedrigzinsen beeinflussten das Finanzergebnis weiterhin negativ.

64,30 EUR -1,23%
Hoch 65,60 Tief 63,90 Vortag 65,10

Das Gesamtjahresziel für das EGT bekräftigte die VIG am Dienstag - man peile eine Verdoppelung des Vorjahresgewinns "auf bis zu 400 Mio. Euro" an und sei mit dem Halbjahresresultat erfolgreich auf Kurs.

Die verrechneten Prämieneinnahmen des Konzerns stagnierten im Halbjahr bei 4,93 (4,91) Mrd. Euro. Bereinigt um das in vielen Märkten bewusst restriktiv gehandhabte Einmalerlags-Geschäft in der Sparte Lebensversicherung hätte das Prämienplus in den ersten sechs Monaten 4,5 Prozent betragen. Die Combined Ratio des Konzerns - Schäden und Kosten bezogen auf die Einnahmen - lag bei 97,9 Prozent (nach Rückversicherung, ohne Veranlagungserträge). Das Finanzergebnis sank um 13,2 Prozent auf 450 (518) Mio. Euro. Die Kapitalanlagen des Konzerns lagen per 30.6. samt liquiden Mitteln bei 32,3 Mrd. Euro (+3,2 Prozent).

(Schluss Auftakt/Ausführlicher Bericht folgt) sp/itz

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