Mellach vor Verkauf an deutsch-österreichische Investoren - Zeitung

"Kleine": Potenzieller Käufer soll Fernwärmevertrag bis 2035 bieten - Deal "noch im Frühjahr"

Der geplante Verkauf der Verbund-Kraftwerke im steirischen Mellach sowie eines stillgelegten Ölheizkraftwerkes in Neudorf-Werndorf soll an "eine deutsch-österreichische Investorengruppe" erfolgen, und zwar "noch im Frühjahr", berichtet die "Kleine Zeitung" in ihrer Dienstag-Ausgabe. Der Investor wolle den Standort Mellach ausbauen und biete einen Fernwärmevertrag bis zum Jahr 2035.

64,10 EUR +1,58%
Hoch 65,10 Tief 62,90 Vortag 63,10

Die unter den Interessenten befindliche Investorengruppe wolle sämtliche Verbundkraftwerke in der Steiermark im Paket erwerben, also nicht nur das Gas- und das Kohlekraftwerk am Standort Mellach, sondern auch das mit Öl befeuerte, stillgelegte Heizkraftwerk Neudorf-Werndorf, heißt es.

Während letzteres abgebaut werden solle, gebe es für die beiden Kraftwerke in Mellach eine langfristige Perspektive, so der Bericht. "Wir streben einen langfristigen neuen Fernwärmevertrag bis 2035 an", heißt es laut "Kleine" seitens der Investoren. Im "Kurier" hatte es vorige Woche geheißen: "Der Käufer wird auch den bestehenden Vertrag über die Fernwärmeversorgung des Standortes Graz übernehmen." Bisher hat der Verbund der Energie Steiermark mit Mellach die Grazer Fernwärmeversorgung bis 2020 garantiert.

Laut "Kurier", der "einen ausländischen Energieversorger" als Favorit bezeichnet hatte, könnte der Deal rund 175 Mio. Euro einspielen. Dem Vernehmen nach solle der Verbund um die 200 Mio. Euro Erlös anpeilen, laut Branchenkennern dürfte sich der Preis aber am Ende eher bei rund 175 Mio. Euro einpendeln, hieß es im Bericht vom vorigen Mittwoch. Die "Kleine" nennt keinen Preis.

(Schluss) sp/ivn