Causa Blaulichtfunk - Weisenrat entschied über Anklage

Justizminister Brandstetter hatte Beschuldigten, Fischer, beraten

Über die Anklage in der Causa Blaulichtfunk/Tetron hat im Justizministerium nicht der Minister, sondern der Weisenrat entschieden. Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) habe den nunmehr beschuldigten Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer in dem Verfahren beraten, hieß es vom Justizministerium auf APA-Anfrage. Als Verteidiger habe Brandstetter in dieser Causa für Fischer nicht agiert.

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Brandstetter kann wegen seiner Tätigkeit als Universitätsprofessor für Strafrecht Beschuldigte vor Gericht vertreten. Vor seiner Ministertätigkeit hatte er dies insbesondere im Bereich Wirtschaftsstrafrecht getan. Der ÖVP-Minister hatte angesichts der Diskussion um seine frühere Tätigkeit als Strafverteidiger zu Beginn seiner Amtszeit einen Weisenrat eingesetzt.

Brandstetter hatte Fischer als Mandanten in der Telekom-Kursmanipulationsaffäre vor Gericht vertreten. Fischer war im Februar 2013 wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilt worden, der Schuldspruch ist nicht rechtskräftig.

(Schluss) gru/pro