Erste Bank rät Anlegern derzeit weiterhin defensiv vorzugehen

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Hoch 5.898,11 Tief 5.796,68 Vortag 5.852,36
Erste Bank rät Anlegern derzeit weiterhin defensiv vorzugehen

Die Woche verlief zwar für den ATX bis Donnerstag Schluss mit +3,0% durchaus sehr positiv, am Freitag zeichnet sich intraday jedoch ab, dass all diese Gewinne wieder abgegeben werden müssen. Wirtschaftsforscher überschlagen sich aktuell beim Revidieren der Wachstumsprognosen nach unten und ähnlich geht es auch den Analysten. Es nimmt jedoch auch die negative Wirkung all dieser schlechten Nachrichten ab, womit sich für uns eindeutig die lange Phase der Bodenbildung fortsetzt. Aus charttechnischer Sicht kann aktuell allerdings auch leider ein nochmaliger Test der Tiefststände vom November nicht ausgeschlossen werden.

An Nachricht gab es in Wien für die vorweihnachtliche Zeit doch noch einiges zu berichten. Zumtobel und EVN legten Quartalszahlen vor: Zumtobel war beim Ausblick sehr zurückhaltend; EVN berichtete eher etwas schwächere Zahlen, gab dafür einen besseren Ausblick. Weiters haben wir in dieser Woche einen Versicherungssektorreport publiziert, wobei Vienna Insurance Group hier ganz klar unser Favorit bleibt. In einer neuen Raiffeisen Int. Analyse haben wir das Kurspotenzial auf Sicht der nächsten 12 Monate nun mit EUR 30 angegeben. Bei Intercell gab es zumindest einmal mit der de facto erfolgten Zulassung in Australien für den Japan Enzephalitis Impfstoff positive News, wenngleich die wichtigen Marktzulassungen in Europa und USA noch ausstehen. Die Erste Group hat weiters am Freitag anläßlich ihres Kapitalmarkttags den Ausblick für 2008 (+15% Betriebsergebnis) bestätigt und eine Prognose mit +10% im operativen Ergebnis für 2009 abgegeben.

Wir raten Anlegern derzeit weiterhin defensiv vorzugehen. Am besten ist es derzeit über Sparpläne kontinuierlich und in kleinen Schritten zu investieren, weil man das beste Timing für einen Einstieg derzeit kaum abschätzen kann. Sicher ist aber, dass Sparbücher und Geldmarktveranlagungen von der Verzinsung her laufend weniger attraktiv werden und ein Teil davon zumindest früher oder später in höher verzinste Aktien- oder Anleihemärkte wechseln wird.