Hauptgrund für ATX-Schwäche ist der aktuelle Ölpreis

5.813,69 EUR +0,07%
Hoch 5.818,57 Tief 5.768,29 Vortag 5.809,61
Hauptgrund für ATX-Schwäche ist der aktuelle Ölpreis

Mit einem deutlichen Abschlag von rund 3% ging der ATX ins Wochenende. Die Konsolidierung findet somit ihre Fortsetzung. Der ATX befindet sich allerdings in guter Gesellschaft, da in der letzten Woche nahezu alle Indices deutlich nachgaben. Ein Hauptgrund dafür ist sicherlich der aktuelle Ölpreis, dessen Anstieg um mehr als USD 10 am letzten Freitag die Märkte schockierte. Der Aufwärtstrend des Ölpreises ist jedenfalls ungebrochen, und so kommt es, dass am Ende der Woche auch nur die zwei Ölwerte des ATX positiv schlossen, nämlich die OMV mit einem Plus von 1,2% und die SBO mit +4,3%. Der Wochenverlierer war Zumtobel mit einem Minus von 15,3%, jedoch ohne nennenswerten Newsflow. Das Minus des Flughafen Wien (-14,8%) ist wohl mit der Gewinnwarnung der AUA in Verbindung zu bringen. Die Diskussionen über mögliche Partnerschaften der AUA sind ja auch mit der Standortfrage (Flughafen Wien) verknüpft, und das schafft natürlich Spielraum für alle möglichen Spekulationen. bwin musste trotz EURO-Fiebers ebenfalls einen deutlichen Rückgang hinnehmen (-8,2%). Wienerberger gab zu Wochenbeginn bekannt, zwei Werke in England vorübergehend stillzulegen, die Aktie gab um 7,4% nach. Für die schwache Performance des ATX waren aber auch die Banken (Raiffeisen International mit -4,7% und die Erste Bank mit -3,4%) als Schwergewichte des österreichischen Leitindex maßgeblich verantwortlich. In der nächsten Woche gibt es aus Unternehmenssicht relativ wenig zu berichten. Kapsch TrafficCom und Phion werden Zahlen für das Geschäftsjahr 2007/08 bringen, Dividendenzahlungen gibt es von Lenzing (EUR 14 pro Aktie) und Raiffeisen International (EUR 0,93). Bei der Frage, wie es weiter geht, sind wir leider eher pessimistisch. Obwohl es fundamental für die meisten Aktien im ATX eigentlich recht gut ausschaut und das Forward KGV wieder unter 11x gefallen ist, ist das gesamte wirtschaftliche Umfeld eher ungünstig. Hohe Ölpreise, Inflation, ein starker Euro und ein Umfeld mit tendenziell steigenden Zinsen sind einfach ein gefährlicher Mix für Aktien. Der Fokus sollte in den nächsten Tagen/Wochen daher auf dem Ölpreis liegen. Sollte es hier Zeichen der Entspannung geben, dann müsste sich das auch positiv auf die Aktienmärkte auswirken. Ansonsten bleiben wir in der aktuellen Abwärtsphase.