Libro ringt um Nachlässe bei Banken und Lieferanten

Libro ringt um Nachlässe bei Banken und Lieferanten

Die ums Überleben ringende Buch- undMedienhandelskette Libro braucht von Banken und Lieferanten einenForderungsverzicht von rund 60 Prozent, was der gesetzlichenMindestquote bei einem gerichtlichen Ausgleich entspricht. DieserNachlass ist notwendig, unabhängig davon, ob die Handelskette von denGläubigerbanken oder von einem neuen Eigentümer übernommen wird.

Bei den Lieferanten, bei denen Libro neben Bankschulden von 2,3Mrd. S mit 730 Mill. S in der Kreide steht, bestehe die Bereitschaftfür einen "wesentlichen Nachlass", betonte Insolvenzexperte JohannKosstal vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV). Die Gespräche mit denLieferanten werden laufend weitergeführt, eine Entscheidung könntenoch diese Woche fallen.

Ein außergerichtliches Verfahren wäre jedenfalls für alleGläubiger die günstigste Lösung. Bei einem Konkursszenario würde dieQuote, so KSV-Experte Kosstal, lediglich 0 bis 13 Prozent betragenabhängig von den Schließungskosten.