STRABAG und PORR rücken in den ATX auf

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STRABAG und PORR rücken in den ATX auf



Durch die halbjährliche Überprüfung der österreichischen Indizes im Rahmen des Indexkomitees kommt es zu einer Änderung in der ATX-Zusammensetzung. STRABAG SE und PORR AG werden neu in den österreichischen Leitindex aufgenommen und ersetzen Telekom Austria AG und Mayr-Melnhof Karton AG. Die Zusammensetzung des ATX richtet sich nach zwei wesentlichen Kriterien: dem an der Börse erzielten täglichen Durchschnittsumsatz einer Aktie (Liquidität) und dem frei handelbaren Unternehmensanteil am Markt (Streubesitz-Kapitalisierung).

Mit dem Aufstieg in den ATX einhergeht bei der PORR AG ein Anstieg des Streubesitzfaktors von 0,5 auf 0,6. Bei der Palfinger AG kommt es ebenfalls zu einer Anhebung des Streubesitzfaktors von 0,4 auf 0,5. Der Streubesitzfaktor zeigt an, wie viele Aktien eines Unternehmens frei handelbar sind – Beteiligungen unter 4 % gelten dabei als Streubesitz. Je höher der Faktor, desto stärker das Gewicht der Aktie im Index. Sämtliche Änderungen werden per 22. September wirksam. Die nächste planmäßige Überprüfung der Zusammensetzung österreichischer Indizes erfolgt im März 2026, die Streubesitzfaktoren werden im Dezember 2025 neuerlich kontrolliert.

Die ATX-Berechnung beruht auf einer rein quantitativen Methodik, die in einem Regelwerk festgeschrieben ist. Gemäß den „Richtlinien für die österreichischen Indizes“ kann die Wiener Börse nach der halbjährlichen Überprüfung (März und September) Unternehmen aufnehmen oder streichen. Die Berechnungsparameter (Aktienanzahl, Streubesitzfaktoren und Repräsentationsfaktoren) werden quartalsweise (März, Juni, September und Dezember) überprüft. Die Wiener Börse veröffentlicht einmal monatlich die „ATX-Beobachtungsliste“, in welcher die Reihung der Aktientitel nach Liquidität und kapitalisiertem Streubesitz einsehbar ist. Im Indexkomitee, das die Regelwerke zu den Indizes beschließt, bringen institutionelle Investoren, Handelsmitglieder, Emittenten von Finanzprodukten, Wissenschaftler sowie die Wiener Börse ihre Erfahrung ein.