Nachfrage- und Dollarschwäche lasten auf Q2-Ergebnissen
Nachfrage- und Dollarschwäche lasten auf Q2-Ergebnissen
Die SBO veröffentlichte gestern ihre Zahlen zum 2. Quartal 2025, die leicht unter unseren Schätzungen lagen. Der Umsatz lag im Q2/25 mit EUR 124,4 Mio. um 12% unter dem Vorjahresquartal. Der Umsatzrückgang in der Division Precision Technology (PT) konnte durch ein Wachstum in der Division Energy Equipment (EE) nur teilweise kompensiert werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel infolge des herausfordernden Marktumfelds und der US-Dollar-Schwäche um 36% auf EUR 10,3 Mio., sodass die EBIT-Marge auf 8,3% sank (Q2/24: 11,3%). Der Quartalsgewinn schrumpfte schließlich um 45% auf EUR 5,5 Mio. Auch der Auftragseingang im 2. Quartal spiegelt mit einem Rückgang von 16,5% auf EUR 108,6 Mio. die gesunkene Investitionstätigkeit der Kunden wider.
Aufgrund der deutlichen Abschwächung des US-Dollars im Q2/25 reduzierte sich das Eigenkapital der SBO Ende des ersten Halbjahres 2025 auf EUR 419 Mio. (Ende 2024: EUR 493 Mio.), während die Nettoverschuldung auf EUR 82 Mio. anstieg (Ende 2024: EUR 56 Mio.) und der Verschuldungsgrad sich auf 19,7% erhöhte (Ende 2024: 11,4%).
Ausblick
Der Vorstand rechnet im 2. Halbjahr 2025 mit einer weiter verhaltenen Nachfrage in der Precision Technology-Division und begegnet dem durch Kostensenkungen sowie dem Ausbau zukunftsträchtiger Geschäftsfelder wie Additive Manufacturing. In der Energy Equipment-Division erwartet SBO hingegen eine bessere Entwicklung als der Gesamtmarkt, gestützt durch technologische Innovationen und internationale Expansion.
Trotz aktueller Herausforderungen stufen wir die langfristigen Aussichten der SBO weiter als vielversprechend ein, untermauert durch die Flexibilität, Innovationsführerschaft und die wachsende Präsenz im Nahen Osten (Saudi-Arabien, Dubai) und Asien (Vietnam). Außerdem beinhaltet die langfristige Strategie von SBO auch Übernahmen, die einen zusätzlichen Katalysator für die Aktie dar stellen könnten. Aktuell baut die SBO mit der vor wenigen Tagen vereinbarten Übernahme eines führenden britischen Anbieters im 3D-Metalldruck (3T Addi tive Manufacturing Ltd.) seine Position in diesem attraktiven Nischenmarkt aus. Die Bilanz der SBO ist weiterhin stark und bietet eine gute Basis für weiteres Wachstum, auch wenn sich Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad im Q2/25 aufgrund der US-Dollar Schwäche verschlechtert haben. Wir halten an unserer positiven Haltung gegenüber dem Unternehmen fest.