Q2-Zahlen: Hohes Auftragsplus, Ausblick bestätigt
Q2-Zahlen: Hohes Auftragsplus, Ausblick bestätigt
Die Q2-Zahlen von PORR lagen bei Profitabilität und Auftragseingang leicht über unseren Erwartungen. Nach dem witterungsbedingt schwächeren Jahresauftakt, legte die Produktionsleistung im 2. Quartal um 6% J/J auf EUR 1,79 Mrd. zu. Das EBIT stieg um 16,9% auf EUR 36,1 Mio. dank geringerer Abschreibungen und niedrigeren bezogenen Leistungen infolge einer höheren eigenen Wertschöpfung. Somit verbesserte sich die EBIT-Marge im Verhältnis zur Produktionsleistung auf 1,90% (Q2/24: 1,72%). Der Auftragsbestand erreichte Ende des Q2/25 mit EUR 9,42 Mrd. ein neues Allzeithoch. Der Auftragseingang kletterte sogar um 30,9% auf EUR 2,51 Mrd. dank zahlreichen Bahnbau-Neuaufträgen. Die zwei größten Aufträge mit einem Auftragswert von zusammen über EUR 800 Mio. betrafen eine Eisenbahnstrecke in Rumänien sowie Polens längsten Eisenbahntunnel in Lodz. Die Eigenkapitalquote lag zu Ende des Q2/25 bei 20%, die Nettoverschuldung lag bei EUR 301 Mio.
Ausblick
2025 erwartet der Vorstand unverändert eine moderate Leistungs- und Umsatzsteigerung sowie eine EBIT-Marge von 2,8-3,0% (2024: 2,6%). Der Mittelfristausblick 2030 visiert eine EBIT-Marge von 3,5% bis 4,0% an.
Insgesamt sehen wir die Q2-Ergebnisse neutral (das 2. Halbjahr ist im Bauge werbe immer wichtiger als das 1. Halbjahr) und sehen die PORR auf bestem Weg, ihre Finanzziele 2025 zu erfüllen und die Margen weiter auszubauen. Die negative Kursreaktion auf die Zahlenvorlage stufen wir hauptsächlich als Gewinnmitnahmen nach einer starken Kursentwicklung von knapp +80% seit Jahresbeginn ein. Insgesamt bleiben wir bei unserer positiven Einschätzung der PORR-Aktie. Unsere Empfehlung lautet Akkumulieren.