Ausblick
Ausblick 2025/26
Es herrscht immer noch kein klares Bild wie die US-amerikanische Regierung künftig mit Einfuhrzöllen für Waren in die USA umgehen will. AT&S erwartet aus dieser Entscheidung zwar keinen unmittelbaren gewichtigen Einfluss auf seine eigenen Produkte, auf die Endprodukte seiner Kunden könnte dies aber erheblichen Einfluss haben – und damit dann auch auf die Nachfrage nach Produkten von AT&S. Auch die Auswirkungen auf die Wechselkurse, insbesondere die Schwäche des US-Dollars, sind noch volatil. Der Vorstand hat daher entschieden, mit der Jahresprognose 2025/26 zu warten.
Anstatt einer Jahresprognose gibt das Unternehmen seine Erwartungen für das erste Halbjahr 2025/26 bekannt. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 beobachtet das Management, dass das volatile Bestellverhalten eines Schlüsselkunden anhält. Die Hochvolumen-Produktion im neuen Werk in Kulim ist angelaufen, während der nächsten Monate werden aber die Anlaufkosten der weiteren Linien das Verhältnis von Ergebnis zu Umsatz noch belasten.
Das Unternehmen plant einen Halbjahresumsatz von ca. 820 Mio. € zu erzielen (H1 2024/25: 800 Mio. €), die erwartete EBITDA-Marge wird mit etwa 20 % die erwähnten Anlaufkosten der weiteren Linien noch widerspiegeln (H1 2024/25: 19,6 %). Das Management plant ein Investitionsvolumen von etwa 110 Mio. € (H1 2024/25: 254 Mio. €). Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres erwartet das Unternehmen ein Investitionsvolumen über diesem Wert. Der überwiegende Teil dieser Investitionen wird in den Ausbau der IC-Substrat-Produktion im neuen Werk in Kulim fließen.
Ausblick 2026/27
Die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Kulim und der Ausbau des Standorts in Leoben entwickeln sich trotz der aktuell herausfordernden Weltwirtschaftslage weiterhin positiv. AT&S geht aktuell davon aus, dass im Geschäftsjahr 2026/27 ein Umsatz von rund 2,1 bis 2,4 Mrd. € und eine EBITDA-Marge von 24 bis 28 % erzielt wird. In dieser Prognose ist eine mögliche Eskalation im aktuell schwelenden Handelsstreit sowie eine weitere Abwertung des US-Dollars nicht enthalten, ebenso wenig wie ein möglicher Umsatz aus dem zweiten Werk, das AT&S in Kulim errichtet hat. Das Management beobachtet die derzeit angespannte geopolitische Lage mit höchster Aufmerksamkeit, um jederzeit auf Entwicklungen reagieren und strategische Anpassungen vornehmen zu können.