Starkes Q2 mit Rückenwind durch Zukäufe

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Starkes Q2 mit Rückenwind durch Zukäufe



Die BAWAG veröffentlichte diese Woche ihre Zahlen zum zweiten Quartal 2025. Der Nettogewinn lag bei EUR 210 Mio., was einem Gewinn je Aktie von EUR 2,65 entspricht und nur leicht unter den Konsensuserwartungen lag. Im ersten Halbjahr 2025 belief sich der Nettogewinn damit auf EUR 411 Mio. bzw. EUR 5,19 je Aktie, der RoTCE konnte auf 26,7% gesteigert werden. Positiv zum Ergebnisanstieg trugen erneut die beiden jüngsten Übernahmen bei – Knab (Niederlande) sowie seit 1. Februar 2025 die Barclays Consumer Bank Europe (Deutschland). Die operative Geschäftsentwicklung war weiterhin sehr robust: Das Ergebnis vor Risikokosten stieg im Q2/25 auf EUR 345 Mio., ein Plus von rund 31% gegenüber dem Vorjahresquartal. Der deutliche Anstieg der Risikokosten (+86% im Q2/25) ist vor allem auf das übernommene Portfolio unbesicherter Kreditkarten der Barclays Consumer Bank Europe zurückzuführen.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis stieg auf 37,5% (Q2/24: 32,9 %) und reflektiert ebenfalls die Auswirkungen der Zukäufe. Die Kernkapitalquote (CET1) war im Q2 leicht rückläufig (von 13,8% im Q1 auf 13,5% im Q2/25), berücksichtigt aber die abgegrenzte Dividende (EUR 226 Mio.) sowie das nun begonnene Aktienrückkaufprogramm in Höhe von EUR 175 Mio. Das Überschusskapital beläuft sich damit auf EUR 117 Mio. per Ende des Q2/25.

Ausblick

Das Management bestätigte neuerlich sowohl den Ausblick 2025 als auch die Finanzziele 2025-2027. Für das heurige Geschäftsjahr wird unverändert ein Nettogewinn von über EUR 800 Mio. (2024: EUR 760 Mio.) und ein RoTCE von über 20% (2024: 26%) erwartet. Das Q2-Ergebnis bewerten wir insgesamt als stark. Den Rückgang der Aktie am Tag der Ergebnisveröffentlichung führen wir vor allem auf Gewinnmitnahmen nach der starken Kursentwicklung der letzten zwölf Monate zurück.