Ergebnisse im 4. Quartal 2024 toppen Erwartungen, schwächeres Ergebnis 2025 erwartet
Ergebnisse im 4. Quartal 2024 toppen Erwartungen, schwächeres Ergebnis 2025 erwartet
Die AMAG-Gruppe traf mit ihrem EBITDA 2024 von knapp EUR 180 Mio. das obere Ende ihrer Prognose (EUR 160-180 Mio.) und lag damit etwas über den Konsensuserwartungen. Die Umsatzerlöse legten im 4. Quartal 2024 um 17,1% auf EUR 370,1 Mio. zu, während das EBITDA sogar um 40,7% auf EUR 31,6 Mio. zulegte. Primär waren die Preis- und Mengeneffekte, vor allem im Segment Rolling, für die positive Entwicklung verantwortlich und konnten den starken Anstieg von Tonerde im Q4 (mehr als Verdoppelung im Jahresabstand) mehr als ausgleichen. In Summe erzielte die AMAG 2024 einen Umsatz von EUR 1,4 Mrd. (-0,7% J/J) und ein Nettoergebnis von EUR 43,2 Mio. (-35% J/J). Der Vorstand schlägt eine Dividende von EUR 1,20/Aktie vor (2023: EUR 1,50/Aktie).
Ausblick
Der Vorstand gibt zu Jahresbeginn noch keinen konkreten Ergebnisausblick erwartet jedoch ein operatives Ergebnis unter dem Niveau von 2024. Im Segment Metall werden sich die gestiegenen Tonerdekosten negativ im Ergebnis auswirken, während das Segment Gießen von der – mit schwachem Ausblick behafteten – europäischen Automobilindustrie abhängig ist. Hinzu kommen erhöhte Unsicherheiten aus handelspolitischen Maßnahmen unter der Trump-Administration. Wir erwarten in den ersten beiden Quartalen 2025, dass die Margen infolge des scharfen Preisanstiegs bei Tonerde zeitlich versetzt unter Druck kommen werden. Wie in unserer jüngsten Analyse im Vorfeld der Ergebnisse dargelegt, erwarten wir 2025 einen Rückgang des EBITDA auf rund EUR 140 Mio. (-22% J/J). Aufgrund der schwachen Aussichten für die nächsten beiden Quartale ändert sich nichts an unserer Halten-Einstufung für die AMAG-Aktie.