Q4/24 Ergebnis im Rahmen der Erwartungen

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Q4/24 Ergebnis im Rahmen der Erwartungen



Diese Woche veröffentlichte die OMV ihr Ergebnis über das 4. Quartal, das im Vorjahresvergleich u.a. von niedrigeren Raffinerie-Margen geprägt war. OMV erzielte in Summe ein operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 1,4 Mrd., das im Rahmen der Markterwartungen lag.

Von den Segmenten wurde der größte Teil des Gewinns im Energiegeschäft erwirtschaftet (4Q24 operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 1.241 Mio.), was auf steigende Gaspreise (realisierter Gaspreis von 30,5 EUR/MWh), höhere Fördermengen in Libyen und niedrigere Produktionskosten (4Q24 von 9,7 USD/boe) zurückzuführen ist. Die gesamte Kohlenwasserstoffproduktion stieg von 332 kboe/d im 3Q24 auf 337 kboe/d im 4Q24.

Der Chemiebereich erzielte ein bereinigtes Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 81 Mio. und entsprach damit den Erwartungen. Die Margen sanken, was durch eine höhere Produktion von 1,68 Mio. Tonnen ausgeglichen wurde.

Fuels & Feedstock blieb hinter den Erwartungen zurück, da die höhere Raffineriemarge (5,9 USD/bbl im 4. Quartal 24) durch niedrige Margen im Einzel- und Großhandel ausgeglichen wurde, während Adnoc im Berichtszeitraum ebenfalls Verluste machte.

Außerdem kündigte OMV an eine Dividende von insgesamt EUR 4,75/Aktie (EUR 3,05/Aktie als Normaldividende plus EUR 1,7/Aktie als Sonderdividende) für das Geschäftsjahr 2024 vorzuschlagen.

Ausblick

Die Aussichten für 2025 sind weniger rosig, da OMV mit einem weiterhin schwierigen Chemiegeschäft, niedrigeren Raffineriemargen und einem geringeren Produktionsvolumen von rund 300 bkoe/d rechnet. Die Investitionen werden sich voraussichtlich auf EUR 3,6 Mrd. belaufen und damit in etwa auf dem Niveau von 2024 (EUR 3,7 Mrd.) liegen. Insgesamt entsprach das Q4-Ergebnis den Erwartungen - wir glauben, dass der Markt nun auf die Nachrichten über die geplante Fusion von Borouge, Borealis und Nova Chemicals wartet.