Ukrainische Sanktionen gegen Chef der russischen Raiffeisenbank

Sergej Monin darf zehn Jahre lang keine Geschäfte in der Ukraine tätigen

Nach ukrainischen Sanktionen gegen die Leasingtochter der russischen Raiffeisenbank hat Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag auch den Vorstandsvorsitzenden der russischen Tochterbank von Raiffeisen, Sergej Monin, auf die Sanktionsliste gesetzt. Monins Name hatte bereits zuvor auf einer Sanktionswunschliste mit insgesamt elf Managern der Raiffeisen-Gruppe gestanden, die die staatliche ukrainische "Nationale Agentur für Korruptionsvorbeugung" (NASK) veröffentlicht hatte.

43,96 EUR -0,99%
Hoch 44,74 Tief 43,26 Vortag 44,40

Laut aktuellem Selenskyj-Erlass, der sich gegen insgesamt 333 russische Spitzenmanager richtete, darf Monin in den nächsten zehn Jahren keine Geschäfte in der Ukraine tätigen. Weiters wird sein etwaiges Vermögen im Land eingefroren. Da von Ukraine-Aktivitäten des 1973 in Moskau geborenen Bankdirektors nichts bekannt ist, dürfte die Maßnahme eher symbolischer Natur sein.

Abgesehen von einer grundsätzlichen Kritik an westlichen Konzernen, die trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine weiter in Russland tätig bleiben, hatten Vertreter der Ukraine zuletzt insbesondere ein Kreditmoratorium angeprangert. Konkret war russischen Soldaten, die gegen die Ukraine kämpfen, ein derartiges Angebot gemacht worden. Die Raiffeisen Bank International (RBI) selbst begründete dieses Angebot mit gesetzlichen Verpflichtungen in Russland.

(Redaktionelle Hinweise: Alternative Schreibweisen: Sergey Monin, Sergei Monin) hgh/kre/ade

ISIN AT0000606306 WEB http://www.rbinternational.com/