ams Osram verzeichnet Gewinneinbruch im zweiten Quartal

Einbußen auch im ersten Halbjahr 2022

Lieferkettenprobleme sowie die Knappheit bei Halbleitern haben den steirischen Sensorspezialisten ams Osram im zweiten Quartal 2022 in die rote Zone schlittern lassen. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern brach auf minus 54 Mio. Euro (nach einem Plus von 70 Mio. im Vorjahresquartal) ein, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Einbußen gab es verglichen mit der Vorjahresperiode auch im 1. Halbjahr, unterm Strich stand aber noch ein Gewinn von 48 Mio. Euro (nach 144 Mio. 2021).

13,55 EUR +0,37%
Hoch 14,15 Tief 13,45 Vortag 13,50

Der Umsatz im ersten Halbjahr 2022 belief sich auf 2,43 Mrd. Euro, 2021 waren noch 2,52 Mrd. Euro verzeichnet worden. Indes lagen sowohl Umsatz als auch die EBIT-Marge im zweiten Quartal innerhalb der Erwartungsspanne des Konzerns. Die Erlöse reduzierten sich um 5 Prozent auf 1,18 Mrd. Euro, die Marge beim operativen Ergebnis lag im Vergleich zum Vorjahresquartal unverändert bei 8,8 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich ebenso geringfügig von 109 auf 104 Mio. Euro.

"Anhaltende Ungleichgewichte in den Halbleiter- und weiteren Lieferketten haben sich auch weiterhin auf die Volumina in mehreren unserer Endmärkte ausgewirkt, verstärkt durch Lockdown-Effekte in Asien. In Anbetracht dieser Situation haben wir im Berichtsquartal eine solide operative Performance erzielt", resümierte Vorstandschef Alexander Everke.

Die Neuausrichtung des Portfolios sei nach mehreren Veräußerungen nahezu abgeschlossen, das Feedback zu den Innovationsplänen des Unternehmens positiv. Unsicherheiten gebe es aber durch eine erwartete konjunkturelle Abkühlung und damit einhergehend einer Abschwächung der Nachfrage im Automobilsektor, so Everke.

tpo/bel

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