Valneva bestätigt Umsatzziel von 430 bis 590 Mio. Euro für heuer
Großteil soll auf Covid-Impfstoff-Verkauf entfallen - Ende März hohe Barmittel von 311 Mio. Euro - "Ausgezeichnete Fortschritte bei klinischen Programmen"
Die französisch-österreichische Pharmafirma Valneva, die voriges Jahr ihren Umsatz dank Covid-Mitteln von 110,3 auf 348,1 Mio. Euro mehr als verdreifacht hat, bestätigte am Donnerstag das für heuer erwartete rasante weitere Umsatzwachstum auf 430 bis 590 Mio. Euro.
Der Großteil davon (350 bis 500 Mio. Euro) soll auf den Verkauf eines Covid-Impfstoffs entfallen, weitere 60 bis 70 Mio. Euro auf den Verkauf anderer Impfstoffe, insbesondere einen gegen die tropische Infektionskrankheit Chikungunya-Fieber, hatte das Unternehmen dazu im Februar im Detail prognostiziert. Von den damals angekündigten Zahlen könne die Verteilung nach Umsatzkategorien jedoch in Anbetracht der Ungewissheit über den Zeitpunkt der Produktauslieferungen abweichen, hieß es nun dazu.
Ende März verfügte Valneva über Barmittel von 311,3 Mio. Euro, nach 235,9 Mio. Euro ein Jahr davor. Die Gesamtumsätze betrugen im ersten Quartal 21,8 (23,2) Mio. Euro, die Produktumsätze 16,2 (16,1) Mio. Euro. In den 16,2 Mio. seien erste Covid-19-Impfstoffumsätze von 3,8 Mio. Euro enthalten. Wie vor einem Jahr schloss man das Quartal mit einem Verlust ab, er betrug diesmal 26,0 (27,7) Mio. Euro.
Bei den klinischen Programmen gebe es "ausgezeichnete Fortschritte", erklärte Valneva. Zum Single-Shot Chikungunya-Impfstoffkandidat VLA1553 seien Vorgespräche zur Zulassung mit der US-Arzneimittelbehörde FDA gestartet. Davor waren finale positive Resultate der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie publiziert worden. Zum inaktivierten Covid-19-Impfstoffkandidaten VLA2001 laufe bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA ein rollierendes Prüfverfahren, wobei Valneva die kürzlich von der EMA erhaltene Fragenliste beantwortet habe; im Königreich Bahrain gibt es schon eine Notfallzulassung für VLA2001, es erfolgten auch schon erste Impfungen damit; die UK-Zulassungsbehörde MHRA hat eine bedingte Marktzulassung erteilt. Zum Lyme-Borreliose-Impfstoffkandidat VLA15 erwartet Valneva den Start der Phase 3 für das dritte Quartal, nachdem weitere positive Phase-2-Ergebnisse veröffentlicht wurden, einschließlich erster Daten betreffend Kinder und Jugendliche.
sp/kan
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