Starke Nachfrage und hohe Stahlpreise sorgen für Ergebnissprung im Q2
Starke Nachfrage und hohe Stahlpreise sorgen für Ergebnissprung im Q2
Die voestalpine präsentierte diese Woche ein den Erwartungen entsprechendes starkes 2. Quartal 21/22 mit starkem Umsatzplus und wieder positivem Nettoergebnis. Getragen von starker Nachfrage aus allen Abnehmerindustrien (ausgenommen Automotive) und gestiegenen Stahlpreisen legte der Umsatz um 31% auf EUR 3,55 Mrd. zu. Das EBITDA mehr als verdoppelte sich auf EUR 510 Mio. trotz höherer Eisenerzpreise. In Summe drehte das Nettoergebnis auf EUR 221 Mio. im 2. Quartal und erreichte EUR 474 Mio. im 1. Halbjahr. Der Ausblick 2021/22 mit einem EBITDA in der Bandbreite zwischen EUR 1,9 bis 2,2 Mrd. wurde bestätigt.
Ausblick
Die starken Q2-Zahlen spiegelten die Nachfrageerholung gekoppelt mit hohen Stahlpreisen wider. Aufgrund der Schwäche des Automobilsektors lagen sie jedoch etwas unter dem Q1. Der Ausblick bleibt positiv mit einem erwarteten Anstieg der weltweiten Stahlnachfrage um knapp 13% 2021 und 5,5% 2022. Zudem sollte sich die Halbleiterknappheit kommendes Jahr entspannen und somit auch der Automobilsektor wieder anspringen. Die Eisenerzpreise haben sich auch infolge einer geringeren Nachfrage aus China wieder abgekühlt. Die Stahlpreise sind seit Sommer zwar etwas zurückgekommen, bewegen sich aber immer noch auf sehr hohen Niveaus. Diese Faktoren zusammengenommen sollten bei voestalpine im 2. Halbjahr daher weiter für Rückenwind sorgen, sodass wir die negative Kursreaktion auf die Zahlenvorlage für überzogen halten.