bet-at-home verzeichnete im Halbjahr kräftigen Gewinneinbruch

Unter anderem höhere Marketingaufwendungen für EM und Rückstellungen wegen Kundenklagen in Österreich drückten das Ergebnis deutlich nach unten

Eine Reihe verschiedener Faktoren haben den Gewinn des börsennotierten Online-Wett- und -Glücksspielanbieters bet-at-home im ersten Halbjahr einbrechen lassen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ging um rund zwei Drittel auf 5,4 Mio. Euro kräftig zurück, der Brutto-Wett- und Gaming-Ertrag verringerte sich um 8,8 Prozent auf 56,8 Mio. Euro.

2,50 EUR +0,00%
Hoch 2,53 Tief 2,41 Vortag 2,50

Der Ergebnisrückgang resultiere aus höheren Marketingaufwendungen insbesondere für die Fußball-Europameisterschaft, der Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit Kundenklagen in Österreich, dem Wegfall des polnischen Geschäfts mit 1. Juni 2021 aufgrund gesetzlicher Änderungen sowie den rückläufigen Ergebnissen im Online-Gaming-Segment in Deutschland, gab bet-at-home am Montag bekannt.

Das Unternehmen hatte seine Prognose für das Gesamtjahr 2021 bereits Mitte Juli nach unten revidiert. Der Vorstand rechnet mit einem Brutto-Wett- und Gaming-Ertrag zwischen 100 und 110 Mio. Euro und einem EBITDA zwischen 8 und 10 Mio. Euro.

Per Ende Juni betrug das Konzerneigenkapital 34,4 Mio. Euro, die Konzerneigenkapitalquote lag somit bei 44,3 Prozent (davor 53,5 Prozent).

(Schluss) kan/kre