Höchststimmrecht bleibt: Kursreaktion fiel moderat aus
Höchststimmrecht bleibt
In der außerordentlichen Hauptversammlung stimmten die Aktionäre gegen die Aufhebung des in der Satzung verankerten Höchststimmrechts. Dieses sieht nun unverändert vor, dass kein Aktionär mehr als 15 Prozent der Stimmrechte halten kann. Die Aufhebung dieses war eine Bedingung, die die Immofinanz für ihr Übernahmeangebot genannt hat. Für die Aufhebung stimmten neben der Immofinanz rund 10 Mio. Aktien, mehr als 19 Mio. Aktien waren dagegen. Das Votum der Hauptversammlung zeigte eindeutig, dass das Angebot der Immofinanz in Höhe von EUR 22,25 pro Aktie keineswegs attraktiv ist. Die Kursreaktion fiel moderat aus, was für das Vertrauen der Anleger in das S Immo Management spricht.
Ausblick
Wie es nun weitergeht hängt von der Immofinanz ab, die die Übernahme auch ohne Aufhebung des Höchststimmrechts vorantreiben könnte. Dazu müsste sie aber wahrscheinlich das Angebot deutlich erhöhen. Ein Stand-alone Szenario muss die S Immo jedenfalls nicht fürchten. Diese würde wie bereits kommuniziert – sobald der Übernahmeversuch endgültig vom Tisch ist – die Anteile an CA Immo und Immofinanz verkaufen und das bestehende Immobilienportfolio erweitern, was wiederum zu einer signifikanten Stärkung der Cashflows führen würde.