Immofinanz: Vorstand der s Immo soll Angebot nicht verhindern

Immofinanz-CFO Schönauer: Abwehr des Übernahmeangebots nicht im Interesse der Aktionäre

Vorstand und Aufsichtsrat der s Immo haben sich in der vergangenen Woche gegen das Mitte Mai 2021 veröffentlichte Übernahmeangebot des Großaktionärs Immofinanz ausgesprochen - die dafür angeführten Argumente würden jedoch nicht den Fakten entsprechen, kritisiert die Immofinanz heute (Mittwoch). "Dem Vorstand der s Immo geht es offenbar um die Abwehr des Übernahmeangebots und dies ist nicht im Interesse der s Immo-Aktionäre", heißt es in einer Mitteilung.

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Der CEO der s Immo, Bruno Ettenauer, hatte das Angebot der Immofinanz als unattraktiv zurückgewiesen, da es weder den aktuellen EPRA-NAV noch die zu erwartende Steigerung des inneren Werts der s Immo AG berücksichtige.

Das sieht die Immofinanz anders: Der Angebotspreis für die Aktien der s Immo in Höhe von 22,25 Euro je Aktie sei nicht nur angesichts der historischen Kursentwicklung und der Kursziele von Analysten "höchst attraktiv". Vielmehr biete die Immofinanz mit dem aktuellen Angebotspreis auch im Vergleich zum Erwerb ihres s Immo-Aktienpakets im Jahr 2018 zu 20,0 Euro je Aktie mit 40,3 Prozent eine höhere Prämie auf den 6-Monats-Durchschnittskurs als damals.

"Der Vorstand der s Immo soll daher nicht länger versuchen, das Angebot zu verhindern, indem er den Hauptversammlungsbeschluss zur Abschaffung des Höchststimmrechts ablehnt", sagte Immofinanz-CFO Stefan Schönauer laut Mitteilung. "Vielmehr müssen die S IMMO-Aktionäre die Möglichkeit erhalten, in voller Kenntnis der Sachlage über die Annahme des Angebots selbst zu entscheiden."

(Schluss) ivn/pro