Gut durchs Krisenjahr gesteuert – Dividende von EUR 0,55/Aktie vorgeschlagen
Gut durchs Krisenjahr gesteuert – Dividende von EUR 0,55/Aktie vorgeschlagen
Immofinanz veröffentlichte diese Woche ihre Zahlen für 2020, die im Rahmen unserer Erwartungen lagen. Die Mieterlöse stiegen um 3,1% auf EUR 288,6 Mio. infolge von Zukäufen und Fertigstellungen. Das EBIT rutschte jedoch leicht ins Negative (EUR -12,7 Mio.) aufgrund von Portfolioabwertungen in Höhe von EUR 166,5 Mio. (2019: Aufwertungen von EUR 195,7 Mio.) aber auch pandemiebedingten Forderungsabschreibungen von EUR 29,2 Mio. Der Nettogewinn rutschte auf EUR -165,9 Mio. (2019: EUR 352,1 Mio.) ab zusätzlich belastet durch eine Wertminderung auf den S Immo- Anteil, der sich im 1. Quartal jedoch wieder revidieren sollte. Der FFO 1 vor Steuern konnte dennoch mit EUR 126,1 Mio. stabil gehalten werden. Der EPRA NAV lag bei EUR 27,79/Aktie. Der Vorstand schlägt eine Dividende von EUR 0,55/Aktie für 2020 vor. Ein Ausblick wurde aktuell noch nicht gegeben.
Ausblick
Die Immofinanz kam mit ihrem Fokus auf Büro (nahe 2/3 Portfolioanteil) und Retail (1/3 Portfolioanteil, davon vor allem Fachmarktzentren) solide durch das Krisenjahr 2020. Das Hauptaugenmerk der Investoren liegt derzeit aber klar auf dem Übernahmeprozess der S Immo. Aktuell prüft die Übernahmekommission noch das Übernahmeangebot. Kurspotenzial gäbe es für die Immofinanz Aktie, die derzeit mit Kursabschlägen von rund 1/3 zum EPRA NAV gehandelt wird, aber die aktuelle Governance (ungeklärt, ob Ronny Pecik CEO bleibt) missfällt den meisten Investoren.