OMV will in Schwechat ab 2023 neue Biokraftstoffe erzeugen

Propanol-Zusatz für Benzin soll CO2-Ausstoß senken - OMV investiert 30 Mio. Euro für Pilotanlage, teils gefördert durch FFG

Der Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV will ab 2023 am Raffineriestandort Wien-Schwechat Biokraftstoffe der sogenannten zweiten Generation produzieren und investiert dafür rund 30 Mio. Euro. Zur Technologie der "Glycerin2Propanol"-Pilotanlage, die das Abfallnebenprodukt Glycerin zu Bio-Alkohol als Benzin-Zusatz veredeln soll, wurde mehr als fünf Jahre geforscht.

57,95 EUR +0,26%
Hoch 58,35 Tief 57,75 Vortag 57,80

6,9 Mio. Euro der Gesamtsumme werden über die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert, gab die OMV am Donnerstag bekannt. Ein weiterer Fördertopf ist die Covid-19-Prämie. Der Baustart ist für das zweite Quartal 2021 geplant. Errichtet werden soll die Pilotanlage direkt neben der ReOil-Anlage, um Synergien nutzen zu können.

Die Kapazität der Pilotanlage soll bei 1,25 Mio. Litern Propanol pro Jahr liegen. Dies führe zu einer Reduktion von circa 1.800 Tonnen CO2. Der Bio-Alkohol soll als Kraftstoffzusatz den Kohlendioxid-Ausstoß von Benzin senken. Aus Glycerin gewinnt die Anlage Propanol, einen Alkohol. Glycerin fällt als Neben- bzw. Abfallprodukt bei der Produktion von Biodiesel an, aber auch bei der Herstellung von Waschmitteln und Seife und gilt als fortschrittlicher Einsatzstoff gemäß der Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED II (Renewable Energy Directive) der EU.

(Schluss) sp/ivn