OMV will in Schwechat ab 2023 neue Biokraftstoffe erzeugen
Propanol-Zusatz für Benzin soll CO2-Ausstoß senken - OMV investiert 30 Mio. Euro für Pilotanlage, teils gefördert durch FFG
Der Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV will ab 2023 am Raffineriestandort Wien-Schwechat Biokraftstoffe der sogenannten zweiten Generation produzieren und investiert dafür rund 30 Mio. Euro. Zur Technologie der "Glycerin2Propanol"-Pilotanlage, die das Abfallnebenprodukt Glycerin zu Bio-Alkohol als Benzin-Zusatz veredeln soll, wurde mehr als fünf Jahre geforscht.
6,9 Mio. Euro der Gesamtsumme werden über die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert, gab die OMV am Donnerstag bekannt. Ein weiterer Fördertopf ist die Covid-19-Prämie. Der Baustart ist für das zweite Quartal 2021 geplant. Errichtet werden soll die Pilotanlage direkt neben der ReOil-Anlage, um Synergien nutzen zu können.
Die Kapazität der Pilotanlage soll bei 1,25 Mio. Litern Propanol pro Jahr liegen. Dies führe zu einer Reduktion von circa 1.800 Tonnen CO2. Der Bio-Alkohol soll als Kraftstoffzusatz den Kohlendioxid-Ausstoß von Benzin senken. Aus Glycerin gewinnt die Anlage Propanol, einen Alkohol. Glycerin fällt als Neben- bzw. Abfallprodukt bei der Produktion von Biodiesel an, aber auch bei der Herstellung von Waschmitteln und Seife und gilt als fortschrittlicher Einsatzstoff gemäß der Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED II (Renewable Energy Directive) der EU.
(Schluss) sp/ivn