Lenzing - Berenberg attestiert Management wegen Investitionen "Mut"
Kursziel von 45,00 Euro und Anlageempfehlung "Hold" nach Zahlen bestätigt
Die Berenberg Bank bleibt bei ihrer "Hold"-Empfehlung für die Aktien des oberösterreichischen Faserherstellers Lenzing. Auch das Kursziel liegt nach der jüngsten Vorlage von Geschäftszahlen für das erste Quartal 2020 in der Vorwoche unverändert bei 45,00 Euro. An der Wiener Börse wurden die Aktien am Montagvormittag zuletzt mit 48,70 Euro gehandelt.
"Wir müssen es Lenzing lassen, das Management ist mutig", schreibt Berenberg-Analyst Sebastian Bray in der kürzlich veröffentlichten Analyse. Die Viskosepreise seien so stark gefallen wie nie zuvor und die Nachfrage im Textilmarkt bröckle weg. Da brauche es schon Selbstvertrauen, Investitionen in Rekordhöhe zu tätigen und den Schuldenstand zu erhöhen.
Allerdings verstehe er die Logik, führt der Analyst weiter aus. Derzeit könne man sich günstig finanzieren und Unternehmen mit reichlich Liquidität sowie einer guten Chance auf eine Erholung der Gewinne sollten am Tiefpunkt des Konjunkturzyklus investieren. Allerdings: "Wir glauben einfach nicht, dass diese Logik auf Lenzing zutrifft". Bei den Lyocell-Fasern, auf deren Produktion die genannten Investitionen abzielen, dürfte das Unternehmen nach Ansicht des Analysten langfristig seine Preismacht verlieren.
Beim berichteten Gewinn pro Aktie prognostiziert der Berenberg-Analyst 0,77 Euro für das laufende Geschäftsjahr 2020 sowie 1,58 Euro (2021) sowie 2,05 Euro (2022) für die beiden Folgejahre. Mit Dividendenzahlungen rechnet er in allen drei Jahren nicht.
Analysierendes Institut Berenberg Bank
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(Schluss) dkm/pma