FPÖ Burgenland kritisiert Übernahme von Sanochemia durch das Land

Wirtschaftssprecher Petschnig ortet "strategieloses Ausgeben von Steuermillionen"

Die FPÖ Burgenland hat am Mittwoch die Übernahme des insolventen Pharmaunternehmens Sanochemia durch das Land kritisiert. Es handle sich dabei um ein "konzept- und strategieloses Ausgeben von Steuermillionen, die dann an anderer Stelle eklatant fehlen", betonte Wirtschaftssprecher Alexander Petschnig in einer Aussendung.

1,58 EUR +0,64%
Hoch 1,58 Tief 1,58 Vortag 1,57

Das Beteiligungskapital, das von Wirtschaftslandesrat Christian Illedits (SPÖ) mit 1,2 Mio. Euro beziffert wurde, solle laut Petschnig aus der Voranschlagsstelle der Tourismusförderung kommen. "Mit anderen Worten entzieht Illedits dem stark gebeutelten burgenländischen Tourismus zwei Drittel seiner für das Jahr 2020 reservierten Fördermittel, um die Beteiligung an Sanochemia querzufinanzieren", meinte der FPÖ-Mandatar.

Zudem fehle Petschnig eine klare Strategie. Es sei fraglich, wie das Land ein Unternehmen erfolgreich führen könne, an dem mehrere private Betreiber zuvor gescheitert seien. Die Sicherung von Arbeitsplätzen sei zwar wichtig, "das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass jedes einzelne Unternehmen um welchen Preis auch immer und unter dem unpassenden Deckmantel der Coronakrise künstlich am Leben zu erhalten wäre", so Petschnig.

(Schluss) puc/cri