RCB bestätigt Untergewichten-Empfehlung mit Kursziel 6 Euro
RCB bestätigt Untergewichten-Empfehlung mit Kursziel 6 Euro
Die veröffentlichten Zahlen zum 3. Quartal haben die schlimmsten Befürchtungen übertroffen und spiegeln die derzeitge Misere der Vermarktungsgesellschaften für Konsumelektronik wider. Das Unternehmen verbuchte im 3. Quartal einen operativen Verlust von EUR 8,1 Mio. und konnte mit einem erlösten Umsatz von 91,8 Mio. die Herstellkosten von 94,3 Mio. nicht abdecken. Das Unternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Nettoverlust von ca. EUR 5 Mio. und wird deshalb keine Dividende ausschütten.
Gericom ohne Chance?
Der aggressive Preiskampf um Marktanteile - Durchschnittspreise für Notebooks sind in diesem Jahr um mehr als 30 % gefallen - sowie die Schwäche des USD schüren die ohnehin hohe Nachfrage nach Notebooks an. Das hohe Mengenwachstum – die Absatzzahlen in Westeuropa sind in den ersten drei Quartalen um 34 % gestiegen – hat zu einer Verknappung von Komponenten (Displays, Festplatten) sowie von Transportkapazitäten geführt. Vermarktungsgesellschaften wie Gericom arbeiten auf der Basis eines Just-in-Time Konzepts, wobei Komponenten auf Monatsbasis zugekauft werden. Die steigenden Komponentenpreise - Displays sind in diesem Jahr um ca. 30 % angestiegen – erweisen sich als ein bedrohlicher Wettbewerbsnachteil für Gericom, da die kalkulierten Preise nur mit der Akzeptanz eines operativen Verlustes haltbar sind. Hersteller wie Dell und Fujitsu-Siemens schließen Verträge über Komponenten auf Quartalsbasis ab und besitzen bei der Anschaffung von knappen Komponenten aufgrund der Marktmacht einen erheblichen Vorteil gegenüber Gericom. Die Engpässe bei den Displays dürften wegen des prognostizierten Booms bei Flat TVs noch einige Zeit anhalten. Das Management konnte im Conference Call keine überzeugenden Strategien zum Ausweg aus der akuten Krise vorlegen und agiert derzeit nach dem Prinzip Hoffnung.
Empfehlung:
Wir haben unsere EPS-Schätzungen für 2003e von EUR 0,36 auf EUR –0,46 und für 2004e von EUR 0,66 auf EUR 0,57 reduziert. Mit dem Abbau der Lieferengpässe und der Erweiterung des Geschäftsmodells auf die gesamte Konsumelektronikpalette dürfte das Unternehmen an „Speed“ gewinnen und die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen. Wir bestätigen unsere Untergewichten-Empfehlung sowie unser Kursziel von EUR 6.
Die veröffentlichten Zahlen zum 3. Quartal haben die schlimmsten Befürchtungen übertroffen und spiegeln die derzeitge Misere der Vermarktungsgesellschaften für Konsumelektronik wider. Das Unternehmen verbuchte im 3. Quartal einen operativen Verlust von EUR 8,1 Mio. und konnte mit einem erlösten Umsatz von 91,8 Mio. die Herstellkosten von 94,3 Mio. nicht abdecken. Das Unternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Nettoverlust von ca. EUR 5 Mio. und wird deshalb keine Dividende ausschütten.
Gericom ohne Chance?
Der aggressive Preiskampf um Marktanteile - Durchschnittspreise für Notebooks sind in diesem Jahr um mehr als 30 % gefallen - sowie die Schwäche des USD schüren die ohnehin hohe Nachfrage nach Notebooks an. Das hohe Mengenwachstum – die Absatzzahlen in Westeuropa sind in den ersten drei Quartalen um 34 % gestiegen – hat zu einer Verknappung von Komponenten (Displays, Festplatten) sowie von Transportkapazitäten geführt. Vermarktungsgesellschaften wie Gericom arbeiten auf der Basis eines Just-in-Time Konzepts, wobei Komponenten auf Monatsbasis zugekauft werden. Die steigenden Komponentenpreise - Displays sind in diesem Jahr um ca. 30 % angestiegen – erweisen sich als ein bedrohlicher Wettbewerbsnachteil für Gericom, da die kalkulierten Preise nur mit der Akzeptanz eines operativen Verlustes haltbar sind. Hersteller wie Dell und Fujitsu-Siemens schließen Verträge über Komponenten auf Quartalsbasis ab und besitzen bei der Anschaffung von knappen Komponenten aufgrund der Marktmacht einen erheblichen Vorteil gegenüber Gericom. Die Engpässe bei den Displays dürften wegen des prognostizierten Booms bei Flat TVs noch einige Zeit anhalten. Das Management konnte im Conference Call keine überzeugenden Strategien zum Ausweg aus der akuten Krise vorlegen und agiert derzeit nach dem Prinzip Hoffnung.
Empfehlung:
Wir haben unsere EPS-Schätzungen für 2003e von EUR 0,36 auf EUR –0,46 und für 2004e von EUR 0,66 auf EUR 0,57 reduziert. Mit dem Abbau der Lieferengpässe und der Erweiterung des Geschäftsmodells auf die gesamte Konsumelektronikpalette dürfte das Unternehmen an „Speed“ gewinnen und die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen. Wir bestätigen unsere Untergewichten-Empfehlung sowie unser Kursziel von EUR 6.