Schadenersatzprozess nach Betrug bei FACC vor Urteil

Firma fordert 10 Mio. Euro von ehemaligem Vorstand

Im Schadenersatzprozess nach einem Millionenbetrug beim Flugzeugkomponentenhersteller FACC in Ried im Innkreis in Oberösterreich wird am Mittwoch voraussichtlich ein Urteil verkündet. Das stellte das zuständige Landesgericht Ried in einer Presseaussendung in Aussicht. FACC fordert in dem Verfahren vom Beklagten, einem ehemaligen Vorstand, 10 Mio. Euro.

13,32 EUR -2,92%
Hoch 14,04 Tief 13,32 Vortag 13,72

Der Grund für den seit Dezember 2018 ausgetragenen Streit vor Gericht ist ein Betrugsfall aus dem Jahr 2016. Die Täter hatten sich damals in Mails als die Firmenchefs ausgegeben und die Überweisung von 54 Mio. Euro auf ausländische Konten veranlasst. FACC wirft unter anderem dem beklagten Vorstand vor, er habe kein ausreichendes Kontrollsystem geschaffen und verlangt Schadenersatz. Der Ex-Chef wiederum hat gegen seine vorzeitige Abberufung geklagt. Das oberösterreichische Unternehmen FACC ist börsennotiert, seit 2009 ist die staatliche Aviation Industry Corporation of China (AVIC) Mehrheitsaktionär.

(Schluss) zie/fob/kre