Verkauf von Wiener Privatbank wackelt
Laut "Standard" - Insider erwarten Rücknahme des Übernahmeangebots - Arca-Sprecher sieht kein Problem bei Kauf
Der Mehrheitsverkauf der Wiener Privatbank an die slowakische Arca Capital, der eigentlich im Frühsommer 2018 abgeschlossen werden sollte, dürfte jetzt wackeln. Der "Standard" schrieb am Freitag unter Berufung auf Juristenkreise, dass der Antrag auf Genehmigung der Übernahme wohl zurückgezogen werden dürfte.
Der österreichische Arca-Sprecher glaube indes, dass es beim Kauf kein Problem gibt. Die kleine börsennotierte Wiener Bank gehört bisher mehrheitlich dem Immobilienunternehmer Günter Kerbler und dem Ex-Banker Johannes Kowar.
Der Zeitung zufolge sind Arca-nahe Firmen im Visier tschechischer und slowakischer Behörden. Auf Ersuchen der Slowaken seien im Jänner zur Arca-Gruppe gehörende Büros in Tschechien durchsucht worden. Ermittlungen der Finanzbehörden beträfen den Ex-Eigner einer Personalleasingfirma, die von Arca erworben worden sei. Außerdem habe die tschechische Nationalbank Arca-Eigner Pavel Krupa vor wenigen Tagen die Geschäftsführung in einem Fonds der Gruppe untersagt. Vorbehalte gegen Arca bzw. Krupa und Einstiegsmodalitäten in die Wiener Privatbank soll dem Bericht zufolge aber auch die FMA in Wien haben.
(Schluss) rf/ggr