Wiener Privatbank - Slowakische Arca lässt 36,85 Mio. Euro springen

Kowar erhält rund 17 Mio. Euro - Kerbler rund 20 Mio. Euro - Kerbler und Kowar werden im Gegenzug Großteil der Immobilienaktivitäten der Bank übernehmen

Die slowakische Investorengruppe Arca legt für die Übernahme der Mehrheitsanteile an der Wiener Privatbank 36,85 Mio. Euro auf den Tisch. Zusätzlich zum Verkaufspreis von 10 Euro pro Stück erhalten die Verkäufer Günter Kerbler und Johann Kowar noch 2 Euro Prämie je Aktie. Insgesamt haben die beiden 3,07 Millionen direkt und indirekt gehaltene Aktien verkauft, geht aus Mitteilungen der Bank hervor.

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Hoch 10,80 Tief 10,80 Vortag 10,70

Die bisherigen Mehrheitsaktionäre Kowar und Kerbler steigen wie berichtet komplett aus der börsennotierten Privatbank aus und werden im Gegenzug einen wesentlichen Teil der abgespaltenen Immobilienaktivitäten der Bank übernehmen. Die mehrheitlich im Besitz von Kowar und Kerbler stehende ViennaEstate Immobilien AG erwägt noch in diesem Jahr die Übernahme von wesentlichen Immobilienaktivitäten der Wiener Privatbank.

Laut den am Dienstag veröffentlichten Mitteilungen über Eigengeschäfte von Führungskräften verkauft Kowar insgesamt rund 1,41 Millionen seiner direkt und indirekt gehaltenen Aktien - das sind 28,3 Prozent - und erhält dafür inklusive Prämie knapp 17 Mio. Euro. Kerbler stieß rund 1,66 Millionen direkt und indirekt gehaltene Aktien ab - das sind 33,1 Prozent - und erhält dafür 19,87 Mio. Euro. In Summe gingen somit 61,4 Prozent der Anteile an die slowakische Investorengruppe.

Zum Vergleich: Heute wurde die Aktie der Gesellschaft mit 12,24 Euro gehandelt, ein Minus von fast 8 Prozent.

Der Kaufpreis selbst unterliegt wie berichtet einer Kaufpreisanpassungsklausel, die an den Eigenkapitalwert der Wiener Privatbank SE zum 31.12.2017 und 31.3.2018 anknüpft.

(Schluss) ggr/sp