Erste Bank sieht Constantia-Iso zurückhaltend

Erste Bank sieht Constantia-Iso zurückhaltend

Vom Unternehmen wurden letzte Woche die Zahlen für das 1.Quartal 2003 publiziert. Der Umsatz lag bei EUR 147,3 Mio. nach EUR 170,5 Mio., wobei der Rückgang durch die Abgabe einer Tochtergesellschaft (Werzalit) verur-sacht wurde. Bereinigt um diese Veräußerung lag der Umsatz ca. auf Vorjahresni-veau. Die Ergebnisentwicklung war trotz der weiterhin ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv. Das EBITDA stieg von EUR 13,8 Mio. auf EUR 14,4 Mio., das Betriebsergebnis (EBIT) von EUR 5,7 Mio. auf EUR 7,2 Mio. Das Ergebnis nach Minderheiten erhöhte sich von EUR 1,7 Mio. auf EUR 3,1 Mio., insgesamt also eine sehr positive Ergebnisentwicklung in diesem schwierigen Marktumfeld.

Das Unternehmen wird mit einer Marktkapitalisierung von EUR 135 Mio. um einem Enterprise Value (inkl. Nettoverschuldung) von EUR 316 Mio. gehandelt, 6,9x das EBITDA und 0,49x dem Umsatz aus dem Jahr 2002. Das Nettoergebnis war im Jahr 2002 negativ, durch die anvisierten Verbesserungen heuer sollte aber ein positives Nettoergebnis möglich sein. Die Aktie ist relativ illiquid und befindet sich zu ca. 25% im Streubesitz. Wir sehen das Aufwärtspotenzial derzeit aber relativ limitiert, da an der Wr. Börse wesentlich günstigere Aktien notieren, die noch dazu leichter handelbar sind. Die Dividende ist mit einer Rendite von 3,9% attraktiv (EUR 0,32 trotz negativem Ergebnis) und wird am 2. Juni ausgeschüttet. Fantasie für die Aktie könnte sich im Fall eines Delistings ergeben, da vom Hauptaktionär sicher eine Prämie bezahlt werden würde. Wir sehen derzeit aber keine Anzeichen dafür und würden auch nicht darauf setzen.