EMTS präsentiert das geänderte Jahresergebnis 2001 und 2002 - Umsatz und EBITDA rückläufig
EMTS präsentiert das geänderte Jahresergebnis 2001 und 2002
Umsatz und EBITDA sind erwartungsgemäß rückläufig. Fremdkapital konnte bereits den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Zukunft wird positiv bewertet.
Salzburg: "Wir wissen, dass die Ergebnisse für das abgelaufene Jahr katastrophal waren, sind jedoch überzeugt, das Schlimmste hinter uns zu haben", bekräftigt Christian Rosner, CEO der EMTS Technologie AG. Der Umsatz fiel in 2002 um 21,4% und beträgt nun mehr EUR 126,6 Mio., im Vergleich zu EUR 161,0 Mio. in 2001. Das EBITDA ist mit Minus EUR 36,1 Mio. ebenfalls um 283% geringer als im Vergleich zur Vorjahresperiode mit Plus EUR 19,8 Mio. Anstelle eines Gewinns je Aktie von EUR 0,72 im Jahr 2001 musste in 2002 ein Verlust von EUR 20,50 ausgewiesen werden. Die Zahlen für 2001 wurden aufgrund festgestellter fehlerhafter Bilanzierung in 2001 und dem daraus resultierenden Widerruf des Bestätigungsvermerkes durch den Wirtschaftsprüfer Deloitte & Touche für die Bilanz 2001 neu erarbeitet. Die im Vorjahr von EMTS verlautbarten Werte für 2001 lauteten: Umsatz EUR 163,1 Mio., EBITDA EUR 22,8 Mio., Gewinn je Aktie EUR 1,13. Der forensische KPMG-Bericht wurde pflichtgemäß an die Staatsanwaltschaften in Wien und Zürich als Sachverhaltsdarstellung weitergeleitet, als auch an die Börsenaufsicht der SWX in Zürich.
Negative Komponenten
Diese negative Umsatz- und Ergebnisentwicklung wurde nicht nur durch die schlechte Marktsituation im Bereich der Service- und Reparaturanbieter in der mobilen Telekommunikation hervorgerufen, "sondern", so Rosner "auch durch den enormen Margendruck der Hersteller und Operator. Denn in einem so personalintensiven Geschäft wie dem Servicieren von Mobiltelefonen konnten Margeneinbrüche, die teilweise über 30% ausmachten, nicht mehr abgefangen werden". Diese Kostenschere hat das Unternehmen enorm belastet. "Dem nicht genug", ergänzt Rosner, "hat Nokia, mit über 50% Umsatzanteil und somit größter Kunde des Unternehmens, seinen Vertrag aufgelöst. Sony Ericsson folgte ebenso diesem Beispiel. Das kam alles zu einem Zeitpunkt, der nicht ungünstiger hätte sein können". Die durch diese Ereignisse notwendigen enormen Veränderungen des Bilanzbildes (Goodwill, Abschreibungen von Firmenwerten und Darlehen von verbundenen Gesellschaften) und die gravierende Umstrukturierung des Fremdkapitals mit den Banken, die jedoch positiv gelöst werden konnte, haben den Branchenführer fast seine Existenz gekostet. Im Headquarter reduzierte Rosner die Mannschaft um mehr als 80%, senkte dadurch die Overheadkosten enorm und konnte eine Überschuldung des Unternehmens erfolgreich abwehren.
Kahlschlag bei den Tochterunternehmen
Wie bereits berichtet mussten die Tochtergesellschaften in der Schweiz, Frankreich, Niederlande, aber auch in Schweden, Österreich und Norwegen Konkurs anmelden bzw. die Liquidation vorbereitet werden. Jene in Finnland und Monaco konnten jedoch verkauft werden. In den verbliebenen Kernländern Italien, Spanien und Deutschland, wo Nokia keinen so hohen Umsatzanteil hatte, konnte eine stabile positive Entwicklung erarbeitet werden, die dem nun stark redimensionierten Unternehmen eine gute Chance einräumt, am Servicemarkt weiterhin erfolgreich zu bleiben und attraktiv für potentielle strategische Partner zu sein.
Ausblick
Der Markt beginnt sich bereits wieder zu stabilisieren, neue Modelle kommen auf den Markt, UMTS scheint auch in absehbarer Zeit Realität zu werden. Dies alles ist auch für eine redimensionierte EMTS ein Lichtblick am Horizont und das Management ist überzeugt, nun wieder positiv in die Zukunft schauen zu können. Die Umsatz-entwicklung der Kernländer Deutschland, Spanien und Italien wird als stabil bezeichnet und ein positives EBITDA wie eine positive Cashflow-Entwicklung sind in Q2/03 absehbar. Inwieweit Dänemark zu den Kernländern zu zählen sein wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Estland steht ebenso zum Verkauf oder wird liquidiert.
Neben den marktbezogenen Aktivitäten wird weiter an der Stärkung der Eigenkapital-struktur, sowie der Liquidität gearbeitet und eine laufende Effizienzverbesserung des Kostenmanagements angestrebt.
Rosner konnte auch die bestehenden Kundenbeziehungen stabilisieren und kann bereits auf eine zufriedenstellende Entwicklung verweisen. Ganz abgeschrieben hat man die verlorenen Kunden auch noch nicht, denn Rosner sieht eine Chance "durch eine erfolgreiche Reorganisation der EMTS Technologie AG gemeinsam mit strategischen Partnern den ein oder anderen Kunden wieder zurückzugewinnen".
Mit den verbleibenden, starken Kernländern stellt EMTS nach wie vor ein interessantes Potential für eine neue Partnerschaft mit einem an europaweitem Service- und Reparaturleistungen für Mobiltelefone interessierten Unternehmen dar. Das Management ist diesbezüglich auch bereits in Gesprächen mit möglichen strategischen Partnern und will auch die geplante Kapitalerhöhung möglichst rasch durchführen.
Umsatz und EBITDA sind erwartungsgemäß rückläufig. Fremdkapital konnte bereits den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Zukunft wird positiv bewertet.
Salzburg: "Wir wissen, dass die Ergebnisse für das abgelaufene Jahr katastrophal waren, sind jedoch überzeugt, das Schlimmste hinter uns zu haben", bekräftigt Christian Rosner, CEO der EMTS Technologie AG. Der Umsatz fiel in 2002 um 21,4% und beträgt nun mehr EUR 126,6 Mio., im Vergleich zu EUR 161,0 Mio. in 2001. Das EBITDA ist mit Minus EUR 36,1 Mio. ebenfalls um 283% geringer als im Vergleich zur Vorjahresperiode mit Plus EUR 19,8 Mio. Anstelle eines Gewinns je Aktie von EUR 0,72 im Jahr 2001 musste in 2002 ein Verlust von EUR 20,50 ausgewiesen werden. Die Zahlen für 2001 wurden aufgrund festgestellter fehlerhafter Bilanzierung in 2001 und dem daraus resultierenden Widerruf des Bestätigungsvermerkes durch den Wirtschaftsprüfer Deloitte & Touche für die Bilanz 2001 neu erarbeitet. Die im Vorjahr von EMTS verlautbarten Werte für 2001 lauteten: Umsatz EUR 163,1 Mio., EBITDA EUR 22,8 Mio., Gewinn je Aktie EUR 1,13. Der forensische KPMG-Bericht wurde pflichtgemäß an die Staatsanwaltschaften in Wien und Zürich als Sachverhaltsdarstellung weitergeleitet, als auch an die Börsenaufsicht der SWX in Zürich.
Negative Komponenten
Diese negative Umsatz- und Ergebnisentwicklung wurde nicht nur durch die schlechte Marktsituation im Bereich der Service- und Reparaturanbieter in der mobilen Telekommunikation hervorgerufen, "sondern", so Rosner "auch durch den enormen Margendruck der Hersteller und Operator. Denn in einem so personalintensiven Geschäft wie dem Servicieren von Mobiltelefonen konnten Margeneinbrüche, die teilweise über 30% ausmachten, nicht mehr abgefangen werden". Diese Kostenschere hat das Unternehmen enorm belastet. "Dem nicht genug", ergänzt Rosner, "hat Nokia, mit über 50% Umsatzanteil und somit größter Kunde des Unternehmens, seinen Vertrag aufgelöst. Sony Ericsson folgte ebenso diesem Beispiel. Das kam alles zu einem Zeitpunkt, der nicht ungünstiger hätte sein können". Die durch diese Ereignisse notwendigen enormen Veränderungen des Bilanzbildes (Goodwill, Abschreibungen von Firmenwerten und Darlehen von verbundenen Gesellschaften) und die gravierende Umstrukturierung des Fremdkapitals mit den Banken, die jedoch positiv gelöst werden konnte, haben den Branchenführer fast seine Existenz gekostet. Im Headquarter reduzierte Rosner die Mannschaft um mehr als 80%, senkte dadurch die Overheadkosten enorm und konnte eine Überschuldung des Unternehmens erfolgreich abwehren.
Kahlschlag bei den Tochterunternehmen
Wie bereits berichtet mussten die Tochtergesellschaften in der Schweiz, Frankreich, Niederlande, aber auch in Schweden, Österreich und Norwegen Konkurs anmelden bzw. die Liquidation vorbereitet werden. Jene in Finnland und Monaco konnten jedoch verkauft werden. In den verbliebenen Kernländern Italien, Spanien und Deutschland, wo Nokia keinen so hohen Umsatzanteil hatte, konnte eine stabile positive Entwicklung erarbeitet werden, die dem nun stark redimensionierten Unternehmen eine gute Chance einräumt, am Servicemarkt weiterhin erfolgreich zu bleiben und attraktiv für potentielle strategische Partner zu sein.
Ausblick
Der Markt beginnt sich bereits wieder zu stabilisieren, neue Modelle kommen auf den Markt, UMTS scheint auch in absehbarer Zeit Realität zu werden. Dies alles ist auch für eine redimensionierte EMTS ein Lichtblick am Horizont und das Management ist überzeugt, nun wieder positiv in die Zukunft schauen zu können. Die Umsatz-entwicklung der Kernländer Deutschland, Spanien und Italien wird als stabil bezeichnet und ein positives EBITDA wie eine positive Cashflow-Entwicklung sind in Q2/03 absehbar. Inwieweit Dänemark zu den Kernländern zu zählen sein wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Estland steht ebenso zum Verkauf oder wird liquidiert.
Neben den marktbezogenen Aktivitäten wird weiter an der Stärkung der Eigenkapital-struktur, sowie der Liquidität gearbeitet und eine laufende Effizienzverbesserung des Kostenmanagements angestrebt.
Rosner konnte auch die bestehenden Kundenbeziehungen stabilisieren und kann bereits auf eine zufriedenstellende Entwicklung verweisen. Ganz abgeschrieben hat man die verlorenen Kunden auch noch nicht, denn Rosner sieht eine Chance "durch eine erfolgreiche Reorganisation der EMTS Technologie AG gemeinsam mit strategischen Partnern den ein oder anderen Kunden wieder zurückzugewinnen".
Mit den verbleibenden, starken Kernländern stellt EMTS nach wie vor ein interessantes Potential für eine neue Partnerschaft mit einem an europaweitem Service- und Reparaturleistungen für Mobiltelefone interessierten Unternehmen dar. Das Management ist diesbezüglich auch bereits in Gesprächen mit möglichen strategischen Partnern und will auch die geplante Kapitalerhöhung möglichst rasch durchführen.