Energie Steiermark: Heißwasserboiler als Fernwärme-Reserve für Graz
Sechs Heißwasserboiler um 18 Mio. Euro errichtet
Heißwasser-Boiler der Energie Steiermark in Graz sollen in Zukunft die Fernwärme-Versorgung auch bei einem Total-Ausfall von externen Lieferungen sichern. Derzeit wird ein großer Teil der Energie vom Verbund-Kraftwerk Mellach bezogen. Mit dem Verbund werden Auseinandersetzungen auf gerichtlicher Ebene geführt, sollte es zu einem Eigentümerwechsel kommen, zeigt man sich bei der EstAG "offen".
Es sind sechs Heißwasserboiler, die in der Puchstraße um 18 Mio. Euro errichtet werden und bereits zur nächsten Heizsaison fertiggestellt sein sollen, hieß es in einer Aussendung am Montag. Sie werden eine Leistung von 195 Megawatt haben und als Ausfallsreserve für die Fernwärme dienen. "Das ist eine große Sache für uns, weil wir damit auf eigenen Beinen stehen", betonte Energie-Steiermark-Konzernsprecher Urs Harnik gegenüber der APA. Gleichzeitig soll auch der Anteil der erneuerbaren Energie ausgebaut werden.
Bisher wurde diese Reserve vom Verbund-Kraftwerk in Mellach bereitgestellt. Für die Heizsaison 2014/15 ist man sich allerdings über den Preis für diese Leistung nicht einig, das soll nun in den kommenden Monaten gerichtlich geklärt werden. Parallel dazu führt die Energie Steiermark mit zwei Investorengruppen, die an dem Kraftwerk Mellach interessiert sein sollen, Gespräche. "Unsere Türen stehen für vernünftige und marktorientierte Gespräche jedenfalls offen, auch wenn wir den Wärmebedarf ab 2020 grundsätzlich alleine mit unseren regionalen Partnern decken können", erklärte Vorstandssprecher Christian Purrer.
Seitens des Verbundes hieß es, dass derzeit alle Optionen geprüft und Gespräche mit Investoren geführt würden. "Wir wollen eine langfristige Lösung für die Fernwärme-Versorgung der Stadt", erläuterte Verbund-Sprecherin Ingun Metelko. Es sei sinnvoller, bestehende Kraftwerke zu nutzen, als direkt in Graz, wo die Luft ohnehin so belastet sei, neue zu bauen, so Metelko.
(Schluss) zeh/stf