Front gegen Trennung des Strommarktes mit Deutschland wird breiter

Verbund schließt sich Klage der E-Control an

Die Klage der österreichischen Regulierungsbehörde E-Control gegen die Agentur der europäischen Regulatoren ACER wegen ihres Vorschlags, den deutsch-österreichischen Strommarkt zu trennen, erhält weitere Unterstützung. Zur den Interessenvertretungen Oesterreichs Energie, Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer hat sich heute mit dem Verbund auch das größte Stromunternehmen angeschlossen.

64,85 EUR +2,77%
Hoch 65,05 Tief 62,90 Vortag 63,10

"Das ist ein starkes Signal der Geschlossenheit", so die Vorstände der E-Control, Walter Boltz und Martin Graf. Zudem unterstütze auch die Arbeiterkammer alle Maßnahmen zum Erhalt der Preiszone. Der Verbund teilte dazu heute, Freitag, mit: "Eine willkürliche Trennung dieser funktionierenden Preiszone wäre ökonomisch ineffizient, teuer und widerspräche den EU-Zielen sowie bestehendem EU-Recht."

Geht es nach der EU-Agentur ACER, dann soll an der deutsch-österreichischen Grenze ein Engpass-Management eingeführt werden. Strom könnte dann nicht mehr unbegrenzt gehandelt werden, unterschiedliche Großhandelspreise in einzelnen Stunden wären dann möglich.

Der Klage der E-Control vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) können sich interessierte Parteien innerhalb von sechs Wochen nach Veröffentlichung der Klage im EU-Amtsblatt als Streithelfer anschließen, so die E-Control am Freitag in einer Aussendung.

(Schluss) stf/kre