EMTS: Prüfung ergibt Bilanzmanipulationen. Nokia kündigt die Verträge
EMTS: Prüfung ergibt Bilanzmanipulationen. Nokia kündigt die Verträge.
Abschlussprüfer kündigt die Zurückziehung des Bestätigungsvermerks für 2001 an.
Salzburg: Wie mittels einer ad hoc soeben vom Management der EMTS Technologie AG mitgeteilt wurde, hat sich der Verdacht auf Bilanzmanipulation durch das frühere Management der EMTS erhärtet. Der Abschlussprüfer Deloitte & Touche bestätigt, dass es auf Basis der bisher vorliegenden Überprüfungsergebnisse im Konzernabschluss 2001 Anpassungserfordernisse in der Höhe von rd. EUR 3-5 Mio. gibt und hat angekündigt seinen Bestätigungsvermerk für den Konzernabschluss 2001 zurückzuziehen. Deloitte & Touche fühlt sich vom vorherigen Management getäuscht. Mit Abschluss der Sonderprüfung durch KPMG ist wie geplant im Februar 2003 zu rechnen.
"Trotz aller Gerüchte und ersten Fakten haben wir gehofft, dass sich die Vorwürfe nicht in dieser Dimension bestätigen werden. Wir arbeiten im Moment gemeinsam mit dem Management in den Ländern und unseren strategischen Partnern an individuellen Szenarien pro Land und Gesellschaft. Wir hoffen, den betroffenen Mitarbeitern als auch unseren Aktionären in den nächsten Wochen einen klaren Status vorlegen zu können", erklärt Christian Rosner, CEO der EMTS Technologie AG.
Nokia kündigt alle Verträge
Das Management war in den letzten Tagen in intensiven Verhandlungen mit Nokia. Trotz dieses Einsatzes konnte die Entscheidung vorerst, die Verträge mit der EMTS Technologie AG zu kündigen, nicht mehr rückgängig gemacht werden.
"Nokia hat in der Vergangenheit immer wieder die mangelnde Servicequalität, Vertragstreue und Abrechnungsqualität eingemahnt, es hatte sich aber nichts gebessert. Dass wir in den letzten Wochen versucht haben, hier Qualitätsverbesserungen durchzuführen und die Altlasten rasch zu bereinigen, wurde zwar vom Nokia-Management erkannt und geschätzt, doch reichte das nicht mehr aus, das geschwundene Vertrauen von Nokia wieder zu erlangen", deponiert Rosner, der auch sehr bedauert, dass die intensiven Bemühungen schlussendlich nicht honoriert wurden.
Zur Zeit ist Rosner bemüht, alle diese Vorgänge in ein zukünftiges Unternehmens- szenario umzulegen und mit den anderen strategischen Partnern eine Lösung zu erarbeiten. Es wird spezifisch auf jedes Land bezogen einen Plan geben müssen, "in wie weit wir nun einzelne Länderunternehmen verkaufen, schließen oder fortführen werden die nächsten Wochen zeigen". Nokia hatte bei EMTS einen Umsatzanteil von rd. 50%.
Die a.o. Hauptversammlung findet wie angekündigt morgen, Mittwoch den 5. Februar, um 14.00 Uhr in Salzburg statt.
Abschlussprüfer kündigt die Zurückziehung des Bestätigungsvermerks für 2001 an.
Salzburg: Wie mittels einer ad hoc soeben vom Management der EMTS Technologie AG mitgeteilt wurde, hat sich der Verdacht auf Bilanzmanipulation durch das frühere Management der EMTS erhärtet. Der Abschlussprüfer Deloitte & Touche bestätigt, dass es auf Basis der bisher vorliegenden Überprüfungsergebnisse im Konzernabschluss 2001 Anpassungserfordernisse in der Höhe von rd. EUR 3-5 Mio. gibt und hat angekündigt seinen Bestätigungsvermerk für den Konzernabschluss 2001 zurückzuziehen. Deloitte & Touche fühlt sich vom vorherigen Management getäuscht. Mit Abschluss der Sonderprüfung durch KPMG ist wie geplant im Februar 2003 zu rechnen.
"Trotz aller Gerüchte und ersten Fakten haben wir gehofft, dass sich die Vorwürfe nicht in dieser Dimension bestätigen werden. Wir arbeiten im Moment gemeinsam mit dem Management in den Ländern und unseren strategischen Partnern an individuellen Szenarien pro Land und Gesellschaft. Wir hoffen, den betroffenen Mitarbeitern als auch unseren Aktionären in den nächsten Wochen einen klaren Status vorlegen zu können", erklärt Christian Rosner, CEO der EMTS Technologie AG.
Nokia kündigt alle Verträge
Das Management war in den letzten Tagen in intensiven Verhandlungen mit Nokia. Trotz dieses Einsatzes konnte die Entscheidung vorerst, die Verträge mit der EMTS Technologie AG zu kündigen, nicht mehr rückgängig gemacht werden.
"Nokia hat in der Vergangenheit immer wieder die mangelnde Servicequalität, Vertragstreue und Abrechnungsqualität eingemahnt, es hatte sich aber nichts gebessert. Dass wir in den letzten Wochen versucht haben, hier Qualitätsverbesserungen durchzuführen und die Altlasten rasch zu bereinigen, wurde zwar vom Nokia-Management erkannt und geschätzt, doch reichte das nicht mehr aus, das geschwundene Vertrauen von Nokia wieder zu erlangen", deponiert Rosner, der auch sehr bedauert, dass die intensiven Bemühungen schlussendlich nicht honoriert wurden.
Zur Zeit ist Rosner bemüht, alle diese Vorgänge in ein zukünftiges Unternehmens- szenario umzulegen und mit den anderen strategischen Partnern eine Lösung zu erarbeiten. Es wird spezifisch auf jedes Land bezogen einen Plan geben müssen, "in wie weit wir nun einzelne Länderunternehmen verkaufen, schließen oder fortführen werden die nächsten Wochen zeigen". Nokia hatte bei EMTS einen Umsatzanteil von rd. 50%.
Die a.o. Hauptversammlung findet wie angekündigt morgen, Mittwoch den 5. Februar, um 14.00 Uhr in Salzburg statt.