conwert - Petrus Advisers verzichtet auf außerordentliche HV

Einstieg von Adler Immobilien begrüßt - Auch ohne Vertretung im Verwaltungsrat gute Entscheidungen möglich

Der conwert-Großaktionär Petrus Advisers verzichtet nun darauf, eine außerordentliche Hauptversammlung bei dem börsennotierten Immobilienunternehmen einzuberufen. Im Juni hatte Petrus Advisers gemeinsam mit anderen Aktionären eine ao HV bei conwert verlangt, um einen zusätzlichen Verwaltungsrat durchzusetzen. Jetzt will man jedoch "falsche Eindrücke von Machtkämpfen bei conwert" vermeiden.

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Zugleich begrüßt Petrus Advisers den Einstieg von Adler Immobilien mit knapp 25 Prozent bei der conwert. Adler hat gestern, Montag bekanntgegeben, das Aktienpaket des israelischen Investors Teddy Sagi zu übernehmen. "Das Management von conwert soll sich nun voll auf Wertschaffung und vor allem die erfolgreiche Refinanzierung auf der Basis von substantiellen Aufwertungen des Immobilienbestandes konzentrieren, um so die Bewertung des Portefeuilles in Einklang mit der Qualität der Liegenschaften zu bringen", schreibt Petrus Advisers in einer Aussendung am Dienstag.

Im Juni hatten die Petrus Advisers von Klaus Umek Druck gemacht, um die Wahl des Ex-Hypo-Wirtschaftsprüfers Erich Kandler in den Verwaltungsrat von conwert durchsetzen. Bei der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juni hatte Kandler nicht die nötige Anzahl an Stimmen erhalten, nachdem der damals neue Hauptaktionär MountainPeak von Teddy Sagi zuvor die Verkleinerung des Verwaltungsrates erreicht hatte. Die Entscheidung, die Anzahl der Verwaltungsratssitze auf vier zu reduzieren, mache das Gremium faktisch handlungsunfähig, kritisierte Petrus Advisers damals. Auch ohne Vertretung im Verwaltungsrat könne Petrus Advisers "rechtskonforme und wertschaffende Ergebnisse" bewirken, heißt es hingegen in der Aussendung heute Dienstag.

(Schluss) tsk/sp