Solide Q1 Zahlen, trüber Ausblick
Solide Q1 Zahlen, trüber Ausblick
Der Verbund präsentierte in dieser Woche Zahlen zum 1. Quartal 2015. Die Umsatzerlöse konnten um 4,7% auf EUR 712,1 Mio. gesteigert werden und übertrafen damit die Erwartungen der Analysten um rund 2%. Der Verbund profitierte dabei von einer guten Wasserführung, die 3% über dem langjährigen Durchschnitt und 10% über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode lag. Das operative Ergebnis konnte ebenfalls erhöht werden, das EBITDA stieg um 5,2% auf EUR 217,8 Mio., das EBIT erhöhte sich um 11,9% auf EUR 123,8 Mio. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 54,9% auf EUR 63,4 Mio. Hauptgrund dafür war der aus dem Verkauf der Kraftwerke in Frankreich resultierende vermiedene Verlust aus thermischer Produktion.
Für das Gesamtjahr 2015 erwartet das Management bei durchschnittlicher Wasserführung ein EBITDA von EUR 770 Mio. und ein Konzernergebnis von EUR 180 Mio. Die Ausschüttungsquote soll 50% betragen, die Dividende für 2015 könnte daher weitestgehend stabil bleiben.
Ausblick
Die fallenden Strompreise bereiten dem Unternehmen große Probleme, der Verbund ist ein Opfer der „Energiewende“. Die an der EEX gehandelten Futures für Baseload notieren aktuell bei EUR 31,6/MWh für 2016 und steigen nur geringfügig auf EUR 32,8/MWh für 2020. Das bringt nicht nur zukünftige Ergebnisse unter Druck, sondern stellt auch langfristig die Bewertung der Assets in Frage. Die Aktie ist im Vergleich zu anderen Stromversorgern teuer, die Dividendenrendite von rund 1,7% bleibt im Vergleich zu anderen Unternehmen unattraktiv. Unsere Empfehlung lautet derzeit Reduzieren.