VW - Niedersachsens Ministerpräsident nach Salzburg geflogen
Aufsichtsrats-Präsidium hält Sondersitzung in Salzburg ab
Im Machtpoker bei Volkswagen tagt das Aufsichtsrats-Präsidium bei seiner womöglich entscheidenden Sondersitzung in Salzburg. Nach dpa-Informationen startete ein Flugzeug am Donnerstag im VW-Auftrag aus Niedersachsen nach Salzburg. Darin saß auch der niedersächsische Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD). Er ist Präsidiumsmitglied.
Das deutsche Bundesland Niedersachsen ist mit 20 Prozent an VW beteiligt, und damit der zweitgrößte Eigner.
Über Inhalte der Sondersitzung drang nichts nach außen. Das Bundesland Salzburg ist die Heimat von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech, der Österreicher ist. In Salzburg ist auch der Familiensitz der Porsches.
Das Präsidium ist mit seinen sechs Mitgliedern der Kern des 20-köpfigen Aufsichtsrats und bereitet entscheidende Weichenstellungen des Kontrollgremiums vor. Bei dem könnte es um die berufliche Zukunft von VW-Konzernchef Martin Winterkorn gehen. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech war von Winterkorn abgerückt. "Ich bin auf Distanz zu Winterkorn", hatte er dem "Spiegel" gesagt und damit für Turbulenzen bei VW gesorgt.
(Schluss) gru/miw